Die Ausreden der Käufer

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Hallo,

ist doch immer wieder erstaunlich, welche Ausreden sich Käufer ausdenken um einen ersteigerten Artikel nicht bezahlen zu wollen. 3-2-1- meins und dann wird darüber nachgedacht, ob man das soeben ersteigerte Objekt wirklich braucht oder ob man mit dem Preis doch etwas über das Ziel hinausgeschossen ist.

Mein Vorgehen zur Preisanalyse:

1. Zeit nehmen, kein Produkt läuft weg
2. Ruhe bewahren ;-)
3. Das Objekt der Begierde erst einmal genau analysieren. Brauche ich das wirklich oder ist es nur "nice to have"?
4. Dann, Preise vergleichen im ebay sowohl auch im Internet. Erstaunlich ist, dass viele Produkte außerhalb von ebay zu einem günstigerem Preis zu haben sind. Das liegt einfach daran, dass viele in ihrer Auktionseuphorie ihren Maximalpreis aus den Augen verlieren (sofern man sich einen gesetzt hat)
4. Konsequent sein, nicht mehr bieten als man sich wirklich vorgenommen hat. Vorher Maximalpreis festlegen. Nicht mehr bieten!

Sofern man sich daran hält kann ja eigentlich nichts mehr passieren, oder doch?

Ich kenne das 3-2-1 Gefühl selbst auch. Da ist was und das will man unbedingt haben. Dann kommt die Ernüchterung .......

Beispiel aus der Praxis:

Ach Du Sch...., jetzt haben wir ein Problem!

Entschuldigen Sie bitte die Ausdrucksweise, aber etwas anderes fiel mir gerade nicht ein.

Ich habe in der vergangenen Woche für meinen Sohn ein paar PC-Spiele ersteigert. Anschließend hat er gefragt, ob er noch ein wenig rumsuchen dürfe, was ich bejahte. Während er rumsuchte habe ich draußen den Rasen gemäht und als ich zurückkam sagte er, dass er noch ein Spiel für den PC ersteigert hätte. Erst da viel mir ein, dass ich vergessen hatte, mich auszuloggen.

Offensichtlich hat er nicht nur das Spiel, sondern auch noch diesen Rechner ersteigert, obwohl er schon einen eigenen hat. Ich Bitte Sie um Verständnis, dass wir den PC nicht nehmen können.

Na, nicht wir haben ein Problem, sondern der Käufer. Solche Fälle hatte ich schon einige male. In diesem Fall kann ich nur jedem raten, auf seine digitale Identität im ebay zu achten. Ich lasse ja auch nicht meine Kreditkarte irgendwo liegen und wundere mich dann über Käufe die damit bezahlt wurden. Verständnis dafür habe ich nicht, der Käufer muss den PC abnehmen denn es ist ein gültiger Vertrag (gem. § 328 BGB) zustande gekommen.

§ 433 Vertragstypische Pflichten beim Kaufvertrag (BGB)  Satz (2) Der Käufer ist verpflichtet, dem Verkäufer den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen und die gekaufte Sache abzunehmen.

Das gilt auch bei Auktionen!

Ob hier wirklich der Sohn unbeaufsichtigt den PC ersteigert hat oder nicht kann ich nicht sagen, Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Und wenn, würde ich ein solches Verhalten als grob fahrlässig einstufen. Eltern haften doch für ihre Kinder, oder?

Gruß IT-SAS

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