Die 10 besten Mitteltöner für Car HiFi im Test

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Die 10 besten Mitteltöner für Car HiFi im Test

Wer auch im Auto Musik in perfekter Qualität hören möchte, sollte besonders beim Kauf der Mitteltöner darauf achten, dass sie qualitativ hochwertig sind. Darüber gibt zum Beispiel ein möglichst aktueller Test Auskunft. Bei der Größe der getesteten Mitteltöner gibt es zum Beispiel aktuell kaum Unterschiede, sie rangieren alle zwischen 2,5 und 4 Zoll. Die Größe hat auch keinen bedeutenden Einfluss auf die Trennfrequenz zum Hochtöner.

Achtung: Das gilt aber nur für Mitteltöner, die nicht im Breitbandbereich arbeiten.

Wer sich für einen Breitband-Mitteltöner entscheidet, kann im Einzelfall auf den Einbau eines Hochtöners verzichten. Auch die Abstimmung der Trennfrequenzen ist so deutlich einfacher. Allerdings müssen diese Mitteltöner sehr exakt an der optimalsten Position eingebaut werden, um wirklich die gewünschte Leistung zu bringen.

Die optimale Position für Mitteltöner im Auto

Es ist immer wichtig, für alle Arten von Lautsprechern, möglichst eine akustisch günstige Position zu finden. Dazu zählen unter anderem:

  • Das sogenannte Spiegeldreieck (unterhalb des Innenspiegels)
  • Die A-Säule des Autos
  • Das Armaturenbrett

Die Mitteltöner sollten genau auf das Ohr ausgerichtet sein, um eine gute Klangqualität zu erreichen. Dies begründet sich darin, dass die im Vergleich zu Hochtönern relativ großen Membranen die oberen Frequenzbereiche relativ stark bündeln.

Die untere Grundfrequenz hängt bei Mitteltönern unmittelbar von ihrer Größe ab. Etwa zehn Zentimeter große Mitteltöner setzen ab 100 Hertz ein. Diese Größe eignet sich zum Beispiel ideal, wenn der Tieftöner (Bassröhre, Subwoofer) ungünstig eingebaut wurde und somit in den Mitteltonbereich kaum eingreifen kann.

Große Unterschiede gibt es beim Preis von geeigneten Mitteltönern für Car Hi-Fi. Sie beginnen bei etwa 45 Euro. Man kann aber auch leicht das Zehnfache davon ausgeben.

Die zehn besten Mitteltöner für Car Hi-Fi im Überblick

Die einzelnen Mitteltöner könnten unterschiedlicher kaum sein. Trotzdem hat sich eine klare Rangfolge ergeben, die wie folgt aussieht:

  • Platz 10 erreichte der Number One MSH-116/4 von Manacor International. Dieser Mitteltöner stammt eigentlich aus dem Home-Hi-Fi-Programm, zeigt aber auch im Auto seine Stärken.
  • Auf Platz 9 liegt der Helix Precision P203, ein 3-Zoll-Mitteltöner.
  • Platz 8 erreichte der kleinste Mitteltöner im Test, der GZPM 60SQ aus der Plutonium-Linie von Ground Zero.
  • Knapp davor auf Platz 7 sortierte sich der GZPM 100SQ ein, ein absolutes Monster im Bereich der Mitteltöner und der Größte in diesem Test.
  • Gladen Audio zeigt auf Platz 6, dass auch kleine Mitteltöner wie der Zero Pro 80 sehr gute Leistungen entwickeln.
  • Ebenfalls einer der größten Testkandidaten stammt aus dem Haus Focal. Der 4VSLIM als 4-Zoll-Mitteltöner erreichte im Test den fünften Platz.
  • Auch Platz 4 belegt Focal mit dem 3KRX3, einem Mitteltöner mit absolutem High-End-Anspruch.
  • Mit 2,5-Zoll gehört der EN 65 B4 von Exact zu den kleinen Mitteltönern. Er ist kompakt und universell einsetzbar und belegt den dritten Platz in der Wertung
  • Auf Platz 2 liegt der PFC 80 von Eton aus Neu-Ulm.
  • Der Testsieger stammt aus Schmallenberg im Sauerland. Der Brax NOX 80 überzeugte auf der ganzen Linie.

Details zum Number One MSH-116/4 von Monacor International

Ein schwarz lackierter Blechkorb umgibt diesen etwas voluminös geratenen Mitteltöner. Es gibt keine Hinterlüftungsöffnungen auch keine Polkernbohrung. Das Material macht einen sehr hochwertigen Eindruck und die Membran besteht – wie bei vielen anderen Modellen auch – aus Papier. Der Antrieb dieses Mitteltöners ist konventionell mit einem Ferritring konstruiert.

Die Frequenzbereiche liegen zwischen 150 Hertz und vier Kilohertz. Es gibt keine Resonanzspitzen, sodass eigentlich keine Filterung notwendig wäre. Allerdings kommt es bei größerer Lautstärke ab 500 Hertz zu starken Verzerrungen. Dieser 4-Zoll-Mitteltöner ist also eher auf einen guten Klang als auf eine hohe Lautstärke spezialisiert.

Ein Mitteltöner ohne Schwächen – trotzdem nur Platz 9 im Test

Der Helix Precision P203 ist ein 3-Zoll-Mitteltöner, der wie üblich mit einer Papiermembran arbeitet. Helix hat hier allerdings zur Verstärkung Sisalfasern eingebaut, wie der Hersteller es auch bei seinen Breitband-Mitteltönern bevorzugt. Das soll dazu beitragen, dass sich die Festigkeit der Membran erhöht und sich die Resonanzanzeigen besser steuern lassen. Der Mitteltöner befindet sich in einem einfachen Blechkorb, der allerdings sehr gut belüftet wird.

Schwächen zeigt dieser Mitteltöner überhaupt nicht. Es gibt keine Verzerrungen und in vielen Bereichen erinnert er an den Testsieger aus dem Konzern Brax, zu dem ja auch Helix gehört.

Die nächsten beiden Plätze im Test gehören Ground Zero

Der GZPM 60SQ war der kleinste Mitteltöner im Test. Er verfügt über eine Membran aus Aluminium.

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Breitband-Mitteltöner. Das muss beim Einbau unbedingt berücksichtigt werden. Auf Hochtöner verzichten Sie bei Verwendung des GZPM 60SQ unter Umständen ganz.

Dieser Mitteltöner arbeitet in den Frequenzbereichen von 300 Hertz bis zu fast 20 Kilohertz mit einem absolut glatten Frequenzgang. Das liegt unter anderem daran, dass die Membraneinfassung invers gearbeitet ist und nicht über den Membranrand hinausragt. Die Einbautiefe beträgt gerade einmal 37 Millimeter.

Etwas besser bewertet wurde der GZPM 100SQ von Ground Zero. Die Schwingspulen, die genauso aus Aluminium bestehen wie der Spulenträger, haben einen beeindruckenden Durchmesser von 38 mm. Die Membran ist aus einem Aluminium-Kunststoff-Laminat gefertigt. Das zeigt schon, dass dieser Mitteltöner maximalen Belastungen ausgesetzt werden kann.

Er verfügt auch über den stärksten Antrieb aller Testkandidaten. Der Korb, in dem sich der Mitteltöner befindet, besteht übrigens aus robustem Druckguss, ist aber erstaunlich flach. Der GZPM 100SQ ist pegelfest, zeigt allerdings teilweise wahrnehmbare Frequenzschwankungen. Trotzdem bietet der Mitteltöner einen hohen Spitzenschalldruck. Er ist allerdings in der Anschaffung nicht gerade preiswert.

Der Gladen Zero Pro 80 – ein Mitteltöner mit Breitbandambitionen

Äußerlich wirkt dieser Mitteltöner harmlos und beinahe unscheinbar. Ein filigraner Blechkorb, eine Membran aus schwarzem Papier und eine mit 19 mm Durchmesser zierliche Schwingspule erregen zunächst keine große Aufmerksamkeit.

Der Korb hat zahlreiche Belüftungsöffnungen, sodass man auch gut auf den gelochten Spulenträger aus Aluminium schauen kann. Der Antrieb arbeitet mit einem für diesen kleinen Mitteltöner beachtlich großen Neodymring. Für die geringen Abmessungen ist die Einbautiefe allerdings relativ groß. Problemzonen im Frequenzbereich ließen sich im Test nicht feststellen. Preislich ist der Gladen Zero Pro 80 im Mittelfeld angesiedelt.

Einer der größten Mitteltöner im Test – der Focal (Car) 4VSLIM

Zehn Zentimeter beträgt der Nenndurchmesser des Mitteltöners von Focal. Als Vertreter der 4-Zoll-Klasse ist der 4VSLIM universal einsetzbar. Die Membran ist groß genug, um die Tieftonfähigkeiten ordentlich umzusetzen. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig. Wie bei allen anderen Mitteltönern von Focal verfügt auch der 4VSLIM über eine Polyglass-Papiermembran, die sich über Jahre hinweg bewährt hat.

Verzerrungen sind im Messbetrieb bei diesem Mitteltöner kaum wahrnehmbar. Erst bei sehr tiefen Frequenzen steigen sie leicht an. Wer für sein Auto den Schalldruck gern von unten heraus bekommen möchte, ist mit dem 4VSLIM von Focal gut beraten.

Noch ein Mitteltöner von Focal – im Test auf Platz 4

Der Focal 3KRX3 ist ein High-End-Mitteltöner ohne Kompromisse. Die Membran besteht aus gelben Aramidfasern und verstärkt den für Focal typischen Kern aus Hartschaum. Ansonsten bestimmen Druckguss für den Korb und Aluminium die Materialien, die hier verbaut wurden.

Dieser Mitteltöner hat keine Breitband-Ambitionen. Deshalb sind tiefere Frequenzen als 350 Hertz für ihn nicht von Bedeutung. Die Pegelreserven sind enorm, die extrem niedrige Verzerrungsrate ist erfreulich. Mit dem Focal 3KRX3 bekommt man einen Mitteltöner der Extraklasse mit einer äußerst noblen Verarbeitung.

Der Exact EN 65 B4 – ein Platz auf dem Podest

Auf dem dritten Rang im Mitteltöner-Test landete der EN 65 B4 von Exact nicht zu unrecht. Mit 2,5-Zoll ist er sehr kompakt und außerdem mit etwa 80 Euro sehr günstig in der Anschaffung.

Ein Hochtöner ist nicht unbedingt notwendig, wenn man den Exact EN 65 B4 als Mitteltöner einbaut, denn seine Höchstleistungen liegen jenseits von 20 Kilohertz. Der Polkern ist verkupfert und hält so auch bei hohen Frequenzen die Impedanz niedrig.

Dieser Mitteltöner zeigt ein echtes Breitbandformat. Allerdings sind die Verzerrungen, die unter einem Kilohertz entstehen, nicht gerade ideal. Deshalb empfiehlt es sich, bei tiefen Frequenzen die Lautstärke entsprechend zu reduzieren oder den Tieftöner einfach höher laufen zu lassen.

Der 3-Zoll-Mitteltöner aus Neu-Ulm: Platz 2 für den Eton PFC 80

Eine noble Ausstattung und ein hochwertiger Aluminiumkorb sind Merkmale, die beim Eton PFC 80 als Erstes auffallen. Dieser Mitteltöner zeigt Klasse. Die Papiermembran ist beschichtet und verfügt über eine Staubschutzkappe. Die untere Polplatte ist für die geringe Größe dieses Mitteltöners extrem massiv ausgeführt.

Die Schwingspule, die über einen Neodymring angetrieben wird, hat einen Durchmesser von 25 mm. Die Wicklung der Spule zeigt eine Höhe von 7 mm. Das spricht für enorme Hubreserven bei diesem Mitteltöner. Kleine Schwächen zeigt er im Frequenzbereich oberhalb von zwei Kilohertz. Ansonsten aber überzeugt dieser kleine Mitteltöner auf der ganzen Linie und liegt im preislichen Mittelfeld.

Keine Überraschung – Platz 1 für den Mitteltöner von Brax

Brax aus Schmallenberg im Sauerland ist bekannt dafür, die besten Lautsprechersysteme für Car Hi-Fi zu bauen. Der Brax NOX 80 Mitteltöner ist also nicht überraschend auf dem ersten Platz im Test gelandet. Es verfügt über ein 3-Zoll-Konuschassis und einen 4-Speichen-Druckgusskorb.

Einzubauen ist er aufgrund des geringen Volumens relativ leicht. Auch der NOX 80 von Brax arbeitet mit einer Papiermembran, die glänzend beschichtet wurde. Das soll die Frequenzgänge optimieren. Im Messlabor zeigte der Mitteltöner von Brax als einziges Gerät überhaupt keine Schwächen.

Er ist schon unterhalb von 200 Hertz einsetzbar und zeigt auch im Tieftonbereich keine Verzerrungen. Dieser kompakte und doch luftige Mitteltöner von Brax kann also uneingeschränkt empfohlen werden. Einziger Wermutstropfen ist vermutlich der höhere Preis, den man von Brax-Lautsprechern allerdings auch gewohnt ist.

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