Der Heckflügel bzw. das soll kaputt gehen Teil.

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Kennt garantiert jeder Wald und Wiesen RC-Offroadfahrer.
Da gurkt man schön im Park, spielt evtl. mit den Hunden fangen und zlosch, die Karre macht den Tiefflieger und überschlägt sich gefühlte 300 mal.
Erst Hilflosigkeit, dann Panik.
Ist die Geldbörse dick genug um die Schäden abzudecken?
Ist´s diesmal vielleicht ein Totalschaden?
Puh, keine gebrochenen Schwingarme und dergleichen, nur der Heckflügel, der ist mal wieder in tausend Teile zerbrochen.
Ärgerlich, aber zum Glück nicht all zu teuer, oder vielleicht doch?
Wenn sich Masse aus V-Max selbstständig machen, ist es nur eine Frage der Zeit wann der nächste Flügel den Weg allen irdischen geht.
Schaut man sich nämlich mal die Materialstärke an, wird jedem klar, was ich meine.
Sollte beim nächsten Ausritt das Teil wieder zerbröseln sind wieder bis zu 10.- Euro fällig.
Die älteren unter uns wissen, 10.- Euro multipliziert mit 1,96 irgendwas ergiebt ca. 20.- DM.
Soviel also zu nicht all zu teuer.
Warum aber ein Heckflügel?
Doch nur, weil es geil aussieht.
Einen wirklichen Nutzen hat der Flügel bei einer Bodenfreiheit von über 40mm und unebener Strecke nicht wirklich.
Da entsteht kein Anpressdruck der den Wagen auf den Boden presst. Dazu bedarf es mehr als ein Stück Plastik am hinteren Teil des Fahrzeugs.
Nämlich einen Frontflügel, einen auf Abtrieb getrimmten Unterboden ( Diffuser) und einen Heckflügel. Von der optimierten Karosserie mal abgesehen.
Zudem sagte Heinz Harald Frentzen in einem Interview vor einem Grand Prix mal, das der Anpressdruck erst ab ca. 120 Km/h anfängt zu wirken.
Davor macht die Achsgeometrie das was der Pilot will und der sollte es als Besitzer einer Superlizenz wissen.
Fuhr er doch noch Formelwagen die vom Fahrer und nicht von 1000 Technikern gefahren wurden.
Auch würde das bedeuten, das wenn ich den Flügel andersrum draufsetze das Heck abheben müsste. Aerodynamik ist das Stichwort.
Hebt irgendein RC ab oder kann an der Decke fahren?
Das aber müsste er können.
Also alles pillepalle das Gerede vom Anpressdruck.
Dafür sind die Fahrzeuge einfach viel zu langsam und das Plastikteil ist auch nicht wie eine Tragfläche im Profil geformt.
Das aber müsste der Heckflügel sein, damit unterschiedliche Luftströmungen entstehen.
Ich hatte mal wieder ein fieses Loch in der Wiese und was soll ich sagen, den Abflug hätte ich gerne auf Video gebannt.
Der Flügel aber...
Es reichte mir entgültig.
Ab in den Baumarkt und Schuhsohle aus Gummi gekauft. Kostet hier beim Baumarkt meines Vertrauens ca. 6.- Euro.
Die gibts in verschiedenen Stärken und Farben, aber alle haben eines gemeinsam, sie sind extrem Flexibel.
Und genau das ist es was ich brauchte, ein Material welches die Belastungen eines Tieftsflugs unbeschadet übersteht.
Jetzt bedarf es nur noch etwas Werkzeug, handwerkliches Geschick und schwupps hat man seinen persönlichen Heckflügel.
Wer will, kann sogar eigene Seitenteile aus dem übrigen Material designen und ranstecken.
Die braucht man dann nur mit etwas, lieber etwas mehr, Patex fixieren. Sollen ja dranbleiben die guten Dinger.
Meiner hat keinerlei Seitenteile, also quasi Indycarstyle.
Noch die Löcher für die Aufnahme ins Gummi gebohrt und rauf auf den Halter.
Ich habe bei meinem Alu Fighter keinerlei unterschiede im Fahr- bzw. Flugverhalten festgestellt.
Warum auch, der hatte vorher keinen Anpressdruck und weniger als nichts geht beim besten Willen nicht.
Aber, was ist jetzt mit den armen Herstellern diverser Flügel?
Die sind mir, ehrlich gesagt, vollkommen schnuppe. Sollen gefälligst welche aus einem flexiblen Material herstellen.
Wer jetzt, dann nehm doch nen Heckflügel aus Alu sagt, dem sei nahegelegt sich Alu mal genauer anzusehen.
Ist Alu flexibel?
Kehrt Alu in seine Ursprungsform zurück?
Ein Überschlag und das Teil sieht aus als währe ein Leopard 2 drüber geknallt, hätte ne 360° Wendung auf den Punkt hingelegt
und währe wieder drüber gefahren.
Das Teil sieht nur gut aus, wird aber nie wieder so aussehen wenn sich das Fahrzeug mal wieder als Flugzeug der Airline
Never come back entpuppt.
Diese kleinen Dinge sind es die unser Hobby teuer machen.
Ein Flügel kostet nicht die Welt, aber aufs Jahr gesehen kommt bei solch kleinen Summen ein Haufen Asche zusammen.
Der "Profi" wird jetzt argumentieren, das das Geheimnis im nicht Überschlagen liegt.
Das stimmt, wenn man auf einer abgesperrten, nicht öffentlichen, vorher gereinigten Rennstrecke unterwegs ist.
Bei uns Park und Waldfahrern siehts aber etwas anders aus. Da sind Löcher in der Wiese, da liegt mal ein grösseres Stück Holz im Weg.
Dafür können wir an unser Fahrzeug bauen was wir wollen ohne uns von irgendwelchen selbsternannten Freaks diktieren zu lassen
welche Teile man anbauen darf damit das Fahrzeug "legal" bleibt und wir dürfen zudem rückwärts fahren
Schon dieses legal, illegal, ich bin Profi, ich hab den X-ten Platz gemacht u.s.w. ist ansich ein Witz.
Geht raus und fragt mal Passanten wer jetzt Meister von dem und dem RC-Wettbewerb ist.
Die kennt kein Mensch, weils niemanden interressiert.
Na ja, vielleicht ein kleiner erlauchter geheimer Zirkel kennt die, das wars dann aber auch schon.
Das ist ein Spielzeug, zwar für Erwachsene, aber immer noch ein Spielzeug.
Lasst euch nicht von irgendwelchen Herstellern, selbsternannten Experten u.s.w. sagen was ans Fahrzeug soll.
Der Baumarkt ist voll von Ersatz- bzw. Tuningteilen. Man muss nur wollen, der Rest kommt dann von allein.
Modellbau heißt nicht Teil kaufen und anbringen. Das ist Teiletauschen.
Der nächste Ratgeber handelt von den so genannten Chassisplatten aus "Spezialalu".
Da erkläre ich, wie man für ca. 10.- Euro sechs Chassis bekommt.
Denn hier, kann man mich aus keinem Forum schmeissen weil ich den Ladenbesitzern, die sich zu hunderten in Foren tummeln und "gute" Ratschläge
incl., wenn wunderts, Bezugsquelle geben, das Geschäft gründlich vermiese.
Zum Hobby Slotcar kommen auch noch diverse Ratschläge die dieses schöne Hobby, grade für Neulinge, erschwinglich machen.
Natürlich auch wieder mit günstigen Alternativen zu den überteuerten Zubehörsachen.

Viel Spaß beim Nachbauen.
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