Den richtigen Amateurfunk-Sender finden

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Bei eBay einen Amateurfunk-Sender finden – so gelangen Sie am schnellsten zum Erfolg

Ein etabliertes Hobby: der Amateurfunk

Wie der Betriebsfunk oder der CB-Funk auch ist der Amateurfunk ein Funkdienst. Er wird von vielen Menschen als Hobby und als Forschungsfeld genutzt, und das weltweit. Während bei den anderen Funknetzen die Kommunikation per Funk von zentraler Bedeutung ist, ist es beim Amateurfunk eher das Interesse an der Technik, mit der experimentiert wird.

Der Amateurfunk ist deshalb mehr als ein einfaches Hobby, er dient auch der Bildung seiner Nutzer und trägt auch zur Erforschung technischer Details im Bereich der Röhrentechnik, Funkwellen und sogar Terrahertztechnik bei.

Einen weltweit guten Ruf hat sich der Amateurfunk dank seiner Unterstützung bei vielen Katastrophen gemacht. Geleistet wird damit ebenfalls ein wichtiger Beitrag zur weltweiten Völkerverständigung.

Der Amateurfunk spricht als Freizeitbeschäftigung vor allem alle Technik-Freaks an. Das Faszinierende ist, dass mit der Hilfe eines konkreten Forschungsgebietes der Zugang zur Welt der Technik und Elektronik geebnet wird. Besonders interessant ist das für Jugendliche, die später einmal den technisch-wissenschaftlichen Nachwuchs stellen. Den Austausch über technisches Wissen, das zum Bau von Sendern oder Empfänger nötig ist, der Selbstbau einer Funkanlage und dessen beständige Weiterentwicklung sind zentrale Bestandteile des Hobbys Amateurfunks.

In der Welt der Funkamateure gibt es aber auch gemeinsame Aktionen wie etwa Peilwettbewerbe oder andere Wettkämpfe. Damit ist dieses Hobby eine der vielseitigsten und vor allem auch nachhaltigsten Freizeitbeschäftigungen.

Die genutzten Funkfrequenzen im Amateurfunk

Um am Amateurfunk teilzunehmen ist ein grundlegendes Wissen über die verschiedenen Sendebereiche notwendig. Generell nutzt der Amateurfunk Frequenzen im Lang-, Mittel-, Kurz und Ultrakurz-Wellenbereich. Zu beachten ist, dass nicht alle zugeteilten Frequenzen auch allein vom Amateurfunk genutzt werden. Einige Frequenzbereiche müssen mit weiteren Diensten geteilt werden, der Amateurfunk hat dann die Pflicht, sich unterzuordnen.

Ob MW, LW, KW oder UKW gewählt ist, wird maßgeblich davon bestimmt, welche Reichweite erzielt werden soll. Unterschieden wird zwischen lokalen Entfernungen und solchen über mehrere Tausend Kilometer. Auch Verbindungen um den Äquator herum sind technisch möglich.

Der traditionelle Sendebereich ist KW. Dieser wurde ursprünglich zum Morsen verwendet. Auch heute noch wird in Teilen der Bandbreite gemorst. Hinzugekommen sind inzwischen Sprachdienste, die ebenfalls übertragen werden. Es ist mittlerweile sogar möglich, Daten wie beispielsweise Bilder via KW zu versenden. Benötigt wird dafür allerdings ein PC.

Die Ultrakurzwelle ist fast ausschließlich dem Sprechfunk vorbehalten. Der Nachteil ist die begrenzte Reichweite der UKW. Allerdings gibt es spezielle Umsetzer, mit denen durch technische Kniffe die Reichweite entscheidend vergrößert werden kann. UKW kann auch für die Übertragung von Daten genutzt werden. Populär geworden sind Nutzungen als Pocket-Radio. Kontaktiert werden kann so beispielsweise auch ein Server, der als Mailbox dient. Das ist besonders dann interessant, wenn anderen Nutzern eine Nachricht hinterlassen werden soll. Bisher war es notwendig, dass sich der Empfänger vor seinem Gerät befindet, um Funksprüche zu empfangen. Mit einer Mailbox können Nachrichten gespeichert und später gehört werden. Das ist von entscheidendem Vorteil, wenn zwei Funker aus unterschiedlichen Zeitzonen in Kontakt stehen.

Amateurfunk ganz einfach empfangen

Den Amateurfunk empfangen darf jeder, da dieser öffentlich zugänglich ist. Da aber ein normales Radio hier nicht funktioniert, bedarf es dafür spezieller Empfangsgeräte. Im besten Fall nutzen Sie einen hochwertigen Weltempfänger. Beim Kauf sollten Sie aber darauf achten, dass dieser SSB-fähig ist, denn nur so können die für den Amateurfunk typischen Bandmodulationsarten auch empfangen werden.

Beachten Sie bei der Auswahl des Empfängers, dass das Gerät sowohl das 160 Meter Band als auch das 80 Meter Band anwählen kann. So decken Sie die wesentlichen Bereiche des Amateurfunks ab.

Eine Alternative zum Weltempfänger bieten die deutlich kostspieligeren Stationsempfänger. Für diese ist allerdings in jedem Fall eine leistungsstarke Antenne notwendig. Wenn Sie sich einen Funkempfänger aufbauen wollen, dann sind besonders Aktivantennen empfehlenswert. Diese besitzen einen Hochfrequenzverstärker, der das Signal der Amateurfunksender verstärkt. Gerade in dicht bebauten Gebieten ist es oft schwierig, einen guten Empfang zu gewährleisten, da die Sendeleistungen beim Amateurfunk recht niedrig sind. Eine andere Möglichkeit ist es, die Amateurfunkantenne mit einem Verstärker oder Tuner auszustatten.

Unabhängig davon, ob Sie ein aktiver Funkamateur sind und eine Zulassung mit bestandener Prüfung besitzen oder einfach nur Interesse am Empfang des Amateurfunks haben, es lohnt sich, einen Termin beim örtlichen Amateurfunkverein zu machen. Die dort aktiven Funkamateure helfen bei der Auswahl passender Geräte. Die jahrelange Erfahrung der älteren Amateure ist oft hilfreich, um besonders robuste, ältere Geräte ausfindig zu machen. Auch nach dem Kauf eines Empfängers helfen die Mitglieder des Vereins gern bei der Inbetriebnahme und Einstellung des Gerätes, sodass ein guter Empfang auch gewährleistet ist.

Selbst aktiv funken: Zulassungsvoraussetzungen

Wenn sie eine Weile regelmäßig Amateurfunk gehört haben, verspüren Sie möglicherweise die Lust, selbst aktiv zu Funken. Oder aber Sie haben bereits Erfahrungen im CB-Funk und wollen nun zum Amateurfunk wechseln. All dies ist möglich, allerdings müssen Sie eine Prüfung ablegen, bevor Sie einen Sender in Betrieb nehmen können.

Es empfiehlt sich, einen Vorbereitungskurs zu machen. Diese werden von verschiedenen Vereinen angeboten. Oftmals finden Sie genau dort auch die Gleichgesinnten, mit denen Sie eine Lerngruppe bilden können. Derzeit wird zwischen der Prüfung zur Klasse A und E unterschieden. Welche Prüfung Sie ablegen wollen, hängt davon ab, in welchem Bereich Sie funken wollen. Um auf einigen Kurzwellen und begrenzten UKW Bändern zu funken, genügt die Klasse E. Wer alle zulässigen Amateurfunkbänder nutzen möchte, sollte die Prüfung für die Klasse A ablegen.

Das erste Amateurfunkgerät für erste Sende- und Empfangsversuche

Einen sehr einfachen Einstieg in den Amateurfunk bieten Geräte, die bereits fertig zusammengebaut und funktionstüchtig sind. Sie können damit sofort in den Sendebetrieb starten. Allerdings ist deren Technik oft kompakt und so kompliziert, dass sie weder verändert noch erweitert werden können. Damit geht diesen oft der Kerngedanke des Amateurfunks verloren, denn technische Erkenntnisse sind so kaum zu erwarten.

Einen guten Start in die ersten technischen Erfahrungen mit Funksystemen bieten Bausysteme. Diese gibt es als Komplettsätze, in denen nicht nur alle Teile, sondern auch eine exakte Bauanleitung vorhanden ist. Diese zeigt wie die Funkanlage aufgebaut und in Betrieb genommen wird. Außerdem gibt sie Ihnen Hinweise, mit welchen Komponenten Sie Ihr System sinnvoll erweitern können.

