Dat census honores - wie Sie interessante Provinzialprägungen bestimmen

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Dat census honores - wie Sie interessante Provinzialprägungen bestimmen

Qualitativ hochwertige und gut erhaltene Münzen aus der Zeit des Römischen Reichs zu finden, ist heute kaum noch möglich. Die Münzen dieser Epoche wurden teilweise vor über 2500 Jahren geprägt und markieren zugleich die Anfänge des Münzhandwerks selbst. Viele der sich heute in Sammlerhänden befindlichen Bestände von antiken Münzen, werden bei archäologischen Ausgrabungen zu Tage gefördert. Der Aufbau der damaligen Zahlungssysteme und die damit verbundenen Nominalwerte, sind heutzutage nur noch sehr schwer nachweisbar.

Der Beginn der römischen Münzprägung

Die ersten nachweisbaren Münzen der Römer stammen aus dem 4. Jahrhundert vor Christi Geburt. Es handelte sich dabei allerdings eher um unförmige Bronzebarren, als um Münzen, wie man sie heute kennt. Im weiteren Verlauf der Geschichte wurden aus den Barren immer mehr kleinere Metallstücke und schließlich runde Münzen. Die ältesten römischen Münzen, die heute nachweisbar sind, stammen aus der Zeit um 250 vor Christi Geburt. Ein wichtiges Datum, sollte man feststellen wollen, ob es sich bei angebotenen Münzen um Originale oder um Fälschungen handelt. Das damalige Geldsystem ist dabei allerdings nicht mit dem heutigen vergleichbar und so dominierten teilweise von Ort zu Ort unterschiedliche Münzfamilien, was es quasi nicht möglich macht, einen generellen Kursmünzensatz des jeweiligen Volkes festzumachen.
Im weiteren Verlauf der Geschichte traten zudem die ersten Scheidemünzen auf, also Münzen, deren Nominalwert höher war, als das in ihnen verwendete Metall. Im Handel findet man diesbezüglich eine große Auswahl an Münzen aus den verschiedensten Epochen und z.B. auch aus dem Altertum. Mehr oder weniger erhaltene Stücke findet man auch heute noch unter Sammlern, und aufgrund der Seltenheit und der altersmäßigen Gegebenheiten sind heutzutage natürlich keine Stücke mehr in Spitzenqualität zu erlangen. Vielmehr im Vordergrund beim Münzkauf sollten daher die Echtheit der Münze und die wenigstens erkennbaren Konturen der Schrift und Symbole sein. Im Folgenden soll auf die Münzprägung im Römischen Reich selbst und bei weiteren Völkern des Altertums eingegangen werden.

Münzen aus den römischen Provinzen – Prägemethoden und Materialien

Die ersten nachweisbaren Münzen stammen aus dem Reich der Lydier, etwa 650 vor Christi Geburt. Das dominierende Material für die Münzprägung war hier eine natürlich vorkommende Legierung aus Gold und Silber. Im Prinzip handelte es sich um verhältnismäßig unförmige Brocken, die so genannten Nuggets. Kurze Zeit später verwendete man bereits erstmalig Gold für die Prägung von Münzen. Die nächste Epoche der Münzprägung ist die der griechischen Münzen. Hier liegen auch die Wurzeln der ersten nachweisbaren Silbermünzen. Zu Beginn gab es von Ort zu Ort noch unterschiedliche Münzen, später setzte sich aber dann der Tetradrachmon durch, der Vorläufer der damaligen Drachme. Die Münzwährung bestand dabei aus Münzen mit verschiedenen Nominalwerten bis zu 10 Dekadrachmon.

Die ersten Bronzemünzen

Den nächsten Abschnitt in der Evolution der Münzen markierte die erstmalige Verwendung des Werkstoffs Bronze in der Münzprägung, etwa mit Einsetzen des 5. Jahrhunderts vor Christi Geburt. Hierbei handelte es sich zudem um die ersten Scheidemünzen. Von der Symbolik her setzten sich fortan Münzen mit der Abbildung der amtierenden Herrscher durch.

