Das sollten Sie beim Kauf von Original-Ersatzteilen für Krafträder beachten

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Das sollten Sie beim Kauf von Original-Ersatzteilen für Krafträder beachten

Original-Ersatzteile für Ihr Kraftrad

Unabhängig davon, für welches Kraftrad Sie sich entschieden haben, die notwendigen Ersatzteile müssen nicht zwangsläufig beim teuren Vertragshändler gekauft werden. Wer jedoch Ersatzteile für das Motorrad kauft, musst nicht unbedingt auch ein Bastler sein. Es ist immer möglich, mit den bereits gekauften Teilen für das Bike zur Werkstatt zu fahren, um dort Einbauten vornehmen zu lassen. Sie zahlen in diesem Fall die anfallenden Werkstattstunden, haben aber beim Teilekauf bereits gespart.

Der Kauf von Ersatzteilen ist aber auch für Bastler und Schrauber interessant. Neben ausgefallenen und zum Teil handgefertigten Tuning-Teilen sind Original-Ersatzteile notwendig, um den Werterhalt des eigenen Fahrzeugs zu sichern.

Wie beim Auto müssen auch beim Kraftrad regelmäßig verschiedene Verschleißteile erneuert werden. Die typischen Original-Ersatzteile, die dann benötigt werden, sind Zahnräder, Antriebsriemen, Ritzel, Filter, Bremsbelege und vieles mehr.

Neben diesen Teilen, die nach einer gewissen Laufleistung immer getauscht werden sollten, gibt es aber auch andere Ersatzteile, die vom Hersteller angeboten werden, die geeignet sind, um beispielsweise einen zweiten Lacksatz zum Wechsel anzulegen.

Lesen Sie in diesem Ratgeber was Sie beim Kauf von Original-Ersatzteilen für Ihr Kraftrad beachten sollten, und lesen Sie außerdem die besten Tipps, um den Wert Ihres Kraftrades lange zu erhalten.

Die typischen Verschleißteile für das Motorrad kaufen und selbst einbauen

Die meisten Verschleißteile wie etwa Lichtanlagen, Bremsbeläge oder auch Reifen können selbst getauscht werden. Das, was bei ambitionierten Bikern, die zugleich häufig auch gern Schrauben, selbstverständlich ist, sollte auch für Laien gelten: Selber bauen spart Kosten und Zeit für aufwendige Werkstattbesuche. Mit wenigen Handgriffen sind viele Verschleißteile selbst ausgetauscht, sodass das Kraftrad innerhalb kürzester Zeit wieder fahrtauglich und verkehrssicher ist.

Die Lichtanlage beim Kraftrad

Der Glühfaden der Vorderleuchte ist irgendwann verglimmt. Das Vorderlicht besteht bei den meisten Motorrädern aus zwei Leuchten für das Auf- und Abblendlicht und zwei Birnen für das Standlicht. Fällt eine der Glühbirnen aus, muss der gesamte Satz gewechselt werden. Der Grund ist einfach: Die Leuchten müssen exakt dieselben Leuchteigenschaften haben, damit beide Strahler gleich hell sind und eine gute Sicht für Sie gewährleistet ist und zugleich sichergestellt ist, dass entgegenkommende Fahrer nicht geblendet werden. Sie sollten vor dem Kauf des neuen Satzes Glühbirnen die alten ausbauen. Diesen können Sie die genaue Modellbezeichnung entnehmen, die für den Neukauf verpflichtend ist.

Der Einbau von Ersatzteilen wie etwa Leuchten ist denkbar einfach und kann mit wenigen Handgriffen von jedem Laien durchgeführt werden. Bedenken Sie die teuren Werkstattkosten, dann lohnt sich die Self-Made-Reparatur doppelt.

Auch eine Veränderung der Lichtanlage ist möglich. Im Trend liegen derzeit Miniblinker und zusätzliche Scheinwerfer. Dieser Trend ist begrüßenswert, da so eine bessere Sichtbarkeit der Motorradfahrer erreicht werden kann. Allerdings sollten Sie bei der Auswahl der neuen Blinker darauf achten, dass diese ein EG-Prüfzeichen aufweisen. Dieses garantiert, dass die Ersatzteile geprüft und entsprechend der gesetzlichen Vorschriften aufgebaut sind. Generell gilt allerdings, dass es für alle Lichteinbauten mit dieser Typprüfung nach EG-Norm keiner weiteren Anbauabnahme bedarf. Sie sollten sich allerdings an die Bauvorschrift halten. Sollten Sie im Zweifel sein, gibt die Bau- und Betriebsvorschrift der StVZO einen sicheren Anhaltspunkt.

Bremsbeläge regelmäßig überprüfen

Bei der Hauptuntersuchung fahren die Prüfer mit dem Motorrad zur Probe. Es verblüfft daher nicht, wenn es verschlechtertes Bremsverhalten sofort auffällt. Doch negativ fallen nicht nur Bremsbeläge auf, die durch normalen Verschleiß abgefahren sind, sondern vor allem auch solche Bremsbelege, die aus dem sogenannten Zubehörhandel stammen. Es empfiehlt sich in jedem Fall, Original-Ersatzteile zu kaufen. Orientieren Sie sich am besten daran, welcher Bremsbelag von welchem Hersteller ursprünglich am Kraftrad verbaut war. Dieser ist optimal auf die Fahr- und Bremseigenschaften Ihres Fahrzeuges abgestimmt, sodass es durchaus sinnvoll ist, diesen auch nachzukaufen. Den vergleichsweise günstigen Fahrzeugteilen fehlt oft die KBA-Nummer. Auch wesentliche Sicherheitstests wurden nicht immer passiert, sodass der Einsatz sehr gefährlich sein kann. Differenziert werden muss hier allerdings: Nicht alle Ersatzteile aus dem Zubehörhandel sind so minderwertig wie beschrieben. Allerdings ist es oft schwierig, Qualität von billiger Massenware zu unterscheiden.

Motorradreifen für Ihre Sicherheit

Reifen beim Motorrad dienen in erster Linie der Sicherheit für Sie als Fahrer. Noch stärker als beim Auto erfüllen Reifen neben Grip auf der Fahrbahn weitere wichtige Aufgaben. Unter anderem dienen Sie als Dämpfungsglied. Das erklärt auch, warum der richtige Reifen die Grundvoraussetzung für das komfortable Cruising- oder das dynamische Sportgefühl ist.

Die Entscheidung für einen Reifen sollte vor allem in Abhängigkeit zur vorgeschriebenen Reifengröße erfolgen. Aufschluss darüber gibt der Fahrzeugschein. Bei Krafträdern ist aber auch die Reifenbauart von zentraler Bedeutung. Denn das, was der Hersteller für das Kraftrad vorgesehen hat, sollte auch verwendet werden. Was empfehlenswert ist, verraten Buchstabenkürzel und Zahlenschlüssel der Reifen

Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. Bei der DEKRA erhalten Sie einen Profiltiefenmesser mit dem Sie ihr Profil regelmäßig selbst überprüfen können. Einige Markenhersteller verwenden einen speziellen Indikator, der kurz als TWI bezeichnet wird. Dieser ist in das Reifenprofil eingearbeitet und zeigt an, wann das Mindestprofil unterschritten wird.

Kleinere Ersatzteile und die Reparatur kleinerer Schäden

Das wohl typischste Ersatzteil ist die Schraube. Wie schnell geht diese verloren. Trotz Loctite, das bei allen geschraubten Verbindungen zum besseren Halt aufgesprüht werden sollte, lockern sich manche Schrauben durch die Vibration des Motors recht leicht. Besonders häufig betroffen sind Lenkerschrauben. Alle Kraftradfahrer sollten unterwegs immer ein kleines Werkzeugset mitführen, damit im Falle einer gelockerten Schraube diese sofort festgedreht werden kann. Das erspart oft die aufwendige Suche nach diesem kleinen Ersatzteil.

Haben Sie es nicht rechtzeitig bemerkt und die Schraube ist abhandengekommen, ist das zunächst ärgerlich. Immerhin übersteigen die Versandkosten oft die Anschaffungskosten. Wer ein europäisches Kraftrad besitzt, hat oft Glück und wird im großen Angebot metrischer Schrauben fündig. Für Besitzer eines amerikanischen Kraftrades ist es oft schwieriger, denn es werden zöllige Schrauben benötigt. Bei der Suche sollte sowohl auf das richtige Maß als auch auf die Angabe „zöllig“ geachtet werden. Oftmals lohnt sich in diesem Fall die internationale Suche, denn bei deutschen Händlern sind diese Schrauben selten im Angebot. Handelt es sich um kleinere Eisenwaren, die häufiger verloren gehen, lohnt sich der Kauf eines Schraubensets oder der Kauf der entsprechenden Schraube im 10er, 20er oder gar 100er-Pack. So rentieren sich die Portokosten und Sie haben für den nächsten Verlustfall sofort Ersatz parat.

Der wohl häufigste Schaden am Kraftrad ist ein abgebrochener Blinker. Ob bei einem Sturz oder in einer engen Fahrsituation oder durch einen unachtsamen Fußgänger – schnell brechen die zarten Blinkerstäbe ab. Oftmals ist der Blinker selbst noch intakt, nur der Blinkerstab oder die Abdeckschale des Lichts ist defekt. Beim Kauf eines Original-Ersatzteiles haben Sie den Vorteil, dass nur der tatsächlich beschädigte Blinker getauscht werden muss. Oftmals gibt es vom Hersteller auch nur Blinkerabdeckungen oder Blinkerstäbe, sodass Sie nicht das komplette Teil wechseln müssen.

Mit passenden Schmierstoffen die Haltbarkeit von Verschleißteilen verlängern

Alle kleineren Wartungsarbeiten am Motorrad sollten Sie als Biker selbst ausführen. Sie sind damit unabhängig von Werkstattterminen und können sich auch die hohen Kosten für diese vergleichsweise simplen Arbeiten sparen. Waschen, Ölen, mit Schmierstoffen behandeln und dichten sind einfache Handgriffe, die jeder ausführen kann. Sie benötigen dafür allerdings eine kleine Ausstattung an Hilfsmitteln, wie sie in jeder Werkstatt auch zu finden sind.

Nach jedem Waschen sollten Sie alle Gelenkstelle der klappbaren Teile wie Hebel (Kupplung, Bremsen, Fußrasten) mit einem Allzweck-Ölspray behandeln. Allerdings sollten Sie streng darauf achten, dass nichts von dem Spray auf die Reifen oder gar Bremsscheiben gelangt. Das Ölspray ist auch dienlich nach einer Fahrt, bei der Sie von einem Regenguss überrascht wurden, denn es verdrängt Wasser. Deshalb ist es empfehlenswert, nach einer Fahrt im Regen jede Schmierstelle mit Öl zu besprühen.

Zur Pflege aller Schlösser, etwa des Zündschlosses und des Tankschlosses gibt es Graphitsprays. In keinem Fall darf für diese Schlösser ein normales Ölspray verwendet werden, da dieses die Öffnungen verklebt.

Hartnäckigen Dreck von der Antriebskette oder von allen anderen Teilen löst WD 40 Spray. Doch Vorsicht bei den Bremsen, hier sollten Sie auf einen hochwertigen Bremsenreiniger Wert legen. Auch diesen gibt es in Spraydosen. Er sollte aber nur im Freien verwendet werden, da er zum einen hoch entzündlich und zum anderen ätzend ist. Alle damit besprühten Teile müssen sofort mit einem weichen Lappen nachpoliert werden.

Den Wert des Kraftrads erhalten

Wenn Sie Ihr Motorrad regelmäßig pflegen, dann erhalten Sie den Wert Ihres Fahrzeuges. Dazu gehört zum einen die gründliche Reinigung, die regelmäßig erfolgen sollte. Groben Schmutz sollten Sie sorgsam mit den entsprechenden Reinigungsmitteln entfernen. Das verlängert die Lebensdauer der einzelnen Teile. Nach jedem Waschen sollten Sie an eine gute Pflege denken, so wie auch Ihre Haut nach einem ausgiebigen Bad gecremt werden möchte, so empfiehlt sich diese Behandlung mit entsprechenden Mitteln auch für Ihr Kraftrad. Mit Ölen und Fetten sorgen Sie für einen guten Kontakt der Teile untereinander. Empfehlenswert sind Produkte von namhaften Markenherstellern, die sich bereits in vielen Werkstätten etabliert haben.

Zum Werterhalt gehören auch die Wartung und der Tausch von Ölfilter, Luftfilter, Ritzeln, Antriebsriemen und Reifen dazu. Sie sollten sich an den Ersatzteilen orientieren, die der Hersteller empfiehlt. Neben diesen Verschleißteilen können auch Original-Ersatzteile wie Auspuffanlagen, Sitzbänke, Rahmen oder Lenkerstangen getauscht werden, wenn Metallteile erodiert sind. Dies erhält die ansprechende Optik Ihres Kraftrades für lange Zeit.

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