Die 10 wichtigsten Punkte beim Kauf von Ratgebern für Angler

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Die 10 wichtigsten Punkte beim Kauf von Ratgebern für Angler

Ratgeber für Angler: Auf diese 10 Punkte sollten Sie achten, wenn Sie Fachliteratur kaufen

Ratgeber für Angler gibt es in Buch- oder Zeitschriftenform. Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Angeln beschäftigt, sollte auf alle notwendigen Grundinformationen Wert legen. Dazu gehören die unterschiedlichen Angeltechniken genauso wie die Rechte und Pflichten des Anglers und eine grundlegende Information über verschiedene Fisch- und Köderarten.

Um sich eine gute Auswahl an Ratgebern für Angler zusammenzustellen, sollten die folgenden zehn Punkte besonders von Anfängern berücksichtigt werden. So können Sie gut vorbereitet auf Fischfang gehen.

1. Diese Punkte sollten in jedem guten Ratgeber für Angler angesprochen werden

Es gibt ein paar grundlegende Informationen, die besonders für Angelanfänger sehr wichtig sind. Sie sollten in jedem Ratgeber vorhanden sein, der sich mit dem Thema Angeln beschäftigt. Dazu gehören unter anderem:

  • Rechte und Pflichten des Anglers in Deutschland
  • Fischkunde
  • Köderkunde
  • Angelmethoden und
  • die notwendige Ausrüstung.

In Deutschland gibt es sehr viele schöne Angelgewässer. Man kann mit unterschiedlichen Techniken und Ködern arbeiten und mit jedem Ratgeber etwas dazulernen.

2. Angler haben eine große Verantwortung für Natur und Umwelt

Der Schutz der Gewässer und der sachgemäße Umgang mit Fischen sollten für jeden Angler selbstverständlich sein. In Deutschland ist es deshalb notwendig, einen Lehrgang zu absolvieren und mit einer Prüfung die Qualifikation für das Erhalten des Fischereischeins nachzuweisen. Nur bei Vorlage eines gültigen Fischereischeins kann man bei den jeweils zuständigen Vergabestellen einen Angelschein erwerben.

Achtung: Es gibt einige Bundesländer, in denen man eingeschränkt auch ohne entsprechenden Ausbildung angeln kann. Im Zweifelsfall erteilen die Landesfischereibehörden auf ihren Webseiten darüber genauere Auskunft.

In Lehrgängen zum Erwerb des Fischereischeins werden unter anderem folgende Kenntnisse vermittelt:

  • Grundlagen zu Flora und Fauna sowie
  • Gerätekunde

Der richtige Umgang mit dem Fisch

Auch das fachgerechte Töten und Ausweiden von Fischen sowie Kenntnisse darüber, bis zu welcher Größe ein geangelter Fisch wieder ins Wasser zurückgesetzt werden muss – natürlich nach möglichst schonender Entfernung des Hakens – gehören nicht nur zu den Grundlagen für den Fischereischein, sondern sollten als Thema auch in einem Angelratgeber behandelt werden.

Wissenswertes über den Fischereischein

Die Kosten für den Fischereischein betragen etwa 20 Euro. Hinzu kommt eine jährliche Fischereiabgabe, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist.

Hinweis: Ein Fischereischein in Deutschland ist fünf Jahre gültig. Gegen eine Gebühr kann er jedoch vor Ablauf dieser Frist verlängert werden. Versäumt man diese Frist oder verliert man den Schein, muss ein neuer Fischereischein beantragt werden. Dafür ist der Nachweis über einen besuchten Lehrgang notwendig. Heben Sie also das Zertifikat über Ihre erfolgreiche Lehrgangsteilnahme sorgfältig auf.

Übrigens: Verlängern ist deutlich preiswerter als die Neuausstellung. Sie sollten sich also die jeweilige Ablauffrist gut vormerken.

3. Der Angelratgeber informiert über die unterschiedlichen Fischarten

Bevor man sich daran macht, die Angelausrüstung zusammenzustellen, sollte man etwas über die Fische wissen, die in deutschen Flüssen und Seen beheimatet sind. Dazu gehört zum einen die Unterscheidung in sogenannte Fried- oder Raubfische. Dies ist deshalb wichtig, weil hier auch bereits eine Vorauswahl an passenden Ködern erfolgen kann.

Der Angelratgeber sollte deshalb ausführlich über die Lebens- und Fressgewohnheiten der jeweiligen Fischarten informieren. Friedfische ernähren sich in der Regel von Pflanzen, Insekten oder Würmern. Raubfische fressen kleinere Fische.