Sie erhalten mit dem Bausystem eine »Schritt-für-Schritt-Anleitung«, die Sie in die Welt der Funktechnik einführt. In der Regel besteht das komplette System aus dem Funkgerät zum Senden und Empfangen und einer leistungsstarken Antenne. Weitere Messtechnik kann als Zubehör ergänzt werden.

Tipps für das Finden eines Amateurfunk-Senders

Wer in den Amateurfunk einsteigen möchte, sollte zunächst eine Zulassungsprüfung bestehen, um dann ein individuelles Rufzeichen zu bekommen. Ist dieser Schritt erfolgreich absolviert, bedarf es eines Senders, um aktiv am Amateurfunk teilnehmen zu können.

Für Einsteiger, die kaum auf technisches Know-how zurückgreifen können, empfiehlt es sich, einen fertigen Sender anzuschaffen. Diese sind funktional, können aber häufig kaum moduliert werden, da die einzelnen Teile so komplex verbaut sind, dass sie kaum einzeln austauschbar oder gar erweiterbar sind.

Eine Alternative bieten Bausätze: In diesen sind alle notwendigen Teile enthalten und auch eine Anleitung hilft bei der korrekten Montage und Inbetriebnahme der einzelnen Bestandteile des Senders. Es empfiehlt sich dennoch den Kontakt zu anderen Funkamateuren zu suchen, die oft sehr hilfsbereit bei der Einrichtung eines Senders zur Seite stehen.

Interessant ist vor allem, dass viele bestehende Geräte zu einem leistungsstarken Sender umgebaut werden. Oftmals müssen dafür nur wenige Schalter und Relais getauscht werden. Es lohnt sich deshalb besonders für Bastler einmal bei Ersatzteilen oder auch alten Geräten zu stöbern. Die solide Technik der Geräte aus den 70er und 80er Jahren ist eine gute Basis für einen leistungsstarken Sender, der mit einigen Kniffen zu einem gut funktionierenden Gerät, das heutigen Standards entspricht, umfunktioniert werden kann.

Einen Amateurfunk-Sender selbst basteln

In den 20er Jahren hatte man begonnen, die KW-Bereiche den Amateurfunkern zuzuweisen, weil sie als kommerziell nicht nutzbar galten. Die Funkamateure haben bewiesen, dass auch diese Kurzwellen sehr gut zum Funken genutzt werden können und das sogar weltumspannend. Um das zu erforschen, haben Funkamateure ihre Sender selbst gebaut. Mit fertig gekauften Sendern wäre dieses Wissen sicher für immer verborgen geblieben.

Auch heute noch ist die Weitererforschung der Funkwellen für viele Funkamateure interessant. Das ist unter anderem ein Grund, warum Sender immer noch gern selbst gebaut werden. Problematisch gestaltet sich mittlerweile, dass viele Funkamateure überhaupt nicht mehr in der Lage sind, einen Sender selbst zu bauen. Während früher Röhrentechnik und das technische Wissen ringsum zum festen Bestandteil der Amateurfunkprüfung gehörte, wird dieses heute, da es als veraltet gilt, nicht mehr abgefragt. Besonders Jugendliche kaufen lieber fertige Geräte, die kaum moduliert werden können. Ebenfalls das Wissen, Schaltungen zu lesen oder gar eine selbst aufzubauen, ist damit abhandengekommen.

Generell gilt, dass sowohl für MW und KW als auch für UKW Sender selbst gebaut werden können. Selbstverständlich müssen dabei dennoch alle gesetzlichen Vorschriften und die Bedingungen der Bundesnetzagentur eingehalten werden und es bedarf an einigem technischem Wissen. Allerdings wird dieses nach dem »Learning by Doing« Prinzip erworben.

Es gibt genügend Bauanleitungen, die auch Einsteigern hilfreiches Wissen vermitteln, um einen eigenen Sender zu bauen. Sie sollten dabei der Anleitung Schrittweise folgen und diese genau beachten. Empfehlenswert ist es in jedem Fall ein Basiswissen über Röhrentechnik zu haben. Die meisten Volkshochschulen bieten Kurse, die in diesem Bereich weiterbilden. Alternativ können Sie auch einen Amateurfunk-Club kontaktieren.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden