Deutschland während der Nachkriegszeit – so finden Sie Briefmarken über die Alliierte Besetzung

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Deutschland während der Nachkriegszeit – so finden Sie Briefmarken über die Alliierte Besetzung

Der Kult um die Briefmarke

Obwohl die Geschichte der Briefmarken, die sehr lange auch als „Postwertzeichen“ bezeichnet wurden, erst zur Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt, ist sie dennoch für viele Sammler der Marken („Philatelisten“) sehr spannend und abwechslungsreich. Dabei faszinieren die Menschen oft nicht nur die Marken auf Grund der vielen verschiedenen Motive, sondern die Geschichte, die von den kleinen Papierecken erzählt wird, ist mindestens genauso wichtig. Viele Begeisterte kreieren sogar ganze Spezialsammlungen, die sich um ein bestimmtes Thema – zum Beispiel „Züge“ oder „Vögel des europäischen Raumes“ - drehen, andere wiederum lassen sich auf eine bestimmte Epoche ein. Bei eBay finden Sie eine große Auswahl an Briefmarken aus Deutschland.

Briefmarken der Nachkriegszeit

Ein beliebter Zeitraum liegt in den Nachkriegsjahren zwischen 1945 und 1949, die auch als „alliierte Besetzung“ bekannt ist. Vor der Gründung der zwei deutschen Staaten (Bundesrepublik Deutschland und Deutsche Demokratische Republik) wurde das besiegte nationalsozialistische Reich in vier Lager gespalten: Die amerikanische, britische, französische und sowjetische Zone teilten Deutschland. Natürlich gab es in dieser Zeit auch Postverkehr und Briefmarken, die von den verschiedenen Nationen geprägt worden sind. Diese Vielfalt sorgt nicht nur für unterschiedliche Muster und Ausführungen des Drucks, sondern fasziniert viele Philatelisten auch heute noch. Viele dieser Briefmarken können Sie bei eBay finden.

Geschichte der Briefmarken unter der alliierten Besetzung

1840 erschien mit der „One Penny Black“ die erste offizielle aufklebbare Briefmarke der Welt im Vereinigten Königreich und trat von dort aus ihren Ruhmeszug rund um die Welt an: Nachdem in den Folgejahren sowohl die USA, Brasilien als auch die Schweiz dieses Prepaid-System einführten, um dadurch das Postsystem zu revolutionieren, zogen auch die deutschen Staaten nach und führten die Briefmarke ein. Natürlich gab es auch vorher viele Versuche von europäischen Postwertzeichen, die sich jedoch aufgrund verschiedenster Komplikationen nicht durchsetzen konnten. Die größte Innovation dieser Zeit war das Hinzufügen einer klebenden Rückseite. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der damit verbundenen vorübergehenden Kontrolle durch die Besetzungsmächte war der Postverkehr zunächst strengstens überwacht. Erst nach und nach wurden Postdienste in den Besatzungszonen eingerichtet und mit einer Prioritätenliste versehen: Helfer des Roten Kreuzes konnten ihre Postkarten bevorzugt verschicken lassen, genauso im Krieg nach Deutschland verschleppte Ausländer, die als Arbeitskräfte missbraucht wurden. Ab Februar 1946 wurden Briefmarken produziert und ausgegeben, die bis zum Mai 1948 ihre Gültigkeit behielten. In dieser Zeit wurden insgesamt 57 verschiedene Marken erstellt, von denen 47 als Dauermarke herausgegeben und weitere zehn als Sonderbriefmarke erschienen sind.

Einzelmarken und Sätze

Wenn Sie sich auf die Suche nach Briefmarken begeben, dann sollten Sie wissen, dass man diese grob in zwei Kategorien einteilen kann: Bei Einzelmarken handelt es sich – wie das Wort schon vermuten lässt – um einzelne lose Briefmarken, die möglicherweise schon einmal benutzt worden sind und sich deshalb nicht mehr im Satz befinden. Jede der 57 Briefmarken, die unter der alliierten Besatzung in den Umlauf gebracht worden sind, kann auch als Einzelmarke erstanden werden. Das ist besonders für Sammler interessant, denen lediglich bestimmte Marken zur Komplettierung ihrer Sammlung fehlen. Doch auch wenn Sie Neueinsteiger sind, können Sie dadurch einen Überblick über die verschiedenen Angebote und Preise bekommen und vielleicht schon bei dem einen oder anderen Schnäppchen zuschlagen. Viele Sammler möchten auch lediglich ein Exemplar einer bestimmten Briefmarke besitzen und nicht einen ganzen Satz. Abgesehen von den Vorteilen, die Einzelmarken mit sich bringen, gibt es auch noch einen weiteren Grund, warum diese mitunter unumgänglich sind: Briefmarken sind ein Gebrauchsgegenstand und werden als solcher eben auf Briefe und Postkarten geklebt. Selbst wenn Sie gerne einen kompletten Satz einer bestimmten Briefmarke kaufen möchten, kann es vor allem bei älteren Modellen sein, dass solche Sätze gar nicht mehr existieren oder im Vergleich zu den Einzelmarken enorm teuer sind.

Was ist ein Briefmarkensatz?

Bei einem Briefmarkensatz handelt es sich um mehrere Briefmarken, die zum Verkauf zusammengefasst werden. Das erleichtert den Transport und sorgt dafür, dass einzelne Marken nicht verloren gehen. Die Marken eines Satzes haben dabei immer den gleichen Postwert, können sich jedoch sowohl in Farbgebung als auch im Motiv unterscheiden. Wenn Sie auf der Suche nach Sätzen der ersten Nachkriegsjahre sind, werden Sie feststellen, dass es zwei Arten von Sätzen gibt: postfrische, noch im Urzustand vorhandene Briefmarkensätze sowie bereits mit Stempeln versehene. Dies liegt daran, dass viele Verkäufer die einstigen Sätze wieder zusammengestellt haben und man sozusagen eine sehr kleine Sammlung kauft. Überlegen Sie sich vor dem Kauf, ob Sie auf der Suche nach einem absolut neuwertigen Satz Briefmarken sind oder ob sie sich auch mit bereits benutzten Marken zufriedenstellen können. Postfrische Marken sind im Normalfall auch um einiges teurer als bereits gestempelte. Beide Versionen finden Sie natürlich bei eBay.

Posten und Lots

Eine sehr gute Einstiegsmöglichkeit für Neulinge, aber auch immer wieder für bereits erfahrene Philatelisten sehr interessant, sind die sogenannten Posten und Lots. Dabei handelt es sich um eine zunächst nicht näher definierte Anzahl von Briefmarken, die verkauft werden. Dabei bezeichnet das „Lot“ eine kleinere Gruppe von Marken, die sich im niedrigen zweistelligen Bereich bewegt. Wenn Sie also ein Lot von Briefmarken aus der Zeit der alliierten Besatzung kaufen, erhalten Sie zum Beispiel zehn verschiedene Briefmarken dieser Epoche. Der sogenannte Posten hingegen bezeichnet eine größere Menge und kann mitunter eine richtige Sammlung beherbergen. Erfahrene Sammler finden hier mitunter verborgene Raritäten und können so ein sehr gutes Schnäppchen schlagen. Für Neueinsteiger bietet sich hingegen eine gute Möglichkeit, relativ preiswert an eine größere Menge von Briefmarken zu kommen und so eine neue Sammlung zu beginnen. Ein wichtiger Hinweis, den Sie jedoch vor dem Kauf von Posten und Lots beachten sollten, bezieht sich auf das zu erwartende Preisniveau: Informieren Sie sich zumindest grob über die möglichen Preisstrukturen, damit Sie nicht auf überteuerte Angebote hereinfallen. Und mit etwas Glück machen Sie nicht nur ein Schnäppchen, sondern finden möglicherweise auch eine Rarität.

Sammlungen und Spezialsammlungen

Natürlich verkaufen auch viele Philatelisten ihre Sammlungen aus vielen Gründen: Für manche liegt der Reiz im Zusammenstellen der Sammlung: Die Jagd nach den einzelnen Briefmarken übt die Faszination aus. Nach der Komplettierung sind die Briefmarken von geringerem Interesse und durch das Verkaufen einer Sammlung ist nicht nur weiteres Geld für einen Neustart vorhanden, sondern Sammler auf der Suche nach möglicherweise genau diesem Themengebiet werden ebenfalls glücklich gemacht. Andere Verkäufer wiederum handeln professionell mit den Postwertzeichen und eine komplette Sammlung ist oftmals mehr wert als die Summe ihrer Teile – obwohl natürlich immer Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Wenn Sie vor allem an den geschichtlichen Hintergründen interessiert sind und nicht an dem Zusammenstellen von Sammlungen, dann ist der Kauf einer bereits komplett fertigen Sammlung mit Sicherheit eine gute Option.