Zu den bekanntesten Friedfischen in Deutschland gehören unter anderem:

  • Rotaugen und Rotfedern
  • Brassen
  • Schlei
  • Karpfen
  • Ukelei
  • Karausche
  • Gründlinge und
  • der Döbel.

Achtung: Döbel entwickeln sich mit zunehmendem Alter zu Raubfischen.

Bekannte Raubfische in deutschen Gewässern sind:

  • Barsch
  • Hecht
  • Zander
  • Aal
  • Wels oder
  • Forelle.

Tipp: Widmen Sie dem Thema Fischkunde im Angelratgeber viel Aufmerksamkeit. Wenn Sie die Besonderheiten der jeweiligen Fischarten gut kennen, können Sie sowohl Ausrüstung als auch Köder entsprechend genau auswählen und so auch gute Angelerfolge erzielen.

4. Köder – ein grober Überblick

Eines der wichtigsten Ratgeberthemen ist die Auswahl der passenden Köder. Hier müssen natürlich auch die unterschiedlichen Angeltechniken beachtet werden. Für das Grundangeln werden andere Köder verwendet als für das Angeln mit einem Schwimmer.

Es stehen sowohl natürliche als auch künstliche Köder zur Auswahl. Der Ratgeber sollte also möglichst genau darüber informieren, welche Aspekte bei der Köderauswahl wichtig sind. Ob die Fische angebotene Köder annehmen, hängt ab 

  • vom Gewässer selbst (Nahrungsvorkommen, Strömung, Temperatur etc.)
  • vom Fischaufkommen (sogenannte Zielfische wie Fried-, Raub- oder Aasfische)
  • von der Jahres- und Tageszeit (in der Dämmerung beißen die Fische häufig besser) und
  • von der Wetterlage (Luftdruck, Temperatur, Windrichtung und Stärke sowie Niederschlag).

5. Natürliche Köder oder künstliche Köder

Zu den natürlichen Ködern gehören Würmer aller Art, Köderfische (nur beim Raubfischangeln), Maden oder Fischfetzen. Auch Teig oder bestimmte Gemüsesorten wie zum Beispiel Mais oder Erbsen lassen sich als natürliche Köder verwenden.

Achtung: Mit natürlichen Ködern wird in der Regel nur beim sogenannten Posenangeln, also beim Angeln mit einem Schwimmer gearbeitet. Dabei sorgt der Schwimmer dafür, dass der Köder nicht bis auf den Grund absinken kann. Es ist also notwendig, die ungefähre Tiefe des Angelgewässers zu kennen, um den Schwimmer richtig einstellen zu können.

Wer beim Posenangeln auf natürliche Köder verzichten möchte, findet übrigens auch Kunstwürmer oder künstliche Maden und kann auf eine Köderpaste zurückgreifen, die häufig mit Lockstoffen versehen ist und gute Angelerfolge verspricht.

Bei allen anderen Angeltechniken wird in der Regel mit künstlichen Ködern geangelt. Der Angelratgeber sollte hier detailliert auf die Besonderheiten von

  • Gummiködern
  • Wobblern
  • Spinnern
  • Blinkern
  • Poppern oder
  • Streamern eingehen.

Eine Besonderheit bei den Ködern bildet dann noch das Fliegenangeln, vorzugsweise auf Forelle. Hier werden Trockenfliegen, Nassfliegen, Nymphen oder Streamer verwendet. Auch hierüber sollte der Angelratgeber den Leser umfassend aufklären.

6. Die verschiedenen Angeltechniken

Wer sich mit dem Thema Meeresangeln beschäftigen möchte, findet in der Fachliteratur spezielle Ratgeber. Angelanfänger beginnen normalerweise aber mit der Süßwasserfischerei. Deshalb sollte ein guter allgemeiner Angelratgeber hier auch auf alle unterschiedlichen Angeltechniken exakt und detailliert eingehen und sich bei Spezialthemen auf einen kurzen Überblick beschränken.

Zu den bekanntesten Süßwasserangeltechniken gehören die:

  • Spinnangelei
  • Posenangelei
  • Schleppangelei
  • Grundangelei und
  • das Fliegenfischen.

Für jede dieser Techniken ist eine etwas andere Ausrüstung erforderlich. Das bezieht sich sowohl auf die Angelruten als auch auf die Rollen und die benötigten Köder.

Hinweis: Wenn Sie sehr detaillierte Informationen über die einzelnen Angeltechniken suchen, sollten Sie sich zu diesem Zweck einen speziellen Ratgeber besorgen. Besonders bei der sogenannten Königsdisziplin, dem Fliegenfischen, macht dies durchaus Sinn. Ein allgemeiner Ratgeber kann die jeweiligen Methoden immer nur kurz umreißen, sollte aber die wichtigsten Informationen darüber in jedem Fall enthalten.

Wissenswertes über die verschiedenen Angelmethoden

So sollte man zum Beispiel erfahren, dass es sich beim Spinnangeln um das sogenannte Wanderangeln handelt, bei dem man sich möglichst kontinuierlich stromaufwärts bewegen sollte, weil die Fische den Angler so erst relativ spät wahrnehmen können. Fische stehen in der Regel entgegen der Fließrichtung des Wassers.

Schleppangeln hingegen, bei dem wie beim Spinnangeln der Köder durch das Wasser bewegt wird, setzt ein Boot voraus. Beim Schleppangeln kann also in relativ kurzer Zeit eine große Fläche beangelt werden.

Beim Angeln mit einem Schwimmer befindet sich der Köder in Grundnähe, darf dort aber nicht aufliegen. Die Pose dient dabei als Bissanzeiger. Man unterscheidet hier zwischen Feststell- und Laufposen. Feststellposen werden fest an der Angelschnur montiert und können zur Tiefenregelung nach oben oder unten geschoben werden. Laufposen sind nicht auf der Schnur fixiert. Sie können sich frei bewegen, werden aber noch oben mit einem sogenannten Stopper versehen, der meist aus einem gummiähnlichen Material besteht.

Für das Grundangeln hingegen ist Blei unbedingt notwendig, um den Köder auf dem Grund zu halten. Auch hier kann man mit Bissanzeigern arbeiten. Manche Angler befestigen, wenn sie die Rute ablegen, auch Glöckchen an der Rutenspitze, um ein akustisches Signal zu erhalten, wenn am Grund ein Fisch beißt.

Das Fliegenfischen ist eine besonders komplizierte Technik, über die man sich theoretisch sicher in guten Spezialratgebern informieren kann. Wer das Fliegenfischen richtig erlernen möchte, sollte hier aber zusätzlich auf einen Lehrgang mit erfahrenen Fliegenfischern setzen.

7. Die richtige Angelausrüstung

Auch der richtigen Ausrüstung und Angelsport Bekleidung sollte sich ein guter Ratgeber für Angler ausführlich widmen. Hierbei ist eine Aufteilung in eine allgemeine Grundausstattung, die jeder Angler benötigt, und spezielle Ausrüstungsgegenstände für die einzelnen Angeltechniken hilfreich.

Hilfreich ist es, wenn der Ratgeber auch den ungefähren Kostenaufwand beleuchten würde, der für die Anschaffung einer Angelausrüstung zum Tragen kommen kann.

8. Erklärung von Fachbegriffen

Ein guter Anglerratgeber sollte die wichtigsten Fachbegriffe rund um das Angeln in kurzer und übersichtlicher Form erklären. Hilfreich ist hier besonders ein Stichwortverzeichnis, in dem man einzelne Wörter und deren Erklärungen leicht in alphabetisch sortierter Reihenfolge findet.

Tipp: Achten Sie bei der Beschreibung eines Ratgebers für Angler darauf, welche inhaltlichen Schwerpunkte er hat. Anfänger sollten zunächst mit einem allgemeinen Ratgeber beginnen. Spezialratgeber für einzelne Angeltechniken oder besondere Ausrüstungsgegenstände bauen in der Regel auf ein bereits vorhandenes Grundwissen auf.

9. Besonderheiten von Angelgewässern

Wenn Sie einen Angelurlaub planen, können Ratgeber, die sich mit den Besonderheiten von Angelgewässern in Deutschland aber auch im Ausland beschäftigen, eine sehr wirksame Unterstützung bieten.

Bei Anglern sind Reiseziele in Skandinavien besonders beliebt. Deshalb ist hier die Auswahl an Spezialratgebern relativ groß. Aber auch für das Angeln in Österreich oder sogar für das Lachsangeln in Alaska werden passende Ratgeber angeboten, die schon die Planung einer derartigen Angelreise erheblich erleichtern.

Hinweis: Achten Sie bei länderspezifischen Ratgebern darauf, dass auch die Ausfuhrbestimmungen für selbst geangelte Fische erwähnt werden. So wissen Sie genau, was und wie viel Fisch Sie aus dem Urlaub mit nach Hause bringen dürfen.

10. Problemlösungen

Eine wichtige Funktion eines guten Angelratgebers ist es, Problemlösungen anzubieten. Es sollte hier zum Beispiel beschrieben werden, wie man die Angelschnur auf die Rolle bekommt oder welche Pflege- und Reinigungsmaßnahmen für die Ausrüstung wichtig sind.

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