Der Einkaufsratgeber für Betriebs- und PMR-Funkantennen

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Der Einkaufsratgeber für Betriebs- und PMR-Funkantennen

Kommunikationstechnologie: hohe Standards für jeden Anwendungsbereich

Kommunikation gehört zum menschlichen Miteinander und auch in allen beruflichen Bereichen zwangsläufig zu einer erfolgreichen Unternehmensstrategie. Unterschiedliche Technologien stehen zur Verfügung, die auf individuelle Anforderungen von Nutzern zugeschnitten sind. Handys & Co sind heute sowohl im privaten als auch geschäftlichen Bereich fest etabliert. Wollen Sie jedoch an Kosten einsparen, stehen Ihnen auch andere Technologien zur Verfügung, wie die praktische sogenannte Jedermannfunkanwendung. Der PMR-Funk (die Abkürzung steht für „Private Mobile Radio“) ist noch recht neu und wird gemeinhin auch als „PMR 446“ bezeichnet. Zugeteilt ist diese Funkvariante dem UHF-Frequenzbereich von 446,000 bis 446,100 MHz. PMR-Funk ist das europäische Gegenstück zum amerikanischen „Family Radio Service“, auch kurz FRS genannt.

Jedermannfunk: kostenlose Kommunikationsmöglichkeit

Funkanwendungen, die ohne eine spezielle Prüfung oder einen Bedarfsnachweis auskommen, sind auch unter der Bezeichnung Jedermannfunk bekannt. Anders als der Betriebsfunk sind diese Anwendungen nicht auf eine geschlossene Benutzergruppe beschränkt, sondern frei einsetzbar. Sie sollten nicht nur auf das herkömmliche Handy setzen, wenn Sie heute komfortabel kommunizieren möchten. Schaffen Sie sich ein Funkgerät als clevere und kostengünstige Alternative an und schonen Sie Ihr Budget! Doch bevor Sie auf diese kostenlose Kommunikation umsteigen und sich für eine Ausstattung mit Funkgeräten entscheiden, sollten Sie einige Dinge berücksichtigen und eingehende Vergleiche anstellen. So sind robuste Geräte bereits für kleines Geld zu haben. Sie müssen sich nicht einmal anmelden, sondern packen lediglich Ihr Gerät aus – und schon kann die Kommunikation beginnen.

Unterschiede in Größe, Gewicht und Ausstattung der Geräte

Verlangen Sie jedoch einen gewissen Standard oder gar Extras, sollten Sie beachten, dass es enorme Unterschiede bei der Größe, dem Gewicht, der Ausstattung und der Verarbeitung gibt. Sie sollten auch wissen, dass eine PMR-Funkantenne keinen Kontakt zu Mobilfunkmasten aufnimmt, um zwischen zwei Gesprächspartnern eine Verbindung herzustellen. Funkgeräte ohne einen Lizenzvertrag nehmen auch keinen unmittelbaren Kontakt zueinander auf. Da keine Funkmasten am Verbindungsaufbau beteiligt sind, ist die Reichweite zwischen Empfänger und Sender auch entsprechend eingeschränkt. Diese Tatsache ist eben auch der Grund dafür, dass Sie Gespräche kostenlos führen können. Schließlich fallen keine Administrationskosten an, weil Investitionen in den Unterhalt von Netzen entfallen.

Reichweite 

Die Reichweite von PMR-Funkantennen variiert zwischen einigen Hundert Metern und wenigen Kilometern und ist unter anderem von der Leistung eines Gerätes und der jeweiligen Umgebung abhängig. Deutlich vergrößern lassen sich Funkdistanzen, wenn ein stationäres Gerät mit einer extrem langen Antenne ausgestattet wird.

PMR-Funk: praktisch für Motorradfahrer

Was viele nicht wissen: Der PMR-Funk eignet sich auch bestens für eine Kommunikation unter Motorradfahrern, spezielle Helmsprechgarnituren ermöglichen mit hochwertigen Geräten einen optimalen Empfang. Ausgestattet sind die Geräte nach europäischen Standards und bieten einen Empfang von bis zu acht Kanälen. Die hohe Sendeleistung von PMR-Geräten ermöglicht eine größere Reichweite als das konventionelle LPD-Funkgerät. Benötigen Sie jedoch eine größere Anzahl von Kanälen, eignet sich die LPD-Technik insbesondere in Regionen mit starker Bandbelegung. Darüber hinaus gibt es einen weiteren Unterschied zwischen diesen beiden Gerätetypen: Während ein PMR-Funkgerät mit einer fest angeschlossenen Antenne ausgestattet sein muss, sind LPD-Geräte auch mit einer abnehmbaren Antenne zulässig. Sie entscheiden, welche Geräteart auf Ihre Ansprüche zugeschnitten ist.

Handfunkgeräte: moderne Technik für jedermann

Handfunkgeräte sind heute weiter verbreitet, als man denkt. Sie haben in etwa die Abmessungen eines Handys, sind leicht und besitzen eine kleine Antenne. Suchen Sie einen schnellen und problemlosen Einstieg in die bequeme Funktechnik, entscheiden Sie sich für kostengünstige Doppelpacks mit zwei handlichen und formschönen Geräten. Höherwertige Funkgeräte sind mit zahlreichen Sonderfunktionen bestückt und eignen sich entweder für professionelle Anwendungen oder ambitionierte Hobbyanwender, die technikverliebt sind.

Sprechen und Hören gleichzeitig nicht möglich

Im Gegensatz zum klassischen Handy ist ein gleichzeitiges Sprechen und Empfangen dieser Funkgeräte nicht möglich. Sie müssen beim Sprechen immer eine Taste betätigen und diese beim Hören wieder loslassen. Dieses besondere Übertragungsverfahren trägt den Namen Halbduplex, während die Technik beim Handy oder stationären Geräten als Vollduplex bezeichnet wird. Jedoch werden auch Geräte angeboten, die ohne diesen Tastendruck auskommen. Entwicklungen haben dazu beigetragen, dass Geräte heute durch eine Voice-Operated-Transmission-Funktion, auch kurz VOX-Funktion genannt, unterstützt werden. In der Praxis bedeutet dies, dass eine PMR-Funkantenne erkennt, wann ein Teilnehmer anfängt zu sprechen. Dann wird automatisch der Kanal freigeschaltet und der lästige Tastendruck entfällt. Entscheiden Sie sich für ein hochwertiges Funkgerät, funktioniert dieses System auch bei relativ lauten Umgebungsgeräuschen. Entscheiden Sie sich für diese moderne Technik, sollten Sie dennoch beim Kauf darauf achten, dass eine konventionelle Sprachtaste zusätzlich vorhanden ist und sich die VOX-Funktion manuell ausschalten lässt. Sie profitieren von einer optimalen Übertragung, wenn die VOX-Funktion einmal aus unterschiedlichen Gründen ausfallen sollte.

Zulassung beachten

Sind Sie auf der Suche nach einem hochwertigen Gerät, sind Preis, Aussehen, Robustheit und Ausstattung wichtige Auswahlkriterien, doch sollte es in erster Linie auf den Funkstandard ankommen. Sprechen zwei Teilnehmer miteinander, müssen die Geräte immer gleiche Funkqualitäten aufweisen. Grundsätzlich gilt für den Einsatz dieser Funkanwendungen, dass ausschließlich Geräte mit einer besonderen Zulassung eingesetzt werden dürfen. Nehmen sie keinesfalls selber Veränderungen vor. Strenge gesetzliche Vorgaben legen auch die Leistung, den Kanalabstand, Modulationsarten und die Bandbreite fest. Aktuell sind in Deutschland fünf Sprechfunkanwendungen für die allgemeine Anwendung freigegeben. Entscheiden Sie sich für ein qualitativ hochwertiges PMR 446, können Sie dieses nahezu in ganz Europa nutzen. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, mit einem PMR 446 mehrere Geräte zu internen Benutzergruppen zusammenzuschließen. Alle daran beteiligten Funkgeräte senden ein spezifisches Signal, den Pilotton aus. Darauf reagieren ausschließlich Geräte der betreffenden Gruppe. Dieses System erhöht den Sicherheitsstandard und verhindert unbefugtes Mithören Dritter.

Funktechnologie: mehr als nur eine Kosteneinsparung

Amateurfunker sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Sie sparen nicht nur an Gesprächskosten, sondern haben große Freude an Funktechnik. Betreiben Sie eine Sendeempfangsanlage in Ihrem Fahrzeug, muss Ihre Außenantenne alle Herstellerrichtlinien erfüllen und mit dem E-Prüfzeichen ausgestattet sein. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass Ihre Fahrzeug-Elektronik beeinflusst wird und die Betriebserlaubnis einzelner Systeme erlischt.

Betriebsfunk - Alternative zum Telefon

Nach wie vor beliebt sind bis heute Betriebsfunk-Geräte bei Firmen, die ihre interne Kommunikation auf diese Weise regeln. Beachten Sie bei der Anschaffung, dass diese Technik ausschließlich für den gewerblichen Bereich zugelassen ist. Sie haben die Pflicht, Betriebsfunkgeräte anzumelden, da für Sie Gebühren anfallen. Die Bundesnetzagentur gibt entsprechende Rahmenbedingungen vor. Innerhalb der Frequenzzuteilung eines regionalen Einsatzgebietes vereinfacht der Betriebsfunk das Übertragen von Nachrichten in Form von Daten und Sprache. Üblich ist, dass gemeinsam nutzbare Frequenzen an verschiedene Betriebe vergeben werden, die zeitgleich genutzt werden können. Für den herkömmlichen Betriebsfunk stehen Frequenzen im 8-m-, 4-m- und 2-m-Bandbereich zur Verfügung. Regional zuständige Außenstellen der Bundesnetzagentur teilen Ihrem Unternehmen entsprechende Frequenzen zu. Verzichten Sie nicht darauf, ordnungsgemäß Ihre Antenne anzumelden, denn Schwarzfunker müssen mit einem hohen Bußgeld rechnen!

