Dateisysteme unter Windows

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Dateisysteme unter Windows

Allgemeines:

Ein Dateisystem kann man in etwa mit einer Postleitstelle vergleichen. Eine Festplatte wird in verschiedene Sektoren und Blöcke aufgeteilt (siehe Ratgeber: Festplatten). Die Blöcke bekommen vom Dateisystem eine Adresse. Dies passiert bei der Formatierung der Festplatte. Nun werden Daten auf die Festplatte geschrieben. Damit der PC weiß, wo welche Daten sind, wird ein Verzeichnisangelegt, worin steht, welche Datei (bzw. welcher Teil einer Datei) in welchem Block liegt. Dieses Verzeichnis gleicht in etwa einem Telefonbuch. Es gibt verschiedene Dateisysteme. Die wichtigsten unter Windows sind FAT32 und NTFS. Mehr dazu unten.

FAT/FAT16:

FAT ist ein sehr altes Dateisystem, welches z.B. Bei Dos oder Windows 3.1, teilweise auch unter Windows 95 zum Einsatz kam. FAT kann Partitionen (siehe Ratgeber: Partitionen) bis max. 2GB Größe unterstützen. Hat man größere Festplatten, kann man nur mehrere 2GB Partitionen anlegen, oder man muss auf FAT32 umwandeln. Ein weiteres Manko von FAT ist, dass der Dateiname auf Format 8.3 (max. 8 Zeichen Dateiname + max. 3 Zeichen Dateiendung) beschränkt ist, da in dem "Telefonbuch" kein Platz für mehr vorgesehen ist. Bei der Verwendung von DOS/Win3.1 ist es notwendig. Bei Windows 95 oder Neuer rate ich dringend von diesem Dateisystem ab (Nur bei Parallelbetrieb (Win 3.1/9x) notwendig).

FAT32:

FAT32 ist das etwas neuere Dateisystem. Es unterstützt nun auch große Partitionen bis 8TB (8.096GB!) und Dateinamen bis max. 255 Zeichen. Zudem ist die Anzahl der anlegbaren Datein auf 268.435.456 angestiegen, was glaube ich für nahezu niemanden relevant ist. Was dafür wichtiger sein kann (z.B. wenn jemand mit DVD-ISO-Images arebitet) ist, dass die max. Dateigröße auf 4 GB Beschränkt ist!

NTFS:

NTFS wurde von Windows NT eingeführt und hat den einzigen Nachteil, dass man mit Windows 3.1/95/98 und ME nicht ohne weiteres darauf Zugreifen kann. Hierzu benötigt man NT,2000,XP oder Vista bzw. eine Serverversion oder ein neueres Microsoft Betriebssystem. Die Länge des Dateinamen ist nun nur noch vom Datenpfad abhängig. Die komplette Adresse (z.B.: c:\windows\abc.txt) ist auf ca. 32.000 Zeichen beschränkt. Zudem bietet NTFS eine automatische Fehlerkorrektur des Dateisystems (nicht der Daten) und eine max. Dateigröße von 16EB (1Exabyte = ca. 100.000.000 Gigabyte). Zu den größten Vorteilen von NTFS zählt die Möglichkeit der Rechtevergabe und die Möglichkeit der Softwarebasierten Datenspielgelung (Festplattenabbild). Ebenso ist eine Datenverschlüsselung auf Dateiebene möglich.

Sonstiges:

Natürlich gibt es bei allen Dateisysteme noch weitere Eigenschaften, die aber nur Administartoren oder Profis interessieren dürfte. Bei Fragen stehe ich gerne offen um ggf. weitere Erläuterungen zu geben.

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