Die Braunschweig: die Ausgaben der Briefmarke im Überblick

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Die Braunschweig: die Ausgaben der Briefmarke im Überblick

Bei jeder Briefmarke, die über viele Jahre hergestellt wird oder wurde, gibt es unterschiedliche Jahresausgaben. Zum einen soll dies dem Schutz vor Fälschungen dienen, zum anderen wird dies durch Preisänderungen notwendig. Hier nun ein Überblick über das Sammelgebiet 'Braunschweig'.

 

Über die Anfänge des beliebten Sammelobjekts 'Braunschweig'

Vom 1. Januar 1852 bis zum 1. März 1853 gab das Herzogtum Braunschweig seine ersten eigenen Freimarken aus. Dabei handelt es sich um die Werte 1, 2 und 3 Sg (Silbergroschen). Die Marken waren ungezähnt. Sie wurden zu zehn Stück im waagerechten Streifen verkauft. Auf diesen Marken ist neben der Wertangabe und dem Landesnamen das Wappen Braunschweigs zu sehen. Das Sachsenross - ein springendes Pferd - befindet sich in einem liegenden Oval. Die Briefmarke entstand im Buchdruck auf gelblichem Papier. Die Gummierung war rötlich gehalten. An der ersten Ausgabe der 'Braunschweig' lassen sich viele Mängel ausmachen. Die Briefmarken mussten zugeschnitten werden, standen aber oft schief zueinander. Die Größe war nicht einheitlich und der Druck war unklar.

 

Die zweite Auflage der Postwertzeichen im Herzogtum Braunschweig

Seit dem März 1853 war das Papier, auf dem die 'Braunschweig' gedruckt wurde, sicherheitshalber mit einem Wasserzeichen versehen. Dabei handelt es sich um ein Posthorn, das von einer Linie umgeben ist. Zudem wurde fortan nur noch in schwarzer Farbe auf farbigem Papier gedruckt. Für jeden Wert gab es eine eigene Farbe. Dabei blieb das Motiv gleich. Zu den bis dahin bekannten Werten 1, 2 und 3 Sg gesellten sich 1/2 und 1/4 Gutegroschen. Außerdem wurde der Wert 1/3 Silbergroschen eingeführt.

 

Löcher und Zuschnitte erweisen sich nicht als Mangel

Eine Besonderheit wurde zum 1. März 1857 eingeführt - eine teilbare Freimarke. Diese quadratische 'Braunschweig' mit dem Wert 4 x 1/4 Gutegroschen musste zerteilt werden, um an die Einzelwerte zu kommen. So wurde die Einführung eines weiteren Wertes für den Inlandsverkehr verhindert.

Die ersten durchstochenen Briefmarken gab es in Braunschweig im Juli 1864 an den Postschaltern zu erstehen. Der Durchstich befand sich zuvor in der Erprobung. An den Markenwerten, dem Druck und dem Papier änderte sich nichts.

 

Die letzte Ausgabe der heute so begehrten 'Braunschweig'

Zum 1.10.1865 kam die letzte Serie der 'Braunschweig' auf den Markt. Gültig waren sämtliche Briefmarken bis zum 31.12.1867. Danach war Braunschweig Mitglied beim Norddeutschen Bund. Diesmal wurde das Motiv umgestaltet. Die Briefmarke erschien im Hochformat, das Wappen befand sich im aufgestellten Oval. Der Druck war wieder farbig auf weißem Papier. Ausgegeben wurden die Werte 1/3, 1, 2 und 3 Silbergroschen.

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