Die 5 beliebtesten Hersteller von Wechselstrom-Waggons für Modelleisenbahnen H0

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Die 5 beliebtesten Hersteller von Wechselstrom-Waggons für Modelleisenbahnen H0

Der richtige Aufbau einer eigenen Modelleisenbahnanlage ist mit viel Sorgfalt verbunden. Sie müssen die richtige Auswahl in puncto Komponenten und Design treffen. Das ist gar nicht so einfach, wie gedacht, da der Markt voll ist mit verschiedensten Formen von Lokomotiven, Waggons, Schaltsystemen und Objekten zur Verschönerung der eigenen Modelleisenbahnanlage.

Gute Planung ist dabei im Vorfeld unabdingbar, damit schlussendlich auch alle Züge auf ihrer Modellbauplatte so fahren, wie Sie sich das gewünscht haben. Grundsätzliche Entscheidungen betreffen die Spurbreite sowie die Wahl der Stromspannung, mit welcher Ihre Anlage betrieben werden sollte. Der folgende Ratgeber widmet sich aus diesem Grund der Übersicht über diese Fragen. Er gibt Aufschluss über die wichtigsten Hersteller und darüber, was Sie beim Kauf von Wechselstrom-Waggons im Speziellen beachten müssen.

Die Wahl der richtigen Nenngröße – was H0 bedeutet

Die Festlegung auf eine bestimmte Nenngröße markiert eine überaus wichtige Entscheidung, wenn es um Definition und Festlegung bestimmter Modelltypen geht. H0 ist eine gezielte Nenngröße unter Modellbauern. Sie entspricht vorgegebenen Normen der europäischen Modellbahnen und der National Model Railroad Association. Die Spurweite definiert dabei den Maßstab, was sehr wichtig für das Konzipieren Ihrer Bahnanlage ist. H0 gilt dabei als aktuell am weitesten verbreitete Norm für Schienensysteme, insbesondere in Europa. Sie entspricht dem Maßstab 1:87. Die Vorbild-Spurweite beträgt hierbei 1435 mm, im Modell sind das 16,5 mm. Allein in Deutschland benutzen rund 70 % aller Modellbauer diese Nenngröße.

H0 beruht als Größe auf dem noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts weitverbreitetem System der Größe 0, ist jetzt allerdings nur noch halb so groß. Während die normale Schienenspur für herkömmliche Schienenkonzepte geeignet ist, gibt es darüber hinaus auch noch verschiedene Sonderformen, die Sie erwerben können. Dazu zählen die Meterspur (H0m), Schmalspur (H0e) oder Parkbahn (H0p). Die wichtigsten Anbieter von Schienensystemen sind:

Gleichstrom oder Wechselstrom – ein beliebtes Streitthema

Die ewige Frage nach der Wahl des richtigen Schienensystems spaltet Modelleisenbahner bereits seit Jahren. Während die eine Hälfte auf Wechselstrom schwört, baut die andere auf Gleichstrom. Unterschiede gibt es im Bezug auf die Leistungsfähigkeit kaum, vielmehr dreht sich der Streit um ästhetische und prinzipielle Faktoren. Auf dem Markt an sich sind Gleichstrommodelle in der Überzahl, abgekürzt werden Sie auch als DC. Das gilt sowohl für Lokomotiven als auch Waggons. Grundproblem an dieser Tatsache ist, dass die Firma Märklin eine nicht zu unterschätzende Marktführerschaft im Bereich der Schienensysteme besitzt. Da Märklin aber vorrangig mit Wechselstrom arbeitet, ist der Konflikt bereits vorprogrammiert.

Es gibt auch von anderen Herstellern Waggons mit Wechselstrom-Eignung, allerdings müssen die Lokomotiven zu diesem Zweck erst umgerüstet werden. Viele Händler bieten den direkten Austausch der Achsen dabei mit dem Kauf des Modells an. Natürlich können Sie die Achsen aber auch manuell nach eigenem Wunsch auswechseln.

Darin besteht der Unterschied zwischen Gleich- und Wechselstrom

Der primäre Unterschied zwischen Gleichstrom- und Wechselstromsystemen liegt in der Art und Weise, wie sie ihren Strom aufnehmen. Der Gleichstromtrafo funktioniert nach einem Prinzip, bei dem eine Schiene an den Pluspol und die andere Schiene an den Minuspol angeschlossen wird. Die Lokomotiven und Waggons werden hierbei über ihre Räder mit Strom versorgt. Der Grad der Stromzufuhr regelt dann, wie schnell der Zug auf dem Gleissystem unterwegs ist. Wichtig ist, dass die Achsen von Waggons und Lokomotiven jeweils voneinander isoliert sind, ansonsten kann es zum Stromschlag kommen. Die durchgängigen Achsen der wechselstrombetriebenen Modelle würden das System und sich selbst dabei beschädigen.

Modelle, welche mit Wechselstrom laufen, werden nicht über die Räder mit Strom versorgt. Hier spricht man auch von einem Dreischienen-Zweileiter-System. Beide Schienen werden zu einem Pol zusammengefasst, der Kontakt geschieht über eine Reihe von Punktkontakten in der Mitte der Schienen. Der Strom wird mittels der kleinen Noppen in der Mitte des Gleisbettes übertragen und dadurch über die Schienen zurückgeleitet. In diesem Fall müssen die Achsen bei jener Variante nicht isoliert sein. Es sind dann auch diese Noppen, welche von vielen Modellbau-Puristen jedoch auch bemängelt werde. Sie argumentieren, dass die Noppen in der Mitte des Gleisbettes ein eher unauthentisches Fahrgefühl vermitteln. In Sachen Geschwindigkeit und Leistungsstärke gibt es hingegen keine erkennbaren Unterschiede. Die zunehmende Digitalisierung der Modelleisenbahnsysteme wird diese Diskussion allerdings zusehends überflüssiger machen.

Analog vs. Digital – beides hat Vor- und Nachteile

Wer auch immer neu in die Welt der Modelleisenbahnen einsteigt, der muss sich die Grundsatzfrage stellen, inwiefern er mit analoger oder digitaler Steuerung arbeiten möchte. Beides besitzt Vor- und Nachteile. Digitale Technik erleichtert dabei in erster Linie den Einstieg, sie ist einfacher zu handhaben, es ist recht einfach möglich, mehrere Züge problemlos zu steuern. Auch spezielle Sonderfunktionen von Lokomotiven, beispielsweise Licht, können so gesondert abgerufen werden.

Analoge Technik empfiehlt sich vor allem dann, wenn Sie mit älteren Modellen arbeiten wollen, da sie diese nicht extra umrüsten müssen. Eine entsprechende Umrüstung kann letztendlich einiges an Geld kosten. Dafür ist die Reparatur insgesamt einfacher und kann auch von Anfängern gut durchgeführt werden. Sollten Sie planen, sich in einem Modellbauverein in Ihrer Nähe aktiv zu engagieren, so ist es wichtig, dass Sie sich vorher erkundigen, ob dort mit analoger oder digitaler Technik gearbeitet wird. Im Idealfall testen Sie beide Varianten einmal im Vorfeld im Laden.

Wechselstrom bedeutet auch stets „Märklin"

Es gibt einen Grund, warum das Dreischienen-Zweiteiler-System unter Modellbauern auch als „Märklin"-System bezeichnet wird. Der schwäbische Modelleisenbahnhersteller hat sich das Wechselstromsystem zu eigen gemacht und besitzt sozusagen fast eine Art Monopolstellung. Bereits 1859 wurde das Unternehmen gegründet, im Jahr 1935 stellte man die erste moderne Tischeisenbahn vor. In den darauffolgenden Jahrzehnten konnte das Unternehmen seinen ausgezeichneten Ruf untermauern. Märklin-Modelle sind heutzutage stets begehrte Sammlerobjekte.

Während andere Anbieter stets auf Gleichstromvarianten gesetzt haben, hat sich Märklin den Wechselstromvarianten verschrieben und baut seine Systeme seit Jahren nach diesem Prinzip. Durch die weite Verbreitung der Schienensysteme gilt Märklin heutzutage als wichtigster Lieferant für diese. Die anderen Hersteller haben sich dabei stückweise an das Prinzip angepasst.

Andere wichtige Anbieter von Wechselstrom-Modellen

Das Umbauen von Gleichstrommodellen auf das Wechselstromsystem ist mit ein wenig Aufwand verbunden. Diesen müssen Sie teilweise allerdings gar nicht mehr betreiben, da sich inzwischen auch andere Hersteller den Wünschen der Kunden angepasst haben und spezielle Lokomotivmodelle für das „Märklin"-System anbieten. Dazu gehören die folgenden Unternehmen:

  • Roco
  • Brawa
  • Brekina
  • Liliput

Gleichstromwagen lassen sich hingegen problemlos auch auf Wechselstrom-Gleisen benutzen, hier gibt es keine Probleme. Umgedreht wird diese Kombination allerdings einen Kurzschluss im Gleichstromsystem erzeugen. Wichtiger ist hierbei die richtige Spurweite der Radsätze. Die Räder müssen problemlos auf den Schienen sitzen, die Waggons sollten nicht aus der Spur fallen.

