Die Geschichte des Judo

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Die Geschichte des Judo

Judo ist eine japanische Kampfsportart, die sich in zahlreichen Ländern, darunter auch Deutschland, einer großen Beliebtheit erfreut. Ein Unterschied zu vielen anderen Kampfsportarten besteht darin, dass in Judo diverse internationale Wettkämpfe ausgetragen werden. Die Sportart, die viele Betrachter im ersten Moment ein wenig an Ringen erinnert, ist unter anderem olympische Wettkampfdisziplin.

 

Die Quelle des Judo – Jiu-jitsu

Judo selbst ist eine noch relativ neue Disziplin. Sein Vorläufer allerdings, Jiu-jitsu, geht wohl mindestens bis in das Japan des 16. Jahrhunderts zurück. Ein genauer Ursprung ist nicht festzustellen. Jiu-jitsu, das zunächst weitgehend den Samurai vorbehalten war, verbreitete sich vor allem im 17. und 18. Jahrhundert in unterschiedlichen Varianten über ganz Japan. Auch der Begründer des Kodokan-Judo, Kano Jigoro, unterrichtete zunächst Jiu-jitsu.

 

Kano Jigoro und die Entstehung des Kodokan-Judo

Im Gegensatz zu der legendenumwobenen Entstehung des Jiu-jitsu lässt sich der Ursprung des Judo recht gut nachverfolgen. Sowohl die Kampfsportart selbst in ihrer ursprünglichen Form als auch der Name gingen auf Kano Jigoro zurück. Dieser gründete 1882 seine eigene Schule, das Kodokan, und verbreitete von dort aus seine Lehre. Der Name Judo ist aus den beiden Silben „Ju” für „sanft” und „nachgeben” und „do” für „Weg” oder auch „Grundsatz” zusammengesetzt. Tatsächlich spielt das Nachgeben (im richtigen Moment) im Judo eine zentrale Rolle – wie allerdings auch in anderen Kampfsportarten. Dass Kano Jigoro alle Schlag- und Tritttechniken und andere besonders gefährliche Techniken gänzlich aus dem Programm entfernte, ist ein weitverbreiteter Irrtum. Allerdings blieben solche Lektionen Fortgeschrittenen vorbehalten. Heute werden sie in den meisten Judoschulen gar nicht erst gelehrt.

 

Die internationale Verbreitung des Judo

Kano Jigoro war von Anfang an darum bemüht, Judo möglichst weit zu verbreiten. Er selbst besuchte bereits 1889 Europa und die USA und wurde 1909 das erste japanische Mitglied des Olympischen Komitees. In Deutschland waren vor allem Erich Rahn und Alfred Rohde für die Verbreitung der Kampfsportart verantwortlich. Erich Rahn, der allerdings eher Jiu-jitsu ausübte, unterrichtete eine Zeit lang sogar Abteilungen der Polizei in seiner Kunst.

 

Judo im modernen Wettkampfsport

Heute gilt Judo allgemein als die am weitesten verbreitete Kampfsportart der Welt. Bei den Olympischen Spielen gab der Sport 1964 seinen Einstand. Der Deutsche Judobund feierte dabei sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern in der Vergangenheit immer wieder Erfolge. Allerdings beschränkt sich das moderne Judo sowohl im Rahmen von Wettkämpfen als auch im Unterrichtsprogramm der meisten Schulen auf Wurf- und Bodentechniken. Schlagtechniken werden nur bei speziellen Veranstaltungen eingesetzt.

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