Der Teppich-Klassiker fürs Schlafzimmer: Bettumrandungen in stilvollen Designs

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Der Teppich-Klassiker fürs Schlafzimmer: Bettumrandungen in stilvollen Designs

Das Schlafzimmer ist ein Ort der Ruhe und der Regeneration. An Wintertagen bietet es einen behaglichen Kontrast zu nasser Kälte, Wind und Schnee. Weiche Matratzen und warme Farben wirken sich ebenso positiv auf die Stimmung aus wie weite Decken und Kissen. Bei allem Komfort muss man das Bett allerdings doch irgendwann wieder verlassen. Ein Schritt auf das kalte Laminat daneben macht die vorherige Entspannung vergessen.

Damit Ihnen dies nicht passiert, empfiehlt sich der Kauf einer weichen Bettumrandung. Aus dem warmen Bett steigen Sie auf einen warmen Untergrund und starten enthusiastischer in den Tag. Worauf Sie beim Kauf von Textilien für den Schlafzimmerboden achten müssen, erfahren Sie im Folgenden.

Der Komfort einer Bettumrandung

Bei Bettumrandungen handelt es sich um eine erweiterte Form des Bettvorlegers. Diese weitverbreitete Heimtextilie kommt zum Einsatz, wenn das eigene Bett auf einem Laminat- oder Parkettboden steht. Man legt sie an der Seite, auf der man aufsteht, daneben, um morgens nach dem Aufwachen nicht auf den kalten Fußbodenbelag treten zu müssen.

Bettvorleger werden aus ähnlichen Materialien wie handelsübliche Teppiche hergestellt. Verbreitet sind gewobene Matten auf Baumwollbasis, Veloursvorleger, Polyester, Mischgewebe und Shaggy-Vorleger. Für ihre repräsentative Wirkung sind Bettvorleger aus Echt- oder Naturfellen bekannt. Unterschiede betreffen die Struktur der Oberfläche. Während einige Modelle flach und etwas härter sind, zeichnen sich hochflorige Matten durch ihre Weichheit aus.

Im Gegensatz zu dem einteiligen Bettvorleger ist die Bettumrandung dreiteilig. Der Name Umrandung ist insoweit irreführend, als es sich nicht um ein geschlossen um das Bett verlaufendes Textilmodell handelt. Zwei kürzere Vorleger befinden sich an den Seiten des Bettes, ein etwa doppelt so langer liegt in Front. Die drei Teile einer Bettumrandung sind einheitlich gestaltet und können im Gesamten an die Farbgebung des Bettes angepasst werden.

Gesundheitliche Aspekte von Bettumrandungen

Unter dem Gesichtspunkt der Pflege gelten für Bettumrandungen dieselben Regelungen wie für Matratzen, Laken und Bezüge. Sie müssen sorgfältig und regelmäßig behandelt werden, um die Ausbreitung der Hausstaubmilbe so gering als möglich zu halten. Die Mittel, mit denen Sie hierzu beitragen können, sind einfach. Hängen Sie die einzelnen Teile der Umrandung wie die anderen Schlafzimmertextilien regelmäßig in trockene und möglichst kalte Luft. Die Milbe verträgt das Klima nicht und geht ein. Bei der Wäsche sollte, soweit das Material dies zulässt, nicht mit weniger als 60 °C gearbeitet werden. Nur so werden Keime und Milben wirksam abgetötet. Das regelmäßige Staubsaugen sollte der Langzeitpflege ebenfalls angehören.

Bei der Auswahl von Bettumrandungen spielen weitere Sicherheitsaspekte eine Rolle, die je nach Güte des Materials zertifiziert sind. Bei den Tests geht es um das Vorhandensein von giftigen Stoffen wie Pestiziden, Formaldehyd, PCP und geruchsbildenden Substanzen. Von Vorlegern ohne entsprechende Gütesiegel sollten Sie bei der Auswahl absehen. Dasselbe gilt für Vorleger, die nicht der DIN 4102 entsprechen. Die Norm steht für schwere Entflammbarkeit und die Verträglichkeit des Materials mit Fußbodenheizungen.

Das Material des Bettvorlegers – die bestimmende Eigenschaft

Setzt man sich zum ersten Mal näher mit Bodentextilien auseinander, könnte man meinen, dass sie sich nur in ihrem Aussehen unterscheiden. Tatsächlich ist es aber so, dass weitaus mehr Faktoren eine Rolle dabei spielen. Einer der Wichtigsten davon ist das Material von Trägergewebe, Oberfläche und Rücken. Erfahren Sie in den nächsten kurzen Abschnitten, was damit gemeint ist.

