Der Käuferschutz der den Verkäufer schützt

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Nach mehreren schlechten Erfahrungen bei Ebay hatte ich mich entschlossen ab einer gewissen Gebotshöhe nur noch Vorgänge mit Paypalzahlung auszuführen. So geschehen bei einem Smartphonekauf vor ca. 2 Monaten.
Das im Inserat mit 1 GB Speicher beworbene Smartphone traft dann mit lediglich 397 MB Speicher (für ROM und Applikationen) ein, so dass mir schnell klar wurde, dass ich nicht das korrekte Produkt erhalten habe oder einem Betrug zum Opfer gefallen bin, da eine daraufhin getätigte Recherche ergeben hat, dass dieses Smartphone immer nur mit 397 MB ausgestattet ist.

In Deutschland sind Werbeaussagen rechtsverbindlich einzuhalten. Zusätzlich werben Ebay und Paypal mit dem Käuferschutz.

Ich habe derVerkäufer mitgeteilt, dass das gelieferte Produkt nicht dem beworbenen entspricht und dass ich erwarte, dass er mir ein Smartphone mit dem beworbenen Leistungsumfang liefert und das ich Ihm das falsch gelieferte Smartphone zur Abholung bereit lege.

Nach den anfänglichen ersten Rückmeldungen (Photos, Screenshots, etc. wurden abgefordert) hat sich der Verkäufer dann nicht mehr gemeldet.

Daraufhin habe ich einen Problemfall gemeldet, mit dem Ergebnis, dass der Verkäufer auch weiterhin nicht reagiert hat, obwohl ich Ihm zwischenzeitlich angeboten habe das Gerät nach Rückerstattung eines Teilbetrages (50 USD, dieser entspricht in etwa der Differenz zum aufgrund des geringeren Speichers geringeren Gerätewert, gleichzeitig aber auch in etwa den Kosten, die eine Abholung und Neuversendung eines passenden Produktes in etwa an Kosten verurschen würde) zu behalten.

Leider gab es keine weiterhin kein Vorankommen.

Daraufhin habe ich dann bei Ebay/Paypal den Käuferschutz anemeldet, denn schließlich hat Paypal das Geld von meiner Kreditkarte abgebucht und nicht der Verkäufer.
Nachdem der Verkäufer auch auf die Einleitung des Käuferschutzverfahrens nicht reagierte, forderte Ebay/Paypal mich auf das Smartphone mit Nachweis zum Verkäufer zurück zu senden.
Da der Verkäufer aus China kam und das Rücksenden ca. 25 € kosten sollte und zudem eine zollrechtliche Abwicklung anstehen würde, habe ich Ebay/Paypal aufgezeigt, dass mir eine Teilrückerstattung eher angemessen erscheinen würde oder das Ebay/Paypal den Rücktransport organisieren sollten bzw. den Verkäufer auffordern sollten dies zu organisieren.

Ein Blick auf die Bewertungsseite des Powersellers hat ergeben, dass bei diesem immer mehr negative Bewertungen vorgenommen wurden, mit dem Hinweis, dass dieser sich nicht mehr melden würde.

Schlußendlich hat Ebay/Paypal dann letztendlich den Käuferschutz abgelehnt, da ich keinen Rücksendenachweis erbracht habe.

Ebay/Paypal - und persönlich Frau Anna Sommer von Ebay, haben mir schriftlich aufgezeigt, dass ohne eine Rücksendung auf meine Kosten (mit Zeitaufwand in etwas halber Kaufpreis) eine Rückzahlung - auch eines Teilbetrages - nicht seitens Ebay/Paypal akzeptiert wird.

Der von mir gewählte Weg ist somit der des kleineren Verlustes und zugleich ein Hinweis, daß Ebay und Paypal mit Ihren AGB's versuchen das geltende Recht zu biegen und mit dem beworbenen Käuferschutz lediglich werben, diesen jedoch als Verkäuferschutz und nicht als Käuferschutz auslegen.

Ich kann daher nur alle auffordern die Plattform zu boykottieren bis Ebay/Paypal sich besonnen haben, den Käuferschutz auch als solchen zu erfüllen und nicht nur mit leeren Worthülsen zu werben, was wettbewerbsrechtlich sicherlich abmahnfähig wäre.
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