Die 10 beliebtesten Nadelbäume für einen immergrünen Garten

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Eiben, Kiefern, Tannen & Co - die 10 beliebtesten Nadelbäume für einen immergrünen Garten

Ein Baum im Garten ist ein attraktiver Blickfang. Zudem eignet er sich ausgezeichnet als Schattenspender im Sommer. Baumgruppen oder als Hecke gepflanzte Gehölze dienen dagegen als wirkungsvoller Wind- und Sichtschutz. Besonders beliebt bei Gartenbesitzern sind Nadelbäume. Sie sind das ganze Jahr über grün und sparen zudem Arbeit, da sie im Herbst kein Laub verlieren, das aufgeharkt werden muss. Doch welche Baumarten eignen sich überhaupt für den Garten? Und was muss bei der Pflege beachtet werden? Hier erfahren Sie alles rund um die Top 10 der beliebtesten Nadelbäume für kleine und große Gärten.

Gut geplant ist halb gepflanzt – der richtige Nadelbaum für den Garten

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Nadelholzgewächse, auch Koniferen genannt. Der Gartenbesitzer hat hier wirklich die Qual der Wahl. Daher ist es hilfreich, sich schon vorab ein paar Gedanken zu machen, um die Auswahl ein wenig eingrenzen zu können. Ein Auswahlkriterium ist zuerst einmal der Platzbedarf. Dabei spielt die Größe des Gartens eine nicht unerhebliche Rolle. Ein großer Nadelbaum benötigt wesentlich mehr Nährstoffe und ausreichend Platz für die Wurzeln. Kleinwüchsige Artgenossen gedeihen hingegen schon in einem Kübel auf dem Balkon. Zwar sind Nadelhölzer allgemein recht robust und pflegeleicht, dennoch gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede in Bezug auf Nährstoffbedarf und Beschaffenheit des Standortes. Gerade Nadelbäume aus südlichen Ländern wie Zypressen oder Araukarien sind empfindlicher gegen Frost als heimische Arten wie Tanne oder Kiefer. Zuletzt ist es auch wichtig, wie gut die Nadelbäume einen regelmäßigen Schnitt vertragen. Denn danach können Sie entscheiden, welche Sorten Sie für eine grüne und dichte Hecke nutzen können und welche besser allein oder in Gruppen stehen sollten.

Die 10 beliebtesten Nadelbäume – eine Übersicht

Da kein Garten wie der andere ist und auch die Vorlieben ihrer Besitzer stark schwanken, fällt es schwer, eine allgemeingültige Aussage zu treffen, welche Konifere am besten oder schlechtesten für Ihre Außenanlagen geeignet ist. Die folgende Auflistung gibt daher nur den allgemeinen Trend wieder und kann als erste, unverbindliche Entscheidungshilfe bei der Gartenplanung herangezogen werden:

1. Eibe – pflegeleichter Allrounder für Garten und Terrasse

Die Eibe oder Taxus gehört zu den vielseitigsten Nadelgehölzen und ist daher bei Gartenliebhabern besonders beliebt. Eiben können sowohl einzeln stehen als auch zu Hecken gepflanzt werden. Daneben sind sie äußerst schnittverträglich und können daher sehr gut als sogenanntes Formgehölz verwendet werden. Diese Gehölze werden kunstvoll zu Figuren oder geometrischen Formen geschnitten und verzieren schon seit dem Altertum Parks und Ziergärten. Heute gibt es Eiben in vielen verschiedenen Gelb- und Grüntönen, sodass Sie mit diesen Koniferen eine abwechslungsreiche Gartenlandschaft gestalten können.

Auch in Sachen Pflege und Nährstoffbedarf ist die Eibe sehr bescheiden. Außer auf Moorböden gedeiht sie praktisch auf jedem Untergrund. Allerdings ist dieses Nadelgehölz etwas empfindlich gegen starken Frost. Nach einem harten Winter können sich schon einmal einzelne braune Stellen zeigen. Diese wachsen in der Regel aber bald wieder zu, wenn sie im Frühjahr herausgeschnitten wurden.

Vorsicht: Die Nadeln und Triebe der Eiben sind sehr giftig. Daher eignen sich diese Koniferen nicht zur Einfassung und Bepflanzung von Weiden und Pferdekoppeln. Auch für Kinder können diese Nadelbäume gefährlich werden. Zwar sind die leuchtend roten Früchte nicht giftig, aber schon der Kontakt mit den Ästen und Nadeln kann zu schmerzhaften Ausschlägen und Juckreiz führen. Besonders Kleinkinder sind hier gefährdet, da sie Triebe und andere Pflanzenteile in den Mund stecken können.

2. Kiefer – robuster Nadelbaum in vielen Sorten

Die Kiefer oder Föhre gehört hierzulande neben der Fichte zu den am häufigsten vorkommenden Nadelgehölzen in der Natur. Auch im Garten ist diese Konifere fest etabliert. Kein Wunder, denn mit über 100 verschiedenen Arten bietet sie Gartenfans eine erstaunliche Auswahl an Wuchsformen und Größen. Auf sandigen Böden fühlt sich die Kiefer besonders zu Hause, doch sie kommt auch mit anderen Untergründen sehr gut zurecht. Kiefern sind gute, schnell wachsende Heckenpflanzen, die auch gut mit anderen Nadelhölzern gemischt werden können. Allerdings sind Kiefern nicht sehr schnittverträglich und sollten daher vorsichtig beschnitten werden. Für die Bepflanzung in Kübeln gibt es kleinwüchsige Zwergkiefern, sodass auch Balkone oder Dachterrassen von den genügsamen immergrünen Bäumen profitieren können. Auch als Bonsai sind diese Nadelbäume erhältlich. Alte Exemplare sind bei Sammlern sehr begehrt.

3. Zypresse – attraktive Heckenpflanze mit aromatischem Duft

Zypressen sind typische Koniferen aus dem Mittelmeerraum. Die schlanken, zart duftenden Nadelbäume gehören dort fest ins einheimische Landschaftsbild wie bei uns Buchen oder Fichten. Wie Eibe und Kiefer sind auch Zypressen anspruchslos und robust. Nur vor Frost müssen sie durch eine dicke Mulchschicht rund um den Stamm geschützt werden. Wie die meisten Koniferen liebt auch die Zypresse Sonne und Wärme, Nässe behagt ihr dagegen überhaupt nicht. Verzichten Sie darum auch bei großer Trockenheit auf übermäßiges Gießen. Auch das regelmäßige Schneiden verträgt dieses Nadelgehölz nicht. Wird die Zypresse als Hecke genutzt, kann sie jedoch im Frühjahr und Herbst problemlos zurückgeschnitten werden.

4. Thuja / Lebensbaum – die beliebte, unkomplizierte Heckenpflanze

Thujen oder Lebensbäume sind in vielen verschiedenen Farbtönen erhältlich und durch ihre gute Schnittverträglichkeit die optimale Heckenpflanze. Sie sind außerdem sehr robust und vertragen in der Regel auch tiefe Temperaturen und Frost ohne Probleme. Sie gedeihen sowohl in der prallen Sonne als auch im Halbschatten und stellen keine besonderen Anforderungen an den Boden. Aber Achtung: Alle Teile der Thuja-Gehölze sind äußerst giftig. Wie bei der Eibe gilt deshalb besondere Vorsicht bei Kleinkindern und Weidetieren.

5. Die Tanne – schicker Blickfang mit großem Platzbedarf

Die Tanne ist aufgrund ihrer regelmäßigen Form einer der beliebtesten, traditionellen Weihnachtsbäume. Diese Eigenschaften kommen ihr auch im Garten zugute, denn hier wird sie zum charmanten Mittelpunkt der Anlage. Vorausgesetzt, sie hat genügend Platz, denn Tannen wachsen schnell und werden je nach Art bis zu 20 Meter hoch. Für kleinere Gärten empfiehlt sich daher die Anschaffung einer wesentlich kleineren Zwergtanne. Tannen sind bescheiden, nur direkte Sonne mögen sie nicht. Am besten gedeihen sie im Halbschatten.

6. Wacholder – pflegeleichtes Gehölz in vielen Größen

Wacholder kann im Garten ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen. Kriechende Sorten eigenen sich sehr schön als Bodendecker für Hänge oder zwischen Staudengewächsen. Buschartiger Wacholder kann hervorragend als Einfassung für Wege, den Gartenteich oder Blumenbeete genutzt werden. Es gibt außerdem Koniferen, die 15 Meter und höher werden. Dadurch kann Wacholder auch als Sichtschutz dienen. Wie alle bisher vorgestellten Arten ist auch dieses Nadelgehölz sehr pflegeleicht und robust. Wacholder wächst auf so gut wie jedem Boden, vorausgesetzt, er ist nicht zu feucht. Staunässe verträgt dieser Nadelbaum nämlich gar nicht.

Noch ein Tipp: Wenn Sie Wacholderbeeren zum Würzen von Sauerkraut, Wildgerichten und anderen Speisen nutzen möchten, sollten Sie diese nur vom Gemeinen Wacholder ernten. Die Beeren der Ziersträucher sind leider ungenießbar.

7. Araukarie – edle Schmucktanne mit besonderem Charme

Die Araukarie, auch Chiletanne oder Chilenische Schmucktanne genannt, besticht vor allem durch ihre exotisch anmutiges Nadelkleid. Ihre Nadeln sind tiefgrün und lanzettenartig. Araukarien wachsen regelmäßig und schön gerade. Sie bilden dabei eine ebenmäßige Krone mit kegelförmiger Spitze aus. Daher kommt sie am besten zur Geltung, wenn sie als Einzelpflanze genutzt wird. Dabei ist auf ausreichend Platz nach allen Seiten zu achten, damit sich die Äste ungehindert entfalten können. Araukarien wachsen in den ersten Jahren moderat und lassen sich mit zunehmendem Alter noch mehr Zeit. Das macht sie zu dem idealen Schmuckstück für Parks und weite Rasenflächen. Allerdings ist dieser chilenische Nadelbaum sehr frostempfindlich und muss im Herbst mit Filz- oder Schilfmatten um den Stamm entsprechend präpariert werden, um die heimischen Winter unbeschadet zu überstehen.

8. Douglasie – der zitrusfrische Amerikaner

Die Douglasie ist ein Kieferngewächs aus Nordamerika. Irrtümlicherweise wird sie auch oft als Douglastanne bezeichnet. Dieser Nadelbaum besticht durch sein aromatisches Harz, das nach Zitronen duftet. Die Nadeln sind weich und von einem frischen Grün. Das und seine schöne, gleichmäßige Form machen die Douglasie im Prinzip zu einem perfekten Nadelbaum für den Garten. Allerdings liebt sie lockeres, tief gehendes Erdreich und ist etwas heikel, was die Nährstoffversorgung betrifft. Douglasien gehen ein, wenn sie zu viel oder zu wenig Nährstoffe erhalten, und benötigen daher eine genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Pflege.

9. Fichte – der Brotbaum des Landes als Zierde für die Gartenanlage

Als Nutzholz ist die Fichte sehr begehrt. Ob Papier, Bauholz oder Brennholzspender, Fichten sind die erste Wahl in der Waldwirtschaft. Im Garten werden diese schnell wachsenden Nadelbäume am liebsten als Hecke gepflanzt, denn sie vertragen einen regelmäßigen Schnitt recht gut und sind nicht besonders frostempfindlich. Als ausgewachsener Baum eignet sich die Fichte nicht gut als Gartenpflanze, da sie dem umliegenden Erdreich die Nährstoffe entzieht und in kurzer Zeit sehr hoch wachsen kann.

10. Lärche – grün im Sommer, kahl im Winter

Die Lärche ist der einzige Nadelbaum Europas, der im Winter seine Nadeln verliert. Viele Leute sind von dieser Eigenart begeistert und freuen sich im erbst an der kräftigen, gelben Farbe des Nadelkleides. Allerdings müssen sie damit auch den Aufwand durch das Entfernen der abgefallenen Lärchennadeln von Gehwegen und dem Rasen in Kauf nehmen. Wie Tanne und Fichte benötigt auch die Lärche viel Platz, um sich richtig entfalten zu können. Am liebsten steht sie an einem Sonnigen Platz. Besondere Vorlieben, was den Boden betrifft, hat sie nicht. Auch ist sie winterhart und unempfindlich gegen starken Frost.

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