Daten, Zahlen & Fakten über die Kawasaki Ninja, neu oder gebraucht

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Daten, Zahlen, Fakten: Alles über die Kawasaki Ninja, neu oder gebraucht

Die Kawasaki Ninja-Motorräder gelten als führend im Bereich der leistungsstarken Rennmaschinen mit Straßenzulassung und überzeugen ihre Käufer sowohl durch Leistung als auch durch Optik. Wenn Sie sich auf diese Motorräder wagen möchte, finden Sie in diesem Ratgeber und bei eBay eine große Auswahl an verfügbaren Modellen.

Kawasaki: vom Rüstungsunternehmen zum Motorradimperium

Kawasaki ist eine japanische Firma, die Produkte im Bereich der Schwerindustrie herstellt. Dazu gehören Produkte für den Schiffbau, die Luft- und Raumfahrttechnik und dem Fahrzeugbau. Auch im Hoch- und Tiefbau oder für Windenergie- und Förderanlagen werden Produkte des bereits 1878 gegründeten, japanischen Großunternehmens eingesetzt. Bei uns in Deutschland sind vor allem die Kawasaki-Motorräder bekannt. Die Produktion der motorisierten Zweiräder erfolgte jedoch erst 1961, nachdem man sich nach dem Zweiten Weltkrieg und dem bis dahin wichtigen Hauptaugenmerk auf die Rüstungsindustrie, umorientieren musste.

Das erste Modell aus dem Hause Kawasaki war die W1, die mit 50 PS ausgestattet war, und der bis 1974 weitere Modelle der W-Reihe folgten. Danach begann man, Zwei- und später Drei-Zylinder-Motoren zu verbauen und erhöhte damit stetig die PS-Zahl der Maschinen. 1972 rühmte man sich mit der „900 Z1 super4", das stärkste Motorrad der Welt am Markt zu haben, deren Vier-Zylinder-Motor bereits 82 PS auf die Straße brachte. 1983 folgte dann der größte Innovationssprung und Kawasaki stellte das bis dato schnellste Serienmotorrad vor: die GPZ 900 R. Die Modelle der GPZ-Reihe und später der ZX-Reihe – auf dem westlichen Markt als Ninjas bekannt - bilden auch heute noch das Flaggschiff der japanischen Firma.

Supersportler, Naked Bike oder Superbike: Die Ninjas bieten für jeden etwas

Wer sich bei eBay nach Ninja-Motorrädern umschaut, dem werden Begriffe wie Sporttourer, Superbike, Supersportler oder Naked Bike auffallen. Diese unterteilen Motorräder in bestimmte Kategorien. Naked Bikes zum Beispiel verzichten auf die Verkleidung, sodass die Technik freiliegt. Auch fehlt bei vielen Modellen die Windschutzscheibe. Was in den 80ger-Jahren generell bei Motorrädern gängig war und nur im Rennsport eine Ausnahme fand, ist heute ein Kaufkriterium und steht im Gegensatz zu den Halb- oder Vollverkleidungen vergleichbar starker Maschinen. Die Naked Ninja 300, basierend auf der Z250, ist ein Vertreter dieser Kategorie.
Der Sporttourer ist ausgelegt für längere Touren, gepaart mit sportlicher Leistung. Um dies zu erreichen, werden die Spezifikationen von Rennmotorrädern kombiniert mit bequemerem Sitz – oft mit durchgehender Sitzbank, die Platz für einen Beifahrer, genannt Sozius, bietet – und angenehmerer Federung. Der Fahrkomfort ist somit auch bei längeren Strecken gegeben. Die Kawasaki ZX-12R ist so ein Sporttouren und galt mit Markteinführung im Jahr 2000 als schnellstes Serienmotorrad der Welt. Diese Tourenmotorräder sind technisch also den Supersportlern ebenbürtig, sodass die Grenzen der einzelnen Kategorien teilweise verschwimmen. Supersportler sind auf brachiale Leistung getrimmte Motorräder, die als Straßenmaschinen den professionellen Rennmaschinen in nichts nachstehen.

Bei diesen Motorrädern geht es nicht um Fahrkomfort, sondern um Fahrleistung. So bieten sie meist nur Platz für den Fahrer und die Sitzposition ist wesentlich flacher als bei Sporttourern. Supersportler werden, wie andere Motorradarten auch, nach Hubraumgröße aufgeteilt. Während bei den Maschinen bis 600 cm³ die Ninja ZX-6R vertreten ist, finden sich in der Kategorie bis 1000 cm³ zum Beispiel die Ninja ZX-10R oder die Ninja ZX-9R.

Eine weitere Art von Motorrädern stellen die Superbikes dar. Dies sind Straßenmotorräder mit mehr als 1.000 cm³ Hubraum. Sie sind besonders beliebt im Rennsport, so zum Beispiel bei der Superbike-Weltmeisterschaft. Zu den stets vollverkleideten Maschinen zählt zum Beispiel die Ninja ZX-10R, die bereits als Supersportler vorgestellt wurde. Daran erkennt man, dass Motorräder in mehrere Kategorien passen, und gerade dies spiegelt das Bemühen der Hersteller wieder, Leistung und Komfort in einer Maschine zu präsentieren.

Die japanischen Ninja-Rennmaschinen brechen jeden Rekord

Der Ninja wird gerade in der westlichen Welt als dunkler und mysteriöser, aber auch blitzschneller und bärenstarker Auftragskiller und Kämpfer dargestellt. Attribute, die auch den Motorrädern von Kawasaki zugeschrieben werden. Geschwindigkeit in Kombination mit beeindruckender Leistung, verpackt in aggressive Optik.

Die erste Ninja war die GPZ 900 R, die 1983 vorgestellt wurde. Bis zu 115 PS brachte dieses Modell schon auf die Straße mit Spitzengeschwindigkeiten von 248 km/h. Nach weiteren GPZ-Modellen in den nächsten Jahren folgte dann die ZX-Reihe, die den Ninja-Beinamen übernahm. So wurde 1994 die ZX-9R Ninja vorgestellt, ein Supersportler mit 900 cm³ Hubraum in einem Vierzylinder-Motor mit 141 PS. Als größte Innovation bei den folgenden Modellen ab 1990 galt das Ram-Air-System von Kawasaki, das sich den Fahrtwind für eine Motoraufladung zunutze machte und damit gerade bei sehr hohen Geschwindigkeiten eine erhebliche Leistungssteigerung erzielte.

Bereits ein Jahr später folgte die ZX-6R Ninja, die als erster 600 cm³-Supersportler mit Aluminiumrahmen zu dieser Zeit einzigartig war. Nach diversen Nachfolgemodellen wurde im Jahre 2000 die ZX-12R Ninja vorgestellt, die mit 1.200 cm³ Hubraum und 178 PS mit 308 km/h Spitzengeschwindigkeit als schnellstes Serienmotorrad der Welt gefeiert wurde. 2004 folgte der nächste Rekord. Die neue Ninja ZX-10R galt als bisher stärkstes Superbike weltweit mit 175 PS und knapp 300 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die neu überarbeitete ZX-6R Ninja wurde 2005 zum bis dato stärksten Supersportler in der Kategorie bis 600 cm³ Hubraum.

Die Ninja 300: das Einstiegsmodell der Ninjas

Mit den Ninja-Motorrädern werden in erster Linie kompromisslose PS-Power und Geschwindigkeit verbunden. Dass es auch anders geht, zeigt die Ninja 300. Sie besitzt mit ihren knapp 300 cm³ Hubraum und den 39 PS geradezu unspektakuläre Spezifikationen im Vergleich zu den anderen Ninja-Modellen. Dafür eignet sie sich besonders für Fahranfänger, eine sehr vernachlässigte Käuferschaft von den Ninja-Maschinen. Optisch steht die Ninja 300 den großen Modellen jedoch in nichts nach, weswegen der bekannt markante Ninja-Racing-Look sicherlich für Verwechslungen sorgen wird. Technisch macht das Anfängermodell auch keine Abstriche und sorgt mit serienmäßigem ABS, moderner Kupplungstechnik, innovativer Kühlerlüfterverkleidung und Kraftstoffeinspritzung und übersichtlichem Cockpit sowie guter Federung und soziustauglichem Sitz für angenehmen Fahrkomfort.

Eine starke Beschleunigung und hohe Geschwindigkeiten sind bei dem 39 PS starken Zweizylinder-Motor gepaart mit einem maximalen Drehmoment von 27 Nm bei 10.000 U/min natürlich nicht zu erwarten, dafür überzeugen die Bremsen und das Fahrwerk und sorgen so für eine kontrollierte und sichere Fahrt. Gute Voraussetzungen also für eine alltägliche Nutzung bei schicker Ninja-Optik sind somit auch für Fahranfänger gegeben.

Das Supersport-Weltmeistermotorrad Ninja ZX-6R

Die Supersport-Weltmeisterschaft ist ein seit 1999 ausgetragenes Rennen in der Klasse der Supersportler mit Motorrädern bis zu 600 cm³ bei den Vierzylindern. Die Ninja ZX-6R holte hier bereits zweimal den Sieg, so auch im Jahr 2012. Sie gilt als Vorzeigemodell der Mittelklasse und bringt eine sehr hohe Leistung sicher auf die Straße. Dank der eigenen Ram-Air-Technik liefert die ZX-6R mit 134 PS bei einem maximalen Drehmoment von 66,7 Nm bei knapp 12.000 U/min eine stetige Beschleunigung mit bis zu 14.000 Umdrehungen. Geschwindigkeitsüberschreitungen auf deutschen Straßen sind damit schnell erfolgt. Eine stete Kontrolle des Tachos oder gleich der Weg auf die Rennbahn sind somit sinnvoll. Das Fahrwerk bietet bei dieser Beschleunigung auch in Kurvenlagen ausreichend Stabilität und die Edelstahl-Bremsscheiben komplettieren die verbaute Technik. Der Rahmen ist aus Aluminium, was bei den ersten ZX-6R-Modellen 1995 noch einzigartig war. Um noch mehr Leistung in dieser Mittelklasse zu erreichen, ging Kawasaki zwei Wege. Zum einen bot man mit der ZX-636R statt 599 cm³ Hubraum 636 cm³ an, was als nur kleine Vergrößerung erscheinen mag, aber zu einer nicht unbeachtlichen Leistungssteigerung im Vergleich zu anderen Motorrädern der 600er-Klasse führte. Zum anderen kam die ZX-6RR zwar mit unveränderter Hubraumgröße auf den Markt, konnte dafür aber mit verbesserter Technik beim Fahrwerk, bei der Kupplung und bei den Bremsen punkten und gilt somit als Rennstrecken-Variante der ZX-6R-Reihe.

Mit der Ninja ZX-9R zurück an die Spitze

Als Kawasaki die erste Ninja mit der Modellbezeichnung GPZ 900 R in den 80er-Jahren auf den Markt brachte, galt die japanische Firma als unumstrittener König unter den Superbike-Herstellern. Dieser Ruhm war lange verflogen, folgten doch Firmen wie Honda oder Yamaha mit stärkeren Maschinen. Mit der Ninja ZX-9R überzeugte Kawasaki jedoch erneut. 899 cm³ Hubraum, 100 PS bei 10.000 U/min, maximales Drehmoment von 78 Nm bei 7.000 U/min, Ram-Air-System, Vierzylinder und das bewährte Fahrgestell aus Alu-Rahmen bringen mehr als ausreichend Leistung mit.

Das Vorzeigemodell der Superbikes: die Ninja ZX-10R

Die bis heute mehrmals neu konstruierte Ninja ZX-10R ist das Vorzeigemodell der Ninjas. Sie wird jährlich optimiert und ist somit technisch immer auf dem aktuellsten Stand. Durch einen überarbeiteten Motor, der bei 998 cm³ Hubraum mit Ram-Air-Technik 184 PS und 115 Nm bei 9.500 U/min leistet, zeigt Kawasaki, dass auch im mittleren Drehzahlbereich unter 10.000 U/min eine stete Beschleunigung erreicht werden kann. Damit ist ein großer Kritikpunkt an Vorgängermodellen hinfällig und geht einher mit dem sicheren Fahrwerk, das schon bei der ZX-6R verbaut ist. Das dadurch erreichte sichere Handling, auch bei hoher Geschwindigkeit, wird durch die zuverlässigen Bremsen und das serienmäßige ABS unterstrichen. Ungewöhnlich ist die „K-TRC" genannte Traktionskontrolle, die sich in ihrer Funktion deutlich von denen anderer Hersteller abhebt.

Hohe Leistung für lange Strecken: die Ninja ZX-12R

Die Ninja ZX-12R ist ein Sporttourer und war im Jahr 2000 das schnellste Serienmotorrad der Welt. Diesem hohen Anspruch an Fahrgefühl und Technik wird die ZX-12R auch in neueren Modellen gerecht. 182 PS liefert der Vierzylinder Motor mit 1.199 cm³ Hubraum und einem Drehmoment von 134 Nm bei 7.500 U/min und erreicht damit 308 km/h Spitzengeschwindigkeit. Dabei bieten der bequeme Sportsitz und die generell gute Übersicht tatsächlich Touren-Qualitäten. Ob Sie eine derartige Leistung dann auch tatsächlich benötigen, müssen Sie selbst entscheiden. eBay bietet jedenfalls für Sie auch hier die passende Auswahl an.

Wenn Ihnen die Ninjas mit Neupreisen bis zu 20.000 Euro zu teuer sind, sollten Sie sich nicht scheuen, auch die gebrauchten Motorräder von Kawasaki anzusehen. Durch die jährlichen Verbesserungen und Neuvorstellungen bieten auch gebrauchte und etwas ältere Modelle der vorgestellten Ninjas ausreichend Leistung und Fahrsicherheit und dies oft zu günstigen Preisen bei eBay.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden