Der Granatapfel

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Ob als gesunde Leckerei oder echtes Gesundheitsprodukt - der Granatapfel, dessen medizinische Verwendung eine jahrtausendalte Tradition hat, wird immer beliebter. Dieser Trend kommt nicht von ungefähr: In den letzten Jahren wurde in über 250 wissenschaftlichen Studien gezeigt, dass Granatapfel-Schutzstoffe vor oxidativem Stress, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz, überschießenden Entzündungsreaktionen und Krebs schützen können. Der Granatapfel enthält vor allem große Mengen antioxidativer Schutzstoffe, die sogenannten Polyphenole (Tannine, Flavonoide), die ihm sein einzigartiges, etwas herbes Aroma verleihen.

GRANATAPFEL-POLYPHENOLE sind wirksam gegen:

- Arterosklerose und Herz/Kreislauferkrankungen - Zellalterung sowie Demenz/Alzheimer - Chronische Entzündungsprozesse - Krebs, insbesondere Prostatakrebs

Granatapfel als Super-Antioxidans

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und der Alterungsprozess sind unter anderem eine Folge von oxidativem Stress, verursacht durch aggressive freie Radikale. Nicht nur Eisen oxidiert und rostet, sondern auch unsere Zellen.

Beispiel:

Die Granatapfel-Polyphenole sind ein überaus potenter "Rostschutz" für die Zellen, weil sie auf direktem und indirektem Weg den oxidativen Zellschäden entgegenwirken. In einer aktuellen Studie (Seeram et al.,2008) wurde festgestellt, dass Granatapfelsaft die bisher potentesten Antioxidantien wie Rotwein,Blaubeersaft,Acaisaft und Cranberrysaft in 7 Testverfahren bei weitem übertraf. Granatapfelsaft hat die 3-4 fache antioxidative Kraft von Rotwein oder Grüntee (Gil et al.,2000),


(Polyphenolgehalt Elixier: ca.30000 mg/l; Granatapfelfrischsaft: Median 1409 mg/l; Fischer-Zorn und Ara,2007)

Kühlung für Entzündungen

Chronische entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis und oxidativer Stress hängen übrigens eng miteinander zusammen: Bei Entzündungen entstehen freie Radikale, welche die Entzündungsreaktion wiederum verstärken. Die Granatapfelsaft-Polyphenole können zum einen den oxidativen Stress reduzieren und darüber hinaus Entzündungsprozesse abmildern (vielfach nachgewiesene Hemmung von COX-2,TNFalpha, NFkappaB). Aktuelle Untersuchungen belegen, dass Granatapfel-Polyphenole die entzündliche Zerstörung des Gelenkknorpels bei rheumatoider Arthritis bremsen können (Ahmed et al.,2005,Shukla et al., 2008 a und b).

Gesunde Gefäße, gesundes Herz

In Studien hat sich gezeigt, dass Granatapfelsaft Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht nur vorbeugt, sondern sogar entgegen wirken kann. So zeigte sich in einer Doppelblind-Studie (Sumner et al., 2005), dass Granatapfelsaft bei koronarer Herzkrankheiten die Durchblutung des Herzmuskels verbessern und die Häufigkeit von Angina-Pectoris-Anfällen halbieren kann. Positive Effekte zeichneten sich auch bei einer Studie mit Patienten mit verengter Halsschlagader ab: Nach 1 Jahr

Granatapfelsaftverzehr verminderten sich die Ablagerungen an der Halsschlagader um 35% (Aviram et al., 2004)

. Gleichzeitig wurde eine Senkung des Blutdrucks und der Oxidation von LDL-Cholesterin, beides gefährliche Risikofaktoren für Arteriosklerose, festgestellt.

Prostatafrucht Granatapfel

Im Dschungel der Ernährungsempfehlungen für Prostatakrebs ist der Granatapfel die Frucht mit der besten Studienevidenz. Die Frucht zeigte bei Prostatakrebspatienten, bei denen nach Bestrahlung oder Operation die Krebserkrankung wieder voranschritt, messbare Erfolge:

Der PSA-Wert blieb wesentlich länger stabil oder sank sogar (Pantuck et al.,2006). Je langsamer der PSA-Wert nach einer Therapie ansteigt, desto länger ist normalerweise die Lebenserwartung. In der Studie war der Zeitraum, in dem sich der PSA-Wert verdoppelt, durchschnittlich um die vierfache Zeit verlängert. "Dies sei zwar keine Heilung, der Saft habe aber offenbar großen Einfluss auf das Tumorwachstum", betont Studienleiter Pantuck. Auch bei anderen Krebsarten wie Brust-,Lungen-,Haut- und Darmkrebs sowie Leukämie gibt es positive Studienergebnisse.

Die Ernährungstherapie mit Granatapfelsaft-Polyphenolen kann die Wirkung der Schulmedizin sinnvoll unterstützen: So haben Forscher im Sommer 2008 (Hong et al.,2008) herausgefunden, dass der Granatapfel den tückischen Resistenzmechanismen hormonrefraktärer Prostatakrebszellen entgegen wirkt und eine sinnvolle Ergänzung zur Hormonblockade sein kann. Granatapfelsaft-Polyphenole können wahrscheinlich auch durch spezielle antientzündliche Mechanismen die Wirksamkeit von Chemo- und Strahlentherapie erhöhen und deren Nebenwirkungen reduzieren.

Im Semptember 2008 erschien in der Deutschen Zeitschrift für Onkologie ein vielbeachteter Artikel von Dr. L.M. Jacob und Prof. K.F. Klippel (Präsident der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr e.V., der größten Vereinigung für die biologische Krebsbehandlung in Europa www.biokrebs.de) über die Wirkungsweise von Granatapfel-Polyphenolen gegen das Prostatakarzinom. Als erster Arzt in Deutschland hat sich

Dr. Jacob seit 2003 mit dem Thema Granatapfelpolyphenole intensiv befaßt und im Rahmen seiner Dissertation neue wichtige Entdeckungen gemacht.


Qualität, Bioaktivität und Wirkstoffgehalt von Granatapfelprodukten


Für die Gesundheit kommt es natürlich darauf an, in welcher Form man Granatapfel zu sich nimmt. Ein Schuss granatapfelhaltiger Grenadine-Sirup verfeinert zwar das Getränk, hat aber keinerlei Gesundheitswert.

Manche Säfte schmecken sehr gut und begeistern Gourmets, aber enthaltenkaum mehr Wirkstoffe (Polyphenole). Sie sind ideal für die Zubereitung von Erfrischungsgetränken und Cocktails, aber nicht für die Gesundheit.

Den wenigsten Verbrauchern ist bewusst, welche Inhaltsstoffe für die gesundheitliche Wirkung des Granatapfels eigentlich verantwortlich sind und dass diese häufig durch Rinder- oder Fischgelantine aus dem Saft gefiltert werden.

Hohe Temperaturen im Herstellungsverfahren der Granatapfelextraktpulvern führen zu oxidierten und hochpolypmeren Polyphenolen, die schlecht resorbierbar sind. Bei gefriertrockneten Saftpulvern, die auch in Studien häufig verwendet wurden, bleibt die Frischequalität der Pflanzenstoffe erhalten.

Für Granatapfelsaft ist in Studien dokumentiert, dass er nicht bei jedem Menschen gleich gut wirkt. Die Bioverfügbarkeit von Granatapfelsaft-Polyphenolen hängt stark von der Beschaffenheit der Darmflora ab. Denn von den Darmbakterien werden die Granatapfel-Polyphenole in resorbierbare Substanzen verwandelt. Die Fermentation mit probiotischen Mikroorganismen (Lebensfermentation) verbessert wie eine Art natürliche Vorverdauung die Bioverfügbarkeit von Bioaktivität. Zudem bauen die Mikroorganismen den fruchteigenen Zucker ab - ein Plus für Diabetiker! Das biologische Verfahren wurde von Dr. med. L.M. Jacob entwickelt. (Kapseln)

Dass fermentierte Granatapfelpolyphenol besonders wirkungsvoll sind, konnte in einer Reihe von Studien gezeigt werden, insbesondere gegen Brust- (Kim et al.,2002) und Prostatakrebs (Albrecht et al.,2004); Lansky et al.,2005a und b) sowie Leukämie (Kawai und Lansky,2004)

Empfehlenswert sind ca. 500 mg Granatapfelsaft Polyphenole am Tag wobei lebendfermentierte Polyphenole eine höhere Bioaktivität haben.

Der Verzehr erfolgt am besten mind. 1 Stunde getrennt von großen Mahlzeiten und Milchprodukten.


Fazit:

Grenadinensirup schmeckt in Cocktails, aber hat keine gesunden Polyphenole. Leider trifft dasselbe auch auf viele Säfte zu. Ein gesunder Saft hat ein erfrischendes,typischerweise leicht herbes Aroma. Mit dem geeigneten Polyphenolgehalt ist der Granatapfel in Form von hochwertigen Säften, hochkonzentriertem Elixier oder gefriegetrockneten, lebendfermentierten Pulver ein echtes Lebenselixier.


Quelle: Granatapfel-Ratgeber




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