Dekoration für Terrasse und Balkon: Zierbäume im Blumenkübel

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Dekoration für Terrasse und Balkon: Diese Zierbäume lassen sich im Blumenkübel ziehen

Wie andere Zierpflanzen haben auch Zierbäume einen besonderen Schmuckwert im Garten und verschönern diesen. Das erzielen sie durch eine besondere Wuchs-Form, eine raffinierte Bezweigung oder durch auffällige Blüten und Früchte in kräftigen Farben. Zierbäume sind im Gegensatz zu Bäumen, die Sie aus dem Wald kennen, recht klein. Auch Trompetenbäume, Rosskastanien, Fächerahorn, Tulpenbäume oder Magnolien zählen zu den Zierbäumen. Häufig spielen Sie in der Gartengestaltung und Gartenkunst eine große Rolle und werden eigens zu diesem Zweck eingesetzt. Viele der Bäume können aber auch im Kübel wachsen, wodurch ihre Größe recht klein gehalten wird.

Merkmale von Zierbäumen

Früchte, Blüten, Blätter oder Nadeln – Zierbäume haben alles, was andere Bäume auch aufweisen. Allerdings ist ihr Pflegeaufwand höher. Sie sind holzige Pflanzen und haben einen durchgehenden Stamm. In der Baumkrone verzweigen sich dünnere und dickere Äste. Im Gegensatz zu Ziersträuchern wachsen die Äste nicht direkt aus der Erde oder verzweigen sich bodennah.

Vorteile von Zierbäumen

Viele Zierbäume sind winterfest. Das heißt, Sie müssen sie bei richtigem Winterschutz nicht jährlich neu pflanzen, wie man es von vielen anderen Gewächsen, wie zum Beispiel Sonnenblumen, kennt. Die kleinen Bäume sind ausdauernd und wachsen langsam. Wenn Sie in einem Kübel leben, werden sie kaum größer.

Große Farbenvielfalt

Viele Zierbäume begeistern vor allem durch ihre Blätter, die sehr bunt sind. Es gibt sogar Zierbäume mit schwarzen Blättern, wie die Hänge-Blut-Buche. Neben bunten Pflanzen entstehen so kräftige Kontraste.

Die Wuchsformen von Zierbäumen sind unterschiedlich. Neben überhängenden Pflanzen gibt es auch Exemplare mit runder oder säulenförmiger Krone.

Vorteile von Kübel-Bäumen

Das Schöne an Kübelpflanzen ist, dass Sie diese auch auf dem Balkon oder der Terrasse pflegen können und nicht zwangsläufig einen Garten benötigen. Denn gerade in großen Städten sind Gärten häufig Mangelware. Trotzdem müssen Sie nicht auf volle Blütenpracht und grüne Blätter verzichten. Auch für Wintergärten sind die Bäume geeignet. Bei einigen Pflanzen benötigen Sie große Kübel. Den Platz in dem Topf nutzen Sie, indem Sie ihn geschickt mit anderen Gewächsen bepflanzen. Und je nach Lust und Laune ändern Sie diese Bepflanzung einfach – am besten natürlich nach dem Winter, denn viele Pflanzen sind nicht frosthart.

Was muss ich bei Kübel-Bäumen im Winter beachten?

Viele Bäume, selbst Birken, können in Kübeln wachsen. Doch im Winter sind diese Pflanzen stärker belastet als jene, die im Boden abgepflanzt wurden. Denn bei Kübelpflanzen greift der Frost von allen Seiten an. Durch die geringe Größe gefriert der Boden im Kübel sehr viel schneller. Daher schützen Sie die Bäume bei niedrigen Temperaturen in jedem Fall.

Auch wenn die Bäume winterhart sind, benötigen sie Schutz. Den Kübel sollten Sie gut isolieren. Am einfachsten funktioniert dies mit Luftpolsterfolie, die Sie um den Topf wickeln. Da dies nicht besonders schick aussieht, können Sie die Folie dann zusätzlich noch mit Bambusmatten oder einem Vlies abdecken. Kleine Schleifen machen aus dem Schutz eine schöne Dekoration.

Doch Luftpolsterfolie ist kein natürliches Material und so lassen sich Staunässe und Fäulnis schwieriger vermeiden. Strohmatten, Jute-Filze oder Kokosmatten können ebenfalls um den Kübel gewickelt werden – am besten gleich in einer doppelten Schicht.

Über diese erste Schicht bringen Sie dann einfach Rindenholzmatten oder Weidenmatten, die den Kübel verschönern. Die Töpfe sollten keinen direkten Kontakt zum Boden haben. Stellen Sie die Gefäße stattdessen auf Pflanzroller oder andere stabile Untersetzer. Wenn Sie diese Tipps beachten, steigern Sie die Chancen Ihrer Bäume, sicher durch die kalte Jahreszeit zu kommen, erheblich.

Ein Zierbaum für den Balkon: der Blaugurkenbaum

Besonders im Herbst ist die Zeit des Blaugurkenbaums gekommen. Denn wenn die Blätter der anderen Bäume längst auf dem Boden liegen, fallen die langen und blauen Früchte besonders auf. Der frostharte Zierbaum (er hält bis circa -20 Grad durch) kann bis zu drei Meter hoch werden.

Der Blaugurkenbaum blüht in den Monaten April bis Mai. Da sie praktischerweise zweigeschlechtlich sind, befruchten sie sich selbst. Im September und Oktober reifen dann die Früchte, die sogar essbar sind. In den Bergwäldern Westchinas sammeln die Menschen die Früchte und verzehren ihren gallertartigen, frischen Inhalt direkt. Die blauen „Gurken" schmecken leicht süßlich.

Sie können den Blaugurkenbaum als kleine Pflanze kaufen und in einen Kübel einsetzen. Oder Sie erwerben einige Samen bei eBay und züchten die Pflanze selbst heran. In diesem Fall säen Sie die Samen am besten im Herbst oder Winter aus. Nach ein paar Wochen zeigen sich die ersten Keimlinge. Einige Samen benötigen länger und lassen sich sogar mehrere Monate Zeit. Die Bäumchen brauchen einen nährstoffreichen, wasserdurchlässigen Boden.

Japanische Zierkirschen wachsen im Kübel

Die Japanische Zierkirsche nehmen Sie häufig in Alleen, Parks und Gärten wahr. Sie ist ein sommergrüner Baum und hat eiförmige unbehaarte Winterknospen. Ihre Blüten trägt sie nur kurz – nämlich an den ersten warmen Apriltagen. Schon Anfang Mai ist die Blütezeit zu Ende.

Einige Zierkirschen können in Kübel gepflanzt werden. Beim Kauf fragen Sie allerdings im besten Fall den Fachhändler, ob die Früchte der Zierkirsche auch essbar sind, wenn Sie darauf wert legen.

Die Pflanzen sind grundsätzlich winterhart. Allerdings ist das winterliche Wetter – wie bei allen Kübelpflanzen – eine zusätzliche Belastung. Denn an sonnigen Tagen kann der Kübel komplett auftauen und nachts wieder gefrieren, was auch winterharten Pflanzen nicht besonders gut bekommt. Schützen Sie daher auch diese Kübel gegen starke Temperaturschwankungen. Es tut der Pflanze in jedem Fall gut, wenn sie im Winter an einem eher schattigen Platz steht.

Die beste Zeit, um Zierkirschen zu pflanzen, ist der Herbst. An warmen und sonnigen Plätzen fühlt sich der Baum wohl. Nasskalte Standorte verringern das Blütenwachstum meist erheblich.

Wächst die Zierkirsche, schneiden Sie diese im Idealfall nur wenig. Nehmen Sie erst nach rund drei Jahren einen Auslichtungsschnitt im Frühjahr vor.

Granatapfelbäume fühlen sich in Kübeln wohl

Granatapfelbäume haben eine rotbraune bis graue Rinde. Ihre Blätter sind ledrig und die Blüten trichterförmig. In der Natur sind die Blüten meistens leuchtend rot, doch bei Zierbäumen gibt es auch andere Farben. Vermutlich liegt die ursprüngliche Heimat des Granatapfelbaums in Asien, was heute nicht mehr zweifelsfrei bestimmt werden kann. Zu seinem Lichtbedarf passt dies jedoch eindeutig: Der Baum liebt die pralle Sonne – und zwar ganztägig. Dabei braucht er keine Unmengen an Wasser und nimmt Ihnen auch eine kurze Trockenphase nicht übel.

