Das sollten Sie beim Kauf von Netzteilen für Drucker und Scanner beachten

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Das sollten Sie beim eBay-Kauf von Netzteilen für Drucker und Scanner beachten

 

Strom ist nicht gleich Strom: Wissenswertes über Netzteile bei Scannern und Druckern

Neben dem PC finden sich auf dem Schreibtisch meist noch Drucker und Scanner. Diese drei Geräte haben nicht nur die Vernetzung gemeinsam, sondern verfügen auch über ein Netzteil. Dieses ist an die Stromversorgung angeschlossen und stellt die funktionswichtige Zufuhr der einzelnen Geräte sicher. Alle drei beanspruchen ein eigenes Netzteil, wobei jenes des Rechners am meisten gefordert wird, dem Prinzip nach aber ganz ähnlich dem des Druckers bzw. Scanners funktioniert.

Wie wickelt sich die Stromversorgung im Einzelnen ab?

Man muss sich einen Computer wie eine riesige Maschine vorstellen: Einem ausgeklügelten System nach arbeiten diverse Bauteile, die sogenannte Hardware, untereinander verbunden mit anderen Teilen zusammen. Die Abstimmung entspricht der Leistungsfähigkeit der jeweiligen Teile, entspricht eine Komponente nicht dem Niveau der anderen, stellt diese einen Störfaktor dar und muss ersetzt werden. Verantwortlich für den ganzen Kreislauf ist die Stromversorgung, diese kann allerdings bei einem PC-System nicht einfach über die Steckdose geleistet werden, sondern bedarf der Umwandlung. Aus der Wand kommt bekanntermaßen Wechselstrom, die Hardware benötigt zum Funktionieren allerdings Gleichstrom. Aus diesem Grund sind in allen Computern Netzteile verbaut. Sie garantieren die Versorgung mit der richtigen Spannung, und zwar für jedes Bauteil gesondert. Schließlich benötigt der Prozessor eine andere Stromstärke als die Grafikkarte und die Festplatte eine andere als das Mainboard. Manche Geräte sind sogar auf mehrere Spannungen auf einmal angewiesen, die Hauptplatine etwa muss mit 3,3V, 5V und 12V parallel versorgt werden. Um diese Verteilungsleistung reibungslos durchführen zu können, verfügt das Netzteil über verschiedene Kabel mit unterschiedlichen Steckern. Die jeweiligen Schnittstellen der Hardware sind keinesfalls standardisiert, ein jeder Anschluss muss seine Entsprechung am Netzteil haben.

Hochspannung und variable Versorgung: die verschiedenen Netzteile als zuverlässige Stromumwandler

Nachdem das Netzteil mittels eines integrierten Transformators den Wechselstrom aus der Steckdose in den benötigten Gleichstrom umgewandelt hat, verteilt er die Spannungen auf drei Kabel. Das orangefarbene Kabel steht für 3,3V, das rote für 5V und das gelbe für 12 V. Eine schwarze Leitung wiederum bewirkt den Transport der negativen Gleichstrom-Ladungen, der sogenannten „Masse“. Sie spielt nur eine Nebenrolle, entscheidend für die Funktionstüchtigkeit des elektronischen Organismus ist in erster Linie der 12-Volt-Strang. Er ist an die neuralgischen Teile Prozessor und Grafikkarte angeschlossen, sollte hier die Stromzufuhr ins Stocken geraten, hätte das schwerwiegende Beeinträchtigungen für den Kreislauf zur Folge. Ausnahme: Netzteile der Hochleistungsklasse verzichten auf die Einteilung in drei Leitungen und wandeln stattdessen sämtlichen Wechselstrom in einen 12V starken Fluss um, die so gewonnene Stabilität ist enorm, aber längst nicht immer nötig.
Neben PCs gehört die interne Verbauung eines Netzteils in einem quadratischen Stahlgehäuse auch bei Fernsehern, Faxgeräten und Scannern zum Normalfall. Alternativ kann es sich auch um sogenannte „Kleinleistungsnetzteile“ handeln. Deren Eigenschaft besteht in der effizienten Versorgung von Geräten mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch zwischen 10 und 200 Volt. Ein solches Netzteil hält eine oder manchmal auch eine zweite Ausgangsspannung bereit und findet seine Anwendung bei nicht sonderlich großen Ansprüchen an den Energieverbrauch, das ist neben bestimmen Notebooks vor allem bei Druckern der Fall. Merkmal der geringeren Stromzufuhr ist die Konstruktion des Netzteils als externe Variante. Sie findet sich nicht unmittelbar im Gehäuse verbaut wieder, sondern liegt dem Namen nach frei als viereckiges Kästchen zwischen Steckdose und zu betreibendem Gerät. Mit zwei Ausgängen ausgestattet hält es dementsprechend in jede Richtung die Verbindung aufrecht. Der große Vorteil einer derartigen Bauweise liegt eindeutig im jederzeit möglichen Austausch eines defekten Netzteils. Auch finanziell betrachtet liegen externe Einheiten wie diese deutlich unter dem Kostenniveau handelsüblicher interner Netzteile für Computer. Des Weiteren stehen sie für ein hohes Maß an Sicherheit.

Was Sie beim Ein- und Ausbau verschiedener Netzteile beachten sollten

Gerade interessierte Laien tun sich zu Recht schwer mit dem Aufschrauben und Ausbauen des voluminösen Netzteils aus dem Rechnergehäuse, ein Vorgang, auf den von vielen gerne verzichtet wird. Zahlreiche Besonderheiten und vor allem Verkabelungen sind im Innenraum zu beachten bzw. zu entfernen, was wiederum für das Auftreten neuer Ungereimtheiten verantwortlich sein kann. Nicht zuletzt stehen Netzteile noch mehrere Stunden nach der Trennung von der Steckdose unter Strom. Ein Öffnen ist ausdrücklich mit Lebensgefahr verbunden und sollte daher unterlassen werden. Das betrifft natürlich nicht den Ausbau eines Netzteils, dieses wiederum ist dank seines Metallgehäuses unkompliziert aus dem Computer zu entnehmen – ein zuvor erfolgtes Kappen der Kabel ohne bleibende Schäden hinterlassen zu haben vorausgesetzt. Auch der internationale Standard ist nicht zu vernachlässigen: Aufgrund der unterschiedlichen Spannungsverhältnisse weltweiter Stromnetze ist lediglich ein externes Modell mit der entsprechenden Länderkennung auszuwählen, der Hersteller passt dann die Steckerform den jeweiligen Steckdosenformaten an. Die Steckerverbindung zum Drucker oder Scanner selbst bleibt in jedem Fall gleich.
Im Falle eines klassischen Netzteils mit unterschiedlichen Spannungen gestalten sich Anschaffung, Einbau und Betrieb deutlich komplexer. Vor dem Fällen einer Kaufentscheidung sollten Sie daher unbedingt prüfen, ob nicht ein für die eigenen Ansprüche ausreichendes Multifunktionsgerät mit einem externen Netzteil in Betracht zu ziehen ist. Zahlreiche Hersteller setzen alleine schon aus Kostengründen gerne auf die handlichere Lösung. Bei einem grundsätzlich geringeren Leistungsvolumen sind keinerlei Einbußen in Bezug auf die Anwendung hinzunehmen. Auch immer mehr Monitore verfügen mittlerweile über die externe Version des Netzteils.

Wenn die Leistung das Mittelmaß übersteigt: Interne Netzteile sind auch bei Druckern manchmal unausweichlich

Das Anforderungsprofil des Nutzers gibt den Ausschlag über das Leistungsvermögen des Netzteils. Bei den meisten Nutzern reichen 300 Watt vollends aus, so lassen sich mit dem PC durchschnittliche Schreibtischarbeiten problemlos bewältigen. Auch die Multimedia-Sparte kann so genutzt werden, für eine intensivere Anwendung empfiehlt sich allerdings der Einbau eines mindestens 400 Watt starken Netzteils – mit diesem Wert beginnt auch die Klasse der „Gaming“-PCs. Unterhalb davon ist die Stromversorgung kaum als stabil zu bezeichnen, zumal bei heutigen Rechnern die Grafikkarte den einst stromfressenden Prozessor als Hauptverbraucher abgelöst hat. Bei Anschaffung eines Computers mit Voreinstellung ab Werk weist Sie die technische Agenda auf die geeigneten Werte hin, zudem ist ein solcher bereits konfigurierter Computer ohne Bedenken zu nutzen. Anders stellt sich die Situation dar, wenn Sie einen Rechner selber zusammenstellen oder Ihr altes Gerät in punkto Netzteil an einer veränderten Hardware ausrichten möchten oder meistens sogar müssen.
Häufig bietet sich der Austausch der Grafikkarte an. Für eine höhere Leistung ist auf diesem Wege rasch gesorgt, was dem Organismus des PCs entsprechend aber automatisch Auswirkungen auf die anderen angeschlossenen Bauteile zeitigt. Der Stromverbrauch steigt bei einer schnelleren Karte mitunter deutlich an, sodass dem Kreislauf auch mehr Strom zugeführt bzw. vom Netzteil umgewandelt werden muss. Erweist sich das Netzteil als zu schwach, sind permanente Abstürze die Folge – bis hin zum Totalabsturz. Die Orientierung an der 400-Watt-Marke ist ein solides Vorgehen, nach oben sind der Skala in der Regel keine Grenzen gesetzt. Leistungsspektren einzelner Modelle decken mühelos Werte von weit über 1000 Watt ab. Für den Privatanwender sind derartige Konstruktionen aber überflüssig.

Netzteile gehören zu den sperrigsten Bauteilen

Neben den Befindlichkeiten in Sachen Watt und Volt ist der Aspekt der Räumlichkeit nicht zu unterschlagen. Die Innenräume von Rechnern und vor allem Druckern sind – zumal bei bereits eingerichteten PC-Sets – optimal genutzt, das heißt: Für Erweiterungen ist wenig bis gar kein Platz vorhanden. An diesem Punkt gilt es, den „ATX-Formfaktor“ zu beachten. Die Hersteller bezeichnen damit verschiedene Normen der Gehäusegröße, die einen Anschluss innerhalb des Hardware-Gefüges an die Hauptplatine sicherstellen. Der „Formfaktor“ umfasst allerdings einige unterschiedliche Größen, sodass Sie um eine genaue Abmessung nicht umhin kommen. Nicht minder wichtig ist die Länge der notwendigen Kabel. Je nach Umfang der Ausstattung sind mindesten sechs oder sieben der Normalfall, zusätzliche Laufwerke mit einbezogen.

Besonderheiten bei der Stromversorgung von Druckern und Scannern

Bei umfangreichen Scannern und Druckern, meist in der bürotauglichen Laservariante bzw. der All-Inclusive-Version mit zusätzlicher Scanner- und vielleicht noch Faxeigenschaft, gilt ebenso wie für Rechner eine adäquate Kühlung als wichtige Voraussetzung des zügigen Betriebs. Und Kühlung bedeutet Lärm, den es nach Möglichkeit zu reduzieren gilt. Bei einem kompakten und mit einem externen Netzteil betriebenen Drucker tritt das Problem der Überhitzung und damit einhergehend das der übertriebenen Geräuschkulisse allerdings äußerst selten auf. Die Erklärung liegt auf der Hand: Drucker werden im Vergleich zum stundenlangen Dauerbetrieb eines PCs verhältnismäßig selten genutzt, und wenn, dann mit langen Arbeitspausen versehen. Der Nachteil hingegen besteht in der grundsätzlich von Laien nicht durchführbaren Reparatur eines externen Netzteils. Dieses ist dermaßen kompakt und noch dazu auf engstem Raum konstruiert, dass theoretisch mögliche Eingriffe mittels Lötkolben und ähnlichem Werkzeug spezielle IT-Kenntnisse zwingend voraussetzen.

Anfälligkeit und Kosten-Nutzen-Rechnung beachten

Die internen und mit Kühlung versehenen Netzteile halten bei regelmäßiger Pflege der Hardware (vorsichtiges Aussaugen des PC-Innenraumes, gelegentliches Schmieren der Lüfterlager) rund zehn Jahre – ein guter Wert im Verhältnis zu manch anderen, deutlich verschleißintensiveren Einbauten. Der negative Hintergrund ist aber ebenso deutlich gegeben: Gerade durch die auffallend niedrigen Kosten eines externen Netzteils für Scanner oder Drucker – manche Marken liefern in diesem Segment bereits Produkte zum Preis einer Tintenpatrone – hält sich die Qualität nicht selten im überschaubaren Rahmen. Kaum ist die Garantiezeit abgelaufen, verabschiedet sich das Netzteil. Ein Neukauf ist im Grunde unvermeidlich, Reparaturen lohnen nur bei einer deutlich höheren Investition. Als besonders riskant und mit einem möglichen großen Ärger im Nachhinein verbunden kann sich der Kauf eines externen Modells bezüglich der verursachten Geräusche auswirken. Im Vorfeld des Kaufs besteht kaum eine Möglichkeit, die entsprechenden Auswirkungen überprüfen zu können. Manche Version entpuppt sich hinterher akustisch als wahrer Hornissenschwarm, was wegen des fehlenden Ein/Ausschalters lediglich die Option des allabendlichen Steckerziehens übrig lässt. Da meistens noch andere technische Geräte an einer Leiste angeschlossen sind (Telefon, Modem), hilft das praktische Umlegen des Leistenschalters an diesem Punkt nicht viel weiter.

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