Dazu benötigt Ihr Fahrzeug Fußrastenanlagen

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Dazu benötigt Ihr Fahrzeug Fußrastenanlagen

Fußrastenanlagen – als normaler Motorradnutzer macht man sich in den seltensten Fällen Gedanken darüber. Man stellt die Füße auf Ihnen ab und fährt los. Im Idealfall passt die Höhe der Fußrasten zur eigenen Physiognomie – danach sollte ein Motorrad oder ein Moped ja ohnehin ausgesucht werden. Fußrasten bilden eine eigene Baugruppe, der im Alltag nicht viel Beachtung geschenkt wird. Das Dilemma: Man macht sich über Fußrastenanlagen erst dann Gedanken, wenn sie nicht optimal sitzen, zu klein oder unbequem sind oder an der falschen Stelle montiert wurden. Stimmt einer dieser Faktoren nicht, können das Fahrgefühl und der Fahrspaß enorm darunter leiden.

In Rennsport und Tuningkreisen sind Fußrastenanlagen eine Wissenschaft für sich. Hier geht es um die Höhe, in der die Fußrasten montiert sind, die Länge und der Winkel, in dem diese zum Motorrad angebracht sind. Da beim Rennfahren auf allen Zweirädern die Kurvenlage eine große Rolle spielt, sind die richtigen Fußrasten hier besonders wichtig. In diesem Ratgeber sollen Sie erfahren, wozu Ihr Fahrzeug Fußrasten benötigt. Danach möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie die richtigen Fußrasten für Ihre Zwecke finden und wie diese montiert werden.

Basiswissen zum Einstieg: Was sind Fußrasten eigentlich?

Als Fußrasten werden Bauteile bezeichnet, die als Ablagefläche für die Füße des Fahrers bzw. des Sozius eines Motorrads oder eines anderen Fahrzeuges dienen. In der Regel bestehen Fußrasten aus Metall. Stahl oder Aluminium sind die häufigsten Materialien. Seltener findet man Fußrasten, aufgrund ihrer höheren Empfindlichkeit, aus Kunststoff. Sie sind in der Regel mittels eines Scharniers einklappbar. Es gibt besondere, für den Beifahrer gedachte Fußraster, die nach dem Steckprinzip ohne eine aufwendige Montage an- und abgebaut werden können. Wir möchten Ihnen im Folgenden vorstellen, welche Funktionen Fußrastenanlagen haben.

Getreten, geschliffen geköpft – die undankbaren und doch notwendigen Aufgaben der Fußrastenanlagen

Fußrasten spielen innerhalb des zahlreichen Tuning-Zubehörs für Zweiräder eine eher unglamouröse Rolle. Sie werden getreten, bei schlechter Kurvenlage abgeschliffen und bei kleineren Unfällen sogar komplett enthauptet. Und doch geht ohne sie gar nichts. Schließlich sind sie nicht nur praktisch, sondern nach Paragraf 30 und 62 der Straßenverkehrsordnung sogar vorgeschrieben. Demnach muss jedes Fahrzeug pro Sitzplatz zwei Fußrasten haben.

Ziel von Fußrasten ist es, eine bequeme Sitzhaltung zu gewährleisten. Die gesamte Sitzposition soll ergonomisch, so natürlich wie möglich sein. Mit den passenden Fußrasten kann Ihr Motorrad oder Mofa optimal an Ihre Körpergeometrie angepasst werden.

Eine optimale Sitzhaltung gewährt gleichzeitig eine optimale Schwerpunktverteilung von Fahrer und der jeweiligen Maschine. Dies kommt nicht nur bei der Bequemlichkeit und beim Fahrgefühl zum Tragen, sondern wirkt sich außerdem auf die Geschwindigkeit aus. Wir möchten Ihnen im Folgenden zeigen, an welchen Kraftradtypen Fußrasten eingesetzt werden und welche Funktionen sie übernehmen.