Die ersten runden Münzen, so wie wir sie heute kennen, stammen aus dem 3. Jahrhundert vor Christi Geburt und wurden aus Kupfer und Bronze geschlagen. Zudem gab es teilweise noch große, mitunter ein Pfund schwere, Kupferstücke, welche gegossen wurden. Die ersten dieser römischen Münzen bildeten dabei diverse Tiermotive als auch antike Waffen und Ornamente ab. Im späteren Verlauf der Geschichte traten im Jahre 269 vor Christi Geburt und im Römischen Reich die ersten Silbermünzen, die so genannten Quadrigatus, auf. Vorbild für die Münzprägung im Römischen Reich waren die Münzen im griechischen Drachmenstil.
Etwa gegen 211 vor Christi Geburt setzten sich die Silbermünzen dann im gesamten Reich durch. Während der römischen Kaiserzeit war die Vielfalt der kursierenden Münzen und der verwendeten Materialien für die Münzprägung allerdings am größten. In diesem Zeitraum wurden Münzen aus Gold, Silber, Messing und Kupfer geschlagen. Insgesamt betrachtet verfiel das römische Münzwesen in der Zeit der Kaiser zunehmend. Als Indiz dafür sind die immer schlechteren Darstellungen und Münzprägequalitäten dieser Zeit zu nennen. Des Weiteren beobachtete man im Weströmischen Reich immer mehr Rechtschreibfehler auf den Münzen, da die Münzpräger aus diesem Gebiet der lateinischen Sprache nicht mächtig waren und mitunter weder lesen noch schreiben konnten.

Römische Nachbarn - der Blick in die Münzgeschichte des Altertums

Wenn man von Münzen aus dem Altertum spricht, so meint man hauptsächlich die Münzprägung im griechischen, keltischen und römischen Reich. Diesbezüglich findet man auf dem Markt eine große Auswahl an verschiedenen griechischen, keltischen und ostkeltischen Münzen sowie römischen Münzen in unterschiedlichem Erhaltungsgrad und aus verschiedenen Materialien. Münzen aus der Zeitenwende unterscheiden sich von den heutigen Münzen nicht wesentlich. Diese wurden wie heutzutage auch aus Metalllegierungen gefertigt und auf ihnen findet man verschiedene Zeichen aus dem Reich der Symbolik. Einer der wenigen Unterschiede liegt dabei in der Numerik, der Zahlenkunde der Münzen. Im Altertum besaß eine Münze keinen festen Nominalwert, wie wir ihn heute kennen. Vielmehr bestimmte das Gewicht der Münzen, wie z.B. im antiken Griechenland die Tetradrachmon, den Wert der Münze.

Keltische Münzen

Im Reich der Kelten dienten die ersten Münzen zudem lediglich als Informationsaustausch oder als Schatzgegenstand. Auch hier kam es im späteren Verlauf der Geschichte nicht zu einem einheitlichen Münzsystem. Vielmehr dominierten von Bereich zu Bereich unterschiedliche Materialien bei der Münzprägung. Als Beispiel dafür ist auch die unterschiedlich verwendete Symbolik zu nennen. So wurden Münzen aus den Gebieten westlich des Rheins vorrangig mit dem Antlitz Phillips II. versehen, währenddessen jene aus dem heutigen Süddeutschland und Böhmen das Konterfei Alexanders des Großen trugen. Bekannt sind die Kelten aber auch wegen ihrer Innovationsfähigkeit in Sachen Münzen. Zu nennen wären hier z.B. die bekannten Regenbogenschüsselchen und Lochmünzen, Münzen mit sehr unterschiedlichen Formen.

Von den römischen Münzen existieren heute noch die meisten Exemplare der Münzen des Altertums. Hier unterscheidet man zwischen Münzen aus der römischen Kaiserzeit - Münzen von Hadrian, der einem römischen Geschlecht entstammte, sind beispielsweise sehr begehrt -, Münzen aus der Römischen Republik, Provinzialprägungen, und spätrömischen Münzen, sowie zwischen imperatorischen Prägungen. Auf die einzelnen Münzarten soll im weiteren Verlauf noch näher eingegangen werden.