Betriebsfunkantennen gehören in den Bereich Mobilfunk. Diese Sammelbezeichnung beinhaltet den Betrieb von beweglichen Funkgeräten, die von der Bundesnetzagentur als öffentliche zellulare Mobilfunkdienste bezeichnet werden. Doch fallen darunter nicht nur tragbare Telefone oder Wechselsprechgeräte, wie sie in Taxen eingebaut sind, sondern auch der Jedermannfunk und die mobile Datenerfassung.

Der Mobilfunk besteht aus einem öffentlichen und einem nicht-öffentlichen Bereich. Eine Betriebsfunk-Antenne gehört wie der Flugfunk zum nicht-öffentlichen Mobilfunk und wird unter anderem bei der Polizei, Verkehrsbetrieben, der Feuerwehr, Behörden und oftmals im Baugewerbe eingesetzt. Suchen sie für Ihren Betrieb eine kostengünstige Möglichkeit, intern zu kommunizieren, ist eine Betriebsfunk-Antenne eine perfekte Alternative zum klassischen Telefon. Sie profitieren von einer einwandfreien Funkqualität durch nicht-öffentliche Betriebsfunk-Frequenzen, die Ihnen die Bundesnetzagentur zuweist. Die Nutzungskosten fallen vergleichsweise niedrig aus und auch die Anschaffungskosten der technischen Ausrüstung sind moderat.

Entscheiden Sie sich für eine Betriebsfunktechnologie, die sich nicht nur durch eine kompakte Bauweise auszeichnet, sondern mit zahlreichen Funktionen überzeugt! Viele Komplettangebote beinhalten neben einem leistungsstarken Akku und einem robusten Tischladegerät auch eine Antenne.

Selektivruf

Wollen Sie von einem Höchstmaß an Funktionalität profitieren, sollten Sie beim Kauf auf einen integrierten Selektivruf achten, der sich für den Einsatz in organisierten Funknetzen eignet. Diese Funktion ermöglicht eine Teilnahme von beliebig vielen Nutzern. Mit diesen Geräten lassen sich mit wenigen Handgriffen Einzel-, Gruppen- oder auch Sammelrufe programmieren. In der Praxis bedeutet dies, dass Sie gezielt einzelne Personen oder Gruppen wie auch alle Teilnehmer zeitgleich kontaktieren können. Bei Geräten dieser Art sind unterschiedliche Kodierungen und ein beliebiger Ausbau um weitere Komponenten möglich. Entscheiden Sie sich für hohe Qualitätsstandards wie besondere Funktionen. Dazu gehört eine integrierte VOX-Funktion für einen bequemen Hand-frei-Betrieb, der sich in mehrere Empfindlichkeitsstufen einstellen lässt. Sie nutzen das Gerät, ohne Ihre Hände einzusetzen und profitieren gleichzeitig von unterschiedlichen Scanning-Suchlaufarten. Hinterfragen Sie frühzeitig, für welchen Einsatzbereich Ihre Betriebsfunk-Antenne geeignet sein soll und lassen Sie diese Überlegungen in Ihre Kaufentscheidung einfließen.

LED-Anzeige, Anschlüsse und Software

Besonders praktisch ist eine LED-Anzeige, die den Sende- und Empfangsstatus wiedergibt. Sie programmieren spielend leicht Anrufsignale und ein Time-out-Timer ermöglicht eine Sendezeitbegrenzung. Fast alle Einstellungen sind über eine optionale Software möglich. Sie stellen eine Verbindung zwischen der CD, dem Verbindungskabel, dem Gerät und Ihrem Rechner her, wenn Sie spezielle Funktionen programmieren wollen. Zur Grundausstattung hochwertiger Geräte gehören ein SMA-Reverse-Antennenanschluss, Audioanschlüsse wie auch Mikrofone und Headsets. Planen sie eine Reichweitenvergrößerung, sind Geräte mit einem Repeater-Betrieb die richtige Wahl. Zum Lieferumfang leistungsstarker Komplettpakete gehören ein Handfunkgerät, ein aufladbarer Akku, ein Tischladegerät, eine Antenne, ein Gürtelclip sowie Programmierungssoftware mit einem PC-Kabel.

Da Sie für Ihre betriebsinterne Kommunikation bei der Bundesnetzagentur eine Frequenz beantragen müssen, sollten Sie sich vor dem Kauf eines Betriebsfunkgerätes eingehend beraten lassen, um eine Fehlinvestition zu vermeiden.

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