Den richtigen Radiator finden

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Wie man auf eBay den richtigen Radiator findet

Bei einem Radiator handelt es sich um ein Heizgerät aus einzelnen Gliedern, welches oftmals auch als Heizkörper, Gliederheizkörper oder Rippenheizkörper bezeichnet wird. Diese einzelnen Glieder sind vorrangig dafür verantwortlich, dass ein Radiator in beliebiger Länge hergestellt werden kann.

Radiatoren werden von vielen unterschiedlichen Herstellern angeboten, beispielsweise von AEG, DeLonghi, AKO, Honeywell oder Rowenta.

Aufbau und Funktion eines Radiators

Radiatoren bestehen, anders als beispielsweise Plattenheizkörper, Kompaktheizkörper oder Flachheizkörper, nicht aus einem geschlossenen Körper, sondern aus einer Vielzahl von Streben. Zwischen diesen befinden sich zahlreiche schmale Spalten, was einerseits die Oberfläche des Heizkörpers deutlich maximiert und andererseits eine erhöhte Wärmeabgabeleistung ermöglicht.

Der wohl größte Unterschied bei den Radiatormodellen liegt im jeweiligen Leistungsbereich, was unter anderem von der entsprechenden Bauweise abhängig ist. So lassen sie sich beispielsweise stufenweise durch die Aneinanderreihung von Gliedern, aber auch durch die Veränderung von Größe, Länge oder Tiefe, an den individuellen Bedarf anpassen. Die gewünschte Wärme wird einerseits über die sichtbare Fläche abgegeben, und zwar durch Strahlung, aber andererseits auch durch Konvektion, also über die luftdurchströmten Bereiche.

Weiterhin unterscheiden sich die Modelle aufgrund ihrer Anschlussmöglichkeiten, denn hierbei spielen in erster Linie die örtlichen Gegebenheiten eine entscheidende Rolle. So können Radiatoren einseitig oder wechselseitig, in Reihe, senkrecht, stehend oder hängend installiert werden. Die entsprechende Regelung der Heizkörper ist fest vorgeschrieben und erfolgt bei einer Neuinstallation über ein Thermostat-Ventil. Dank diesem Ventil kann die Temperatur in einem Raum auf einem konstant gewählten Wert gehalten werden. Weiterhin gibt es jedoch auch Modelle, welche mit externen oder integrierten Temperaturfühlern oder mikroelektronischen Thermostat-Köpfen arbeiten, was bedeutet, dass die Anlage konkret programmiert werden kann.

Der Handel bietet zahlreiche Sonderformen bei den Radiatoren an, so beispielsweise für das Badezimmer oder Räume, welche nur selten genutzt werden. Diese Geräte können zum Beispiel elektrisch beheizt werden, was jedoch nur dann empfehlenswert ist, wenn in diesen Räumen nur selten eine Beheizung erforderlich ist, da ansonsten die Energiekosten die Kosten für einen festen Einbau übersteigen würden.

Verschiedene Arten von Radiatoren

Bei den Radiatorarten wird grundsätzlich erst einmal zwischen aktiven und passiven Radiatoren unterschieden. Bei einem aktiven Modell werden ein oder auch mehrere Lüfter verwendet, um einen Luftstrom durch die Lamellenkonstruktion aufzubauen. Auf diese Weise kann die kalte Luft an den Lamellen die Wärme aufnehmen und sie danach entsprechend aus dem Gehäuse transportieren, damit der Raum beheizt wird. Aktive Radiatoren können sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gehäuses installiert werden. Bei einem passiven Radiator erfolgt der erforderliche Wärmeaustausch ohne Lüfter, sondern durch Konvektion. Dies bedeutet, dass die kalte Luft von unten nach oben steigt, also an die Oberfläche des Radiators, und zugleich erwärmt wird. Hierfür ist allerdings eine große und profilierte Oberfläche erforderlich und weiterhin ist eine Montage im Gehäuse nicht möglich.

Der Stahlradiator

Der Stahlradiator ist wohl der Klassiker unter den verschiedenen Modellen und seine Anwendung findet er zumeist in Privathaushalten. Dies liegt in erster Linie an seinem geringen Gewicht, aber auch an den erschwinglichen Anschaffungs- und Installationskosten. Konkret bedeutet dies, dass sich ein Stahlradiator hervorragend an nahezu jeder Wand anbringen lässt, denn er muss den Boden nicht berühren. Der größte Nachteil besteht jedoch in der erhöhten Korrosionsgefahr, aber auch die scharfen Ecken und Kanten werden von einigen Verbrauchern als negativ empfunden.

Der Gussradiator

Gussradiatoren sind in der Regel leicht erkennbar, und zwar an ihrer schwarzen Farbgebung und der durchaus kompakten Bauweise. Die besonderen Vorteile dieses Geräts liegen zum einen in der langen Lebensdauer und zum anderen an der extrem hohen Wärmekapazität. Negativ sind allerdings die deutlich hohen Anschaffungskosten und die komplizierte Installation. Wer sich für einen Gussradiator entscheidet, sollte diesen ausschließlich von einem Fachmann montieren lassen. Aus diesem Grund entscheiden sich Privatkunden nur selten für den Kauf dieser Radiatorvariante.

Der Stahlrohrradiator

Bei einem Stahlrohrradiator handelt es sich im eigentlichen Sinne um eine Weiterentwicklung des klassischen Stahlradiators, denn die tatsächliche Wärmeleistung konnte erhöht werden, aber das Gewicht ist nahezu gleichbleibend. Gleiches gilt auch für die Anschaffungskosten, welche sich kaum von denen eines Stahlradiators unterscheiden. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Haus- oder Wohnungsbesitzer für den Einbau dieser Modelle, da auch die Installation schnell und unkompliziert erfolgen kann.

Elektroradiator

Ein Elektroradiator ähnelt in seiner Optik einem herkömmlichen Heizkörper, wobei er allerdings nicht fest installiert werden muss, sondern aufgrund von vorhandenen Rollen ein hohes Maß an Flexibilität mitbringt. Dies hat den Vorteil, dass der Radiator schnell und leicht in einen Raum transportiert werden kann, welcher nicht regelmäßig beheizt werden muss. Anschließend wird das Gerät lediglich mit dem Stromnetz verbunden.

Elektroradiatoren als temporäre Wärmespender

Elektroradiatoren bieten eine hervorragende Alternative für Räume, in welchen nicht dauerhaft oder regelmäßig Wärme erforderlich ist. Gegenüber einer festen Installation verfügen sie auch über sehr geringe Anschaffungskosten, wobei es hierbei in erster Linie auf den Hersteller und die Größe des Radiators ankommt. Wer sich für einen Elektroradiator interessiert, sollte jedoch einige Kriterien beim Kauf berücksichtigen.

Zuerst einmal muss der Interessierte beachten, für welche Raumgröße das gewünschte Gerät überhaupt geeignet ist. Die meisten Hersteller machen in diesem Punkt ihre Angaben in Kubikmetern. Dies bedeutet, dass beispielsweise mit einem Radiator für sechzig Kubikmeter, ein Raum mit einer Größe von rund zwanzig Quadratmetern und einer Höhe von drei Metern beheizt werden kann. Entscheidend ist auch eine so genannte Frostschutzautomatik, denn nur so kann sichergestellt werden, dass eine bestimmte Temperatur im Raum zu keinem Zeitpunkt unterschritten wird. Sobald diese Grenze erreicht ist, schaltet sich der Radiator automatisch ein und beheizt den Raum.

Jeder Verbraucher sollte sich im Vorfeld ganz genau überlegen, ob ein Elektroradiator wirklich erforderlich ist, denn grundsätzlich sind diese Geräte nicht für den Dauereinsatz konzipiert. In jedem Fall wird nur ein recht geringer Anteil vom verbrauchten Heizstrom tatsächlich in Wärme umgewandelt, was bedeutet, dass der größere Anteil ohne Heizwirkung verbraucht wird, was sich vor allem auf die Höhe der Energiekosten auswirkt.

Die Heizfunktion bei Elektroradiatoren mit Öl

Elektroradiatoren werden oftmals auch als Ölradiatoren bezeichnet, denn sie funktionieren ähnlich wie herkömmliche Etagenheizungen. Der größte Unterschied besteht darin, dass sich im Radiator kein Wasser befindet, welches erhitzt wird, sondern Öl. Nicht selten finden solche Geräte Anwendung, wenn die fest installierte Heizung defekt ist oder wenn sich im Raum gar keine Heizung befindet, beispielsweise in Gartenlauben. Das vorhandene Öl wird im Radiator über ein Heizaggregat erhitzt, so dass im Anschluss die entsprechende Wärme abgegeben werden kann. Selbstverständlich wird dieses Öl nicht verbraucht, da der Radiator den Strom benutzt. Grundsätzlich ist der tatsächliche Stromverbrauch vorrangig von der eingestellten Temperatur abhängig, so dass beim Kauf beachtet werden sollte, dass das Gerät über viele Verbrauchsstufen verfügt, denn je besser sich die Temperatur regeln lässt, desto einfacher kann auch der Stromverbrauch dosiert werden. Zumeist besitzen die Radiatoren eine stufenweise Leistungsaufnahme zwischen 600 und 2000 Watt.

Alternativen zum Elektroradiator

Um den tatsächlichen Verbrauch ein wenig zu reduzieren, können sich interessierte Verbraucher auch für so genannte Heizlüfter entscheiden. Zwar ist der eigentliche Stromverbrauch nur ein wenig geringer, aber der Vorteil besteht darin, dass der Heizlüfter kleine Räume deutlich schneller aufheizt. Ein entscheidender Unterschied zum Elektroradiator besteht darin, dass der Lüfter keine Aufwärmzeit benötigt. Außerdem sind die Anschaffungskosten weitaus geringer. Eine weitere Alternative stellt die so genannte Standheizung mit Heizstab dar, welche auch als Heizstrahler bezeichnet wird und den Vorteil besitzt, dass er auch im Freien angewandt werden kann. Dies können unter anderem auch Gasstrahler sein.

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