Das sollten Sie über Fahrtrichtungsanzeiger und Rückleuchten wissen

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Was muss beim Kauf von Blinkern, Frontblinkern, Seitenblinkern, Rückleuchten, Blinkerglas, Blinkerbirnen und Blinkleuchten beachtet werden?

Der Blinkanlage kommt im Straßenverkehr eine elementare Funktion zu. Sie sorgt für die Sicherheit des Pkw-Besitzers und anderer Verkehrsteilnehmer. Aufgrund der permanenten Beanspruchung kann es zu einem Defekt kommen. Dann ist es wichtig, die schadhafte Fahrzeugkomponente umgehend auszutauschen. Dieser Ratgeber gibt wertvolle Informationen zu Funktionsweise, Aufbau oder gesetzlichen Bestimmungen. Zusätzlich erhält der Leser Tipps zum Wechsel von Blinkerbirnen und Blinkerglas.

Der Fahrtrichtungsanzeiger an Pkw und Kraftfahrzeugen

Der sogenannte Blinker an einem Pkw oder Kraftfahrzeug wird auch als Fahrtrichtungsanzeiger bezeichnet. Ihm kommt im Straßenverkehr eine wichtige Aufgabe zu. Die Blinkanlage eines Autos hat die Funktion, anderen Verkehrsteilnehmern die Änderung der Fahrtrichtung frühzeitig und eindeutig anzuzeigen. Dies wird in der Regel durch ein blinkendes Licht an den Fahrzeugaußenseiten signalisiert, was den Namen Blinker erklärt.
Normalerweise verfügt jedes zugelassene Fahrzeug über vier oder sechs Fahrtrichtungsanzeiger. Zwei befinden sich an der Front des Fahrzeugs. Zwei weitere Blinker sind am Heck des Kraftfahrzeugs befestigt. Ein Großteil der heutigen Fahrzeuge verfügt über zwei zusätzliche Blinklichter. Sie sind an den Längsseiten des Autos beziehungsweise Kfz angebracht.
Dem Blinklichtsystem eines Fahrzeugs kommt eine große Bedeutung zu. Deshalb sind sämtliche Komponenten dieser Anlage besonders gut sichtbar am Auto positioniert. Dadurch wird sichergestellt, dass andere Verkehrsteilnehmer zeitnah auf mögliche Gefahren aufmerksam gemacht werden und entsprechend reagieren können. Die Blinker erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr für den Fahrzeugführer.

Die gesetzlichen Vorschriften

Laut Straßenverkehrzulassungsordnung (StVZO) muss jedes Fahrzeug über zwei Blinker im Frontbereich des Fahrzeuges verfügen. Zusätzlich sind zwei weitere Blinkleuchten am Heck des Wagens Pflicht. Auch ein Fahrzeuganhänger muss mit entsprechenden Fahrtrichtungsanzeigern ausgestattet sein – allerdings nur am Heck. Die mehrspurigen Fahrzeuge der jüngsten Generation sind mit mehr als nur diesen vier Blinkleuchten ausgestattet. Sie besitzen weitere sogenannte Warnblinkleuchten sowie zusätzliche Blinker an den Außenspiegeln. In den europäischen Ländern ist die Lichtfarbe der Fahrtrichtungsanzeiger vorgeschrieben. Sie strahlen alle in einem gelben Ton.

Die Blinkleuchte muss gemäß § 54 StVZO nach der Inbetriebnahme auf der betreffenden Fahrzeugseite parallel und phasengleich leuchten. Der sogenannte Blinkgeber des Wagens ist so einzustellen, dass die relative Hellzeit der Blinker zwischen dreißig und achtzig Prozent liegt. Der Rhythmus der Fahrtrichtungsanzeiger setzt nicht zwingend parallel mit dieser Hellphase ein. Das Signal muss jedoch nach spätestens anderthalb Sekunden nach dem Blinkimpuls des Blinkschalters leuchten.

Fahrtrichtungsanzeiger bei mehrspurigen Fahrzeugen

Bei mehrspurigen Fahrzeugen kann der Fahrer die Fahrtrichtungsanzeiger nicht unmittelbar sehen. Aus diesem Grund verfügt das Armaturenbrett in direktem Sichtfeld des Fahrers über entsprechende Kontrollleuchten. Manche Fahrzeugmodelle verfügen über zwei Überwachungssignale für beide Seiten des Wagens. Andere Pkw-Modelle haben nur eine Kontrollleuchte. Diese Kontrollinstrumente im Blickfeld des Fahrzeugführers müssen im gleichen Takt wie die äußeren Blinklichter aufleuchten. Pkw oder Kraftfahrzeuge, die nicht über eine solche Überwachungsleuchte verfügen, müssen eine andere, eindeutige Anzeigefunktion besitzen. Diese Regelung ist gesetzlich vorgeschrieben.

Akkustische Signale

Neben der visuellen Überwachung der Blinkerfunktion bieten die meisten modernen Fahrzeuge ein Signal meist in Form eines klackenden Tons, erzeugt von dem sogenannten Blinkerrelais. Das Geräusch ertönt in der Regel korrespondierend zur sichtbaren Kontrollanzeige des Fahrzeugs. In manchen Pkw oder Kraftfahrzeugen erzeugt ein spezielles Kombi-Instrument das Signal des Blinkers. Bei älteren Fahrzeugmodellen übernimmt diese Aufgabe ein besonderes Relais. Nachdem die Fahrzeughersteller zunehmend auf eine elektrische Steuerung setzen, imitiert bei modernen Autos ein gesonderter Lautsprecher diesen Kontrollton.

Besondere Warn- und Kontrollleuchten

Ist der Fahrtrichtungsanzeiger beschädigt oder fällt er sogar aus, wird der Fahrer durch eine spezielle Warnleuchte im Armaturenbrett darauf hingewiesen. Diese Lampe blinkt in dem Fall in einer deutlich überhöhten Geschwindigkeit. Einige Fahrzeuge besitzen zwei dieser Überwachungsinstrumente, sodass bei einem Ausfall immer die Lampe der defekten Blinklichtseite brennt.
Plant der Pkw-Führer eine Fahrt mit dem Anhänger, so muss der Wagen ebenso über eine Kontrollleuchte für dessen Blicklichtanlage verfügen. Das wird durch eine separate, weitere Lampe gewährleistet. Fahrzeuge, die diese Zusatzleuchte nicht haben, kompensieren diese Funktion bei einem Ausfall der Blinker über ihre Elektronik. Die Blinkfrequenz steigert sich.
Bei Fahrzeugen mit einer ferngesteuerten Schließanlage zeigen die Fahrtrichtungsanzeiger durch kurzes Aufleuchten an, ob die Autotüren verschlossen oder geöffnet sind. Sie ermöglichen dem Fahrer in diesem Zusammenhang eine optische Kontrolle.

Blinker an Fahrzeugen

Das Blinksystem eines Fahrzeugs besteht aus verschiedenen Komponenten. Die Anlage umfasst den sogenannten Blinkgeber, den Blinkschalter sowie den Warnblinkschalter und die vier Blinkleuchten des Fahrzeugs. Die elektrische Spannung bezieht der Blinkgeber vom Bordnetz des Wagens. Das Relais befindet sich im Innenraum des Blinkgebers. Es sorgt für eine Taktfrequenz von neunzig pro Minute.
Möchte der Fahrzeugführer seine Fahrtrichtung ändern, bedient er den Blinkhebel. Dieser sitzt direkt neben dem Lenkrad. Über diese Vorrichtung wird der Blinkgeber aktiviert und die Stromverbindung hergestellt. Die Blinkerleuchte der betreffenden Seite leuchtet auf.
Bei Fahrten mit dem Anhänger muss dessen Blinkanlage mit der des Wagens gekoppelt werden. Aus diesem Grund besitzen Fahrzeuge mit Anhängerkupplung eine zusätzliche, genormte Steckdose. Sie befindet sich direkt daneben.

Die Front- und Seitenblinker

Der Straßenverkehr verlangt von Autofahrern einiges ab. Sie sollen jederzeit adäquat reagieren. Um das sicherzustellen, müssen sich Pkw-Besitzer auf die Elektronik ihres Fahrzeuges verlassen können. Ein möglicher Ausfall könnte zu einem Sicherheitsrisiko werden.
Ein sicherheitsrelevanter Fahrzeugbestandteil ist die Beleuchtung eines Autos. Die Scheinwerfer sorgen für eine gute Sicht auf den Straßenverlauf in der Nacht. Die Fahrtrichtungsanzeiger signalisieren anderen Verkehrsteilnehmern bevorstehende Bewegungsänderungen. Sie dienen somit anderen Fahrern als Orientierungshilfe.
Fahrtrichtungsanzeiger werden auch als Front- und Seitenblinker bezeichnet. Welche Variante an Blinkern an einem Fahrzeug befestigt beziehungsweise verbaut werden darf, ist abhängig von der gesetzlichen Regelung sowie der Größe des Autos oder Kraftfahrzeugs.
Mehrspurige Autos verfügen normalerweise über parallel montierte Frontblinker und Blinkleuchten im Heckbereich. Zusätzlich dürfen Fahrzeuge auch mit Blinkern an der Längsseite des Wagens ausgestattet sein. Ist ein Fahrzeug weniger als vier Meter lang und weniger als 1,60 Meter breit, sind Fahrtrichtungsanzeiger an der Längsseite vollkommen ausreichend. Überschreiten die Ausmaße des Fahrzeugs diese Angaben, muss das Kfz mit weiteren Blinkerleuchten an der Fahrzeugseite ausgestattet werden.

Das Blinkerglas

Es kann vorkommen, dass das Glas eines Blinkers beschädigt wird. Das kann aufgrund eines harten Steinschlags oder eines Unfalls passieren. In diesem Fall ist das Blinkerglas zu wechseln.
Dieser Austausch ist bei einfachen Modellen wie separat verbauten Blinkleuchten relativ unkompliziert zu realisieren. Hier kann der Fahrzeugbesitzer versuchen, seinen Blinker selber instand zu setzen. Hilfreiche Informationen, Ratschläge und Tipps hierzu hält oftmals auch die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs bereit.

Moderne Blinker sind in der Regel für Laien nicht ganz einfach zu reparieren

Viele Fahrzeuge verfügen jedoch mittlerweile über spezielle, kombinierte Frontleuchten und Rückleuchten. Hier kann sich die Reparatur als schwierig und teuer erweisen. Grund dafür ist die Komplexität dieser Leuchten. Sie erfüllen neben dem Anzeigen der Fahrtrichtung weitere Funktionen. Deshalb sind diese Lampen sehr strapazierfähig konstruiert. Das Blinkerglas ist sehr oft direkt mit dem Gehäuse verleimt. Das macht einen Wechsel kompliziert und kostenintensiv. Wer nicht über das entsprechende Know-how verfügt, sollte den Wechsel des Blinkerglases einer Fachwerkstatt überlassen. Der Fachmann in der Autowerkstatt weiß meist augenblicklich, wie er das Glas des defekten Blinkers am besten durch ein neues ersetzen kann.
Der Nachkauf eines speziellen Blinkerglases ist generell einfach. Auch der Kauf eines einzelnen Frontblinkers, einer Blinkleuchte für den Außenspiegel oder eines Seitenblinkers ist unkompliziert realisierbar.

Die Blinkerbirnen

Eine intakte und voll funktionstüchtige Beleuchtungsanlage ist in Deutschland Pflicht. Dazu zählt auch das reibungslose Funktionieren des Blinkersystems. In einigen europäischen Nachbarländern sind Fahrzeughalter sogar dazu verpflichtet, eine Ersatzbirne im Fahrzeug mitzuführen. Das Angebot von Blinkerbirnen ist enorm und variiert von Fahrzeugtyp zu Fahrzeugtyp.
Bei älteren Modellen ist der Wechsel der beschädigten Blinkerbirnen recht einfach zu bewerkstelligen. Da der Austausch der Blinkerbirnen von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich vonstattengeht, empfiehlt sich ein Blick in die Bedienungsanleitung des Pkw. Hier steht genau, welche Glühbirnen sich für das Blinkersystem des Fahrzeugs eignen.
Bei modernen Fahrzeugen raten die Hersteller bereits bei einer durchgebrannten Birne zum Besuch der Fachwerkstatt. Die entsprechenden Glühbirnen können Fahrzeugbesitzer online kaufen. Alle Fakten und Informationen zur Glühbirne stehen im Anleitungsheft des Fahrzeugs. Neben dem Totalausfall einer Blinkerbirne kann auch das Verblassen der Lichtquelle einen Wechsel der Lampe erforderlich machen. Aus diesem Grund sollten Autobesitzer regelmäßig kontrollieren, ob die Fahrtrichtungsanzeiger auch in der vorgeschriebenen Farbe leuchten. Einige sogenannte Klarglasblinker besitzen speziell gefärbte Glühbirnen, die mit der Zeit verblassen. Das führt zu einem Verlust der Signalwirkung.

Die Rückleuchten

Die Rückleuchte an einem Kraftfahrzeug oder Pkw wird auch als Heckleuchte bezeichnet. Sie befindet sich, wie es der Name verrät, am hinteren Ende des Autos. Rückleuchten sind in vielen unterschiedlichen Arten und Preisklassen zu haben. Es gibt sie auch als LED-Variante. Rückleuchten haben gleich mehrere Aufgaben. Sie sorgen für gute Sichtbarkeit und somit Sicherheit bei Nachtfahrten. Zusätzlich vereinen sie die Nebelleuchten, die Bremslichter, den Rückfahrscheinwerfer sowie die Blinkleuchte.
Wer mag, kann seine Heckleuchte auch mit einer speziellen Folie überziehen. So leuchten sie in einer anderen Farbe. Allerdings ist hierbei Vorsicht geboten, da in Deutschland die Farbe von Rückleuchten und Scheinwerfern vorgeschrieben ist. Wer seine Rückleuchten beispielsweise abdunkeln möchte, muss darauf achten, dass die Sichtbarkeit der Signalleuchten gegeben ist. Wer dagegen verstößt, riskiert das Stilllegen seines Fahrzeugs. Es ist ratsam, sich diesbezüglich umfassend zu informieren.

Wie Sie beschädigte Glühbirnen austauschen

Bei älteren Fahrzeugtypen könnte der Austausch beschädigter Glühbirnen schwierig werden, da eine Demontage des Gehäuses für Laien oft kaum zu bewerkstelligen ist. Bei modernen Fahrzeugen ist der Wechsel generell recht unkompliziert. Das können auch Laien durchführen. Die defekte Birne wird einfach durch den Innenraum des Fahrzeugs getauscht, nachdem das Gehäuse entfernt wurde.
Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein Blinkerglas zu bestellen, sollte darauf achten, sich für das richtige Fabrikat zu entscheiden. Deshalb muss der Fahrzeugbesitzer den Hersteller seines Wagens, Fahrzeugtyp sowie Herstellungsjahr kennen.

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