Die Geschichte der Rolleiflex-Kameras

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Die Geschichte der Rolleiflex-Kameras

Das Unternehmen Rollei wurde im Jahr 1920 zunächst unter dem Namen "Franke & Heidecke" als Werkstatt für Feinmechanik und Optik in Braunschweig gegründet. Der Name der von "Franke & Heidecke" neu entwickelten Stereokamera "Rollfilm-Heidoscop" war verkürzt ausschlaggebend für den Produktnamen der "Rolleiflex", einer analogen Mittelformatkamera, die im Jahr 1929 auf dem Fotomarkt eingeführt wurde. Das Unternehmen änderte im Laufe der Firmengeschichte mehrmals den Namen und hieß unter anderem von 1962 bis 1981 "Rollei-Werke Franke & Heidecke" beziehungsweise "Rollei-Werke Franke & Heidecke GmbH & Co KG" und von 1981 bis 2004 "Rollei Fototechnik GmbH & Co KG". Im Jahr 2004 positionierte sich die Firma als Hersteller von professionellen Mittelformatkameras neu und fungierte zunächst als "Rollei-Produktion GmbH" und von 2005 bis 2009 als "Franke & Heidecke GmbH". Seit dem Jahr 2009 hat die neu am Standort Braunschweig gegründete Firma "DHW Fototechnik GmbH" die Produktion der Kameras sowie von Diaprojektoren übernommen.

 

1928: Die erste "Rolleiflex" - eine Spiegelreflexkamera für Rollfilm

Im Jahr 1928 wurde die erste "Rolleiflex" von "Franke & Heidecke" entwickelt und es wurden zehn Prototypen gefertigt. Es handelte sich dabei um eine zweiäugige Spiegelreflexkamera, die für Rollfilm gedacht war. Ein Jahr später wurde dem Markt die zweiäugige "Rolleiflex 6 x 6" präsentiert und setzte neue Standards für den Kamerabau. Die Kamera hatte ein stabiles Gehäuse aus Aluminium und kam ohne Lederbalgen für den Objektivauszug aus. Stattdessen setzten die Entwickler auf den Compur-Verschluss, einen Zentralverschluss, der hinter der eigentlichen Aufnahmeblende angeordnet war. Im Jahr 1930 wurde das neue Werk in Braunschweig eingeweiht und bis 1959 wurden die Rolleiflexmodelle "Rolleiflex 1/4,5", "Rolleiflex Standard 620/621", "Rolleiflex Automat" und "Rolleiflex 3,5" millionenfach gefertigt.

 

Meilensteine in der Geschichte der "Rolleiflex" von 1959 bis 1974

Ab 1959 wurden verschiedene Modelle der "Rolleiflex" mit hochwertigen Objektiven von Fremdherstellern produziert, wie die "Tele-Rolleiflex" mit Zeiss Sonnar 4/135 mm (1959) und die "Weitwinkel-Rolleiflex" mit Zeiss Distagon 4/55 mm (1961). Daneben wurden Modelle mit eingebautem Belichtungsmesser verkauft, beispielsweise die "Rolleiflex 3,5 F 1. Mod." und die "Rolleiflex T 3. Mod.". Ab 1960 kamen zudem die "Rolleimagic" und die "Rolleimagic II" als erste Modelle mit Belichtungsautomatik in den Handel, außerdem die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera "Rolleiflex SL35" (1970) und die "Rolleiflex SLX" (1974) als erstes elektronisches Kamerasystem für Mittelformatkameras und Vorläufer für das Mittelformat-Kamerasystem "Rolleiflex 6000".

 

1980 bis heute - die Erfolgsgeschichte geht weiter

Die "Rolleiflex SL2000F" als erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven, die "Rolleiflex 2,8 GX" mit TTL-Belichtungs- und Blitzmessung und die Mittelformatkamera "Rolleiflex 6008" setzten weitere Maßstäbe in der Firmengeschichte. Daneben wurden ab 2001 neue Kompaktkameras, die erste Mittelformatkamera mit Autofokus, die "Rolleiflex 6008 AF" und die digitale Spiegelreflexkamera "Rollei d530 flex" eingeführt. Seit dem Jahr 2009 produziert die "DHW Fototechnik GmbH" unter anderem die bereits von der "Franke & Heidecke GmbH" 2007 entwickelten digitalen Modelle "Rolleiflex Hy6", "Rolleiflex Hy6 Mod2" und "Rolleiflex 4,0 FT".

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