Die Pflanzen eignen sich sogar für Anfänger, denn wenn sie an einem sonnigen Standort stehen, setzen ältere Bäume höchstwahrscheinlich Früchte an. Doch in unseren Breitengeraden ist es eher unwahrscheinlich, dass die Früchte reifen.

Pflege von Granatapfelbäumen

Wenn Sie kleine Pflanzen aufziehen, stellen Sie diese am besten in die Sonne. Zwar wachsen sie auch im Halbschatten, doch dies wirkt sich negativ auf die Fruchtbildung aus. Wenn sich Ihr Zierbaum in einem Kübel befindet, platzieren Sie ihn zum Überwintern in einem frostfreien Raum. Die Temperatur sollte dabei die 10-Grad-Marke nicht überschreiten, da der Baum laubwerfend ist.

Wenn Sie bemerken, dass der Wurzelballen der Pflanze zu eng im Kübel sitzt, verschaffen Sie dem Granatapfelbaum mehr Platz und topfen ihn um. Ansonsten ist ein Umtopfen nicht nötig.

Die Aussaat des Palisanderbaums ist ganzjährig möglich

Der Palisanderbaum, auch Jacaranda genannt, lässt sich als Kübelpflanze gut heranziehen. Er wird zwischen 1,8 und 8 Metern hoch – natürlich nur, wenn er genügend Platz hat und im Garten steht. Er liebt die Sonne, und zwar ganztägig. Allerdings wird es bei Temperaturen, die kälter sind als -5 Grad Celsius, schwer für den Baum. Daher sollte er an einem frostfreien Ort überwintern, wo circa 8 bis 15 Grad Celsius herrschen.

Da der Baum schnell wächst, wirkt er leicht staksig. Um das zu verhindern schneiden Sie den Baum zurück. Dann verzweigt er sich und wird fülliger.

Magnolien für den Balkon

Magnolien werden auch Tulpenbäume genannt. Sie haben besonders viele Blüten, die in schneeweiß, zartrosa oder purpurfarben erstrahlen.

Wenn Sie einen Tulpenbaum auf dem Balkon oder Ihrer Terrasse ziehen möchten, wählen Sie einen Kübel mit einem Durchmesser von mindestens 30 bis 35 Zentimetern. Damit die Bäume ihre ursprüngliche Wuchsform beibehalten, schneiden Sie sie nicht, denn Magnolien heilen schlecht und nehmen Ihnen einen starken Beschnitt übel. Entfernen Sie nur abgestorbene Zweige.

Alle Magnolien sind blattwerfende Pflanzen, die also im Herbst ihr Laub verlieren. Einzige Ausnahme ist die Immergrüne-Magnolie. Der Tulpenbaum lässt sich über Samen oder Stecklinge vermehren. Wenn Sie Samen verwenden, säen Sie diese im Herbst aus und behandeln Sie diese zuvor im Kühlschrank mit Kälte. Dann keimen sie am besten.

Da die Pflanze sehr langsam wächst, fühlt sie sich auch in Kübeln wohl. Magnolien können also zur Dauerbepflanzung auf Ihrem Balkon oder der Terrasse dienen.

Wie Sie den Pflegeaufwand in Grenzen halten

Wenn Sie Ihre Zierbäume in Wasserspeichergefäße pflanzen, wird Ihnen bei der Pflege viel Arbeit abgenommen. Zum Saisonstart können Sie außerdem Langzeitdünger in den Kübel der Bäume geben. So müssen Sie die Pflanzen in der kommenden Zeit nicht düngen.

Fazit

Ziehen Sie mit der Hilfe von Samen oder Stecklingen Zierbäume auf Ihrem Balkon oder der Terrasse. Sie sind ein schöner Blickfang und sorgen auch in Großstädten für Ihre persönliche grüne Oase.

Wenn Sie wissen, dass Ihre Pflanzen draußen überwintern, achten Sie bei der Auswahl der Zierbäume auf frostharte Gewächse. Die Bäume im Winter in frostfreien Räumen unterzubringen, ist auch eine Möglichkeit. Schauen Sie jedoch bei laubwerfenden Gewächsen darauf, dass sie nicht zu warm überwintern.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden