Das sollten Sie beim Kauf eines Filters beachten

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Das sollten Sie beim Kauf eines Filters beachten

Filter werden für gewöhnlich vor das Objektiv einer Kamera geschraubt, um verschiedene Effekte zu erzielen. In erster Linie geht es fast immer darum, die Bildqualität aufzubessern, wenn die entsprechende Lichtsituation problematisch ist und durch einen Filter gemeistert werden kann. Zu den bekanntesten Filtern zählen Graufilter, auch Neutral-Dichte-Filter genannt, Polarisationsfilter und Skylight-Filter. Man unterscheidet zwischen sogenannten Korrekturfiltern, zu denen die genannten Filter zählen und Effektfiltern wie Infrarotfilter, Sternfilter und vielen anderen. Beim Kauf von Filtern gilt es einiges zu beachten, um den passenden Filter zu finden, der den eigenen Ansprüchen und denen, die man an das Foto selbst stellt, entspricht.

Den passenden Filter auswählen

Wenn man auf der Suche nach einem Filter ist, sollte man sich zunächst darüber im Klaren sein, für welchen Zweck man einen Filter benötigt und dies bei seiner Auswahl auch stets berücksichtigen. Die Auswahl an Filtern ist groß, umso wichtiger ist es, die Übersicht zu behalten und zwischen den verschiedenen Filterarten und den entsprechenden Funktionen zu unterscheiden. 

Ein großes Angebot an Filtern findet man bei eBay in der Kategorie Objektive & Filter im Bereich Foto & Camcorder. Dort gibt es neben GegenlichtblendenVorsatzobjektiven und Objektivadaptern und Zwischenringen auch eine großes Filtersortimen, wie zum Beispiel Effektfilter, Graufilter, PolarisationsfilterUV-Filter oder Verlaufs- bzw. Skyfilter. Hier finden Sie auch zu einem Hauptprodukt weitere passende Produkte oder das richtige Zubehör, wie beispielsweise Adapterringe und Filterhalter.

Welcher Filter ist wofür am besten geeignet?

Man unterscheidet zunächst zwischen sogenannten Korrekturfiltern und Effektfiltern: Korrekturfilter sollen das Bild korrigieren und beispielsweise schwierige Lichtsituationen kompensieren. Es kann durchaus Lichtsituationen geben, in denen ein Filter unumgänglich ist, da sonst kein gut belichtetes Foto entstehen kann. Dazu zählen unter anderem Landschaftsaufnahmen, bei denen der Himmel deutlich heller ist als die Landschaft an sich. Wenn man auf den Boden belichtet, ist der Himmel überbelichtet, wenn auf den Himmel belichtet wird, versinkt der untere Teil der Landschaft im Dunkeln. Hierbei kann beispielsweise ein Grauverlaufsfilter Abhilfe schaffen, der den oberen Teil des Bildes abdunkelt, sodass der Boden belichtet werden kann, ohne dass der Himmel überbelichtet wird. Die andere Kategorie sind die sogenannten Effektfilter, die wie der Name besagt, verschiedene Effekte in ein Foto bringen können. Diese Filter sind nicht notwendig, um ein Foto korrekt zu belichten oder die Qualität zu verbessern, allerdings können sie manchmal praktisch sein, um gewünschte Effekte in ein Bild zu zaubern. Zu den bekanntesten und beliebtesten Filtern aus diesem Bereich zählen unter anderem die Infrarotfilter.

Korrekturfilterarten

UV-Sperrfilter und Skylight-Filter

Ein UV-Filter filtert die für das menschliche Auge nicht sichtbare ultraviolette Strahlung, die dem Kamerasensor bzw. der Optik an sich schaden kann. Ein sogenannter Skylight-Filter sperrt nicht nur die schädliche UV-Strahlung aus, sondern darüber hinaus auch den Blau-Grün-Anteil. Somit wird verhindert, dass die Fotos bei starker Sonneneinstrahlung einen solchen Farbstich bekommen. Wenn Fotos bei strahlendem Sonnenschein gemacht werden sollen, empfiehlt es sich immer, zu solchen Filtern zu greifen. Darüber hinaus wird das Objektiv vor Kratzern geschützt.

ND-Filter bzw. Graufilter

Graufilter, auch Neutral-Dichte-Filter genannt, dunkeln ein Foto ab, indem der Filter weniger Licht durchlässt, als auf die Optik fällt. Dies hat zur Folge, dass auch bei gutem Wetter bzw. hellem Licht im Allgemeinen, Langzeitbelichtungen mit einem Stativ problemlos durchgeführt werden können. Insbesondere für Fotografien am Meer eignet sich dieser Filter hervorragend, da dies ein beliebtes Motiv für Langzeitbelichtungen bei hellen Lichtverhältnissen ist. Graufilter sind in verschiedenen Stärken erhältlich, sodass einige Modelle stärker abdunkeln als andere. Beim Kauf sollte somit auf die Stärke geachtet werden, damit der Graufilter, natürlich je nach Geschmack, nicht zu stark aber auch nicht zu schwach abdunkelt.

Grauverlaufsfilter

Grauverlaufsfilter haben dieselbe Funktionsweise wie Graufilter, allerdings ist nur eine Hälfte des Filters abgedunkelt. Dies sorgt dafür, dass derartige Filter einen anderen Einsatzort haben als normale Graufilter: Grauverlaufsfilter werden vor allem in der Landschaftsfotografie verwendet, da bei diesen Bildern der Himmel in der Regel deutlich heller ist als der Untergrund. Wenn auf den Himmel belichtet werden würde, wäre der Untergrund zu dunkel und umgekehrt der Himmel zu hell. Der Grauverlaufsfilter dunkelt den Himmel partiell ab und ermöglicht so eine gleichmäßig korrekte Belichtung der Landschaft.

Polarisationsfilter

Ein Polarisationsfilter dunkelt unangenehme Lichtreflexe ab, die beispielsweise auf der Wasseroberfläche oder auf Glas entstehen. Somit findet der Polarisationsfilter vor allem in der Natur- aber auch in der Architekturfotografie Verwendung. Der Polarisationsfilter eignet sich allerdings nicht dazu, metallische Lichtreflexe zu kompensieren.

Effektfilter

Farbverlaufsfilter

Bei Farbverlaufsfiltern ähnelt das System dem der Grauverlaufsfilter, allerdings ist eine Hälfte des Filters farbig. Derartige Filter werden genutzt, um einen Himmel in unnatürlichen Farben erscheinen zu lassen oder eine Landschaft zur Hälfe in warme Farben zu tauchen, während der Himmel sein kühles Blau behält.

Sternfilter

Ein Sternfilter, häufig auch Kreuz-Effekt-Filter genannt, hat eine Oberfläche, auf der ein feines Gitter eingraviert ist. Dies hat zur Folge, dass Lichtquellen sternförmig erscheinen. Hierbei gilt, dass der Effekt stärker ausfällt, je heller oder größer die Lichtquelle ist.

Infrarotfilter

Infrarotfilter lassen nur die Infrarotstrahlen durch und sorgen für Fotos, die einen besonders mystischen Effekt haben. So erscheinen grüne Landschaften beispielsweise wie surreale Schneelandschaften. Filter dieser Art sorgen also für einen wirklich besonderen Effekt und sollten auch nur mit dieser Absicht eingesetzt werden.

Die Größe des Schraubgewindes eines Filters

Objektive haben unterschiedlich große Filtergewinde, die ein Anschlussgewinde für sogenannte optische Filter darstellen. Unter anderem gibt es Filtergewinde in den Größen 49 mm, 58 mm, 62 mm, 67 mm, 77 mm, 82 mm und 86 mm. Die Größe variiert je nach Objektiv, somit muss bei der Wahl des passenden Filters auch unbedingt beachtet werden, welche Größe das Filtergewinde des jeweiligen Objektivs hat, für das der Filter angeschafft werden soll. Wenn dies nicht beachtet wird, ist der Filter für das entsprechende Objektiv nicht zu gebrauchen, da die Größe ausschlaggebend ist für die Möglichkeit den Filter anzubringen.

Die Qualität eines Filters

Die Qualität und die Schärfe eines Fotos hängen auch immer von dem Objektiv ab. Hierbei gilt, dass jedes verbaute Glas die Qualität mindert. Aus diesem Grund gelten auch Festbrennweiten als besonders scharf und qualitativ sehr hochwertig. Somit ist es auch kein Wunder, dass ein Filter, der ein weiteres Glas mit sich bringt, durchaus die Qualität eines Fotos mindern kann. Umso wichtiger kann es sein, beim Kauf eines Filters auf die Qualität zu achten. Allerdings können durchaus auch günstige Filter von hoher Qualität sein und vor allem den Ansprüchen eines Hobbyfotografen gerecht werden. Nicht selten werden mehrere Filter zusammen in einem Set angeboten, was Ihnen ermöglicht, sich ein Bild von den verschiedenen Filtern zu machen und den Umgang mit ihnen zu erlernen.

Fazit

Filter sind manchmal nötig um ein Foto bei einer schwierigen Lichtsituation zu schießen und es dabei korrekt zu belichten. Neben den sogenannten Korrekturfiltern gibt es allerdings auch Effektfilter, die einfach nur Spaß machen und dem Bild einen bestimmten Effekt verleihen können. Bei der Auswahl des passenden Filters gibt es stets einige Punkte, die beachtet werden müssen, wozu nicht nur die verschiedenen Filterarten zählen, sondern auch verschiedene Merkmale wie die Größe des Filtergewindes und die Qualität der Filter an sich. Denn ein Filter kann unter Umständen, wenn er falsch eingesetzt wird, ein Foto nicht verbessern, sondern die Wirkung sogar noch verschlimmern. Mit etwas Vorwissen ist es allerdings ein Leichtes, den richtigen Filter auszuwählen und schon bald noch vielfältigere und schönere Fotos mit seiner Digitalkamera zu erzielen.

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