Defekte Displays – so reparieren Sie Ihr Notebook und sparen Geld

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Defekte Displays – so reparieren Sie Ihr Notebook und sparen bares Geld

Defektes Display - und was nun?

Notebooks müssen hart im Nehmen sein. Aufgrund ihrer kompakten Größe und meist geringen Gewichts kommen Notebooks vor allem unterwegs zum Einsatz. Daher müssen Sie deutlich mehr aushalten als der klassische Desktop-PC, der seine Arbeit gut geschützt am heimischen Schreibtisch verrichtet. Der dauernde Transport, Witterungseinflüsse oder mechanische Einwirkungen führen immer wieder dazu, dass Notebooks Schaden nehmen. Ein besonders heikles Bauteil ist dabei das Display, das aufgrund seiner weichen Oberfläche empfindlich für Kratzer oder sogar Risse ist.

Doch ein defektes Display macht aus einem Notebook noch lange keinen technischen Schrotthaufen. Mit dem passenden Ersatzdisplay können Sie Ihr Notebook mit nur wenig finanziellem Aufwand und ein bisschen handwerklichem Geschick selber wieder flott machen. Dabei können Sie sich selber entscheiden, ob Sie zu einem fabrikneuen oder doch lieber zu einem preiswerten und gebrauchten Display greifen. Während Sie bei einer Reparatur im Fachbetrieb nie so genau wissen, was für ein Display nun eigentlich eingebaut wurde, wissen Sie dann, wenn Sie die Reparatur selber vornehmen, genau, welcher Bildschirm den Weg in Ihr Notebook gefunden hat.

Dieser Ratgeber sagt Ihnen, woran Sie ein defektes Notebook-Display erkennen können. Zudem erfahren Sie, welches Werkzeug Sie für die Reparatur benötigen und wie Sie diese am besten ausführen.

So äußern sich Defekte bei einem Notebook-Display

Erfahren Sie nun, wie Sie erkennen können, ob das Display Ihres Notebooks defekt ist und wie Sie weitere Fehlerquellen ausschließen können.

Fehlerhafte Bilddarstellung

Wenn es während des Betriebes Ihres Notebooks zu Fehlern bei der Bilddarstellung kommt, kann es möglich sein, dass das Display einen Defekt aufweist. Zu Fehlern bei der Bilddarstellung gehören unter anderem das Flackern des Bildes oder Fehler bei den Farben. Auch, wenn das Bild kontinuierlich für eine kurze Zeit nicht mehr dargestellt wird, kann das Display defekt sein.

Allerdings haben Fehler bei der Bilddarstellung ihre Ursache nicht immer bei einem defekten Display, teilweise kann auch die Notebook-Grafikkarte Grund des Übels sein. Beobachten Sie also, wann genau die Fehler auftreten. Sind diese schon bei normalen Anwendungen oder direkt nach dem Start Ihres Notebooks zu finden? Dann sind die Chancen recht hoch, dass das Display Ihres Notebooks einen Defekt aufweist. Treten die Fehler jedoch nur dann auf, während Sie mit Ihrem Notebook besonders leistungshungrige Anwendungen, wie beispielsweise Videospiele, ausführen, dann kann auch die Grafikkarte kaputt sein. In diesem Fall sollten Sie zunächst überprüfen, ob alle Lüftungsschlitze und Anschlüsse Ihres Notebooks frei von Staub und Schmutz sind. Häufig sind diese mit Staub und Schmutz zugesetzt, was dazu führt, dass die Kühlung Ihres Notebooks nicht mehr korrekt arbeiten kann. Die Folge: Die Grafikkarte überhitzt und gibt ein fehlerhaftes Bild aus. Falls Sie festgestellt haben, dass sich am oder im Notebook-Gehäuse besonders viel Staub und Schmutz angesammelt haben, so können Sie diese vorsichtig mit einem weichen Pinsel entfernen. Verzichten Sie nach Möglichkeit darauf, die Reinigung mit dem Staubsauger durchzuführen, der starke Luftstrom könnte das Lager des Lüfters der Grafikkarte beschädigen. Falls Sie einen externen Monitor zur Verfügung haben, können Sie diesen an Ihr Notebook anschließen, um zu überprüfen, ob die Grafikkarte korrekt arbeitet.

Ein schwarzes Bild

Wenn Sie nach dem Einschalten Ihres Notebooks ein schwarzer Bildschirm begrüßt, Sie aber die Lüfter und Festplatte des Notebooks jedoch zu hören sind, kann dies auf ein defektes Display schließen lassen. Um sicherzustellen, dass tatsächlich das Display die Fehlerursache ist, sollten Sie zunächst andere Fehlerquellen ausschließen.

Überprüfen Sie, ob Sie das Notebook per Netzteil korrekt an die Stromversorgung angeschlossen haben. Wenn sich der Akku im Gerät befindet, Strom vorhanden ist und auch die LEDs des Notebooks leuchten, ist dies der Fall. Verwenden Sie wieder einen externen Bildschirm, um die Grafikkarte als Fehlerursache auszuschließen. Liefert der angeschlossene Monitor ein korrektes Bild, liegt der Fehler aller Wahrscheinlichkeit nach beim Display Ihres Notebooks.

Der Klassiker – ein mechanischer Defekt

Schnell ist es passiert: Sie klappen das Notebook unachtsam zu, während sich noch ein Gegenstand auf der Tastatur befindet. Das laute Knacken und Knirschen verheißt meist nichts Gutes. Klappen Sie das Notebook nun wieder auf, erwartet Sie meist ein defektes Display, welches mit Kratzern oder sogar großen Rissen nicht mehr einsatzbereit ist. In diesem Fall müssen Sie natürlich nicht mehr auf eine weitere Fehlersuche gehen, sondern können sich direkt an den Austausch des Displays machen.

Die Reparatur des defekten Notebookdisplays

Erfahren Sie nun, wie Sie das defekte Display Ihres Notebooks tauschen und so auf eine teure Reparatur in einem Fachbetrieb verzichten können. Prüfen Sie allerdings, bevor Sie zur Tat schreiten, ob nicht eventuell noch ein Garantieanspruch für das Gerät besteht – bei unsachgemäßer Behandlung Ihres Notebooks könnte ein solcher unter Umständen verfallen.

Schritt 1: Das richtige Werkzeug und die Vorbereitung

Für den Ausbau des defekten Notebook-Displays benötigen Sie zunächst das richtige Werkzeug. In der Regel genügen ein kleiner Kreuzschraubendreher und ein flacher, stabiler Gegenstand, mit dem Sie das Gehäuse vorsichtig öffnen können. Falls Sie keinerlei Werkzeug zur Hand haben, sollten Sie den Kauf eines sogenannten Feinmechanikerwerkzeugs in Betracht ziehen. In einem solchen Set sind alle Werkzeuge enthalten, die Sie für die Reparatur benötigen. Zudem finden Sie hier noch weitere Utensilien, die Ihnen bei anderen Reparaturarbeiten wertvolle Dienste leisten können.

Bevor Sie mit der eigentlichen Reparatur beginnen, sollten Sie die notwendigen Vorbereitung treffen. Hierzu zählt die Sicherstellung, dass sich das Notebook im ausgeschalteten Zustand befindet. Ziehen Sie den Netzstecker und entfernen Sie zudem den Akku. Sollten Sie das Notebook vor der Reparatur länger in Gebrauch gehabt haben, lassen Sie das Gerät 10 oder 15 Minuten abkühlen, bevor Sie sich an den Displaytausch wagen.

Decken Sie das Display vor der Reparatur mit einem weichen Tuch ab. So verhindern Sie, dass Sie auf dem Bildschirm Kratzer hinterlassen, falls Sie während der Reparatur unachtsam mit dem Schraubendreher hantieren.

Schritt 2: Die Plastikabdeckung entfernen

Auf den ersten Blick fragen Sie sich vielleicht, wie das Display eigentlich an Ihrem Notebook befestigt ist, denn Schrauben sind in der Regel zunächst nicht zu sehen. Diese verbergen sich hinter mehreren Plastikabdeckungen, die den direkten Blick auf die Schrauben verdecken. Diese Abdeckungen befinden sich direkt an den Scharnieren, mit denen Sie das Display auf- und zuklappen.

Greifen Sie zu dem Plastikwerkzeug aus dem Feinmechanikerwerkzeug oder zu einem – möglichst stumpfen – Messer. Schieben Sie den Gegenstand, für den Sie sich entschieden haben, vorsichtig unter die Plastikabdeckungen und hebeln Sie diese langsam ab. Unter Umständen kann es jetzt schon nötig sein, dass Sie den Rahmen, welcher das Display umgibt, entfernen müssen. Gehen Sie dabei stets sehr behutsam vor, denn der Rahmen besteht in der Regel aus einem dünnen Kunststoff und verzeiht keine gröberen Krafteinwirkungen. Bewahren Sie alle entfernten Plastikabdeckungen gut auf.

Schritt 3: Das Lösen der Schrauben

Nachdem Sie alle Abdeckungen entfernt haben, müssten Sie die Schrauben sehen, mit denen das Display am Notebook fixiert wurde. Verwenden Sie nun den Kreuzschraubendreher, um alle Schrauben zu lösen. Bei einigen Notebook-Modellen können Sie den Displayrahmen, wie in Schritt 2 beschrieben, erst entfernen, wenn Sie die entsprechenden Schrauben gelöst haben. Falls Sie also den Rahmen noch nicht entfernt haben, lösen Sie nun die Schrauben, die den Rahmen halten, und lösen Sie diesen anschließend vorsichtig vom Display. Beginnen Sie dabei am unteren Ende der Plastikeinfassung und arbeiten Sie sich langsam rundherum.

Haben Sie den Displayrahmen entfernt, müssen Sie nun das Display aus der hinteren Halterung, also dem Deckel Ihres Notebooks lösen. Hierzu müssen Sie kleine Schrauben entfernen, die meist sich meist rund um das Display befinden. Bewahren Sie diese Schrauben besonders gut auf. Sie sind so klein, dass Sie kaum wiederzufinden sind, sobald Sie einmal heruntergefallen sind.

Haben Sie das Display aus allen Verankerungen gelöst, können Sie den Bildschirm vorsichtig nach vorne abziehen und anschließend auf die Tastatur Ihres Notebooks legen.

Schritt 4: Das Abklemmen des Videokabels

Nun geht es an das Lösen der Kabelverbindungen. Aus dem Display Ihres Notebooks ragen zwei unterschiedliche Kabel, welche Sie entfernen müssen. Das breitere Kabel ist an der Rückseite des Bildschirms zu finden und ist für die Bilddarstellung auf dem Display zuständig. Es kann sein, dass das Kabel mit Klebeband am Display fixiert ist. Entfernen Sie also zunächst das Klebeband. Bei einigen Notebook-Modellen ist das Kabel auch mithilfe von kleinen Bügeln am Notebook befestigt. Auf diese müssen Sie sanft drücken, damit sie das Kabel freigeben. Haben Sie alle Halterungen gelöst, können Sie das Videokabel vorsichtig herausziehen.

Schritt 5: Die Entnahme des Displays

Nun besteht nur noch eine Verbindung zwischen dem Display und Ihrem Notebook: das sogenannte Inverterkabel. Dieses dient der Stromzufuhr verschiedener LEDs und befindet sich an einer Ecke des Displays. Wenn Sie das Inverterkabel vorsichtig aus dem Inverter herausziehen, haben Sie es geschafft.

Schritt 6: Der Einbau des neuen Displays

Der Einbau des neuen Displays erfordert keine Vorgänge, die Sie nicht schon ausgeführt haben. Sie müssen lediglich dem oben beschriebenen Prozedere in umgekehrter Reihenfolge folgen. Verbinden Sie also zunächst die beiden Kabel des neuen Displays mit Ihrem Notebook. Setzen Sie das Display nun in den Deckel Ihres Notebooks ein und fixieren Sie den Bildschirm mithilfe der kleinen Schrauben. Setzen Sie anschließend die verschiedenen Plastikabdeckungen an den entsprechenden Platz und schrauben Sie diese, wenn überhaupt nötig, fest.

Fertig. Sie haben das Display Ihres Notebooks mit wenig Aufwand getauscht. Sie müssen sich kein neues Notebook kaufen und können die Bilddarstellung wieder in voller Pracht genießen.

 
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