Die Darstellung der Mafia in Film und Fernsehen

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Die Darstellung der Mafia in Film und Fernsehen

Spätestens seit dem Erfolg der Sopranos ist die Mafia im Fernsehen wieder in aller Munde. Doch schon lange vor Tony Soprano schrieben Mafia-Epen wie die Godfather-Trilogie um die Familie Corleone Filmgeschichte.

 

Die Mafia im Kino: von Little Caesar bis Michael Corleone

Die Mafia gab schon immer dankbare Stoffe für das Kino her: Schon 1931, als Verbrecher wie Al Capone und Lucky Luciano noch ihr Unwesen trieben, kam der erste Mafia-Film in die Kinos und begründete das Genre des harten amerikanischen Gangsterfilms: "Little Caesar" (Der Kleine Caesar) mit Edward G. Robinson und Douglas Fairbanks Jr.

Doch richtig populär wurde das Mafia-Genre erst 1972 mit dem Welthit "Der Pate", basierend auf dem gleichnamigen Buch von Mario Puzo, das die Geschichte des fiktiven Corleone-Clans aus New York beschreibt. Marlon Brando gewann für seine Darstellung des mächtigen Don Vito Corleone einen Oscar, während Al Pacino als Michael Corleone den Grundstein für eine bis heute erfolgreiche Karriere legte.

 

Scarface, Donnie Brasco & Co

Für Pacino blieb der "Pate" nicht der einzige Mafia-Film: 1983 schuf er mit Tony Montana in "Scarface" eine weitere unsterbliche Ikone des amerikanischen Gangsterfilms. Doch damit nicht genug: 1997 kehrte er noch einmal zum Mafia-Film zurück, diesmal an der Seite von Superstar Johnny Depp in "Donnie Brasco".
In der Zwischenzeit beschäftigte sich Hollywood zunehmend mit der Geschichte der amerikanischen Mafia, unter anderem mit Scorceses gefeiertem Meisterwerk "Goodfellas", das die Geschichte des Gangsters Henry Hill (Ray Liotta) und des Lucchese-Clans erzählt, und mit Sergio Leones Monumentalepos "Es war einmal in Amerika".
In den letzten Jahren entdeckte auch das Fernsehen die Mafia für sich: Neben der Kultserie "Die Sopranos" um Mafiaboss Tony Soprano aus New Jersey gelang dem US-Sender HBO mit dem historischen Drama "Boardwalk Empire" ein grandioser Blick auf die Unterwelt der 1930er-Jahre in Atlantic City und Chicago.

 

Die Mafia in Italien

Obwohl die amerikanische Mafia dank Hollywood das Bild der Gangsterfilme prägte, ist die Mafia doch zu allererst ein italienisches Problem. Und auch in Italien beschäftigten sich Film und Fernsehen immer wieder mit der organisierten Kriminalität, darunter in der erfolgreichen Serie "Allein gegen die Mafia" mit Michele Placido, die ab 1985 jahrelang weltweit zu sehen war. Placido spielte ebenfalls die Hauptrolle in "The Pizza Connection" und war später als Giovanni Falcone zu sehen, einem sizilianischen Richter, der die Mafia bekämpfen wollte und dafür mit seinem Leben bezahlte. 2008 erschien in Italien "Gomorra", die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Roberto Saviano, der sich mit den Machenschaften der Camorra in Neapel und Umgebung beschäftigt.

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