Das richtige Kamera- & Fotozubehör für schöne Bilder

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Dieses Kamera- & Fotozubehör benötigen Sie für ein Fotolabor, um gute Bilder zu produzieren

Echte Fotos im eigenen Fotolabor zu vergrößern ist viel aufwendiger als ein Digitalfoto am PC zu bearbeiten und auszudrucken. Aber schon das Erlebnis, zu sehen, wie ein Bild langsam in der Entwicklerschale erscheint, lohnt diesen Aufwand. Das passende Kamera- & Fotozubehör für die Fotolaborausrüstung gibt es günstig bei eBay, aber welches Zubehör ist notwendig, um im Fotolabor gute Bilder zu produzieren?

So richten Sie Ihr Fotolabor vollständig ein

Die erste Frage bei der Einrichtung einer Dunkelkammer ist: Farbe oder Schwarzweiß? Wer sich noch nicht mit der analogen Fotografie auf Film beschäftigt hat, mag sich über diese Frage wundern. Warum sich damit befassen, wenn es auch Farbfilme und Farbfotopapiere gibt? Das wichtigste Argument ist, dass der Schwarzweißprozess durch seine deutlich geringere Komplexität erheblich mehr Spielraum für die kreative Auseinandersetzung mit dem Material bietet.

Die wichtigsten Voraussetzungen für das Fotolabor

Um ein Fotolabor einzurichten, ist zunächst ein perfekt abgedunkelter Raum unabdingbar. Dies ist die erste Voraussetzung für die Einrichtung einer Dunkelkammer. Fließendes Wasser und ein Abfluss sind zwar sehr vorteilhaft, müssen aber nicht unbedingt vorhanden sein. Wichtiger ist ausreichend Platz. Obwohl es auch möglich ist, ein Fotolabor in einem Wandschrank einzurichten, wird die Arbeit durch einen genügend großen Raum doch sehr erleichtert. Sehr zu empfehlen ist auch die Aufteilung des Fotolabors in eine trockene und eine nasse Hälfte. Dies hilft, Verunreinigungen des Fotopapiers und der Geräte durch die Fotochemikalien zu vermeiden.

Was unter perfekt abgedunkelt zu verstehen ist, hängt allerdings auch davon ab, welche Fotoarbeiten ausgeführt werden sollen. Für die Handhabung von Filmen und Materialien für die Farbfotografie darf wirklich kein Lichtschein in den Raum dringen, Schwarzweiße Fotopapiere sind dagegen relativ unempfindlich. Aber auch hier bietet ein vollständig abgedunkelter Raum die besten Voraussetzungen für gute Fotoabzüge.

Ob die Verdunkelung ausreicht, lässt sich am besten, mit etwas Geduld, an einem sonnigen Tag überprüfen. Da sich die Augen nur langsam an die Dunkelheit gewöhnen, ist es notwendig, sich für mindestens fünf, besser zehn Minuten in den abgedunkelten Raum zu begeben. Ist bei der Kontrolle von Fenstern und Türen dann noch irgendwo ein Lichtschein zu sehen, dann reicht die Verdunkelung zumindest für die Verarbeitung von Filmmaterial noch nicht aus. Es besteht die Gefahr, dass das Streulicht einen Schleier verursacht. Zur Not können Arbeiten mit unentwickeltem Filmmaterial aber auch in die Abendstunden verlegt werden.

Die Einrichtung des "trockenen" Fotolabors

Der trockene Teil des Fotolabors besteht in der Minimalausstattung aus dem Vergrößerer, sowie einer Ablagefläche für das unbenutzte Fotopapier, die Negative und weiteres Zubehör, wie zum Beispiel einem Luftpinsel zur schonenden Reinigung von Objektiv und Negativbühne des Vergrößerers sowie der Negativstreifen.

