Der Receiver - die Unterschiede

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Receiver ist englisch und heißt auf deutsch "Empfänger". Dieser Receiver empfängt die Signale vom LNB und wandelt diese in ein Signal für den Fernseher um. Angeschlossen wird er Receiver mit einem Koaxial-Antennenkabel oder einem Scartkabel. Viele digitale Receiver heute haben nur noch Scartanschlüssen, somit muß der Fernseher zwangsweise eine Scartbuchse besitzen. Durchaus gibt es aber Möglichkeiten solche Receiver an ältere Fernsehgeräte ohne Scartbuchse anzuschließen. Dazu wird ein sogn. "Modulator" benötigt. Receiver die direkt einen Koaxial-Anschluß besitzen haben dieses Teil bereits eingebaut.

Receiver gibt es in dutzenden Varianten für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete.

Hier stehen folgende Receiver-Formen zur Auswahl :

analog-Receiver - wie der Name schon sagt zum Empfang von analogen Radio und Fernsehsendern. Bei diesen Receiver werden alle Einstellungen manuelle durchgeführt während digitale Receiver dazu eine Automatik besitzen. Mit einem analogen Receiver empfangen Sie heute rund 30 deutschsprachige Sender auf Astra. Zu haben sind diese Geräte schon für unter 40,- Euro



analog-Twin-Receiver - Ein Twin Receiver ist zu sehen wie zwei analoge Receiver in nur einem Gehäuse und mit nur einer Fernbedienung.Mit dem Twin Receiver haben Sie die Möglichkeit ein Programm anzuschauen und ein weiteres z.B. auf Video oder DVD-Recorder aufzuzeichen. Vorsicht - hierfür wird eine zweite Antennenleitung benötigt


ADR-Receiver - ADR heißt Astra-Digital-Radio. Hier werden auf einem analogen Grundsignal mehrere digitale Radiosender abgestrahlt. Mit den digitalen Radiosendern von Digitalreceiver hat dieses allerdings nichts zu tun. ADR basiert auf einem analogen Signal, daher ist diese Funktion oftmals mit einem herkömmlichen Analogreceiver verknüft. ADR Receiver gibt es heute auf dem Markt so gut wie nicht mehr zu kaufen weil sich dieses System nicht durchsetzen konnte. Der Vorteil hierbei waren die unzähligen,deutschsprachigen Radiosender - auch ettliche regionale. Dieser Dienst sollte schon mehrmals eingstellt werden, wurde aber immer weiter verlängert. Wann es nun abgeschaltet werden soll ist nicht bekannt.


DSR-Receiver - DSR - Digital-Satellit-Radio war der Vorgänger von ADR. DSR Receiver waren meist "Stand-Alone" Geräte zur Intergration in die Hifi-Anlage ohne die Möglichkeit auch Fernsehprogramme zu empfangen. In dieser Norm wurden damals 16 Radiosender abgestrahlt. Dieses System gibt es schon lange nicht mehr weil kaum einer bereit war, mehrere hundert Mark für ein Empfangsgerät und einen großen Spiegel auf den Satelliten Kopernikus zu investieren um nur 16 Radioprogramme zu bekommen.


digitaler Receiver (DVB) - die digitalen Receiver empfangen Radio und Fernsehsender in dem "DVB"-Standard. DVB bedeutet Digital-Video-Broadcast. Der Vorteil digitaler Sender besteht in erster Linie darin, das bedeutend mehr Sender übertragbar sind als analog. Zum Beispiel können anstelle von nur EINEM analogen Sender bis zu 10 digitale Sender senden. Das machte den Weg für viele kleine Sender und Spartensender frei, da hier die Kosten dementsprechen geringer sind als bei einer analogen Abstrahlung. Der Ton wird in einem Atemzug meist gleichgesetzt mit einer CD-Qualität und das Bild in DVD-Qualität. Leider tritt das manchmal nicht so ganz zu. Klar zu sagen ist, das Fehler und Störungen wie bei analogem Empfang nicht auftreten können. Das sind zum einen die "Fische" (schwarze und weiße Punkte), Tonbrasseln und Lispeln. Ein digitales Bild ist wesentlich klarer und besitzt kein eigenes Rauschen als ein analoges. Leider stellen einige Anbieter die Qualität der digitalen Sender soweit runter, das hier andere Phenomäne auftreten. Das kann ein leichtes Ruckeln bis zum zu Schlieren und nachziehen von Bildern sein. Hierfür ist die Datenrate verantwortlich. Je niedriger die Datenrate des jeweiligen Senders ist, desto weniger Informationen bekommt der Receiver um das Bild darzustellen. Generell ist die Datenrate immer unterschiedlich, jenachdem was sich am Bild gerade ändert. Haben wir einen Film wo sich am Bild in Szenen nicht viel ändert, ist die Datenrate zu dem Bild auch recht gering. Es werden nur die "Änderungen" übermittelt, das nennt sich Komprimierung. Haben wir aber nun eine Sendung mit sehr schnellen Bildwechseln, also einer rießigen Flut mit Informationsänderungen, kann diese bei zu gering gewählter Datenrate nicht genügend schnell übertragen werden. Fehler sind dann das angesprochen nachziehen und schlieren bis schlimmstenfalls zum ruckeln oder hängen von Bildern und Kästchen. Für solche Fälle haben digitale Receiver eine Fehlerkompensation, die solche Fehler unterdrücken soll. Diese Fehlerkompensation ist immer im Einsatz, denn durch Übertragungsfehler und Störungen haben wir immer Fehler in dem ankommenden Signal vom Satelliten. Das wir nicht diese schon merken "errechnet" der Receiver - anhand von mitgesendetetn Zusatzusatzinformationen - in Bruchteilen von Sekunden den fehlerhaften Wert neu und setzt diesen in das Signal ein. Sind aber nun zu viele Fehler (zu schwaches Signal) oder eine zu geringe Datenmenge, dann kann selbst die beste Fehlerkorrektur nichts mehr helfen.


digitaler Receiver (FTA) - Free-To-Air Receiver sind sogesehen die einfachste Art als digitaler Receiver. Diese sind für den "normalen" Fernsehgebrauch ohen großen Schnick-Schnack und Pay-TV. Diese Geräte verfügen meist über die nötigsten Anschlüsse wie Scart-Anschluß und Anschlüsse für eine Hifi-Anlage, viele Modelle sogar einen digitalen Ausgang zur HiFi-Anlage in Dolby-Digital-Norm. Diese Geräte sind weder mit Festplatte, noch mit zusätzlichen Modulen für Pay-TV nachrüstbar.


digitaler Receiver mit Common Interface (CI) - Common Interface ist eine Schnittstelle zur Aufnahme von sogn. CAM ( Conditional Access Modul ). Dieses sind Module um Pay-TV zu empfangen. Pay-TV heißt "Bezahl-Fernsehen", also ein/mehrere Sender für den weitere Kosten anfallen. Achten muß man auf die Art des CAM´s, denn es gibt mittlerweile rund ein dutzend unterschiedlicher CAM Module. Fast jeder Programmanbieter hat heute sein eigenes verschlüsselnungssystem und benötigt daher auch ein speziell zugeschnittenes Modul.


digitaler Receiver mit Festplatte - Receiver mit Festplatte oder zumindest Festplattennachrüstmöglichkeit gibt es ebenfalls in der Form von FTA oder CI, also nur für frei empfangbare Sender oder auch Pay-TV. Bei diesen Geräten kann man auf die intergrierte Festplatte das gerade laufende Programm/Filme aufzeichnen. Bei einem Standard-receiver leider nur das Programm was gerade auch geschaut wird. Dieses eignet sich zum Beispiel um per Timeraufnahme eine Sendung einzuprogrammieren und aufzeichnen zu lassen wenn man nicht zuhause ist. Ein weiterer großer Vorteil bei Festplattenreceiver ist das sogn. TIMESHIFT. Timeshift heißt "zeitversetzt". Stellen wir uns das so vor. Sie haben eine Aufzeichnung um 20.15 Uhr begonnen die bis 22.00 Uhr läuft. Nun möchten Sie aber schon bereits um 21.00Uhr anfangen den Film zu schauen. Bei einem herkömmlichen Videorececorder unmöglich. Hier müssen wir warten bis der Film zuende ist, müssen den Film zurückspulen und können dann erst beginnen diesen anzusehen. Bei der Timeshiftfunktion können wir nun einfach anfangen den Film zu sehen, während der Rest des Filmes noch aufgezeichnet wird damit wir nicht das Ende verpassen. Wir haben als den Film "zeitversetzt" gesehen. Zum archivieren eigenen sich Festplattenreceiver allerdings nicht, da der Platz begrenzt ist und wir nicht einfach eine Festplatte wie eine Videokassette kaufen,wechseln und ins Regal stellen können. Allerdings kann man mit den heute neuen Festplatten von bis 160GB doch schon bis zu 100Stunden Film und Fernseh aufzeichnen.


digitaler Receiver Twin - Hier ist auf den FTA-Receiver zu verweisen. Mit einem Twin Receiver haben Sie die Möglichkeit ein Programm anzuschauen und ein weiteres z.B. auf Video oder DVD-Recorder aufzuzeichen. Vorsicht - hierfür wird eine zweite Antennenleitung benötigt. Rein technisch gesehen ist ein Twin Receiver nicht viel was anderes als zwei Receiver in einem Gehäuse.


digitaler Receiver Twin mit Common Interface - Hier ist auf den Common-Interface-Receiver zu verweisen. Mit einem Twin Receiver haben Sie die Möglichkeit ein Programm anzuschauen und ein weiteres z.B. auf Video oder DVD-Recorder aufzuzeichen.In zusammenhang mit dem CAM Modul für Pay TV kann dieses ein codierter Sender sein, bzw. haben Sie mit diesem Gerät generell die Möglichkeit Pay-TV Module einzusetzen. Vorsicht - hierfür wird eine zweite Antennenleitung benötigt.


digitaler Receiver Twin mit Festplatte - Hier ist auf den einfachen,digitalen Festplatten-Receiver zu verweisen. Mit einem Twin Receiver haben Sie hierbei allerdings die Möglichkeit ein Programm anzuschauen und ein weiteres direkt auf die integrierte Festplatte aufzuzeichen.Ebenfalls winken hier diese Timeshift-Funktionen und bei vielen Modellen zahlreiche Editiermöglichkeiten. Vorsicht - hierfür wird eine zweite Antennenleitung benötigt. Rein technisch gesehen ist ein Twin Receiver nicht viel was anderes als zwei Receiver in einem Gehäuse.

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