Diamant Imitationen synthetischer Moissanit.

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Neben den kommerziell bekannten Imitationen für Diamanten ist seit 1997 eine weitere im Handel, synthetischer Moissanit. Moissanit ist Siliciumcarbid (SiC). Natürlicher Moissanit ist sehr selten und wurde u.a. in USA, Tschechien und Sibirien gefunden.

Künstlich wird Siliciumcarbid seit vielen Jahren wegen seiner hohen Härte (9,25) in großem Maße als Schleifmittel (Karborund) produziert.

Die Firma C3 Inc. in North Carolina hat es als erste geschafft schleifwürdige Kristalle zu produzieren. Aufgrund der im Vergleich zum Diamanten relativ ähnlichen Eigenschaften kann die Identifizierung von Siliciumcarbid problematisch sein, weil die Wärmeleitfähigkeit dem des Diamanten sehr ähnlich ist. Kommerziell erhältliche Wärmewiderstandstestgeräte zeigen daher fälschlicherweise Diamant.

Die Herstellerfirma C3, Inc. hat ein spezielles Testgerät entwickelt, dass mit der relativen Transparenz (Durchlässigkeit)  im nahen ultravioletten Spektralbereich arbeitet, den hier ist der Diamant durchlässig, Moissanit dagegen nicht.

Allerdings ist die Identifizierung auch ohne Testgerät möglich (bei ungefassten Steinen). Insbesondere die Doppellichtbrechung und das spezifische Gewicht erlauben eine relativ leichte Bestimmung. Synthetischer Moissanite ist doppelbrechend (rückwärtige Facettenkanten verdoppeln sich) und mit der 10 x Lupe zu erkennen.

Siliciumcarbid (SiC) ist in 2 Qualitäten erhältlich:

1. Die A-Qualität ist Diamantfarben von K bis M und von lupenrein bis SI erhältlich.

2. Die B-Qualitäten sind in den Farbgraden N bis O und lupenrein bis SI. Gängige Größen sind 3-8 mm im Brillantschliff. Auch werden neben den fast farblosen und gelblichen, Grüntöne angeboten.

Verfasser: Harald Bender 1999

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