Neben den normalen Sammlungen, die zum Beispiel alle 57 Briefmarken der Zeit der alliierten Besetzung enthalten, gibt es auch noch sogenannte Spezialsammlungen, die sich mit einem hochspeziellen Thema befassen. Ein Beispiel wäre „Portrait wichtiger Bürger zur Zeit der alliierten Besetzung“ oder „Darstellungen von Messen in den Jahren der alliierten Kontrolle“. Allerdings sollten Sie, wenn Sie so eine Spezialsammlung selbst beginnen möchten, darauf achten, dass Sie diese nicht zu speziell gestalten. Viele Philatelisten begehen den Fehler, dass sie eine Sammlung auf Grund einer oder maximal zwei Briefmarken beginnen möchten, stellen dann jedoch sehr schnell fest, dass es nicht genug weitere Marken gibt, um diese Sammlung füllen zu können. Außerdem kann es zu einer mangelnden Relevanz der Sammlung kommen, woraus ein geringer Wert resultiert, denn wenn sich sonst niemand für diese Objekte interessiert, dann ist der Wiederverkauf dementsprechend schwierig und möglicherweise nicht rentabel. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, genau eine Nische zu treffen, die der Markt bisher noch nicht beachtet hat und dadurch ein gutes Geschäft zu machen.

Echtheit von Briefmarken

Gerade bei seltenen Briefmarken kommt es immer wieder vor, dass Fälschungen auftauchen und für viel Geld verkauft werden, was selbstverständlich illegal ist. Doch auch im legalen Bereich kommt es immer wieder zu Missverständnissen, weshalb Sie immer aufmerksam die Artikelbeschreibung durchlesen sollten. Manche Angebote beinhalten so zum Beispiel Reproduktionen, die selbstverständlich einen geringeren Preis erzielen als die echten Briefmarken der Epoche. Doch auch Reproduktionen haben für manche Sammler einen Reiz und es gibt große Sammlungen, die sich eben auf die Neudrucke spezialisiert haben. Manchmal werden auch Briefmarken repariert, die zum Beispiel einen Riss hatten oder deren Zähnung beschädigt worden ist. Sollte dies der Fall sein, muss die Bearbeitung der Briefmarke angegeben werden, da es sich dabei natürlich um eine Wertminderung handelt. Grundsätzlich kann man sagen, dass viele Briefmarken, die bereits einen kleinen Riss haben oder durch Knicke verunstaltet sind, rapide im Preis sinken und mitunter sogar als wertlos angesehen werden.

Qualitative Unterschiede bei Briefmarken

Um den Wert eines Postwertzeichens bestimmen zu können, spielt unter anderem die Qualität der Marke eine wichtige Rolle: Die druckfrischen, ungebrauchten Briefmarken werden als „postfrisch“ bezeichnet und haben im Normalfall einen höheren Wert, als Marken mit Stempel. Oftmals werden auch bereits gestempelte Briefmarken noch auf dem Brief klebend verkauft, für den sie einst benutzt wurden. Dies soll nicht nur die Echtheit untermauern, sondern zeugt oft auch vom geschichtlichen Hintergrund. Diese Briefe werden auch als Ganzsache bezeichnet. Eine weitere Unterkategorie sind Briefe mit einer sogenannten Einzelfrankatur, die lediglich mit einer einzigen Briefmarke freigemacht worden sind. Einen speziellen Fall bei Stempel nehmen jedoch Briefmarken ein, die einen sogenannten Sonderstempel besitzen: Der zum Beispiel zu besonderen Anlässen oder von wichtigen Behörden benutzte Stempel kann den Wert einer Briefmarke mitunter sogar noch steigern und sorgt für einen höheren Sammelwert bei Philatelisten. Die unterschiedlichen Briefmarken aus der Zeit der alliierten Besatzung finden Sie selbstverständlich bei eBay.

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