Das sollten Sie beim Onlinekauf von Exoten beachten

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Das sollten Sie beim Onlinekauf von Exoten beachten

Für viele Menschen sind die Pflanzen ihres Gartens eine Quelle der Ruhe und der Entspannung. Das frische Grün, die duftenden Blüten, Zweige, die sich sanft im Wind wiegen – all das vermittelt ein Gefühl der Ausgeglichenheit, sodass der Stress des Alltags abfallen kann. Früher beschränkten sich die Gewächse im Garten auf heimische Arten, wie etwa Hortensien oder Rosen, inzwischen finden sich aber, dank der weltweit vernetzten Märkte, auch mehr und mehr Exoten in deutschen Gärten.

Riesige Auswahl an Exoten

Exotische Pflanzen sind unter anderem auch deshalb so beliebt, weil die Auswahl so immens ist. Unter den Exoten ist wirklich für jeden eine passende Pflanze dabei. Zudem verbreiten Exoten – wie der Name schon sagt – einen Hauch von Exotik, von Urlaubsgefühl und der Fremde. Das macht sie zu etwas Außergewöhnlichem, an dem man sich immer wieder erfreut und kaum sattsehen kann.

Dank der riesigen Auswahl gibt es zwar für jeden die passende Pflanze, genau diese Auswahl macht es aber auch sehr schwierig, das richtige Gewächs zu finden. Gerade Laien tun sich oft schwer damit, sich für eine Pflanze zu entscheiden, da sie schlicht überfordert sind. Denn Exoten sehen zwar schön aus, haben aber oft auch „exotische“ Pflege nötig. Man sollte sich daher umfassend informieren, bevor man eine exotische Pflanze kauft, denn durch die falsche Pflege kann sie schnell eingehen. Mit den richtigen Maßnahmen aber wird man lange Freude am neuen Exoten haben – in diesem Ratgeber finden sich daher wertvolle Tipps zu den schönsten und verbreitetesten Exoten.

Karibisches Flair mit Palmen

Kaum eine Pflanze verkörpert für die meisten Deutschen Exotik besser als eine Palme – denkt man an Sandstrände in südlichen Gefilden, kommen einem automatisch Bilder von Palmen in den Kopf. Diese Bäume, deren Erscheinungsbild, je nach Art, sehr unterschiedlich sein kann, haben meist einen unverzweigten Stamm und eine Laubkrone, deren Blätter häufig gespaltene Blattspreite haben. Da Palmen vor allem in den tropischen und subtropischen Gebieten der Erde heimisch sind, vertragen nicht alle Arten das deutlich härtere Klima Mitteleuropas. Daher werden sie oft in Tröge gepflanzt, die den Herbst und Winter über ins Haus geholt oder in einen Wintergarten gestellt werden. Es gibt allerdings auch einige frostresistente Arten.

Chinesische Hanfpalme

Allen voran ist hier die Chinesische Hanfpalme zu nennen, eine äußerst beliebte und verbreitete Palmenart, die auch Minusgrade ohne Weiteres übersteht – lediglich Dauerfrost mit Temperaturen unter minus zehn Grad kann ihr etwas anhaben. Die insgesamt recht pflegeleichte Pflanze gehört zu den Fächerpalmen und kann eine Höhe von bis zu 15 m erreichen. Ihr Stamm wächst gerade nach oben und wird am oberen Ende von einer dichten Blätterkrone bedeckt.

Geleepalme

Ebenfalls sehr beliebt ist die sogenannte Geleepalme, die ursprünglich aus Südamerika stammt. Sie ist meist etwas kleiner als die Chinesische Hanfpalme, dafür ist ihre Blätterkrone deutlich ausladender, sodass sie mehr dem klassischen Bild einer Palme entspricht. Auch diese Palmenart ist bis etwa minus zehn Grad frostresistent, allerdings benötigt sie zum Ausgleich und zur Regeneration warme Sommermonate mit über 20 Grad, sonst kommt das in Mitteleuropa ohnehin schon langsame Wachstum gänzlich zum Erliegen.

Der bekannte Exot: die Banane

Viele Menschen werden verwundert dreinschauen, wenn man Bananen mit dem Begriff Exotik in Verbindung bringt, sieht man die Früchte dieser Pflanzen doch tagtäglich im Supermarkt.

Es gibt aber nicht nur die eine Bananenpflanze, Bananen sind eine Pflanzengattung, zu der insgesamt rund 100 Arten gehören. Neben den Musa-Arten, an denen die bekannten gelben Früchte wachsen, existieren zahlreiche Zierbananenarten, von denen einige auch in deutschen Gärten Einzug gehalten haben.

Japanische Faserbanane

Die wohl am weitesten verbreitete Zierbanane ist die Japanische Faserbanane. Ihr Stamm wird bis zu vier Meter hoch und von einigen, wenigen Blättern gekrönt, die aber bis zu 3 m lang und bis zu 30 cm breit werden können. Die Pflanze gedeiht auch in unseren Breiten recht gut und ist zudem bis zu minus drei Grad frostresistent. Sinken die Temperaturen allerdings unter diese Grenze, müssen Schutzmaßnahmen ergriffen werden – entweder muss die Banane isoliert werden oder man holt sie ins Haus. Aus diesem Grund eignet sich die Japanische Faserbanane nur bedingt dazu, dauerhaft im Garten eingepflanzt zu werden.

Rote Tigerbanane

Beliebt ist auch die Rote Tigerbanane, eine aus Indien stammende Bananenart. Sie wird bis zu 6 m hoch, aufgrund der Klimaverhältnisse in Deutschland erreicht sie hier in der Regel aber nur eine Höhe von 4 m. Sie ähnelt äußerlich der Japanische Faserbanane, allerdings sind die Blätter von rötlichen Streifen durchzogen – daher auch der Name. Durch die interessante Musterung der Blätter wirkt die Rote Tigerbanane sehr exotisch, allerdings ist sie leider auch sehr frostempfindlich. Fällt die Temperatur unter null Grad, sollte die Pflanze ins Haus geholt werden – ist das nicht möglich, weil sie im Garten eingepflanzt wurde, muss man damit rechnen, dass sie aufgrund von Frostschäden deutlich langsamer wächst.

Nicht nur etwas für Pandabären: Bambus

Bambusgewächse sind grasartige Pflanzen, die in zahlreiche Arten unterteilt werden können. Sie kommen in Nord- und Südamerika, Australien und vor allem Asien vor – dort werden sie unter anderem als Nahrungsmittel und Baustoff eingesetzt. In Europa dienen sie dagegen meist als Zierpflanze, vor allem in den immer beliebter werdenden asiatischen oder japanischen Steingärten.

Chinesischer Muriel-Bambus

Sehr weit verbreitet ist der chinesische Muriel-Bambus, der bis zu 5 m hohe Halme bildet, an denen die 15 bis 20 cm langen Blätter sitzen. Die Bambusart ist vor allem wegen ihrer extremen Kältebeständigkeit beliebt – die Pflanze übersteht ohne Weiteres Temperaturen von minus 20 Grad. Dafür braucht sie allerdings auch viel Feuchtigkeit, sodass sie im Sommer häufig bewässert werden muss.

Riesenbambus

Auch der sogenannte Riesenbambus, der ursprünglich aus Asien stammt, ist sehr beliebt. Die Halme dieser Pflanze erreichen eine Höhe von bis 40 m, zudem wächst der Riesenbambus sehr schnell – in der Wachstumsphase kommen täglich bis zu 70 cm an Höhe hinzu. Darüber hinaus ist die Pflanze, genau wie der Muriel-Bambus, vollkommen unempfindlich gegenüber Frost und kann problemlos auch in unseren Breiten im Garten überwintern.

Sonstige Exoten

Neben den hier genannten Exotentypen gibt es natürlich noch zahlreiche weitere exotische Pflanzen. Zu den beliebtesten unter ihnen gehören Orchideen und Kakteen.

Orchideen

Orchideengewächse sind eine Pflanzenfamilie, die überall auf der Welt verbreitet ist. Sie begeistern vor allem durch ihre oft verzweigt geformten und bunt gemusterten Blüten. Da Orchideen auf der ganzen Welt vorkommen, gibt es auch verschiedene Arten, die in unseren Breiten problemlos gedeihen und auch den Winter im Garten verbringen können. Die besonders beliebten Orchideen aus den tropischen und subtropischen Regionen sind allerdings sehr anfällig für Kälte und können daher nur im Sommer im Garten stehen.

Kakteengewächse

Kakteengewächse gehören zu den Sukkulenten – saftreiche Pflanzen, die an bestimmte Klimabedingungen angepasst sind. Kakteen bilden in der Regel keine Blätter, sondern besitzen nur einen Stamm, der sich teilweise weit verzweigt und oftmals mit Stacheln besetzt ist. Da bestimmte Kakteenarten auch weiter nördlich heimisch sind, können diese bei uns ganzjährig im Garten eingepflanzt werden.

Was man beim Kauf von Exoten beachten sollte

Neben Pflanzen in verschiedenen Größen beziehungsweise Höhen werden häufig auch nur Samen angeboten, die man dann selbst einpflanzen und ziehen muss. Da Exoten, wie bereits oben erwähnt, teils recht anspruchsvoll in der Pflege sind, sollte man beim Kauf von Samen unbedingt darauf achten, dass eine detaillierte Anleitung zur Aufzucht der Pflanze mitgeliefert wird. Einige Verkäufer bieten auch eine "Aufkeim-Garantie" – sollten die Samen nicht aufgehen, erhält der Käufer sein Geld zurück.

Beim Kauf von bereits gezogenen Pflanzen sollte man unbedingt auf die Größe achten. Häufig verschätzt man sich, wenn man den verfügbaren Platz im Garten bestimmt, sodass man möglicherweise eine Pflanze kauft, die zu groß ist. Man sollte den Platz im Garten ruhig einmal mit einem Zollstock ausmessen, um auf Nummer sicher zu gehen.

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