Die 4 häufigsten Smartphone-Missgeschicke – und was Ihr jetzt tun könnt, um Euer Handy zu retten

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Gerade im Sommer erleben Smartphones häufig Unfälle und Pannen. Ihr vergesst es zum Beispiel im Auto und es erleidet einen Hitzeschock, es fällt ins Wasser, beim Mountainbiken rutscht es aus der Hosentasche und das Display zerspringt oder es wird schlichtweg geklaut. Jetzt heißt es schnell handeln! Tipps, was Ihr tun könnt, um Euer Handy noch zu retten.
Handy kaputt? So bekommst Du (fast) jede Panne wieder hin. (© Thinkstock via The Digitale)
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Handy kaputt? So bekommst Du (fast) jede Panne wieder hin. (© Thinkstock via The Digitale)
In der prallen Sonne altert der Akku um ein Vielfaches schneller. (© Thinkstock via The Digitale)
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In der prallen Sonne altert der Akku um ein Vielfaches schneller. (© Thinkstock via The Digitale)

Smartphone-Missgeschick 1: Der Hitzeschock

Sonne, Strand und Sand sind der Feind eines jeden Smartphones. Technische Geräte arbeiten um die 20 Grad am besten. Hitze schadet Akkus, Bildschirmen und der gesamten Technik. Bereits bei 30 Grad altert die Batterie doppelt so schnell wie bei Zimmertemperatur. Eine echte Hitzefalle ist das Auto. Hier herrschen im Sommer oft 70 Grad und mehr. Liegt ein Handy im brütend heißen Fahrzeug, können sich die Kristalle im Bildschirm regelrecht verflüssigen. Dieses Smartphone ist dann reif für den Elektroschrott. Soll das Smartphone im Auto bleiben, bewahrt es besser im dunklen Kofferraum auf. Hier sind die Temperaturen noch am verträglichsten. Wenn Ihr das Handy an den Strand oder den See mitnehmen wollt, solltet Ihr es im Schatten aufbewahren, am besten in einer Schutzhülle. Im Sommer ist außerdem wichtig, was iPhone & Co. leisten müssen. Wenn Ihr aufwändige Spiele-Apps zockt, läuft der Prozessor auf Hochtouren. Dann droht in der prallen Sonne endgültig der Hitzekollaps. Beschränkt Euch draußen auf Surfen oder WhatsAppen. Meistens schalten sich Smartphones bei extremer Hitze ohnehin von selbst ab.
Smartphone im Auto vergessen? Das kann heiß und teuer werden! (© Thinkstock via The Digitale)
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Smartphone im Auto vergessen? Das kann heiß und teuer werden! (© Thinkstock via The Digitale)

Erste-Hilfe-Tipp: Was tun, wenn das Smartphone tot ist?
Hat das Gerät einen Hitzeschlag erlitten (zu merken daran, dass es nicht mehr reagiert), legt es sofort in den Schatten – aber niemals in den Kühlschrank! Denn dort kann sich Kondenswasser unter der Hülle bilden und zu einem Kurzschluss führen. Nach 20 bis 30 Minuten sollte sich das Smartphone wieder einschalten lassen.
Abgesoffen? Das muss kein Untergang sein. (© Thinkstock via The Digitale)
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Abgesoffen? Das muss kein Untergang sein. (© Thinkstock via The Digitale)

Smartphone-Missgeschick 2: Der Wasserschaden

Ein Ausrutscher beim Pool oder über der Kloschüssel – schon geht das Smartphone auf Tauchstation. Jetzt heißt es schnell reagieren. Nehmt als erstes (falls möglich) den Akku heraus, um einen Kurzschluss zu vermeiden. Danach solltet Ihr das Wasser bestmöglich aus dem Handy schütteln und es anschließend an der Luft trocknen lassen (aber nicht in der prallen Sonne, siehe oben!). Ihr könnt es auch mit einem kalten (!!) Föhn trockenpusten. Ein wahres Wundermittel: Legt das Telefon drei Tage in eine Schale Reis, der die Feuchtigkeit entzieht. Generell hilft hier nur Geduld. Frühestens nach drei Tagen solltet Ihr versuchen, den Akku wieder einzusetzen und das Handy einzuschalten.
Es reagiert nicht? Dann wird’s schwierig. Ihr könnt versuchen, mit speziellen Schraubenziehern (z.B. fürs iPhone um die drei Euro) das Smartphone zu öffnen. Dann reinigt Ihr die Leiterbahnen der Elektronik vorsichtig mit Isopropanol aus der Apotheke und einem Wattestäbchen. Wenn Euer Handy endgültig den Wassertod gestorben ist, bringt es übrigens nichts, es beim Hersteller zu reklamieren. Denn die Geräte haben versteckte Sensoren eingebaut, die die Farbe wechseln, sobald sie nass geworden sind.
Mit der richtigen Schutzhülle wird das Handy zum Tauchbegleiter. (© Catalyst)
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Mit der richtigen Schutzhülle wird das Handy zum Tauchbegleiter. (© Catalyst)

Tipp: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Am Pool oder Badesse macht sich eine wasserdichte Schutzhülle um das Smartphone gut – mit dieser könnt Ihr das Handy sogar mit in die Meerestiefen nehmen. Wenn Ihr der Wasserdichtigkeit nicht traut, testet die Hülle mit einem Papiertaschentuch. Bleibt das Taschentuch trocken, wird auch Euer Smartphone nicht nass.
Einmal nicht hingeschaut, schon sind tausende Fotos und die lustigsten Familienvideos weg. (© Thinkstock)
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Einmal nicht hingeschaut, schon sind tausende Fotos und die lustigsten Familienvideos weg. (© Thinkstock)

Smartphone-Missgeschick 3: Der Handy-Klau

Ihr kommt von Eurem Sprung in den Pool zurück und stellt fest: Euer Smartphone ist weg! Sobald Ihr sicher seid, dass es nicht die Freundin vorsorglich weggepackt hat, solltet Ihr Eure SIM-Karte über die Notrufnummer des Providers sperren lassen. Denn: Alle Gespräche und Internetverbindungen, die bis zur Sperrung auflaufen, gehen auf Eure Kosten. Außerdem solltet Ihr den Fall bei der Polizei melden – auch wenn’s lästig ist. Denn nur dann bekommt Ihr Euer Handy zurück, falls der Dieb geschnappt wird.
Tipp: Für solche Fälle zahlt es sich aus, wenn Ihr vorgesorgt habt und am Smartphone eine Anti-Klau-Funktion wie „Mein iPhone suchen“ aktiviert ist. Denn damit könnt Ihr dank GPS von einem anderen Gerät aus Euer Handy lokalisieren. Beim iPhone müsst Ihr hierfür (vor dem Diebstahl!) im Menu Einstellungen => iCloud die Funktion „Mein iPhone suchen“ einschalten. Ihr könnt ein verlorenes oder geklautes iPhone dann im Browser unter icloud.com/find orten, aus der Ferne sperren, alle Inhalte löschen, einen Warnton auslösen oder eine Botschaft à la „Dieses Handy wurde geklaut. Bitte rufen Sie mich zurück unter...“ auf den Bildschirm schicken. Für Android-Handys gibt es clevere Ortungs-Apps wie Avast Anti-Theft oder Antivirus & Sicherheit Lookout, das ein Foto des Diebes per E-Mail an Euch schickt, sobald er sich vor die Kamera traut.
Ein gesplittertes Display kannst Du mit dem richtigen Werkzeug und ein wenig Geschick selbst austauschen. (© 123rf.de)
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Ein gesplittertes Display kannst Du mit dem richtigen Werkzeug und ein wenig Geschick selbst austauschen. (© 123rf.de)

Smartphone-Missgeschick 4: Der kaputte Bildschirm

Weil viele winzige Teile auf engstem Raum verbaut sind, lassen sich Smartphones generell nur recht schwer reparieren. Außerdem solltet Ihr bedenken, dass die Preise der Handys sehr schnell sinken. Häufig ist es sinnvoller, bei eBay nach einem gebrauchten Ersatz zu suchen. So ein „Second-Handy“ kann dann sogar billiger sein als die Reparatur. Aufwändige Reparaturen lohnen sich meistens nur, wenn Ihr ein relativ teures und neues Handy habt. Für das Auswechseln des Bildschirms kommt es darauf an, ob nur das Glas beschädigt ist oder auch die darunterliegende Technik. Wenn die Anzeige unter dem kaputten Glas nicht mehr wie gewohnt arbeitet, kommt Ihr um das Auswechseln der gesamten Display-Einheit nicht herum. Dafür bezahlt Ihr bei Firmen wie Gorepair, handyreparatur123.de oder phoneklinik.com meist zwischen 80 und 230 Euro, je nach Modell. Wenn nur das Glas kaputt ist, aber sonst alles funktioniert, ist es kein Hexenwerk und viel günstiger, die zersplitterte Scheibe selbst auszutauschen. Ein wenig technisches Geschick solltet Ihr allerdings mitbringen. Bei eBay gibt es Reparatursets für alle gängigen Smartphones, inklusive neuem Glas und den speziellen Schraubenziehern. Ein Set fürs iPhone 6S kostet beispielsweise ab um die 12 Euro, mit kompletter Display-Einheit zwischen 28 und 130 Euro. Unser Video erklärt, wie das in fünf Schritten funktioniert. Angst vor dem Jonglieren mit winzig kleinen Schrauben solltet Ihr dabei nicht haben.
Ein letzter Tipp bevor Ihr losschraubt: So lange noch Garantie oder Gewährleistung besteht, solltet Ihr die Finger von Bastelexperimenten am eigenen Smartphone lassen. Denn durch das Öffnen des Handys erlöschen Eure Ansprüche.
Video-Tutorial: So tauscht Ihr ein iPhone 6-Display aus. (© eBay / YouTube)
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