Die 5 besten Camcorder – eine Übersicht

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Die 5 besten Camcorder – eine Übersicht

Camcorder sind in den letzten Jahren immer kleiner, leichter und günstiger geworden. Die Weiterentwicklung der Akkutechnik und der Speichermedien sind die entscheidenden Faktoren in diesem Prozess. Der Lithium-Ionen-Akku ist deutlich kleiner und leistungsfähiger als seine Vorgänger. Der Memory-Effekt ist bei diesen Energielieferanten ausgemerzt. Somit ist der Akku auch deutlich zuverlässiger als seine Vorgänger. Bei älteren Camcordermodellen nimmt die Mechanik zum Speichern der Filme sehr viel Raum in Anspruch. Zusätzlich benötigt das Speichermedium Platz. Mit der Einführung des Flash-Speichers entfällt die gesamte Mechanik. Der Speicher selbst, die SD-Karte, ist kaum dicker als eine Kreditkarte. Der durchschnittliche Camcorder wiegt heute 200 bis 300 Gramm und passt in die Jackentasche. Die Nachbearbeitung, die früher am PC viel Zeit gekostet hat, erledigt der Camcorder jetzt selbst. Belichtung, Gegenlichtkorrektur und Weißabgleich stimmt das Gerät optimal aufeinander und die Situation ab. Das fertige Video entsteht innerhalb kürzester Zeit. Je nach der Vorliebe des Kameramannes setzen aktuelle Modelle die Schwerpunkte. Einige Modelle sind extrem leicht und klein. Andere können per W-Lan und Smartphone die Videos direkt zu YouTube und anderen Videoportalen hochladen. Eine Sonderstellung nimmt der Sony Camcorder der NEX-Reihe ein. Er richtet sich an den ambitionierten Filmer, der keinen Wert auf Motiv-Programme und Nachbearbeitung im Camcorder legt.

Die Panasonic HC-V500EG-K – kompakt und leistungsstark

Der Panasonic Camcorder ist ein Leichtgewicht: Er wiegt nur 227 g. Das Gehäuse ist griffig und liegt mit seinem kompakten Ausmaßen gut in der Hand. Verwacklungsarme Aufnahmen gelingen mühelos. Der serienmäßige Bildstabilisator sorgt auch in schwierigen Situationen für ein ruhiges Bild. Die Kontrolle über das Bild erhält der Kameramann über den dreh- und schwenkbaren Monitor. Das ist besonders praktisch, wenn die Lieblingsband beim Livekonzert aufgenommen wird und die Panasonic über die Köpfe der Zuschauer filmt. Die Designer verzichten zugunsten der kompakten Ausmaße und des geringen Gewichts auf einen elektronischen oder optischen Sucher.

Die Brennweite des Camcorders ist beachtlich. Der 33,8-fache optische Zoom lässt auch weit entfernte Objekte gut erkennen. Der Telezoom entspricht 1.345 Millimetern im Kleinbildformat. Im Nahbereich liefert die Panasonic HC-V500EG-K beachtliche Bilder im Weitwinkelformat. Dieser entspricht 30 Millimetern. Herzstück ist der MOS-Bildsensor, der Videos in Full-HD Auflösung im Format AVCHD speichert. Dies geschieht wahlweise auf dem 16 GB großem internen Speicher oder auf einer Speicherkarte. Schnappschüsse liefert die Kamera bis 2,99 Megapixel.

Neben der hohen Auflösung, die für die Detailgenauigkeit verantwortlich ist, sind Schärfe und Helligkeit entscheidend für gelungene Filme. Dies gelingt dem HC-V500 von Panasonic sehr gut. Zusätzlich verfügt er über eine eingebaute Videoleuchte. Die Bedienung erfolgt zumeist über den Touchscreen. Der Zoom lässt sich zudem mit einem Hebel bedienen. Wer es etwas bunter mag, erhält den Panasonic HC-V500 nicht nur in klassischem Schwarz. Er ist auch in den Farben Rot und Silber erhältlich. Für den geschützten Transport des Camcorders sind maßgeschneiderte Taschen erhältlich.

Die Sony HDR-CX250E – das Allroundtalent

Der Sony-Camcorder zählt zu der Serie HDR-CX und ist mit 200 Gramm ein Leichtgewicht mit kompakten Ausmaßen. Im Inneren arbeitet ein Exmor-R-CMOS-Sensor, der im Zusammenspiel mit dem BIONZ-Prozessor bis zu 50 Bilder pro Sekunde in Full-HD-Qualität aufnimmt. Die Fotoqualität ist für einen Camcorder ansprechend und liegt mit 8,9 Megapixeln im Bereich einer Mittelklasse-Digitalkamera. Der 30-fache optische Zoom bringt auch entfernte Objekte nah heran und entspricht einer Brennweite von 894 mm im Kleinbildbereich. Der digitale Zoom bietet zusätzlich eine 350-fache Vergrößerung. Die Brennweite im Weitwinkelbereich entspricht 29,8 mm.

Entscheidend für gute Filme ist ein ruhiges Bild. Wenn einmal kein Stativ zum Einsatz kommt, ist der Bildstabilisator zuständig für wackelfreie Aufnahmen. Der optische Drei-Wege-Stabilisator liefert gute Ergebnisse. Der Autofokus dagegen arbeitet etwas langsam. Besonders, wenn sich das Motiv schnell bewegt und die Lichtverhältnisse nicht optimal sind, entstehen unscharfe Bilder. Der Autofokus arbeitet gesichtsorientiert oder im Objektverfolgungsmodus.

Es stehen vielfältige Aufnahmeprogramme zur Verfügung, die den Camcorder optimal den Gegebenheiten anpassen. Die Belichtung wird je nach Anforderung im Multi-Segment- oder im Spot-Verfahren gemessen. Die minimale Lichtstärke liegt bei 3 Lux. Highlights sind die Zeitlupenaufnahme und die automatische Gegenlichtaufhellung. Optional ist der Anschluss eines Stereomikrofons möglich. Die fertigen Filme und Bilder überspielt der Camcorder per DVD Direct Express auf den im Zubehörhandel erhältlichen DVD-Brenner. Die doppelte Aufnahmefunktion ermöglicht gleichzeitiges Aufnehmen von Filmen und Standbildern. Über den 3 Zoll großen Monitor steuert der Kameramann alle Funktionen und wählt das passende Motivprogramm. Der schwenkbare Touchscreen-Monitor bietet über 230.000 Pixel.

Der Sony HDR-CX20E ist ein guter Allround-Camcorder, der den ambitionierten Filmemacher mit vielfältigen Motiv- und Korrekturprogrammen unterstützt. Das unterstreichen auch der gute Bildstabilisator und die integrierte, selbststartende Software. Der einzige wirkliche Nachteil dieses Camcorders ist der etwas träge reagierende Autofokus.

JVC GZ-VX715SEU – Leistung vereint mit edler Optik

Der JVC GZ-VX715SEU ist ein sehr kompakter Camcorder in ansprechendem Design. Die Aluminium-Elemente unterstreichen den Anspruch eines Premium-Camcorders. Gesteuert wird der JVC über den Touch-Panel-LCD-Monitor. Mit einer Diagonalen von 7,6 cm im 16:9 Format, einer Auto-Backlight-Control-Funktion und 230.00 Pixeln erhält der Kameramann eine gute Kontrolle über die Motive und die Bedienung des Camcorders.

Der hintergrundbeleuchtete CMOS-Bildsensor liefert mit dem Weitwinkelobjektiv scharfe und detailreiche Video-Bilder. Ist die Umgebung zu dunkel, schaltet sich die LED-Videoleuchte automatisch hinzu. Die Brennweite von 3,33 mm bis 33,3 mm entspricht im Kleinbildformat 32,8 mm bis maximal 594,5 mm. Das ist für die meisten Situationen ausreichend. Entscheidender für gelungene Videos ist der zuverlässig arbeitende optische Bildstabilisator. Minuspunkt ist die lange Einschaltzeit. Erst nach 10,7 Sekunden ist der Camcorder einsatzbereit. Zahlreiche Programme unterstützen das Filmen. Durch ein leichtes Tippen auf den 7,6 cm großen Touch-Panel-LCD-Bildschirm stehen dem Filmer Belichtungsprogramme, selektive Belichtungs-/Fokus-Automatik mit AE/AF-Priorität und die Möglichkeit zur Wahl, Filme direkt in der Kamera zu bearbeiten. Die Animations- und Stempeleffekte sowie die handschriftlichen Kommentare erlauben die Fertigstellung des Filmes direkt im Camcorder.

Das Highlight des JVC GZ-VX715SEU ist die WLAN-Technologie. Per Wi-Fi verbindet sich der Camcorder mit Android-Phones und Tablets, dem iPad oder dem iPhone. Die drahtlose Kommunikation mit dem heimischen PC oder Mac gestaltet sich ebenso problemlos. In den jeweiligen App-Stores stellt JVC kostenlos die Programme zur Verfügung, die den Camcorder fernsteuern. Der JVC-Camcorder verwandelt sich in eine vollwertige Webcam. Video-E-Mails sind ebenso möglich wie Live-Monitoring. Eine praktische Raumüberwachung versendet automatisch eine einer E-Mail angehängte Bilddatei, sobald sich etwas im Raum bewegt. Der Upload von Bildern und Videos zu einer Cloud oder YouTube erfolgt auch ohne PC. Über die Verbindung zu einem Router gelangen die Medien schnell und problemlos in Netz.

Canon LEGRIA HF R36 – viele Automatikprogramme für optimale Bildqualität

Der Canon Legeria speichert Videos in Full-HD-Qualität wahlweise auf dem 8 GB großen internen Speicher, auf einer SD-Karte oder per WLAN auf einer externen Festplatte. Der interne Speicher reicht für 41 Minuten Videoaufnahme in HD-Qualität. Ein zweiter Akku ist ratsam. Nach 32 Minuten benötigt der Canon eine Steckdose. Der drei Zoll große Touchscreen ist die Steuerzentrale. Er reagiert schnell und registriert jeden Tastendruck. Die Nachbearbeitung der Filme und Bilder gelingt dank mitgelieferter Software auch ohne PC. Es stehen acht Farbfilter zur Auswahl. Durch die leicht zu realisierenden Effekte entstehen kreative Filme. Das Hochladen zu YouTube und Co. ist dank der kostenlosen App und WLAN-Verbindung sogar per Smartphone einfach.

Der Camcorder von Canon liefert dank dem CMOS-Bildsensor DIGIC DVIII und dem HD-Zoomobjektiv qualitativ hochwertige Videos. Der Makrobereich beginnt schon bei 10 mm. Der Bildstabilisator erkennt die Aufnahmesituation und wählt automatisch den passenden Modus, um Verwacklungsunschärfen höchstmöglich zu minimieren. In schwierigen Situationen arbeiten die Automatikprogramme zuverlässig und erlauben es dem Filmer, sich auf das Motiv zu konzentrieren. Fotos können simultan zur Aufzeichnung erstellt werden. Die effektive Fotoauflösung liegt mit 2 Megapixeln noch nicht einmal auf dem Niveau eines aktuellen Handys.

Sony NEX-VG10E – perfekte Anpassung dank wechselbarem Objektiv

Der Sony-Camcorder unterscheidet sich schon optisch von den üblichen Camcordern. Er ist deutlich größer und wuchtiger. Das Gewicht beträgt 1,3 Kilogramm. Im Gegensatz zu den kleinen Camcordern, die mit einem Objektiv auskommen müssen, hat der Filmer bei der Sony die Auswahl zwischen den Objektiven der Systemkameras NEX-3 und NEX-5. Als zusätzlichen Anreiz für Besitzer der Alpha Spiegelreflexkamera besteht die Möglichkeit, die Objektive dieser Baureihe per Adapter zu nutzen. Für jedes Motiv steht das passende Objektiv zur Verfügung. Das im Set enthaltene Objektiv von Samsung hat eine Brennweite 18 bis 200 mm. Die Lichtstärke beträgt 3,5 bis 6,3.

In Kombination mit dem CMOS-Bildsensor erzeugt der Camcorder brillante und scharfe Aufnahmen in HD-Auflösung. Die Farben sind selbst bei der Mindestbeleuchtung von 11 Lux naturgetreu. Bildrauschen tritt kaum auf. Durch das Menü navigiert der ambitionierte Hobbyfilmer per Drehrad. Die seitlich angebrachten Tasten erlauben den direkten Zugriff auf den Fokus, den Weißabgleich und die Belichtungskorrektur. Das drei Zoll große Display gewährt mit einer Auflösung von 921.600 Pixeln einen detailreichen Blick auf das Motiv. Eine Touchscreenfunktion besitzt der NEX-VG 10E nicht. Außerordentlich praktisch ist der digitale Sucher.

Auf einen motorgetriebenen Zoom verzichtet Sony. Die Einstellung erfolgt am Objektivring. Das ist nachteilig beim Heran- oder Herauszoomen. Eine flüssige, ruckelfreie Zoomfahrt ist fast nicht zu realisieren und erfordert viel Übung und Fingerspitzengefühl. Herausragend ist dagegen die Tonqualität. Der Sony-Camcorder ist mit vier Mikrofonen ausgestattet, die in Dolby Digital 2.0 aufzeichnen. Auf die sonst üblichen Motivprogramme verzichtet Sony ebenso wie auf eine simultane Fotoaufzeichnung. Die aufgenommenen Fotos zeichnen sich durch die gute Qualität aus. Die Auflösung beträgt 14 Megapixel.

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