Das sollten Sie beim Aufstellen eines Stativs beachten

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Das sollten Sie beim Aufstellen eines Stativs beachten

Besonders Einsteiger im Bereich der Fotografie gehen davon aus, dass man bei der Verwendung eines Stativs praktisch nichts falsch machen kann. Schließlich sorgt es für Bilder, die nicht verwackelt sind. Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn auch bei einem Stativ muss mehr beachtet werden, als nur ein fester Stand und der richtige Blickwinkel. Welche Aspekte beim Aufstellen eines Stativs nicht aus den Augen verloren werden sollten, wird dieser kleine Einkaufsführer nun etwas näher erläutern, damit immer ein perfektes Foto gelingt.

Ein Stativ für alle Fälle?

Ein Stativ ist mitnichten das Allheilmittel gegen unscharfe Fotos. Es kann den Fotografen lediglich bei seiner Arbeit unterstützen, ihm diese aber nicht abnehmen. Zudem sollte man generell nicht davon ausgehen, dass man mit einem einzigen Stativ alle Aufnahmen machen kann. Es gibt unterschiedliche Arten von Stativen, die alle einen ganz bestimmten Zweck erfüllen und bei der Aufnahme ganz bestimmter Fotos zum Einsatz kommen können. So unterscheidet der Profi unter anderem zwischen Dreibeinstativen, Mini- oder Tischstativen, Einbeinstativen, Schulterstativen oder auch Klemmstativen. Welches Stativ sich für welche Aufnahme eignet, muss der Fotograf selbst entscheiden, da immer der Blickwinkel zählt, aus dem man das Foto machen möchte.

Der Blickwinkel

Bevor man sich überhaupt Gedanken darüber machen kann, welches Stativ man an welchem Standort aufstellen will, muss man den richtigen Blickwinkel zum Objekt finden, welches man gerne fotografieren möchte. Erkunden Sie das Objekt möglichst aus mehreren Blickwinkeln, um so die beste Position ausfindig machen zu können. Werfen Sie einen Blick durch den Sucher, um genau schauen zu können, wie der Blickwinkel das spätere Foto beeinflusst. Bedenken Sie, dass Fotos mit einem Stativ in der Regel keine Schnappschüsse sind. Lassen Sie sich also Zeit bei der richtigen Auswahl des Blickwinkels, damit Ihnen das Foto am Ende auch wirklich gelingt.

Das Bein des Stativs

Versuchen Sie, ein Bein des Stativs in Richtung des Objektes zu stellen. So schaffen Sie ausreichend Beinfreiheit und erzeugen keine Stolperfalle, die während der Aufnahme zu einem Problem werden kann. Sollte das Gelände, auf dem das Stativ aufgestellt werden soll, etwas abschüssig sein, so denken Sie an eine Stabilisierung des Stativs, damit es nicht umkippen kann. Achten Sie zudem darauf, dass der Untergrund möglichst gerade ist. Notfalls kann ein Brett untergelegt werden, damit das Stativ sicherer steht.

Die Mittelsäule

Damit das Gewicht der Kamera wirklich auf allen Säulen gleichmäßig verteilt ist, sollten Sie die Mittelsäule senkrecht zum Boden ausrichten. Wenn Sie in ein hochwertiges Stativ investieren wollen, dann wird diese eine Wasserwaage haben, welche Ihnen die korrekte Aufstellung erleichtert. Falls Ihr ausgewähltes Stativ nicht über eine integrierte Wasserwaage verfügt, können Sie diese ohne großen finanziellen Aufwand nachrüsten.

Die Mittelsäule sollte man nicht vollständig ausziehen, denn sie gilt als der wackeligste Teil des Stativs und wird deshalb nur wenig zur Stabilität beitragen können. Sie sollte nur dann voll ausgezogen werden, wenn die perfekte Höhe für das Bild nicht anders einzustellen ist.

Die L-Klammer

Wenn Sie eine Hochformat-Aufnahme machen möchten, sollten Sie für die Aufnahme eine so genannte L-Klammer verwenden. Diese macht es Ihnen möglich, die Kamera im Hochformat so auf dem Stativ zu befestigen, dass sie nicht wackelt. Die Kamera kann so im Zentrum des Stativs gehalten werden. Zudem gewinnen Sie einige Zentimeter an Höhe, die entscheidend für ein gutes Foto sein können.

Mit Gewichten arbeiten

Bei großen Objektiven hat man oftmals mit der Schwerkraft zu kämpfen. Man sollte darauf achten, dass man das Gewicht gleichmäßig zwischen Objektiv und Kamera verteilt, damit sich diese nicht nach unten neigt. Zudem verfügen große Teleobjektive über einen separaten Anschluss an das Stativ. Er dient als Befestigung und ermöglicht so eine gute Ausnahme.

Der Wind

Die meisten Stative geben ihre Belastbarkeit in Kilogramm an. Mit dieser Angabe wird nicht die Belastbarkeit durch Stativ und Kamera angezeigt, sondern lediglich die mögliche Steigerung der Stabilität durch Zusatzgewichte. Dies ist besonders dann wichtig, wenn unter windigen Bedingungen fotografiert werden soll. An vielen Stativen lässt sich unter der Mittelsäule ein Haken finden. Dort können Sie Ihre Kameratasche oder einen anderen Gegenstand aufhängen, welcher als Gewicht dienen könnte. Achten Sie jedoch darauf, dass das Gewicht nicht mit den Stativfüßen in Berührung kommt. Dies könnte wiederum für einen instabilen Stand sorgen.

Allgemeine Tipps zum Aufstellen

Legen Sie viel Sorgfalt an den Tag, wenn Sie Ihr Stativ aufstellen. Sie werden diese Sorgfalt in den wunderschönen Fotos wiederfinden, die Sie im Anschluss machen können. Stellen Sie das Stativ hingegen nachlässig auf, so kann es im schlimmsten Falle umkippen und die teure Kamera samt Zubehör ruinieren. Denken Sie immer daran, dass kein Stativ für alle Aufnahmen geeignet ist. Irgendwo müssen Sie immer einen kleinen oder größeren Kompromiss eingehen. Trotz alledem ist ein Stativ ein gutes Mittel gegen verwackelte Bilder.

Die Stativ-Arten

Fotostative werden in unterschiedlichen Arten angeboten. Wenn man sich auf eBay ein wenig umschaut, wird man sehr schnell feststellen, dass die Auswahl recht groß ist. Bestenfalls sollte die Entscheidung natürlich für ein Stativ fallen, das die eigene Art des Fotografierens am meisten unterstützt.

Bei der Auswahl sollte man auch immer an die Art des Stativkopfes denken. So können Sie sich beispielsweise zwischen Stativen mit Panorama-Schwenkköpfen oder aber auch mit Kugelköpfen entscheiden.

Das Dreibeinstativ

Ein Dreibeinstativ ist recht flexibel einsetzbar. Es eignet sich hervorragend für Langzeitaufnahmen und für Selbstportraits. Lediglich der Aufbau kann am Anfang etwas zeitaufwendig sein. Dafür ist es sehr stabil und bietet so einen festen Stand auf vielen Untergründen. Die Beine lassen sich unterschiedlich in der Höhe einstellen, sodass das Stativ auch auf einem unebenen Untergrund einen festen Stand erlangen kann.

Die Tischstative

Ein Tischstativ ist deutlich kleiner als ein Dreibeinstativ. Zudem ist es leichter und kompakter. Die Arbeits- und somit auch Standhöhe ist recht gering, sodass es sich hervorragend für kleinere Aufnahmen eignet. Jedoch verträgt dieses Stativ auch kein großes Gewicht. Es können nur kleine Kameras sowie kleine Videokameras darauf montiert werden.

Die Einbeinstative

Sportaufnahmen und bewegliche Motive lassen sich am besten mit Hilfe eines Einbeinstativs aufnehmen. Die Kamera kann schnell ausgerichtet werden, da das Stativ sehr mobil ist. Jedoch steht es nicht selbstständig, sodass Sie immer eine Hand am Stativ haben müssen. Es ist schnell einsetzbar und lässt sich gut verstauen und transportieren, da es in seinen Ausmaßen recht bescheiden ist. Weitere nennenswerte Stative sind die Klemmstative und die Schulterstative.

Fazit

Ein Stativ hilft Ihnen dabei, wackelfreie Fotos aufzunehmen. Besonders im Bereich der Langzeitfotografie ist es unerlässlich. Zudem gelingen mit einem Stativ auch wunderbare Fotos von beweglichen Elementen oder aber auch im Bereich der Portraits, für anspruchsvolle Aufnahmen ist das Arbeiten mit Stativ für viele Fotografen  unerlässlich. 

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