Für jeden Geschmack gibt es vielfältige Wagenmotive

In Sachen Waggons für Modelleisenbahnen ist die Auswahl der Motive gleichermaßen vielseitig. Auswählen können Sie dabei aus den drei Grundformen von Eisenbahnwaggons. Dem klassischen Eisenbahnwagen, Güterwaggons und Reisezuwagen für den Personentransport. Der richtige Maßstab ist hierbei entscheidend. Er muss mit Ihrer Lokomotive und dem Modellbauset im Allgemeinen identisch sein, damit der Fahrablauf reibungslos vonstattengehen kann.

Wichtigstes Unterscheidungskriterium ist hierbei die historische Epoche, in welche die Modelle eingeordnet werden können. Es gibt unter Modellbauern daher sechs Epochen, welche die Zeit von den 1910er-Jahren hin zur Gegenwart einteilen. Folgende Waggon-Highlights gibt es in den jeweiligen Epochen:

Epochen 1 und 2 – die Highlights aus den 10er- bis 30er-Jahren

Besonders die frühen Wagen vor der Gründung der Reichsbahn in den 1920er-Jahren bestechen durch sehr klassisches und unnachahmliches Design. Im Segment der Güterwagen gibt es geschlossene Güterwaggons ebenso wie Rungenwagen. Auch sehr populär aus dieser Zeit sind traditionelle Heizkesselwagen, da die Bahnen in diesem Fall noch mit Kohle betrieben wurden.

Mit der Gründung der Reichsbahn kamen dann spezielle Flachwagen hinzu, die auch zum Transport von großen Fahrzeugen genutzt wurden. Die Personenwagen der damaligen Zeit bestechen durch dunkle, aber edle Grüntöne. Neben Waggons für den Personentransport waren damals auch spezielle Post- und Gepäckwagen sehr beliebt. Uniformität wurde damals noch klein geschrieben, sodass die Modelle aus diesen Epochen durch viele liebevolle Details bestechen.

Epochen 3 und 4 – die 50er- und 60er-Jahre bringen mehr Farbe

Durch die Entwicklung der Schnellzüge in den Fünfziger Jahren wurden die Fahrzeuge stromlinienförmiger und glatter im Design. Das Farbschema wurde vielseitiger, neben dem klassischen Grün hielten auch rote, graue und blaue Waggons Einzug in die Palette. Im Bereich der Güterwaggons kamen verstärkt die typischen rotbraunen Gütertransporter zum Einsatz. Auch spezielle Kühlwagen oder Waggons mit aufgedruckten Labels sind aus dieser Zeit bekannt. Das gilt besonders für Brauereiwagen bekannter Biermarkenhersteller. Sammler schätzen die Modelle mit verschiedenen Emblemen, auch Selbstentladewagen und Schuttgutwaggons stehen Hoch im Kurs.

Epochen 5 und 6 – große Veränderung von den 70ern bis zur Gegenwart

Die letzten Jahrzehnte stellten einen signifikanten Wandel in Aufbau und Look der Eisenbahnlandschaft dar. Das gilt auch für die Waggons. Die traditionellen Güterwaggons wurden durch Container-Wagen ersetzt, da diese wesentlich unkomplizierter zu be- und entlanden waren. Hier sind bei Sammlern vor allem Container mit bestimmten aufgedruckten Marken beliebt, wie bspw. DHL oder MAERSK. Ebenfalls beliebt sind Doppelstockwaggons, die beispielsweise zum Transport von Autos benutzt werden.

Eine Vereinheitlichung fand auch bei den Personenwagen statt. Hier haben sich die Logofarben der Deutschen Bahn durchgesetzt, die Optik wird also von Weiß, Rot und Grau dominiert. Als Besonderheit gelten die speziellen Speisewagen. Neben den Wagen für IC, ICE, EC sind spezielle Nahverkehrswagen aus verschiedenen Regionen Deutschlands bei Sammlern sehr beliebt.

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