Dateisysteme bei Festplatten (ext. und intern)

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Einführung

Betriebssysteme

Wann welches Dateisystem

FAT32 Dateisystem Besonderheiten

Probleme bei FAT32 Dateisystem

Besonderheit LAN-Drives (Netzlaufwerke)

 

Einführung

Bei Speichermedien wie Festplatten (intern) so wie externen Festplattenspeichern (USB, FireWire, eSATA oder LAN) kommt es immer wieder zu Problemen mit den Dateisystemen und deren Nutzung. Besonders interessant wird es, wenn das Gerät von mehreren Rechner verwendet wird, die mit unterschiedlichen Betriebssystemen arbeiten (wie z.B. MS Windows in den Versionen Win98 – Win XP, oder Linuxsysteme oder Mac`s).

In diesem kleinen Rategeber werden vor allem die gebräuchlichsten (für Otto-Normalanwender) Betriebssysteme mit den dazugehörigen Dateisystemen kurz behandelt und angesprochen.

Betriebssysteme

Schauen wir uns zuerst einmal die Microsoftbetriebssysteme kurz an, interessant sind hier Win 98SE, Win ME, Win 2000 und Win XP.

Win98SE beherrscht zwar mehr als das FAT32 Dateisystem, jedoch handelt es sich dabei nur um Vorgängerversionen die derzeit nicht mehr relevant sind. FAT32 ist eines der bekanntesten und verbreitesten Dateisysteme.

Win ME stellt ja eigentlich keiner Neuerung da und arbeitet ebenso mit FAT32.

Win 2000 und Win XP arbeiten mit FAT 32 wie auch mit dem NTFS-Dateisystem. Nach Möglichkeit sollte man das NTFS-Dateisystem verwenden da dies sicherer ist und mehr Optionen bietet.

MAC OS unterstützt natürlich auch FAT32 jedoch kein NTFS (neuere Systeme bieten jedoch schon Lesezugriff auf NTFS-Partitionen). Das eigentliche Betriebssystem interne Dateisystem ist jedoch HFS bzw. HFS+. Wer nur in MAC-Umgebungen arbeitet sollte HFS+ verwenden.

Linux wollen wir natürlich nicht vergessen. Die wichtigsten Dateisysteme sind hier ext2 und ext3 sowie das ReiserFS. Natürlich beherrscht auch Linux das FAT32 Dateisystem.

Wann welches Dateisystem

So, jetzt kennen sie die wichtigsten Dateisysteme, wissen aber nicht weshalb und warum und wann man welches verwenden sollte sowie welche Vor- und Nachteile es gibt. Eigentlich ist es recht einfach. Wer nur Win98SE und WinME einsetzt muss FAT32 verwenden, eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Wer nur Win2000 und XP verwendet sollte NTFS verwenden, kann aber auch FAT 32 verwenden. Gleiches gilt natürlich auch für MAC-Systeme und Linuxsysteme, man verwendet einfach das Dateisystem des Betriebssystem (Standartdateisystem).

Wer jetzt jedoch plattformübergreifend arbeiten will, sei es mit Win98SE und WinXP oder MAC OS und Win2000 oder aber mit allen angesprochenen Betriebssystem kommt ohne Zusatztools nicht an FAT32 vorbei

FAT32 Dateisystem Besonderheiten

Wer näheres zu den einzelnen Dateisystemen wissen möchte sollte sich bei Wikipedia schlau machen. Ich möchte ihnen hier nur nahe bringen welches Dateisystem sie verwenden sollten. Da FAT32 das einzige Dateisystem aktuell ist das plattformübergreifend einsetzbar ist, werden ich ihnen hier kurz die Vor- und Nachteile aufschreiben.

FAT32 Vorteile:

Dieses Dateisystem ist plattformübergreifend, es kann sowohl an Windowssystemen wie auch am MAC oder Linuxsystemen eingesetzt werden. Mehr Vorteile gibt es aus heutiger Sicht nicht mehr.

FAT32 Nachteile:

Die max. Partitionsgröße beträgt 2TB, ist zwar im Moment noch mehr als genug aber in 1-2 Jahren wird es wohl schon größere Festplatten geben. Die max. Dateigröße beträgt jedoch nur 4GB d.h. Ein DVD-Image ist schon nicht mehr auf einem FAT32 Datenträger speicherbar (es gibt jedoch Ausnahmen, eine LAN-Drives können bis 16 GB speichern durch einen Trick).

Weiterhin geht das FAT32 Dateisystem sehr verschwenderisch mit dem Festplattenspeicher um, dies liegt an der Verwaltung des Dateisystems.

Probleme bei FAT32 Dateisystem

Bei Win98SE und WinME kann man problemlos auch große Festplatten mit FAT 32 formatieren, nicht jedoch bei Win2000 und Win XP hier wurde von Microsoft eine Sperre eingebaut die nur Formatierungen bis 32GB zuläßt, natürlich können formatierte größere Platten gelesen werden, jedoch können sie mit Bordmitteln keine Festplatte über 32 GB mit FAT32 formatieren, dies müssen Sie mit Drittsoftware (z.B. Acronis Disk Director oder einem Linuxsystem machen, als Alternative natürlich auch mit Win98SE oder WinME). Auch beim MAC gibt es eine solche Beschränkung die meines Wissens nach bei 130 GB liegt.

Besonderheit LAN-Drives (Netzlaufwerke)

Ext. Festplatten mit Netzwerkanschluss auch NAS-Lösungen genannt die mit dem SMB- und FTP-Protokoll arbeiten, nutzen meist auch das FAT32 Dateisystem. Die Formatierung läuft hier über das Gerät selbst da hier ein eigenes Minibetriebssystem arbeitet, hier gibt es also keine Probleme dir Formatierung durchzuführen. Einige dieser Geräte bieten auch das ext2 und ext3 Dateisystem an, dieses sollten Sie vorziehen da es effizienter arbeitet und nicht die Nachteile von FAT32 besitzt. So lange der Zugriff über das Netzwerk erfolgt ist es auch nicht relevant welches Betriebsystem auf das NAS-Lösung zugreift. Es ist dort wie im Internet, die Daten werden per Netzwerkprotokoll verarbeitet, das Dateisystem des Zielrechners ist hier ohne Bedeutung.

Ich hoffe ich konnte mit diesem Ratgeber etwas helfen.

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