Die 10 wichtigsten Punkte beim Kauf von Pro-Audio Equipment wie Software, Loops & Samples

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Die 10 wichtigsten Punkte beim Kauf von Pro-Audio Equipment wie Software, Loops & Samples

Professionelle Software ist zur Erstellung von Musik und anderen Audioproduktionen unverzichtbar. Das Schneiden, Zusammensetzen und das Versehen mit Effekten kann zu 100 Prozent am Computer geschehen. Bands und Orchester werden mit entsprechenden Computerprogrammen erzeugt, dazu nutzen Sie einfach sogenannte virtuelle Instrumente. Vorgefertigte Loops machen das Erstellen von Songs ohne Ahnung von Musiktheorie möglich. Doch welche Software können Sie für welche Anwendungen nutzen und was sollten Sie vor dem Kauf bedenken?  

Punkt 1: Arten von Pro-Audio Equipment Software

Es gibt unterschiedliche Software zum Erstellen von Musik. Leider sind die Bezeichnungen der einzelnen Software-Arten nicht immer eindeutig. Zum Aufnehmen, Arrangieren und Bearbeiten von Musik finden Programme Verwendung, die als DAW, Mastering-Software, virtuelles Studio oder Multitrack-Software bezeichnet werden. Auch Sequenzer-Software wird in diesem Zusammenhang genannt, wobei diese in der Regel Teil einer DAW, also einer Digital Audio Workstation ist. In die eben genannte Software können virtuelle Instrumente eingebunden werden. Durch sie ist es möglich, real klingende Geigen, Gitarren, Trompeten usw. mit dem Computer zu erzeugen. Einige dieser virtuellen Instrumente können auch ohne Einbindung in eine DAW am Computer genutzt werden. Um Tonspuren mit verschiedensten Audio-Effekten belegen zu können, gibt es Audio- und Effektplugins. Bei eBay werden sie als Virtueller Prozessor bezeichnet. Sie werden ebenfalls in eine Mastering-Software eingebunden.  

Punkt 2: Pro-Audio Equipment Software - Loops & Samples

Eine große Gruppe an Software bilden die Loops & Samples. Hierbei handelt es sich um kurze Musik-Sequenzen, aus denen Sie neue Musikstücke zusammensetzen können. Oft sind diese nach Instrument geordnet wie etwa Drum- oder Klavier-Loops oder sie sind thematisch sortiert, wie etwa Loops & Samples zu House und Trance oder Filmmusik. Der Unterschied zwischen Loop und Sample besteht darin, dass ein Sample ein beliebiger Teil einer Audiosequenz sein kann. Ein Loop ist ebenfalls ein Sample, was aber beliebig durch Wiederholung verlängert werden kann, ohne dass es dabei allzu störend wird, bzw. das Loopen durch Knacksen und Ähnliches auffällt. Loops sind meist im Rhythmusbereich angesiedelt, so können etwa 4 Takte eines Schlagzeugs immer und immer wiederholt werden. Als weitere Software für Ihr Pro-Audio Equipment seien noch Notationsprogramme genannt. Sie dienen dem Komponieren und helfen Ihnen beim Schreiben von Notensätzen für Bands, Chor und Orchester.  

Punkt 3: Pro-Audio Equipment Software - die DAW

Die Digital Audio Workstation ist das Herzstück eines Computerarbeitsplatzes, an welchem Musik produziert wird. Ein Beispiel soll die Möglichkeiten der DAW erläutern.

Sie haben ein Audiointerface an Ihren Computer angeschlossen, das Interface hat zwei Mikrofoneingänge. Sie können also eine Sängerin mit Begleitung, etwa einer akustischen Gitarre aufnehmen. Eine DAW ist meist Beigabe zum neuen Audiointerface. Nachdem Sie die Software installiert und eingerichtet, das Interface mit dem Computer verbunden, die Mikrofone angeschlossen haben, können Sie mit der Aufnahme beginnen. Sie brauchen also keinen externen Rekorder, die DAW-Software nimmt die Töne direkt auf. Jetzt haben Sie zwei Spuren - eine mit dem Gesang und eine mit der Gitarre. Nun hat sich die Gitarre beim zweiten Refrain verspielt. Sie können den ersten Refrain der Gitarre kopieren und als zweiten Refrain einsetzen. Auch andere Fehler können Sie schneiden, entfernen oder Stellen beliebig oft kopieren. Beim Schnitt arbeitet eine DAW übrigens nicht-destruktiv. Das bedeutet, dass selbst herausgeschnittene und gelöschte Stellen nicht real verschwinden, sondern immer wiederhergestellt werden können. Sind Sie mit dem Schnitt fertig, können Sie mithilfe eines virtuellen Instruments die Aufnahme ergänzen. Vielleicht sollen ein paar Percussions das Lied begleiten. Die meiste DAW-Software hat bereits simple virtuelle Instrumente an Bord. Falls nicht, müssen Sie diese extra einbinden. Um die Drumspur zu erzeugen, nutzen Sie den Steppsequenzer, der ebenfalls in der DAW integriert ist. Je nach Taktart reicht es meist, einige Takte mit der gewünschten Percussion-Folge zu versehen. Dann können Sie diese loopen und unter das ganze Lied legen. Nun hören Sie jede Spur einzeln an. Ihnen fällt auf, dass die Sängerin voller klingen sollte. Aus diesem Grund legen Sie einen Effekt auf die Gesangsspur. Einfache Effekte sind meist in der Software integriert. Anspruchsvolle Effekte können Sie zusätzlich einbinden. Legen Sie etwa einen Kompressor auf die Stimme, sodass sie lauter wirkt. Zusätzlich können Sie einen Delay verwenden, welcher der Stimme mehr Volumen verleiht. Auch die Gitarrenspur oder die Drumspur können Sie mit Effekten wie etwa Hall oder Verzerrung verändern. Klingt jede Spur so, wie Sie es wollen, hören Sie alle Spuren zusammen an. Auch den Gesamtklang können Sie mittels Effekten beeinflussen. Sind Sie mit Ihrem Ergebnis zufrieden, können Sie das Lied als MP3, WAV oder in einem anderen Audio-Format abspeichern. Einige DAW bieten auch die Möglichkeit, den Song direkt auf CD zu brennen.

Punkt 4: Pro-Audio Equipment Software – Einbindung von anderer Software

Um virtuelle Instrumente oder anspruchsvolle Effekte in Ihre Digital Audio Workstation einbinden zu können, muss diese über bestimmte Schnittstellen verfügen. Die gängigste dieser Schnittstellen ist VST – ausgeschrieben Virtual Studio Technology. Fast alle DAW-Programme verstehen diese Technology, unabhängig vom Betriebssystem. Wie das Einbinden etwa eines virtuellen Instrumentes in Ihr Programm genau erfolgt, können Sie der Dokumentation der Software entnehmen. Viele VST-Effekte und VST-Instrumente finden Sie bei eBay. Alternativen zur VST-Schnittstelle sind Audio Unit für Mac, Direct X für Windows und DSSI/LADSPA bzw. LV2 bei Linux. Achten Sie deshalb beim Kauf einer DAW darauf, dass diese mindestens über eine VST-Schnittstelle verfügt.

Punkt 5: Pro-Audio Equipment - Loops & Samples in der DAW

Nicht jeder kann singen, Gitarre und Schlagzeug spielen oder hat die entsprechende Technik zu Hause, um Musik aufzunehmen. Mittels Loops & Samples können Sie trotzdem einfach und schnell eigene Songs erstellen. Hierfür benötigen Sie nur eine DAW und die Loops. Setzen Sie nun die gewünschten Loops in die DAW, das geht meist per Drag'n'Drop. Gehen Sie dabei bitte so vor, dass jedes Instrument eine eigene Spur bekommt. Stellen Sie etwa eine interessante Drumspur mit fertigen Loops zusammen. Sie können auch mehrere Drumspuren übereinanderlegen, um neue Drumklänge zu erhalten. Dann kombinieren Sie die Drums mit dem passenden Bass, einigen Synthesizer-Klängen und Vocals, und schon haben Sie Ihren eigenen Song gebaut. Oft sind die Loops nach Instrument und Tempo geordnet. Viele DAW-Programme erlauben es aber auch, Loops mit unterschiedlichem Tempo zu kombinieren. Dafür müssen Sie einfach nur das Tempo des gewählten Loops dem Tempo des Songs anpassen. Diese Funktion heißt Time-Stretching. Mittels Pitch Shifter können Sie zudem die Tonhöhe des Samples bei Bedarf anpassen. Natürlich können Sie die genannten Funktionen auch auf jede andere Audioaufnahme anwenden.  