Die unterste Teppichschicht – der Rücken

Da es sich bei vielen Bettumrandungen um gekürzte Teppiche handelt, haben sie denselben dreiteiligen Aufbau wie der Rest Ihrer Auslegware. Die unterste Schicht ist der Rücken. Sie liegt unmittelbar auf dem Untergrund auf. Bei der Herstellung kommen Textilien und Weichgummi zum Einsatz. Erstere Variante ist heutzutage die Verbreitetere. Das hängt damit zusammen, dass Weichgummi nach der frischen Verlegung einen unangenehmen Geruch verbreitet. Darüber hinaus neigt er bei längerem Gebrauch zum Austrocknen. Die Rückenstruktur wird porös und verliert ihre Haftung mit dem Untergrund. Textilrücken zeichnen sich im Gegensatz dazu durch eine vorteilhafte Trittschalldämmung und eine gute Wärmedämmung aus.

Bedenken Sie, dass Textilrücken nicht so gut auf dem Untergrund haften wie die Weichgummivarianten. Liegen sie auf einem glatten Untergrund wie Laminat oder Parkett besteht die Gefahr, dass sie sich bei Belastung verschieben. Im schlimmsten Fall besteht Sturzgefahr beim Aufstehen. Sie beugen diesem Risiko vor, indem Sie den Rücken mit doppelseitigen Klebestreifen oder Klettstreifen versehen. Ist Ihnen eine Methode lieber, bei der Sie keine schwer entfernbaren Spuren auf dem Boden hinterlassen, legen Sie eine Antirutschmatte unter. Es handelt sich dabei um einen flächigen Gleitstopp auf Polyethylen-, Polyester- oder Latexbasis. Das als Meterware erhältliche Material kann auf jede gewünschte Größe zurechtgeschnitten werden.

Die beiden oberen Schichten des Teppichs

Auf dem Rücken befindet sich die Trägerfläche. Sie dient der Fixierung der Oberflächenfasern. Je nachdem, wie diese Fasern beschaffen sind, unterscheidet man verschiedene Vorlegerarten. Anbei erhalten Sie einen repräsentativen Überblick über die Wichtigsten davon.

Velours – weich und flauschig

Bei Velours handelt es sich um eine Gewebeart, die besonders anschmiegsam ist. Diese Eigenschaft liegt in der besonderen Fertigungsweise der Schlingen begründet. Halten Sie sich zum genaueren Verständnis dieser Eigenschaften kurz vor Augen, wie die Oberfläche von Geweben beschaffen ist. Viele kleine Schlingen sind auf der Trägerfläche festgestickt. Durch sie entsteht die markant feste Oberflächenqualität eines Schlingenteppichs. Die Besonderheit beim Veloursteppich kommt dadurch zustande, dass die Schlingen am Ende des Herstellungsprozesses aufgeschnitten werden. Der Fuß kommt überwiegend mit den aufgetrennten Faserenden in Verbindung.

Der Flokati – traditionell und modern

Flokatis sind Bodenbeläge, die ursprünglich von Hirten im griechischen Gebirge verwendet wurden. Es handelt sich dabei um hochflorige Teppiche, die Schaffellen ähneln. Flokatis sind traditionell weiß, kommen heutzutage aber in vielen verschiedenen Farben vor. Wie andere hochflorige Bodenbeläge sind sie besonders flauschig. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist ein spezieller Verfilzungsschritt während der Herstellung. Er folgt, nachdem die versponnenen Schlingen aus Schurwolle aufgeschnitten wurden. Hierfür nutzt man das Verfahren der Wasserreibung. Indem man strömendes Wasser durch mehrere Bottiche leitet, entsteht ein Strom, der die eingelegten Teppiche über mehrere Stunden reibt, verfilzt und schrumpft.

Moderne Flokatis bestehen aus einer Mischung von Schurwolle und Polyester. Die frisch vom Schaf geschorene Wolle verfügt noch über einen natürlichen Fettanteil, der schmutzabweisend wirkt. Ergänzt wird diese positive Eigenschaft durch den guten Feuchtigkeitstransport des Polyesters.

Das ist bei der Reinigung eines Flokatis zu beachten

Schurwolle erfordert eine schonende Pflege. Zu hohe Temperaturen und zu viele Wäschen tragen die natürliche Fettschicht auf der Oberfläche des Faserverbunds ab. Infolgedessen wird die Bettumrandung mit der Zeit immer anfälliger für Verunreinigungen.

Prinzipiell besteht die Möglichkeit, kleinere Flokatis in einer Waschmaschine zu reinigen. Wichtig ist dabei die Verwendung des Schon- bzw. Wollwaschprogramms. Die Temperatur darf nicht mehr als 30 °C betragen.

Zur Säuberung größerer Teppiche empfiehlt sich die Inanspruchnahme von Wäscherei- oder Waschsalondiensten. Sie sollten dort eine Wäschetrommel finden, die groß genug ist. Bedenken Sie hierbei allerdings, dass nasse Flokatis sehr schwer sind. Bei sehr wertvollen und alten Vorlegern ist generell der Weg zur Wäscherei angebracht. Dort wird er auch fachgerecht getrocknet.

Ein letzter Pflegehinweis betrifft die Trocknung zuhause. Flokatis kommen nicht in den Trockner, in die Sonne oder auf die Heizung. Man trocknet sie an der frischen Luft im Schatten.

Der Shaggy-Teppich – nicht nur im Lounge-Bereich beliebt

Shaggy-Vorleger sind kleinere Ausführungen des in vielen Wohnzimmern anzutreffenden Shaggy-Teppichs. Wie der Flokati hat er einen hohen, weichen Flor. Der Unterschied betrifft dessen Struktur. Während der griechische Hirtenteppich fellähnliche Züge trägt, ist ein Shaggy struppig und zottig. Seit den Siebzigerjahren hat er seinen festen Platz in modern eingerichteten Wohnungen, in denen Gemütlichkeit ein zentrales Einrichtungskriterium ist.

Als Bettvorleger ist der Shaggy nicht nur aufgrund der Florhöhe geeignet. Zur angenehmen Fußauflage wird er nicht zuletzt durch die geringe Dichte, mit der die Fasern verteilt sind. Der Eindruck beim Auftreten ist besonders luftig. Darüber hinaus wiegt der Teppich aufgrund dieser Eigenschaft erheblich weniger als ein Flokati.

Shaggy-Teppiche fertigt man mit einem besonderen Verfahren aus texturiertem Garn. Das Ergebnis sind Kunststoffverbände, die aufgrund ihrer gekräuselten Oberfläche genauso wirken wie Naturfasern. Mit der Technik gehen einige weitere Vorteile einher. Das Volumen erhöht sich, der Feuchtigkeitstransport nach außen funktioniert besser und die Elastizität des Faserverbunds nimmt zu. Um texturierte Garne mit diesen Eigenschaften zu fertigen, kommt ein Stauchkammerverfahren zur Anwendung. Das Garn läuft dabei nacheinander durch eine schnelle erste und eine langsamere zweite Rolle. Die unterschiedlichen Geschwindigkeiten verursachen eine Stauchung des Garns. Mit einer anschließenden heißen Dämpfung (Heatsetting) fixiert man die Struktur dauerhaft.

Um Sie bei der Auswahl einer Bettumrandung zu unterstützen, finden Sie an dieser Stelle noch einmal die wesentlichen Vorteile, die ein Shaggy Ihnen bringt.

  • Durch seine weiche und struppige Oberflächenqualität erzeugt er im Schlafzimmer ein gemütliches Lounge-Ambiente. Das Aufstehen an kalten Wintermorgen gestaltet sich ein gutes Stück komfortabler als mit reinen Schlingenwaren. Die große Vielfalt verschiedener Farben erlaubt Ihnen zudem die Integration kontrastreicher Akzente in Ihr Schlafzimmer.
  • Seine geringe Faserdichte erlaubt es dem Teppich, ein größeres Luftvolumen in seinem Faserverbund zu speichern. Dadurch verteilt sich erwärmte Luft gut. Sie bleibt lange Zeit gespeichert und trägt so zur Einsparung von Heizenergie bei.
  • Ein Aspekt, der trotz der geringen Größe von Bettumrandungen nicht vernachlässigt werden sollte, ist die Trittschalldämmung. Jeder Schritt auf dem Material wird weich gefedert und abgedämpft. Darüber hinaus absorbiert der Shaggy-Teppich Schallreflexionen von den Wänden.
  • Ein klarer Vorteil des Shaggy-Vorlegers gegenüber dem Flokati ist der geringere Pflegeaufwand. Er ist so leicht zu reinigen wie ein synthetischer Teppich, wirkt dabei aber gleichzeitig so authentisch wie ein Naturfasermodell.
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