Die Bedeutung der Gleitreibung bei Antirutschmatten

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
 

Antirutschmatten - Gleitreibung gemäß VDI 2700

Die Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen, auf Güterwagons, auf Schiffen und in Flugzeugen ist für den unfallfreien Transport von Gütern notwendig und gesetzlich vorgeschrieben. Dabei hat die Gleitreibung der Antirutschmatte eine erhebliche ökonomische Bedeutung.
 
bau.con-Antirutschmatte AM3.820 bau.con-Antirutschmatte AM 3.920
Dicke 3mm Dicke 3mm
bau.con-Antirutschmatte AM4.820 bau-con-Antirutschmatte AM4.920
   
Dicke 4mm Dicke 4mm
bau.con-Antirutschmatte AM6.820 bau.con-Antirutschmatte AM6.920
Dicke 6mm Dicke 6mm
 
Die Befestigung des Ladegutes mit Zurrgurten und Ketten wird schon lange praktiziert. Dabei spielt die Art der Reibfläche ( und die Gleitreibung µ ) zwischen der Verpackung (z.B. Kisten, Gitterpaletten) und der Ladefläche eine große Rolle.

Beispiel 1: Bei der Reibungspaarung zwischen einer Gitterpalette (aus Metall) und einer metallischen Ladefläche beträgt beispielsweise die Gleitreibung µ = 0,1 . Wenn die Gitterpalette samt Ladung 1000kg wiegt, kann bereits eine waagrecht wirkende Kraft von 100kg in Richtung Fahrerhaus (Abbremsung) oder eine Kraft in Richtung Fahrzeugheck (Beschleunigung) die Ladung in Bewegung setzen. Damit die obigen 1000kg bei µ = 0,1 erst bei einer waagrechten Kraft von 600kg in Bewegung geraten, ist eine senkrecht wirkende Kraft von 6000kg erforderlich. Da die Ladung 1000kg wiegt, müssen die restlichen 5000kg durch senkrechte Verspannung mittels Zurrgurten aufgebracht werden.

Beispiel 2: Bei Verwendung einer Antirutschmatte  (für den Güterverkehr) gemäß VDI 2700 mit einer Gleitreibung µ = 0,6 würde sich die Last (Gitterpalette mit Ladung) von 1000kg bei einer waagrechten (durch Abbremsung oder Beschleunigung erzeugten) Kraft von 600kg nicht bewegen. Theoretisch wäre also keine Verzurrung nötig.
In der Praxis treten allerdings weitere Kräfte auf, die auf die Ladung wirken. Bei unebener Strasse treten senkrechte Kräfte auf, die die Ladung anheben können. In dem Fall wäre die Gleitreibung µ = 0. Außerdem treten bei Kurvenfahrten seitlich wirkende Kräfte auf, die ein seitliches Kippen der Ladung bewirken können. Für diese beiden Fälle ist also trotz µ = 0,6 eine Verzurrung erforderlich. Die dafür erforderlichen Zurrkräfte liegen allerdings wesentlich niedriger als 5000kg.

Bautenschutzmatten (die, wie die Antirutschmatten auch aus Gummigranulat bestehen) haben allgemein eine Gleitreibung µ < 0,6. Sie sind für den Gütertransport nicht zugelassen. Außerdem liegen auch die Reißfestigkeit und die Dichte unter den geforderten Werten. Die VD 2700 fordert für Antirutschmatten für den Güterverkehr eine Gleitreibung von mindestens µ = 0,6, sowie Werte für die Reißfestigkeit, Reißdehnung und Druckfestigkeit.

Man kann heute Antirutschmatten mit einer Gleitreibung von µ > 1 herstellen (die in der Natur nicht vorkommt). Diese Antirutschmatten werden aber nicht für den Gütertransport eingesetzt.

Antirutschmatten werden u.a. mit den Dichten 820, 920 und 1040kg/m³, sowie u.a. in den den Dicken von 3, 4, 5, 6, 8 und 10mm hergestellt.
Die folgenden Antirutschmatten erfüllen die Bedingungen der VDI 2700 :

 
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden