Die 10 beliebtesten Bücher zum Thema Ein- und Durchschlafen

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Die 10 beliebtesten Bücher zum Thema Ein- und Durchschlafen

Dass ein Neugeborenes in der Nacht zwischen ein- und dreimal erwacht, ist vollkommen normal. Dass Babys einen ganz eigenen Rhythmus haben, wissen Mütter bereits lange vor der Geburt. Die Kleinen schaffen es im Bauch der Mama während eines Theater- oder Kinobesuchs selig zu schlummern und drehen dafür mitten in der Nacht auf und veranstalten Turnübungen. Der Tag-Nacht-Rhythmus der Erwachsenenwelt ist ihnen noch fremd und bleibt es auch nach der Geburt. Dazu kommt, dass Neugeborene einen sehr kleinen Magen haben. Sie können in den ersten Lebenswochen keine großen Mahlzeiten aufnehmen und in der Nacht quält sie der Hunger. Allerdings sollten Babys mit der Zeit immer längere Schlafphasen in der Nacht haben. Gibt es bei dieser Entwicklung Probleme, kommen Eltern nach einigen Monaten an den Rand ihrer Kräfte. Wenn Babys nur an der Brust schlafen und Kleinkinder die Nacht zum Tage machen, wächst der Leidensdruck immens. Lange Rituale, teilweise mehrfach pro Nacht durchgespielt, und Schlafmangel führen zu massivem Stress und Eltern suchen nach Lösungen. Entsprechend groß ist das Angebot der Ratgeber und Bücher zum Thema Ein- und Durchschlafen. Doch welche Alternativen bieten die 10 beliebtesten Bücher verzweifelten Eltern an?

"Jedes Kind kann schlafen lernen" – der Klassiker unter den Ratgebern

Der Ratgeber "Jedes Kind kann schlafen lernen" von Anette Kast-Zahn und Dr. Hartmut Morgenroth ist im Jahr 1995 erstmalig erschienen. Das Buch aus dem Gräfe und Unzer Verlag spaltet seitdem die Elternschaft. Die Autoren vertreten den Ansatz, dass Verhalten erlernt wird. Daher setzen sie auf einen Ein- und Durchschlaf-Plan, mit dessen Hilfe Eltern ihrem Kind vom Baby- bis zum Schulkindalter ihre Wünsche konsequent vermitteln sollen. In dem Buch wird eine Methode propagiert, die auf kontrolliertes Schreienlassen setzt. Die Autoren empfehlen, das Kind wach in das Bett zu legen und dann das Zimmer zu verlassen. Schnuller oder Fläschchen sollen nicht als Einschlafhilfe dienen. Schreit das Kind, gehen die Eltern nach festgelegten Zeitabständen, die sich von anfangs drei bis auf zehn Minuten ausdehnen, zu ihrem Kind. Sie beruhigen es kurz und verlassen das Zimmer wieder. So soll das Kind lernen, allein einzuschlafen, das Schreien wird nicht belohnt, die kurze Anwesenheit der Eltern zeigt ihm, dass es nicht verlassen wird. Für alle gesunden Kinder ab einem Alter von sieben Monaten soll diese Methode funktionieren. Aus heutiger Sicht ist das Buch sicherlich überholt. Unkritisch angewendet kann das System mehr schaden als nutzen und die Problematik verschärfen. Kleinkinder sind auf die Nähe zu ihren Eltern quasi programmiert. Das Alleinsein kann massive Ängste erzeugen und das Vertrauen der Kinder nachhaltig schädigen. Auch wenn einige Eltern sehr gute Erfahrungen mit diesem Buch zum Thema Ein- und Durchschlafen gemacht haben, gibt es heute sicherlich bessere Ansatzpunkte.

"Lotta schläft - endlich!: Einschlafen - durchschlafen - ausschlafen"

Ganz neu auf dem Markt und schon jetzt bei vielen Eltern sehr beliebt ist das Buch "Lotta schläft - endlich!: Einschlafen - durchschlafen - ausschlafen" der Autorin Aylin Lebnet. Die studierte Psychologin ist selbst zweifache Mutter und hat während der Arbeit an diesem Buch die negativen Folgen durchwachter Nächte am eigenen Leib erfahren. Der liebevoll gestaltete Ratgeber macht jungen Eltern Mut. Er zeigt, dass sie nicht allein mit diesem Problem sind, und gibt viele Anregungen und Hilfestellungen. Vor allem stärkt er das Selbstbewusstsein der jungen Eltern und zeigt, dass es wichtig ist, auf das eigene Gefühl zu hören. Der Ratgeber gibt keinen konkreten Weg vor, er unterstützt junge Eltern, den Lösungsweg für ihre kleine Familie zu finden. Humorvoll und lustig geschrieben eignet sich das Buch bestens als Lektüre in durchwachten Nächten.

"Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch"

Schon länger auf dem Markt und bei Eltern sehr beliebt ist das Buch "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Programm für ruhige Nächte". Die Autorin Elisabeth Pantley, eine vierfache Mutter und Familienberaterin aus den USA, zeigt jungen Eltern die Bedürfnisse ihres Kindes auf und hilft ihnen, den passenden Weg für ihr Kind zu finden. Alte Vorurteile und Ammenmärchen werden aufgedeckt und viele Listen, Schlafprotokolle und Fragebögen helfen, die Lösung zu finden. Schreienlassen lehnt die Autorin konsequent ab. Sie sieht unbefriedigte Bedürfnisse des Babys als Ursache an und hilft diese zu erkennen und zu beseitigen. Das empfehlenswerte Buch wird den verschiedenen Ansprüchen und der Individualität von Babys und Eltern gerecht.

"Endlich durchschlafen: Schlafprobleme verstehen und lösen"

Anfangs sehr vielversprechend aufgebaut, ist das Buch "Endlich durchschlafen: Schlafprobleme verstehen und lösen" der Psychotherapeutin Christine Rankl für viele Eltern eine Enttäuschung. Auf gut einhundert Seiten erklärt die Autorin verständlich und schlüssig die verschiedenen Ursachen für Schlafprobleme bei Babys und Kindern. Sie zeigt körperliche Ursachen ebenso auf wie seelische Probleme. Damit gibt die Autorin Eltern einen Leitfaden an die Hand, die Gründe für das Schlafproblem ihres Kindes zu entdecken. Nach diesen echten Stärken des Buches folgen leider ebenso große Schwächen. Als Lösungswege werden nur die altbekannte Ferber-Methode des kontrollierten Schreienlassens sowie das langsame Zurückziehen angeboten.

"Schlaf gut, mein kleiner Schatz: Wie Ihr Baby rundum zufrieden wird und endlich durchschläft"

Der Titel des Ratgebers "Schlaf gut, mein kleiner Schatz: Wie Ihr Baby rundum zufrieden wird und endlich durchschläft" sowie der liebevoll gestaltete Einband sollte Eltern nicht täuschen. Das Buch der Amerikaner Gary Ezzo und Robert Bucknam ist mit Vorsicht zu genießen und teilt die Welt in Schwarz und Weiß. Zwischentöne sind nicht erlaubt. Die Autoren propagieren feste Fütterungszeiten als Lösungsansatz, bei vielen Kindern droht auf diesem Weg Unterernährung. So nett es scheint, die Inhalte sind wissenschaftlich längst überholt.

"Schlafen und Wachen - ein Elternbuch für Kindernächte"

Sehr empfehlenswert ist dagegen "Schlafen und Wachen - ein Elternbuch für Kindernächte" von William Sears. Als achtfacher Vater und Kinderarzt weiß der Autor aus erster Hand um die Nöte junger Eltern. Er bestärkt Eltern darin, auf ihr Gefühl zu hören, und zeigt auf, wie Schlafprobleme ohne Schreienlassen zur Zufriedenheit aller Beteiligten gelöst werden können. Ein lohnendes Buch für alle Eltern, die ihren persönlichen Weg finden möchten.

"Das neue Ein- und Durchschlafbuch"

Für Eltern, die nach einem Schlafprogramm suchen, ist das "Neue Ein- und Durchschlafbuch" von Petra Weidemann-Böker wohl eines der besten auf dem Markt. Die Autorin beschreibt ausführlich die Gründe für Störungen beim Ein- und Durchschlafen und stellt die sechs gängigsten Schlafprogramme vor. So findet der Leser eine große Auswahl verschiedener Methoden und entscheidet sich für die, die ihm zusagt. Hervorzuheben ist, dass auch die Wichtigkeit des Tagesablaufs für den ruhigen Schlaf aufgezeigt wird. Wer das Schlafprogramm ablehnt, sollte einen anderen Ratgeber bevorzugen. Einen Schwachpunkt hat das Buch leider. Auf das Durchschlafen wird nicht eingegangen. Da verspricht der Titel mehr, als diese Erziehungshilfe tatsächlich hält.

"Das glücklichste Baby der Welt"

In seinem Ratgeber "Das glücklichste Baby der Welt: So beruhigt sich Ihr schreiendes Kind – so schläft es besser" gibt der Autor Harvey Karp einfache aber wirkungsvolle Ratschläge für einen erholsamen Schlaf für Babys. In einfachen 5 Schritten vermittelt der Kinderarzt Eltern, wie sie ihr Kind sanft und natürlich beim Einschlafen unterstützen. Einfühlsam und gut erklärt legt er Eltern ans Herz, den für Babys wichtigen Kontakt zuzulassen und sich nicht von der Umwelt beeinflussen zu lassen. Sein Ansatz erzeugt eine angenehme Schlafumgebung für das Kind und setzt natürliche Reize, die das Einschlafen fördern. Das Buch ist ein Klassiker unter den Ratgebern zum Ein- und Durchschlafen, der auch heute noch seine Gültigkeit besitzt. Für alle Eltern, die einen praktischen Ratgeber aber kein typisches Schlafprogramm suchen, ist dieses Buch die richtige Wahl.

"Baby in Balance"

Das Buch "Baby in Balance: Weniger weinen, besser schlafen, Bewegung fördern" der Autorinnen Sabine Hartz, Birgit Kienzle-Müller und Ulrike Höwer ist kein Buch zum Thema Ein- und Durchschlafen im eigentlichen Sinne. Allerdings können die Ratschläge zum alltäglichen anregenden Umgang und die Empfehlung zu Nähe und häufigem Tragen Schlafprobleme wirkungsvoll verhindern oder bestehende Schlafstörungen mildern. Das Buch mit einem ganzheitlichen Ansatz zum Umgang mit dem Baby basiert auf der Methode des Kinaesthetic Infant Handlings. Es gibt neben der optimalen Förderung für einen guten Start ins Leben auch ausführliche Hinweise zur Benutzung eines Tragetuches und zu den verschiedenen Bindetechniken.

"Ich will bei euch schlafen!: Ruhige Nächte für Eltern und Kinder"

Das Buch zum Thema Ein- und Durchschlafen "Ich will bei euch schlafen!" von Sibylle Lüpold ist ein Plädoyer für das gemeinsame Schlafen von Eltern und Kindern. Die Autorin ist gelernte Kinderkrankenschwester und arbeitet als Stillberaterin für die La Leche Liga. Im Buch erfahren Eltern alles über das Schlafbedürfnis von Neugeborenen, Babys und Kleinkindern und Reifungsprozesse, die schrittweise stattfinden. Schlafprogramme wie beispielsweise das "Ferbern" werden kritisch hinterfragt und die Folgen auf das natürliche Schlafverhalten werden verdeutlicht. Das Buch macht Mut und nimmt dem Leser den Druck, der oft von Freunden und Verwandten auf die jungen Eltern ausgeübt wird. Mit Liebe und ganz aus dem Bauch heraus sollen Eltern sich trauen, ihrem Kind die Nähe zu geben, die es tatsächlich braucht. Denn Kinder, die um ihre Geborgenheit wissen und sich auf die Sicherheit, die die Eltern bieten, verlassen können, schlafen später auch im eigenen Bett ruhig und entspannt durch. Ohne Bevormundung und erhobenen Zeigefinger bietet dieser Ratgeber Eltern die Chance, ihren Weg als junge Familie zu finden. Mit praktischen Tipps und sinnvollen Ratschlägen erhalten Eltern das Handwerkszeug, ihre Rolle selbstbestimmt und selbstsicher auszufüllen.

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