Diabetes in der Fußpflege / Podologie

Aufrufe 26 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Der Hauptgrund für die Entstehung  von diabetischen Folgeschäden ist ein zu hoher Blutzucker = Glykose. Dieser verbindet sich im Körper mit unterschiedlichen
Eiweißen, die auch Bestandteile der Nerven- und Blutgefäße sind. Je höher der Blutzucker - desto mehr Eiweiße werden "verzuckert".
Die Verbindung von Glukose mit Eiweiß hat weitreichende, chemische Folgen. Als Ergebnis führen sie zu
  >  Nervenstörungen
  >  Durchblutungsstörungen in den Organen
Nervenschädigung auch Polyneuropathien genannt, entstehen durch ein zu hohes Angebot an Zucker. Nerven sind wie elektrische Leitungen und durchziehen den
ganzen Körper, vermitteln Anweisungen des Gehirns, stellen Verbindungen her und leiten aufgenommene Reize an das Gehirn weiter.
Motorische Nerven
Diese Nerven stellen zwischen unserem Gehirn und der Muskulatur Verbindungen her. Mit ihrer Hilfe werden die Signale des Gehirns in den verschiedensten Muskeln
des Körpers in Bewegungen umgesetzt wie z.B. - gehen oder Fahrrad fahren usw.
Bei den Füßen haben die Nervenstörungen zur Folge, dass sich die Fußarchitektur verändert:
  >  Das Fußgewölbe geht in Längs- und Querrichtung verloren
  >  Die Zehen nehmen in Folge einer gestörten Balance der Muskelgruppen des Fußes eine Fehlstellung ein.
      Der Fuß verliert sein Gewölbe, die Zehen wandern nach oben und stehen nicht mehr auf dem Boden
Die gestörte Balance der Fußmuskulatur führt also zu einer Störung der im Fuß wirkenden Kräfte und fördert dadurch die Schwielenbildung.
KAVE: Achtung bei Druckstellen.
Der breiter werdende Fuß benötigt ein breiteres Schuhwerk um Druckstellen am Fuß zu vermeiden, denn an diesen Druckstellen können sich Geschwüre bilden
und dies birgt wiederum die Gefahr von Infektionen am Fuß.
Diabetiker haben häufiger ein vermindertes Schmerzempfinden und spüren Druckstellen oft erst dann, wenn sich bereits kleine Wunden gebildet haben.
Die Haut ist oft sehr trocken und neigt  zu Fissuren oder Rhagaden.
Sensorische Neuropathien - Verlust der Schweißsekretion. Ist diese gestört kommt es an den Füßen zum Wärmestau, die abkühlende Wirkung des Schweißes
fehlt - Arteriolen dilatieren.
Diabetischer Fuß - stark gerötet und überwärmt, führt zum intrazellulären Wasserverlust in der obersten Hautschicht und wird wie ein Schwamm bereits im
Stratum corneum aufgesogen, bevor er an die Hautoberfläche gelangt.





Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber