Der Farbmauszüchter im Verein

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Der Farbmauszüchter im Verein.

Oft mag man meinen es wäre eine Art Fabelwesen, da jeder im Internet darüber schreibt und so seine Vorurteile hat.
Aber eigentlich recht wenig bekannt ist. Ich persönlich kann bestätigen, dass kaum eines dieser Vorurteile überhaupt
der Wahrheit entspricht. Lese ich solche Dinge im großen weiten Internet weiß ich oft nicht ob ich lachen oder weinen soll.

Kurioserweise schreiben am häufigsten diejenigen Ihre Urteile, die selber keine DMRM Züchter persönlich kennen oder
überhaupt Tiere von Ihnen haben. Andererseits wird oft aufgrund von einzelnen Tieren, alle Züchter über einen Kamm geschert.
Wird eines krank, sind alle Rassezüchter schlecht, da die Rassetiere ja alle krank seien.

Ich finde es anmaßend diese Meinung dann auch noch öffentlich zu vertreiben, statt zu schreiben "ich hatte keine guten Erfahrungen mit
den Tieren aus der Zucht xyz" <- daraus können Leute lernen, nicht aus einer Hetze gegen die ganze Gruppe selber.

Ich bin immer und gern für Kritik offen und stelle mich auch außergewöhnlichen Fragen zu meiner Person oder Zucht.

Ich kenne fast alle DMRM Züchter persönlich oder stehe in Kontakt mit ihnen. Außerdem habe und hatte ich bereits
viele Tiere aus verschiedenen Zuchten. Da auch ich mit normalen Farbmäusen angefangen habe, sind mir
diese im Vergleich zur Rasse- oder Liebhabermaus nicht unbekannt.

Ich hatte nicht nur wenige Farbmäuse unterschiedlichster Herkunft in der Hand, oder im Besitz, sondern
im Falle der Farbmaus über die letzten 10 Jahre gesehen schon einige hundert.
Ich finde den geübten Umgang mit den Tieren sehr wichtig, vor allem da man es oft mit
Jungtieren, schwangeren Weibchen oder unkastrierten Männchen zu tun hat.

Ein Züchter, der im DMRM züchtet (also ich genauso) muss sich an gewisse Regeln und Vorgehensweisen halten.
Diese wurden von erfahreneren Züchtern entwickelt und als Regelwerk aufgesetzt.
Meist beruhen diese Regeln aus den eigenen Erfahrungen und stellen einen Schutz für Neulinge dar.
Für Außenstehende mag das wie der Horror klingen, "alles" vorgeschrieben zu bekommen.
Es sind aber nur gewisse Rahmen die vorgegeben werden, welche problemlos eingehalten werden können.

Würde es keine Züchter geben, so wären viele Haustiere heute garnicht unter uns.
Damit es aber nur positive Erfolge gibt und keine Qualzuchten oder behinderte Tiere willentlich
gezüchtet werden, gibt es Zuchtvereine die die Einhaltung der Grundsätze auch verfolgen.

Bei der Farbmaus an sich wurden in der Vergangenheit viele Fehler gemacht, so dass heute
sehr darauf geachtet werden muss nur gesunde Tiere weiter zu züchten.
Lange Wartezeiten und intensive Zuchtauslese sind deshalb unabdingbar.
Nicht jede "süße" Maus ist auch zur Zucht geeignet.

Leider sind die Vorurteile gegen die Farbmaus schon vorhanden, sei es die Tumoranfälligkeit,
oder das schlechte Immunsytem. Nur mit gezielter Zucht lässt sich dem entgegen wirken.

Farbmäuse die bereits mit 6 Monaten Tumore bilden, oder bei geringsten Temperaturunterschieden
zu schnattern anfangen bereiten niemanden eine Freude.

Da meine Zucht erst seit 2005 besteht gebe ich auch nur selten Tiere in Liebhaberhaltung ab.
Ich persönlich bin der Meinung, dass man erst auf Dauer wirklich sagen kann, welche Linie z.B. relativ Tumorfrei ist.
Es ist auch bei meinen Tieren nie auszuschließen, dass im Alter ein Tumor auftreten kann!

Allerdings wird dies durch lange Wartezeiten und intensiven Kontakt zu allen abgegebenen Tieren
auch stark begrenzt. Tiere, die diese Auffälligkeit aufweisen gehen samt allen verwandten Tieren aus der Zucht.
Dies ist nur durch die Stammbaumführung überhaupt möglich! Jedes Tier ist einwandfrei unterscheidbar
von jedem weiteren untergebracht. Oft lassen sich auch gleichfarbige Tiere problemlos vom Züchter unterscheiden ;)
Zwei blonde Kinder sehen (wenn es keine eineiigen Zwillinge sind) ja auch unterschiedlich aus.

Ich finde es persönlich unverantwortlich Tiere abzugeben, bei denen man nicht weiß, welche Krankheiten in der Familie
liegen (zb bei Tieren unbekannter Herkunft). Dem Abnehmer meiner Tiere will ich mit diesen eine Freude bereiten.
Die Farbmaus soll so lange wie möglich und gesund bei ihm leben.

Alle Tiere aus Zuchten bei denen die Elterntiere nicht bekannt sind, gelten daher in meinen Augen als stark gefährdet.
Solche Tiere sollten in meinen Augen nicht als Liebhabertiere vermehrt und verkauft werden.
Gegen Futtertiere spricht in dem Fall aber nichts.

www.dmrm.de / www.rassefarbmauszucht.de
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