Für ein bequemes und sicheres Fahren: Fußrastenanlagen an handelsüblichen Verkehrsmotorrädern

Langes Fahren auf dem Motorrad wäre ohne Fußrasten nicht denkbar. Sie unterstützen eine optimale Sitzhaltung und sind für den Komfort von Fahrer und Beifahrer besonders wichtig. Doch auch Sicherheitsaspekte spielen hier eine wichtige Rolle, denn nicht umsonst sind die kleinen Fußtritte in Deutschland per Straßenverkehrsordnung angeordnet. Müsste der Fahrer oder der Sozius seinen Füße permanent nur durch die eigene Muskelkraft in der richtigen Position halten, wären längere Fahrten nicht denkbar. Durch Ermüdungserscheinungen oder körperliche Warnsignale, wie zum Beispiel einen Krampf im Bein, könnte dieses in solchen Situationen nicht mehr gehalten werden. Schwere Unfälle wären die Folge, bei denen nicht nur Gefahr für den Fahrer, sondern auch für sämtliche Verkehrsteilnehmer besteht.

Außerdem bewirken Fußrasten, dass man als Fahrer die einzelnen Betriebsteile des Motorrades, wie den Schalt- und Bremshebel, bequem und sicher erreichen kann. Um eine intuitive Steuerung zu ermöglichen, sollten Brems- und Schalthebel im exakt gleichen Abstand zur Fußrastenanlage positioniert sein.

Optimal für romantisches Rollerfahren zu zweit: Fußrasten am Motor-Roller

Fußrasten bei Motor-Rollern sind in der Regel für den Fahrer unnötig, da dieser seine Füße hinter dem Lenker auf einem dafür vorgesehenen Fuß-Plateau abstellen kann. Wer jedoch häufiger mit einem Partner unterwegs ist, kennt das Problem: Solange die Fußleiste lang genug ist, hat auch der Beifahrer kein Problem, seine Füße bequem abzustellen. Ist der Fußraum nicht lang genug nach hinten gezogen, benötigt der Beifahrer Fußrasten, um über eine längere Zeit bequem und sicher mitzufahren.

Ohne Fußraster geht es gerade auf kleinstem Raum nicht: Selbst Mini- & Pocketbikes benötigen Fußrasten

Während beim Roller die soziale Komponente beim Kauf von Fußrasten eine Rolle spielt, ist es bei sogenannten Mini- und Pocketbikes schier unmöglich, ohne Fußrasten zu fahren. Zugegeben, die Körperhaltung des Fahrers auf den kleinen Maschinen wird auch durch Fußrasten nicht gesünder. Doch bei der arg gedrungenen Körperhaltung die Füße aus eigener Kraft in der richtigen Höhe zu halten, ist schier unmöglich. Kleine Fußraster ermöglichen es dem Fahrer von Mini- und Pocketbikes, trotz der gewöhnungsbedürftigen Sitzposition, sicher und unfallfrei zu fahren.

Für den richtigen Antritt: Fußrasteranlagen bei Moped und Mokick

Auch bei Leichtkraftmotorrädern wie zum Beispiel Mofas oder Mokicks, spielen Fußrasten eine wichtige Rolle. Während Mopeds zum Anfahren mit Pedalen betrieben werden, die danach als Fußrasten dienen, werden Mokicks mit einem sogenannten Kickstarter angelassen. Dabei handelt es sich um einen oft einklappbaren Hebel mit Pedal, der mit der reinen Körperkraft angetreten wird. Beim Mokick ist es daher besonders wichtig, dass das Anlasserpedal und die Fußrasteranlage in einem optimalen Abstand zueinander verbaut sind.

In diesem Bereich ist alles geregelt: Rechtliches zum Thema Fußrasten

Fußrastenanlagen sind bei allen motorisierten Zweirädern Pflicht. Die Anzahl der Fußrasten richtet sich nach der Anzahl der möglichen Mitfahrer. Während bei einem nur alleine befahrbaren Moped nur zwei Fußraster vorgegeben sind, benötigen Sie bei Fahrzeugen, die zu zweit gefahren werden, pro Sitzplatz je zwei Fußraster. Es ist außerdem gesetzlich vorgeschrieben, klappbare Fußrasten zu verwenden. Diese bieten den Vorteil, dass sie im Falle eines Unfalls anklappen und nicht abbrechen. So wird verhindert, dass die kleinen, schweren Metallbauteile im Ernstfall zu lebensbedrohlichen Geschossen werden.

Für die Fußrastenanlage muss ein Gutachten vorliegen oder sie muss in der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) des Fahrzeuges vermerkt sein. Liegt nur ein Gutachten vor, so müssen Sie die Abnahme für ihr Fahrzeug bei einer Prüfstelle beantragen. Bevor die Prüfstelle Ihnen nicht grünes Licht gegeben hat, dürfen Sie die Maschine nicht im Straßenverkehr nutzen.

Hersteller, Kraftradtyp und Geschmack spielen eine Rolle: So finden Sie die passenden Fußrasten

Bei der Auswahl der passenden Fußrastenanlage spielt die Passgenauigkeit der Anlage eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund sollten Sie bei der Auswahl der Fußrasten mit System vorgehen. Der erste wichtige Aspekt, der zu beachten ist, ist der Kraftradtyp. Es versteht sich von selbst, dass Sie für ein kleines Pocket-Bike andere Fußrasten benötigen als für einen großen Chopper. Wenn Sie den richtigen Kraftradtyp, zum Beispiel ein Leichtkraftrad, ausgewählt haben, können Sie Ihre Suche weiter verfeinern. Unterschiedliche Hersteller bieten für ihre jeweiligen Modelle verschiedene, genau auf das Modell passende Fußrasten an. Wenn Sie Ihre Suche von vornherein durch Kraftradtyp und Hersteller-Marke einschränken anbieten, können Sie sicher sein, nur die passenden Bauteile angeboten zu bekommen. Ganz zum Schluss spielen natürlich auch Ihr Geschmack und Ihre Fahrgewohnheit eine große Rolle bei der Auswahl der Fußrasten. Eher sportlich veranlagte Fahrer werden sich andere Modelle aussuchen, als derjenige, der mit seinem Motorrad eine längere Wochenendtour plant. Auch bei Farbe und Ausstattung sind Ihnen keine Grenzen bei der Auswahl gesetzt.

Fußrastenanlagen erwerben – sollte man auf neue Modelle setzen oder günstig gebraucht kaufen?

Beim Kauf von jeglichem Zubehör stellt sich früher oder später die Preisfrage: Soll ich das Bauteil neu kaufen oder genügt ein günstiges gebrauchtes Teil genauso? Auf diese Frage wird es nie eine eindeutige Antwort geben. Denn ob sich der Gebraucht-Kauf lohnt, hängt ganz vom individuellen Fall ab. Mit etwas Glück findet man unter den gebrauchten Teilen ein hochwertiges Schnäppchen. Aus diesem Grunde sollte die Qualität immer im Vordergrund stehen. Dies gilt vor allem für Oldtimer, bei denen nur Originalteile verwendet werden dürfen.

Moderne, sportliche Fußrastenanlagen haben den Vorteil, dass alle Einzelteile optimal geformt und aus gefrästem Aluminium gefertigt sind. Sind dann noch die Bearbeitungskanten rings um die einzelnen Werkstücke gut verarbeitet und sorgfältig entgratet, spricht nichts gegen einen Kauf. Qualitätsmerkmale für Fußrastenanlagen sind neben der Fertigung der Einzelteile auch das Zusammenspiel der Teile an den sogenannten Lagerstellen. Hier sind Nadel- und Kugellager installiert, die keinen Spielraum in der Bedienung erlauben. Dies ist vor allem beim sportlichen Fahren wichtig – im Alltag ist ein bisschen Spielraum in Maßen kein Störfaktor.

Kann ich die Fußrastenanlage selbst montieren?

Um eine Fußrastenanlage fachgerecht zu montieren, wird Spezialwerkzeug benötigt. Wie bei den meisten Kfz-Teilen dieser Zeit kommen Sie auch hier mit dem klassischen Schraubenschlüssel, Hammer und Bohrer nicht weit. Für die optimale Montage benötigen Sie echte Qualitätsware der folgenden Werkzeuge:

Dies sind zum Teil sehr teure Anschaffungen, die sich wirklich nicht bereits nach einer Montage rentieren. Sollten Sie sich dennoch zu einer Do-it-Yourself-Aktion berufen fühlen, bedenken Sie, dass die Fußrasten von einer Prüfstelle als verkehrstauglich eingestuft werden müssen. Wegen einer falsch montierten Fußraste sollte Ihr Fahrzeug nun wirklich nicht durch die Prüfung fallen. Außerdem stellen Fußrastenanlagen einen wichtigen Sicherheitsfaktor dar, der nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Im Zweifelsfall lohnt sich hier immer der Gang zum Experten.

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