Die Geschichte der Saba Radios

Aufrufe 2 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Die Geschichte der Saba Radios

Die Radioapparate und Fernsehgeräte der Firma SABA sind heute beliebte Sammlerstücke. Ihre gute Verarbeitung und die hohe Qualität waren seit jeher die Markenzeichen der Firma. Lesen Sie hier, wie alles begann und welche Meilensteine die Unternehmensgeschichte von SABA hervorgebracht hat.

 

Vom Uhrenhersteller zum Radiobau – SABA in der Anfangszeit

Zu Beginn ist SABA eine kleine Uhrenfabrik in Triberg im Schwarzwald. 1835 gegründet entwickelte sie sich im Laufe der Zeit zu einer gut gehenden Metallwarenfabrik. Erst 1923 beginnt die Geschichte der eigentlichen „Schwarzwälder Apparate-Bau Anstalt“ kurz „SABA“ genannt. Das Radio steckte gerade in seinen Kinderschuhen und hatte Anfang der 1920er Jahre mit ersten Testsendungen von sich reden gemacht. SABA ging mit der Zeit und stellte auf die Produktion von Bauteilen für Radios um. Neben Spulen und Drehkondensatoren fertigte SABA bald auch eigene Transformatoren. Schon Mitte der 1920er Jahre wurden Radios dank der Massenproduktion von Firmen wie SABA für Privatleute erschwinglich. Der erste Boom auf die Rundfunkempfänger setzte ein. SABA kam dieser Nachfrage mit günstigen Bausätzen für Detektorradios und Radioempfängern für den Heimbedarf entgegen. Auch vor und während des Zweiten Weltkriegs produzierte SABA erfolgreich Radiogeräte und Militärbedarf. 1945 erlitt die Firma einen herben Rückschlag, als die Fabrik im Bombenhagel nahezu komplett zerstört wurde.

 

Neustart mit Telefonen – SABA in der Nachkriegszeit

Nach Kriegsende begann SABA einen bescheidenen Neuanfang mit der Produktion von Massenprodukten wie Tablettenröhrchen und einfachem Spielzeug. Aber schon 1946 gelang den findigen Schwarzwäldern der Einstieg in die Telekommunikation. Sie produzierten Telefone für die Deutsche Bundespost. SABA produzierte unter anderem mit dem W48 einen der ersten Standard-Fernsprecher der Post. Erst in den späten 1950er Jahren kehrte SABA zu seinen Wurzeln zurück und konzentrierte sich erneut auf Röhren Radios und die neu aufkommenden Fernsehgeräte. Das erste TV von SABA war der „Schauinsland W II“. Nach und nach kamen andere Geräte aus der Unterhaltungselektronik dazu. Darunter auch tragbare Kofferradios und Kassettenrekorder. Bekannte Radios aus dieser Zeit sind das „SABA Freiburg“ ein Automatic Röhrenradio aus dem Jahre 1956 sowie das „SABA Meersburg“ und der Rundfunkempfänger „Wildbad 8“.

 

Die letzten Höhepunkte der SABA Radio-Produktion

Ende der 60er und Anfang der 1970er Jahre setzte SABA mit seiner berühmten Donau-Serie vermehrt auf Transistorgeräte. SABA setzt nun vermehrt auf HIFI-Systeme und Lautsprecher für heimische Stereoanlagen. Dazu gehören Geräte wie das HIFI Studio 8080 Stereo oder das HIFI Studio 9100. Durch den zunehmenden Konkurrenzdruck bekam SABA Ende der 1970er Jahre vermehrt finanzielle Probleme. 1986 wurde das Unternehmen SABA aufgelöst und ging in der Folgezeit in unterschiedlichen Unternehmen auf. Das Letzte, die TTE Germany, meldete 2007 Insolvenz an.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden