Dicke Reifen, cooler Sound: batteriebetriebene Fahrzeuge für kleine Schumis

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Dicke Reifen, cooler Sound: batteriebetriebene Fahrzeuge für kleine Schumis

Wenn Sie selbst ein Fahrzeug- und speziell ein Autonarr sind, hat Ihr Kind sich möglicherweise die Begeisterung für diesen Bereich der bewegten Technik bei Ihnen abgeschaut. Tatsächlich ist dieses innovative Metier eines der interessantesten überhaupt. Autos sind populär, weil sie allgegenwärtig sind. Mit Spannung wird jede Neuentwicklung verfolgt und fast alle schauen einem besonders eleganten oder sportlichen Fahrzeug auf der Straße bewundernd hinterher. Diese Faszination Ihres Kindes lohnt es zu fördern. Zum einen bietet sich ein Elektrofahrzeug als komplexes Spielzeug an, das jede Menge Spaß bereithält. Zum anderen dient es sehr subtil der Erziehung Ihres Nachwuchses zu einem späteren Verkehrsteilnehmer, der sich seiner Verantwortung bewusst ist.

Was alles im Angebot für kleine Rennfahrer ist

Die Palette an Elektrofahrzeugen für Kinder ist so breit gefächert, dass man sich nur einmal auf der Straße umzusehen braucht. Scheinbar gibt es alles, womit Erwachsene unterwegs sind, auch in verkleinerter Form für die Kids. Da sich die Entwickler von Kinder-Elektro-Autos nicht an dieselben Normen halten müssen wie die Hersteller „richtiger" Automobile, scheint beim mobilen Spielzeug sogar noch mehr möglich zu sein. Quietschbunte Lackierungen, die den Kleinen Spaß machen, sind ebenso zu finden wie lustige, außergewöhnliche Formen, die gefallen, auch wenn sie nicht durch Designstudien entstanden sind; und Zubehör, das kindgerecht ist: ein Mehrklangsignalhorn, das im öffentlichen Straßenverkehr eher negativ auffällt, soll an den batteriebetriebenen Fahrzeugen der Kleinen für Spielfreude sorgen, statt als Gefahrensignal zu dienen.

Vier oder zwei Räder?

Sehr angenehm ist die Tatsache, dass es bei den batteriebetriebenen Fahrzeugen für Kinder nicht allein um elektrische Autos in Form von Pkws geht. Da sind Jeeps im Angebot oder andere Fahrzeuge mit speziellen Aufbauten. Dem Dreikäsehoch mit dem richtigen Gleichgewichtssinn können Sie ein Kindermotorrad anbieten. Von „normal" über Rennausführung bis Crossmaschine gibt es viele verschiedene Angebote. Auch vom großen Schumi ist bekannt, dass er sich gern einmal auf einen „heißen Ofen" schwingt, um auf zwei Rädern der maximalen Geschwindigkeit nahe zu kommen.

Ganz spezielle Wünsche lassen sich auch in diesem Bereich erfüllen. Wer gern ein nobles Gefährt mit Elektroantrieb lenken möchte, kann sich die Ausführung eines Elektro-Mercedes gönnen. Neben dem Hersteller mit dem Stern bieten auch noch andere Marken flotte Autos für die kleinen und kleinsten Fahrzeugführer an. Ganz stilecht und dem großen Vorbild am besten auf der Spur ist man natürlich mit einem Flitzer aus Italien. Auch ein Elektro-Ferrari sollte knallrot sein, um einer jahrzehntealten Tradition Ausdruck zu verleihen.

Am meisten Spaß bereiten die Fahrzeuge den Kindern, wenn sie interaktiv sind. Mit dem surrenden Geräusch eines Elektromotors ist kein Start zu machen. Wirklich ausgefeilte Exemplare haben Soundmodule an Bord, die den Motor aufröhren lassen, wenn die Kleinen sich nähern. Und wenn man das Lenkrad zur Kurvendurchfahrt einschlägt, quietscht es, als würden die Reifen auf dem Asphalt radieren.

Erst müssen die kleinen Schumis wachsen, dann ihre Fahrzeuge

Batteriebetriebene Fahrzeuge eignen sich für Kinder erst zum Spielen, wenn sie ein entsprechendes Alter erreicht haben. Verfügen sie noch nicht über die nötige Motorik, und wichtiger noch, über ein grundlegendes Verständnis für die Abläufe, sollten Sie mit der Anschaffung eines solchen Fahrzeugs besser noch warten. Auch von dem möglicherweise großen Vorbild, Schumi, weiß man, dass er klein und bescheiden seine Ausnahmekarriere begonnen hat. Ob er ganz am Anfang in Elektroautos unterwegs war, ist nicht bekannt. Man weiß aber, dass zu Beginn die Go-Karts sein Metier waren, die so ziemlich alles an Komfort vermissen lassen, was seine späteren Boliden ihm geboten haben. Würde er um Rat gefragt, könnte man sich vorstellen, dass er zur Geduld rät. Die Kompetenz der kleinen Schritte war es, die ihn zu seinen außergewöhnlichen Erfolgen verholfen hat.

Sinnvolle Vorbereitungen auf ein Elektroauto

Um ein Gefühl für ein selbstgesteuertes Fahrzeug und dessen Verhalten auf dem Boden zu bekommen, empfiehlt sich vor einem elektrischen Fahrzeug eventuell sogar ein Tretauto. Grundlegende Abläufe wie Einschlagen der Lenkung und Abstoppen des Fahrzeugs können damit geübt werden. In der Regel sind Elektroautos erst für Kinder ab drei Jahren geeignet. Doch auch dann sollten Sie Ihren Nachwuchs nicht gleich ungebremst auf die Umgebung loslassen. Es ist ratsam am Anfang auf ein Modell zurückzugreifen, das Sie zunächst von außen per Fernbedienung steuern können, um Stück für Stück den Junior die Kontrolle übernehmen zu lassen. Übung macht den Meister, wie sicherlich der große Schumi bestätigen wird. Je besser Ihr Kind ein Gefühl für das bewegte und bewegende Fahrzeug, in dem es sitzt, entwickelt, desto flüssiger und damit sicherer wird es später selbst fahren.

Elektro-Roller als Alternative

Nachdem Ihr Kind zunächst lange 36 Monate warten musste, bevor es an einem elektrischen Fahrzeug selbst ans Steuer durfte, ist die Zeit bald vorbei, in der es den ersten Fahrrausch auskosten durfte. Bald mag das flotte Mobil nämlich zu klein sein, je nachdem, wie schnell der Spross in die Höhe schießt. Ist er aber erst einmal herausgewachsen, gibt es kein Zurück mehr. Für einen Übergangszeitraum, bis es endgültig vorbei ist, können Sie das noch einmal kompensieren. Oft sind Fahrzeuge mit mehr Beinfreiheit etwas länger fahrbar als die geschlossenen Varianten. Versuchen Sie es, wenn Ihr Kind einverstanden ist, mit einem Elektro-Roller oder auch einem Kinder-Quad. Gerade diese sind durch ihren poppigen Auftritt beliebte Fun-Cars, die neben dem Spaßfaktor auch etwas Geländegängigkeit bieten und eine größere Herausforderung an Motorik und Koordination des Kindes stellen. Lernansprüche an das Kind und die Entwicklung passen sich damit an und an der Verbesserung seiner Fähigkeiten wird letzten Endes das Kind am meisten Freude haben.

Sicherheit kommt zuerst bei batteriebetriebenen Fahrzeugen für Ihr Kind

Bleiben Sie in der ersten Zeit in der Nähe, wenn Ihr Nachwuchs selbständig mit seinem Fahrzeug unterwegs ist, denn hier gilt in besonderem Maß: Sicher ist sicher. Doch bereits vor dem Kauf sollten Sie wachsam sein. Die Unterschiede in der Qualität und auch in der Sicherheit sind bei Elektrofahrzeugen ebenso zu finden wie überall. Wenn das Produkt, das Sie im Auge haben, nicht für seine Sicherheit und Unbedenklichkeit zertifiziert ist, sollten Sie die Finger davon lassen. Haben Sie sich für eines der Angebote in guter Qualität entschieden, beachten Sie, dass auch ein kleines Auto Wartung benötigt. Die bewegten Teile werden für ein paar Tropfen Öl von Zeit zu Zeit dankbar sein und es mit einem Funktionieren ohne Verschleiß vergelten. Ebenso sollten Sie gelegentlich sämtliche stromführenden Leitungen auf Scheuerstellen überprüfen oder ob sich ein Kabelbruch andeutet. Fällt im entscheidenden Moment die Technik aus, ist das für Ihr Kind mindestens ebenso ärgerlich, als wenn Sie eine Panne mit Ihrem großen Kfz haben, die Sie am Weiterfahren hindert.

Auch mit Schumi als Vorbild - es sollte ein Spiel bleiben

Nehmen Sie den Wunsch Ihres Kindes wichtig, wenn es sich mit den flotten Elektroflitzern befassen möchte. Manch ein junger „Rennfahrer" zeigt schnell Talent. Das unverkrampfte Herangehen und das Element Spaß nötigen dem Erwachsenen immer wieder Bewunderung ab. Kinder entwickeln oft viel rascher Begabungen als ältere Menschen, da sie die Welt noch unbefangen als Spiel begreifen. Lassen Sie Ihrem Nachwuchs diese Freude. In jedem der Kleinen einen nächsten Schumi zu vermuten, wird meistens nicht der Realität gerecht und kann sich negativ auf das Kind auswirken. Entwickelt sich aus dem Spaß ungebremste Faszination, ist es immer noch Zeit, die nächsten Schritte in Richtung großer Karriere auf den Rennstrecken der Welt zu unternehmen.

Darauf sollten Sie beim Spielen mit batteriebetriebenen Fahrzeugen achten

Kinder sind ausdauernd bei dem, was sie tun. Elektroautos leider nicht. Die Batterien haben eine so kurze Laufzeit, dass es oft nicht einmal für zwei Stunden Fahrvergnügen reicht. Dann muss das Fahrzeug an die Steckdose, um zu tanken. Wechselakkus lohnen kaum, um den Frust des Nachwuchses in Grenzen zu halten. Meist ist es zu aufwändig, sie zu tauschen, und wenn sie nicht gerade frisch geladen wurden, halten sie unter Umständen nicht einmal so lange, wie der erste Satz. Sie brauchen Fantasie, um Ihr Kind mit einem anderen Spiel zu begeistern, bis das Fahrzeug wieder einsatzbereit ist. Sorgen Sie wie bei Ihrem eigenen Wagen für Wartung und Pflege. Kontrollieren Sie die Akkus und die Antriebselemente regelmäßig, um einen vorzeitigen Ausfall zu verhindern. Das sollte nicht schwerfallen, wenn man bedenkt, dass die tatsächliche Nutzungsdauer aufgrund der Weiterentwicklung Ihres Kindes begrenzt ist. Die Akkus und Batterien bedürfen Ihrer besonderen Aufmerksamkeit. Lagern Sie die empfindlichen Energiespeicher weder zu kalt noch zu heiß. Beide Temperaturextreme können das Leben der Batterien drastisch verkürzen oder, im schlimmsten Fall, vorzeitig beenden.

Die Leistungsfähigkeit des kleinen Elektroflitzers hängt von der Kapazität der Batterie ab. Als Standard galten einige Zeitlang 6V-Elektroautos. Alle Parameter ringsum waren auf diese Antriebsspannung ausgelegt, sodass Ladedauer, Standzeit des Akkus und Geschwindigkeit des Fahrzeugs direkt oder indirekt damit zusammenhingen. Die inzwischen ebenso häufig angebotenen 12V-Elektroautos verfügen zwar nicht über die doppelte Leistung, aber über eine merklich gesteigerte. Achten Sie darauf, dass mit einer höheren Endgeschwindigkeit des kleinen Fahrzeugs keine Überforderung für den kleinen Piloten einhergeht. Nicht jede Maximierung ist wünschenswert oder sinnvoll.

Ein Wort zur Verantwortung

Autos und andere Fahrzeuge bedeuten für die meisten Menschen ein Stück Faszination. Bei diesen im Prinzip gleich gebliebenen, technisch jedoch immer weiter entwickelten Fortbewegungsmitteln trifft Tradition auf Innovation, Nutzen auf Spaß und die Herausforderung auf das Können. Kinder haben ein sicheres Gespür dafür. Dennoch gilt: Berücksichtigen Sie die grundsätzlichen Hinweise von Herstellern, Produkttestern und Anleitungen, und sorgen Sie als Erwachsener für die Sicherheit.

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