Der Start in eine neue Ära mit der Ibanez RG550

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Die RG550 ist seit 1986 ungeschlagen die am besten bespielbare E-Gitarre überhaupt, mit hochwertigsten Materialien und bis ins Detail ausgearbeitete Features, wie sein bis heute ungeschlagener Wizard Hals oder der Edge Tremolo ist sie zusammen mit Steve Vai und Joe Satriani in die Hall of Fame aufgestiegen.

Wer einmal eine spielen durfte war von soviel Prazision und Perfektion ganz gebannt und die Bespielbarkeit tat Ihr übriges.

Warum hat die RG ihren Eigenen Klang?

Könnte doch genau wie eine Fender Strat klingen?!

Zuerst ist da der Body, der zwar im Stratkleid daherkommt, aber eben glatte Kanten hat und nicht gerundet ist. Sie bekommt damit etwas mehr Masse aber hauptsächlich gehen die Kanten in den Klang mit über. Die ersten Prototypen hatten alle Mahagoni Korpus, aber auch einen Hals mit fettem C-Shape, der allerdings auch etwas (2mm) schmäler war. Hier dürfte noch Edward Van Halens Neck Vorbild gewesen sein.

Spätestens mit Steve Vai in der Entwicklung, wurde aus dem C-Neck schlagartig der Wizard, der eben ULTRA-dünn ist, und nach wie vor geschraubt. Das war dann wohl die Geburtsstunde des bis heute existierenden Klangbildes einer RG. Denkt hier an die Les Paul mit geleimten, manchmal sogar durchgehenden Hals. Das ist natürlich ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ibanez war jedoch so schlau  und hielt wenigstens die Neck Pockets immer frei von Lacken, was natürlich positiv für die Tonübertragung ist. Vor allem weil dieses Neck bestimmt 30% vom Charakter ausmacht.

Die PU´s waren immer PAF oder gar PAF PRO und Evolutionen davon, dadurch verliert Sie nichts von Ihrem Charakter, und das Klangbild bleibt weitestgehen unverändert, aber hauptsächlich sehr ausgewogen. Ich hab schon mit EMG´s und anderen PickUps experimentiert, das war mir alles zu sehr entfremdet. Also auch bei der PU Wahl, hat Ibanez hier einen extrem guten Job gemacht.

Ibanez hat mit dem gesplitteten Wiring der PU´s, uns Musikern sehr viel mehr Möglichkeiten an die Hand gegeben, als damals noch in Seriengitarren mit Humbuckern üblich war. Wenn die damals nicht den Steve schon mit im Boot gehabt hätten, würden die warscheinlich heute noch Fender und Gibson Kopien verkaufen!

Es gibt ein paar Kleinigkeiten die man optimieren kann, und warscheinlich wird deshalb auch an dieser Stelle von Ibanez Seite gespart, damit wir hier einen persönlichen Touch einfließen lassen können. Ich spreche von den Kondensatoren, durch die unser ganzes Signal fließt.

Vor langer Zeit hab ich mir in den USA Orange Drops für ein RG Projekt gekauft. Das Ergebnis hat mich so verblüfft, das ich mich seit dem nicht mehr von dem Thema loslassen kann. Es ist einfach so, das ein billiger Kondensator viel zu viel von unserem Signal schluckt, und das Signal verblasst. Ehrlich gesagt war dieser Kondensator auch der Schritt zurück zum Originial PU, weil ich immer dachte ich brauch mehr Signal. Aber es war schon immer da, nur der blöde Kondensator hat es geschluckt!

Deswegen meine Empfehlung VOR JEDEM MOD, check erst mal die Kondensatoren. Ist es kein Orange Drop 225P oder kein PIO, raus damit!!! Das sind die Einzigen die unser Signal richtig verwerten bzw. AUFWERTEN.  Falls Ihr also etwas vorhabt mit Eurer Gitarre, dürft Ihr mich gerne Fragen, und Ihr spart Euch Zeit und Geld!

 

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