Ob es heute noch möglich ist, gute Provinzialprägungen zu finden

Auch heutzutage ist es noch möglich, verhältnismäßig gut erhaltene Exemplare zu finden. So findet man ein breites Spektrum verschiedener Münzen aus dem Altertum - aus dem Mittelalter ist der Huszar oft vertreten - dem Deutschen Reich sowie Münzen nach 1945. Die Münzen aus dem Altertum markieren demnach den Beginn der Geschichte der Münzprägung. Selbstverständlich ist es in diesem Zusammenhang nicht möglich, noch Münzen mit der höchsten Prägequalität aus diesem Zeitraum zu finden. Relativ gängig sind daher die Prägequalitäten „ss“ – für sehr schön und „vz“ – für vorzüglich am anderen Ende der Skala. Die am besten erhaltenen Münzen aus dieser Zeit sind aber zweifelsohne die Bronzemünzen. Jene haben der Witterung der vergangenen 2000 Jahre am besten standgehalten. Problematischer sieht es da schon bei den Kupfermünzen des Altertums aus, da diese teilweise der Grünspan verwittert hat und Symbole und Konturen auf den Münzen nur noch schwer erkennbar sind. Des Weiteren muss nicht mal unbedingt die Witterung Schuld an der schlechten Erhaltung der Münzen sein. Da die Münzprägung vor über 2000 Jahren noch in ihren Kinderschuhen steckte, waren die Prägequalitäten noch nicht so weit ausgebildet, wie wir diese heute kennen. Oftmals sind Münzen schon von vornhinein undeutlich und unsauber geprägt worden.

Münzen aus dem Römischen Reich – was zu beachten ist

Die ersten römischen Münzen wurden in der Römischen Republik ca. 200 vor Christi Geburt geprägt und bildeten Symbole wie z.B. die amtierenden römischen Kaiser oder Fabelwesen wie beispielsweise den Minotaurus ab. Diese Phase markiert die älteste Periode der römischen Münzprägung und Münzen aus diesem Zeitraum sind heutzutage nur noch sehr schlecht erhalten. Viele der Münzen wurden bei Ausgrabungen von alten römischen Siedlungen und Städten gefunden und sind danach sofort in Sammlerhände geraten. Größtenteils handelt es sich hierbei um Kurantmünzen, also Münzen deren Nominalwert mit dem Realwert des verwendeten Metalls übereinstimmen. Im späteren Verlauf der Geschichte des Römischen Reichs gab es noch diverse Provinzialprägungen, also Münzen, die von Provinz zu Provinz unterschiedlich aussahen.

Das Ende des oströmischen Reichs - Byzantinische Münzen

Im byzantinischen Reich wurden Münzen zwischen dem 5. und dem 15. Jahrhundert geprägt, einem Zeitraum, der sich über fast 1000 Jahre erstreckt. Mit der Reichsteilung des Römischen Reichs gegen Ende des 5. Jahrhunderts kam es zur byzantinischen Währungsreform, in welcher man eigene Münzen mit den Konterfeis der amtierenden Herrscher einführte. Die Münzen verändern im Laufe der Zeit immer wieder ihre Form und traten gegen Ende der byzantinischen Ära eher in Schüsselformen auf. Die Beschriftung der Münzen geschah mithilfe griechischer Schriftzeichen und griechischen Buchstaben bei der Numerik. Geprägt wurden die Münzen in verschiedenen Prägestätten.

So pflegen Sie Provinzialprägungen aus der Zeit der Antike richtig

Zusammenfassend ist beim Kauf einer Münze aus dem Altertum eine Menge zu beachten. Da die Münzen mittlerweile über 2000 Jahre alt sind und oft nur durch archäologische Ausgrabungen zu Tage gefördert werden, ist es natürlich nicht möglich, diese noch in exzellenter Qualität aufzufinden. Um dem weiteren Verfall der Münzen Einhalt zu gebieten, bedarf es einer Reihe von Münz-Zubehör wie z.B. diverse Münz-Sammelalben in Form von Reinigungs- und Pflegeprodukten um Ihre Münzen auch noch für die Nachwelt gut zu erhalten.

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