Punkt 6: Pro-Audio Equipment Software - MIDI und virtuelle Instrumente

Viele DAW-Programme beherrschen MIDI. Sie können also mit einem MIDI-Keyboard Melodien direkt in das Programm einspielen. Die Instrumentierung der Melodie können Sie danach frei wählen. Dies ist der Vorteil bei MIDI, da hier nur die Noten und das Tempo abgespeichert werden, nicht aber der eigentliche Klang. Dieser wird synthetisch erzeugt und ist abhängig von den im Computer „vorhandenen“ Instrumenten. Meist klingen MIDI-Töne sehr unrealistisch. Damit diese einen besseren Sound bekommen, können Sie die aufgenommene MIDI-Spur mit einem virtuellen Instrument versehen. Sie ersetzen also die durch MIDI-Synthese erzeugte Gitarre durch eine virtuelle. Virtuelle Instrumente unterscheiden sich von MIDI-Instrumenten dadurch, dass es in der Regel Originalaufnahmen der Instrumente sind, welche das virtuelle Instrument verwendet. Also wurde jeder Ton und jede Spielart einer Gitarre einzeln aufgenommen und in einem virtuellen Instrument werden diese dann wiedergegeben. Hierdurch klingen sie wesentlich echter als durch MIDI-Synthese erzeugte Klänge.  

Punkt 7: Pro-Audio Equipment Software- Effekte in der DAW

Mittels Effekten lassen sich Aufnahmen grundlegend verändern. Haben Sie beispielsweise eine Melodie auf einer virtuellen Orgel eingespielt, so können Sie einen Hall-Effekt nutzen und die Orgel klingt dann tatsächlich so, als ob sie in einer Kirche stehen würde. Auch lässt sich eine akustische Gitarre durch Verzerrung in eine rockig schrammelnde Gitarre verwandeln. Leider ist fast jeder Effekt durch eine hohe Anzahl an Einstellmöglichkeiten gekennzeichnet, bei denen selbst Experten unsicher sind, was welcher Regler bewirkt. Einfacher ist es, Effekte bei eBay zu kaufen, die schon mit bestimmten Einstellungen für bestimmte Situationen versehen sind. So kann ein Kompressor etwa die gängigen Einstellungen für Voice-Over, Sänger, Drums oder Gitarre besitzen. Sie müssen demnach nur die entsprechende Einstellung auswählen und schon wird ein dumpfes Schlagzeug fett oder ein leises Stimmchen bekommt Druck.  

Punkt 7: Pro-Audio Equipment Software – Videovertonung

Auch zur Vertonung von Videos eignen sich DAW-Programme. Meist haben sie einen Videomonitor integriert oder sie können die Tonspur eines Videos extrahieren. So wird es Ihnen etwa möglich, Sprache zu verstärken, während Sie das Brummen der Kamera oder anderer Störgeräusche unterdrücken können. Hierfür wird meist ein Expander verwendet. Natürlich können Sie zusätzliche Geräusche einfügen, wie etwa Vogelzwitschern im Wald oder Sie untermalen Ihr Video mit einem Soundtrack. Diesen können Sie auch ohne Kompositionskenntnisse sehr einfach mittels Loops erstellen.  

Punkt 9: Pro-Audio Equipment – richtige Hardware für Ihre Software

Selbst wenn die Audiobearbeitung mit einfachen Netbooks möglich ist, so benötigen Sie doch für anspruchsvollere Anwendungen einen PC mit höherer Rechenleistung. Gerade Effekte verbrauchen viel Rechenkapazität und virtuelle Instrumente sind ebenfalls sehr anspruchsvoll. Nutzen Sie deshalb für die Audiobearbeitung einen entsprechend gut ausgestatteten PC. Der Prozessor sollte mindestens zwei Kerne besitzen und mit mehr als 1,2 GHz laufen, auch der Arbeitsspeicher sollte nicht unter 4 GB groß sein. Weiterhin benötigen Sie ausreichend Festplattenspeicher für Ihre Projekte, denn eine WAV-Datei mit einer Minute Länge hat bei einer Qualität von 24 Bit/96 kHz bereits eine Größe von mehr als 30 MB.  

Punkt 10: Pro-Audio Equipment – professionelle Software muss nicht teuer sein

Eine gute DAW verfügt über die Möglichkeit der Aufnahme und Aufnahmebearbeitung auf mehreren Spuren, das Versehen von Spuren und Audio-Objekten mit Effekten, und besitzt zudem die Möglichkeit MIDI-Dateien zu verarbeiten und virtuelle Instrumente einzubinden. Selbst preiswerte Software hat in der Regel diese Möglichkeiten. Bei teuren Produkten sind meist anspruchsvolle Effekte und sehr gute virtuelle Instrumente im Programm integriert, durch welche der Preis mehr als gerechtfertigt ist. Wollen Sie zunächst nur mit der Software „herumprobieren“, dann greifen Sie beruhigt zu einem preiswerten Produkt. Später können Sie dieses durch Effekte und virtuelle Instrumente professionell aufrüsten.

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