Der Bonsai-Apfelbaum: ein Obstbaum für die Terasse

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Bonsai Apfelbaum: So holen Sie Obstbäume in die Wohnung!

Apfelbäume sind beliebte Obstbäume für den Garten. Sie sind pflegeleicht und bieten jeden Herbst eine reiche Ernte an eigenen Äpfeln. Diese Äpfel sind besonders gesund, wenn der eigene Apfelbaum und die Früchte nicht gespritzt werden und die Äpfel dementsprechend ohne giftigen Überzug auf der Schale reifen können. Das Ernten der Äpfel macht Kindern sowie Erwachsenen Spaß, und die Früchte schmecken aus dem eigenen Garten meist besser als gekaufte Produkte. Apfelbäume haben einen großen Vorteil anderen Obstbäumen gegenüber: Die Äpfel können einfacher und länger gelagert werden als beispielsweise Birnen, Pflaumen und Kirschen.

Es gibt allerdings nicht nur Apfelbäume für Apfelliebhaber, die gesunde und leckere Äpfel ernten möchten. Viele Menschen, die das Halten und Pflegen von Bonsaibäumen reizvoll finden, haben große Freude an Bonsai-Obstbäumen. Apfelbäume in Miniaturformat bieten diesen Menschen eine attraktive Möglichkeit, einen Obstbaum als tolles Schmuckstück für die Wohnung, den Balkon oder die Terrasse zu halten. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Apfelsorten, die gern für die Gestaltung von Bonsaibäumen genutzt werden. Besonders Apfelbäume, die von Natur aus klein bleibende Blätter und Äpfel tragen, werden für diese Gestaltungsart genutzt.

Die Herkunft der weltweit beliebten Bonsai-Kunst

Ursprünglich entstand das Verfahren, wie man einen Zwergbaum herstellt, in China. Schon früh wollten die Menschen in China mithilfe der Miniaturbäume künstlerisch eine harmonische Beziehung zwischen belebter Natur, Naturkräften und Menschen darstellen. Die speziellen Techniken der Bonsaikunst wurden um 700 n. Chr. entwickelt. Die Chinesen begannen, mit extra für diese Technik entwickelten Werkzeugen kleine Bäume in Schalen zu ziehen. In der langen Tradition Chinas perfektionierten die Menschen die Techniken der Bonsaikunst. Mithilfe unterschiedlichster Werkzeuge gelang es den Chinesen, perfekte Imitationen der realen Welt zu erstellen. Miniaturbäume, Steine und verschiedene Moose halfen dabei, kleine Abbilder der Natur in Gefäßen zu erschaffen.

Diese Miniaturlandschaften gab es lange Zeit nur in China zu bewundern. Erst im 10. Jahrhundert wurde das Wissen über die Herstellung der Zwergbäume durch buddhistische Mönche nach Japan gebracht. Hier entstanden unter dem Einfluss des Zen-Buddhismus neue Richtlinien für die Bonsai-Kunst. In China durften die Bonsai-Bäume freie Wuchsformen erreichen. Die neuen Richtlinien in Japan dagegen waren sehr viel strenger. Hier wurden alle Bonsai-Pflanzen in unterschiedliche Gruppen eingeteilt, je nachdem, welche Größe und Wuchsform die kleinen Bäume hatten.

Die Weltausstellung in Paris im Jahre 1878 brachte den Bonsai nach Europa. Auf der Weltausstellung präsentierte Japan erstmals einen Bonsai in einem europäischen Land. Mit Begeisterung wurde hier das kleine Kunstwerk bewundert. Schnell verbreitete sich die Bonsaikunst in ganz Europa. Überall fanden sich Menschen, die die Aufzucht und Pflege der kleinen Bäume zu ihrem Hobby machten.

Es wurden europäische Richtlinien für die Bonsaigestaltung festgelegt, die sehr dem Regelwerk der Japaner ähnelten. Weltweit gibt es heutzutage Ausstellungen und Wettbewerbe, in denen Bonsaizüchter ihre schönsten Werke präsentieren und ihre Fähigkeiten und Raffinesse miteinander messen können.

Für Bonsaianfänger gibt es zu erschwinglichen Preisen junge Bäume, die meist schon in der typischen flachen Bonsaischale geliefert werden. Diese jungen Bäume können ganz nach eigenem Geschmack geformt und gestaltet werden. Als beliebte Anfängerbäume gelten in Deutschland Ficus, Ulme, Ahorn, Kiefer und Azalee. Für etwas erfahrenere Bonsailiebhaber sind auch einheimische Obstbäume eine tolle Variante des Bonsai. Tragen diese Miniaturbäume Früchte, hat dies eine ganz besondere Wirkung auf den Betrachter.

Bonsai-Bäume für das Zimmer, den Balkon und die Terrasse

Je nachdem, wo der Bonsai seinen festen Standort haben soll, wird bei der Anschaffung die Sorte des Baumes entschieden. Planen Sie einen Bonsai-Baum für Ihr Wohnzimmer, sollten Sie sich einen Indoor-Bonsai kaufen. Wenn Sie über einen Balkon oder gar eine Terrasse verfügen und ihren künftigen Bonsai hauptsächlich draußen halten möchten, empfiehlt sich die Anschaffung eines Outdoor-Bonsai.

Indoor-Bonsai für das Wohnzimmer

Als Indoor-Bonsai gelten die Sorten, die ganzjährig in der Wohnung gehalten werden können. Hierzu zählen die tropischen Pflanzen, die aus ihrer ursprünglichen Heimat keine Jahreszeiten kennen. Auch die beliebten Ficus-Arten und andere Sorten gehören zu den Pflanzen, die hierzulande als Zimmerpflanzen gehalten werden.

Wichtig zu wissen ist für alle Bonsaihalter, dass jeder Zimmerbonsai bei milden Temperaturen draußen stehen darf. Es ist sogar optimal für die Gesundheit des Baumes, wenn er über die Sommermonate einen geschützten Standort im Freien bekommt. So ist er Regen und Wind ausgesetzt und kann zu einem kräftigen und gesunden Baum heranwachsen. Sobald es im Herbst zu ersten frostigen Nächten kommt, gehört ein Zimmerbonsai ins Haus. Hierbei sollte beachtet werden, dass der Bonsai nicht auf einer kalten Marmorfensterbank steht. Der Standort direkt an der Heizung ist ebenfalls ungünstig. Auch muss für eine hohe Luftfeuchtigkeit gesorgt werden, damit es dem Baum gut geht.

Outdoor-Bonsai für den Balkon und für die Terrasse

Outdoor-Bonsai, auch Gartenbonsai genannt, können und sollten ganzjährig im Freien stehen. Hier sind sie den normalen Witterungsbedingungen ausgesetzt und können ihre Schönheit richtig entfalten. Auch für die Gesundheit des kleinen Baumes ist es wichtig, dass ein Outdoor-Bonsai draußen gehalten wird. Sollte solch ein Baum einen Standort im Haus bekommen, drohen ihm früher oder später Schädigungen und es besteht die große Gefahr, dass er eingeht.

Zu den Sorten, die Sommer wie Winter im Freien stehen müssen, gehören alle Nadelbäume und sämtliche Laubbäume, die im mitteleuropäischen Raum heimisch sind. Auch Apfelbonsai sollten möglichst ganzjährig draußen gehalten werden.

Die richtige Überwinterung des Outdoor-Bonsai ist wichtig für einen gesunden Baum

Wichtig ist, dass Gartenbonsai, hierzu gehören auch die beliebten Apfelbonsai, im Winter vor starkem Frost geschützt werden. Das ist am einfachsten in einem Gewächshaus. Dort ist es geschützt und trotzdem kalt. So kann der Baum in Ruhe seine für ihn wichtige Winterpause machen und den Winter gut überstehen. Die Winterruhe eines Bonsai hilft ihm dabei, neue Kräfte für das nächste Jahr zu sammeln. Nur so kann der Baum in seinem langen Leben kräftig und gesund bleiben.

Da die meisten Bonsailiebhaber kein Gewächshaus zur Verfügung haben, müssen Alternativen gesucht werden. Ein Foliengewächshaus ist eine Variante. Hier muss allerdings besonders darauf geachtet werden, dass eine regelmäßige und kräftige Belüftung stattfindet. Sonst würde eine zu hohe Luftfeuchtigkeit entstehen, die beim Bonsai schnell zu einem Befall durch Pilze führen kann.

