Die Artamanen, Schmitz Peter (Wieland Dt.WV 1910) 1985

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Schmitz Peter / Wieland

"Die Artamanen"



Landarbeit und Siedlung bündischer Jugend in Deutschland 1924-1935

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Verlag Dietrich Pfaehler, Bad Neustadt a.d. Saale
1985, Pp, 168 S.

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Gedruckt mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der Artamanen e.V

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       Aus dem Inhalt:
  • Wurzeln der Artamanenbewegung
  • Praktische Entwicklung / der Beginn 1924
  • Der `Freiwillige Arbeitsdienst auf dem Lande´ - die Artamanen in den 20er Jahren
  • Nachfolger und Nachgeschichte
  • u.a. Arbeit der Artamanen in Siebenbürgen
  • Die Artamanen nach 1945
       Anlagen:
  • Einsatzorte der Artamanen 1924 - 1936
  • Lies Gönnheimer: "Mädchenstimme aus den Artamanenschaften"
  • Spielscharen der Artamanen
  • Erntefest in Koritten (auszugsweiser Bericht)
  • Die `Siedlerrichte´ der `Bündischen Gemeinden für Landarbeit und Siedlung´
  • Gemeinschaftssiedlungen der Artamanen in Ostpreußen und Mecklenburg
  • Einsatzorte der `Hermannshofer´
  • "Gaue", Ausbildungsstätten und Gemeinschaftssiedlungen der Artamanen
  • Zeittafel
  • Karten und Tabellen u.v.m.

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Die vorliegende Arbeit wurde im Mai 1984 als Diplom-Arbeit im Fachbereich Landwirtschaft, Fachgebiet Agrarsoziologie / Agrarpolitik, an der Gesamthochschule Kassel eingereicht.

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168 Seiten geballte Informationen aus dem Leben der Artamanen


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Zu den erst nach dem politischen Umbruch von 1918/ 1919 entstandenen Gruppierungen der Jugendbewegung, die zwar ihre Wurzeln in geistigen Strömungen der Vorkriegszeit hatten, aber letztlich erst durch den Krieg und den Kriegsfolgen den entscheidenden Gründungsschub erhielten, gehörte auch die Artamanenbewegung, seit 1926 dann ein förmlicher Bund.

Es gab in der jungen Generation zwischen den beiden Weltkriegen über 15 Jahre (1920 - 1935) eine engagierte und kräftige Gruppierung der Jugendbewegung, die sich der Landarbeit, der Landwirtschaft und der Naturnutzung durch Agrarproduktion unmittelbar verbunden wußte.

Dieser Teilgruppe der Jugendbewegung, die viele Merkmale mit der bündischen Jugend - Fahrtenromantik, Nationalbewußtsein, Gesellschaftskritik etc. - gemeinsam hatte, ging es um Landwirtschaft ganz praktisch, weniger um deren Interpretation.

Die Artamanenbewegung war Teil der deutschen Jugendbewegung, der geistig-kulturellen Erneuerungsbestrebung, die sich im ersten Drittel dieses Jahrhunderts in Deutschland entwickelte und als geistige Avantgarde der Gesellschaft empfand.

Es gab verschiedene landwirtschaftliche Siedlungsversuche von Mitgliedern der Jugendbewegung, jedoch waren die Siedlungen meist nur von kurzer Dauer. Als einziger größerer Teil der Jugendbewegung gingen die Artamanen von gemeinsamer Freizeitgestaltung über zur Landarbeit und schließlich zum Aufbau von Bauernhöfen für diejenigen von ihnen, die siedeln wollten. Daher ist gerade dieser Teil der Jugendbewegung von agrarwissenschaftlichem Interesse; dies auch deshalb, weil die Artamanen sich eingehend mit einer Besonderheit der damaligen Landwirtschaft
auseinanderzusetzen hatten, mit den Gütern, auf denen sie zunächst gemeinsam als Landarbeiter tätig waren, ehe sie damit begannen, eben solche
Güter zu Bauernhöfen umzugestalten.

Die Artamanen, die zumeist aus der Stadt stammen, zählten im Laufe der knapp 12 Jahre, die ihre Bewegung bestand, insgesamt etwa 25.000 Mitglieder.

Seiner spezifischen Eigenart gemäß hat der Artam-Bund in seiner Zeit Aufsehen erregt.

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Manche Veröffentlichungen, die etwas pauschalisierend auch in der Artamidee geistige Vorläufer nationalsozialistischer Agrarideologie vermutet haben, sollten in der Auseinandersetzung mit der Untersuchung von P. Schmitz noch einmal überdacht werden. Der Verfasser macht deutlich, wie der Artambewegung das Schicksal nicht erspart blieb - wie auch anderen Teilen der Jugendbewegung dieser Zeit-, durch die Nationalsozialisten nach 1933 vereinnahmt, missdeutet und pervertiert zu werden.

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Wieland ist bei einem Autounfall im Frühjahr 1995 tötlich verunglückt.

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