Eine weitere Variante, die praktisch für Gartenbesitzer ist, wäre das Überwintern in der Erde. Der Bonsai wird aus seiner Schale geholt und einfach in die Erde gepflanzt. Zum Schutz sollten ungefähr fünf Zentimeter des Bonsai mit einer Schicht aus Laub oder kleinen Tannenzweigen bedeckt werden.

Wenn ein Balkon oder eine Terrasse als Überwinterungsort für Bonsaibäume dienen soll, können die Bäumchen mit ihrer Schale in eine Kiste oder in einen Karton gestellt werden. Auf dem Boden der Kiste muss zum Schutz vor dem Durchfrieren des Erdballens und somit dem Erfrieren der feinen Wurzeln eine Styroporplatte ausgelegt werden. Auf diese wird die Bonsaischale inklusive Baum gestellt. Anschließend sollte die Schale komplett mit einer Schicht aus Torf oder Blumenerde bedeckt werden. Wichtig ist, dass die Kiste oder der Karton nicht zugedeckt wird, denn der Bonsai benötigt trotz seiner Winterruhe Tageslicht. Allerdings sollte er vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Möglich ist auch das Überwintern des Bonsai im Keller oder auf dem kühlen Dachboden. Wichtig dabei ist, dass der Raum nicht beheizt wird und dass ausreichend Tageslicht vorhanden ist.

Die winterliche Pflege eines Bonsaibaums sollte nicht vergessen werden. Zwar müssen die Bäume im Winter nicht beschnitten und in Form gebracht werden, jedoch ist regelmäßiges Gießen wichtig. Der Bonsaibesitzer sollte darauf achten, dass die Erde immer leicht feucht, jedoch nicht zu nass ist. Ebenfalls wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle des Baumes. Hier muss auf eventuellen Schädlings- oder Pilzbefall geachtet werden.

Bonsai-Apfelbäume haben ihren ganz besonderen Reiz

Für Bonsailiebhaber sind Obstbäume in Miniaturausführen eine tolle und abwechslungsreiche Bonsaisorte. Der Apfelbaum ist ein sommergrüner Laubbaum, der zum Herbst Früchte trägt, die je nach Sorte essbar oder ungenießbar sind. Die vielen essbaren Apfelsorten bieten eine breite Vielfalt an Geschmackserlebnissen. Der Apfelbaum als Bonsai trägt wie sein großer Kollege Früchte, die je nach Sorte mal mehr, mal weniger essbar sind.

Der Sinn eines Apfelbaumes als Bonsai ist jedoch nicht das Ernten und Verzehren der Früchte, sondern das abwechslungsreiche Aussehen des Baumes.

Ein gesunder und ausreichend alter Apfelbaum bekommt im Frühjahr nach der Winterpause seine neuen Blätter, im Sommer wunderschöne Blüten und im Spätsommer die Früchte. Im Herbst verfärben sich die Blätter des Apfelbaumes und bieten einen ganz besonderen Anblick.

Kaufen Sie mit Bedacht den für Sie passenden Baum

Vor dem Kauf eines Bonsai-Baumes sollten Sie genau überlegen, welche Sorte Ihnen besonders gut gefällt, welchen Standort Sie Ihrem Bonsai bieten können und wie viel Sie in die Anschaffung eines Bonsai investieren möchten.

Sollten Sie sich für einen Apfelbaum als Bonsai entscheiden, müssen Sie ihm die Gegebenheiten schaffen können, die ein Outdoor-Bonsai benötigt. Besonders wichtig ist es, dass er den Wechsel der Jahreszeiten erleben darf. Nur so kann er kräftig und gesund bleiben, sodass Sie lange Freude an dieser besonderen Sorte des Bonsai haben.

Optimal wäre ein Standort, an dem Sie Ihren Bonsai auch vom Wohnzimmer aus sehen können. Es bietet sich ein Platz am Fenster des Balkons oder der Terrasse an. So kann der Bonsai draußen stehen und Sie haben trotzdem vom Wohnzimmer aus Freude an ihm.

Bei eBay finden Sie eine große Auswahl unterschiedlichster Apfelbonsai. Sie können zwischen jungen und älteren Bäumen sowie verschiedenen Sorten wählen. Für jeden Geldbeutel findet sich etwas.

Auch Zubehör und Werkzeug finden Sie günstig im Onlinehandel. Stöbern Sie in Ruhe und lassen Sie sich von den tollen Bonsai begeistern.

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