Der Vergrößerer - das Herzstück des Fotolabors

Der Vergrößerer ist nicht nur das wichtigste Gerät in der Dunkelkammer, er verursacht im Allgemeinen auch die meisten Kosten bei der Anschaffung. Daher lohnt es sich, hier besonders genau hinzuschauen. Die beiden wichtigsten Kriterien beim Vergrößerer sind das Vorhandensein eines Farbmischkopfes und das größte Negativformat, das er Verarbeiten kann. Vergrößerungsgeräte für das Mittelformat lassen sich beispielsweise auch für das Kleinbildformat verwenden, allerdings ist dann der Einsatz einer glaslosen Negativbühne zu empfehlen. Hier gibt es keine Glasflächen, die verschmutzen können, und die Planlage ist bei den geringen Abmessungen des Kleinbildformats kein Problem.

Auch für die Schwarz-Weiß-Entwicklung ist ein Farbmischkopf am Vergrößerer interessant. Er erspart bei der Belichtung auf Gradationswechselpapiere den Einsatz von Filterfolien, die verkratzen oder verschmutzen können. Die Verwendung von Fotopapieren mit veränderbarer Gradation reduziert den Aufwand für die Vorratshaltung. Allerdings stellen diese Papiere aufgrund ihrer teilweisen Farbempfindlichkeit andere Anforderungen an die Dunkelkammerbeleuchtung.

Das Licht in der Dunkelkammer

Die Dunkelkammerbeleuchtung ist zwar nicht nur für den trockenen Teil, sondern für das gesamte Fotolabor notwendig, kann aber auch in zweifacher Ausführung notwendig sein, wenn das Labor in einem größeren Raum eingerichtet wird. Eine einzelne Lampe bietet in einem Umkreis von circa zwei Metern eine ausreichende Helligkeit. Bei der Installation der Dunkelkammerbeleuchtung ist allerdings zu beachten, dass die Lampen ein Fotopapier bei ausreichend kurzem Abstand und genügend langer Einwirkung trotz der eingesetzten Filter belichten können.

Die Steuerung für das Vergrößerungsgerät im Fotolabor

Bei der Belichtung des Fotopapiers in der Dunkelkammer gibt es die gleichen Einstellparameter wie bei der Aufnahme mit einer Kamera: die Blende und die Belichtungszeit. Allerdings liegen die Belichtungszeiten im Fotolabor normalerweise zwischen wenigen Sekunden und etwa ein bis zwei Minuten. Die Steuerung des Vergrößerers ist bei diesen Zeiten prinzipiell auch durch manuelles Ein- und Ausschalten der Lampe möglich, besser ist aber der Einsatz einer speziellen Zeitschaltuhr, an die das Vergrößerungsgerät angeschlossen wird.

Für die Steuerung des Vergrößerers reicht eine einfache Schaltuhr aus, zumindest für den Schwarz-Weiß-Prozess; Belichtungsautomaten sind normalerweise überflüssig. Die Belichtungsverhältnisse in der Dunkelkammer sind relativ einfach. Korrekt belichtete Negative müssen bei der gleichen Vergrößerung auch mit den gleichen Werten ausbelichtet werden. Bei der Änderung des Vergrößerungsmaßstabs ändert sich die Belichtung im gleichen Verhältnis wie die Bildfläche. Ein doppelt so großes Bild muss also auch doppelt so lange oder mit der nächstgrößeren Blendenstufe belichtet werden.

Bei den ersten Versuchen und bei größeren Abzügen empfiehlt es sich, zunächst einen kleinen Probestreifen zu belichten. Dazu wird ein einzelnes Blatt Fotopapier entsprechend kleingeschnitten. Die Probestreifen müssen dann genau nach Zeit entwickelt werden, um das Maß einer eventuell notwendigen Belichtungskorrektur abschätzen zu können.

Die Filmentwicklung im Fotolabor

Sollen nicht nur Abzüge im Fotolabor entstehen, sondern auch Filme entwickelt werden, dann sind auch noch eine Entwicklerdose und mindestens zwei Filmklammern notwendig. Eine Klammer dient zum Aufhängen des Films, die zweite beschwert ihn am unteren Ende, damit er sich nicht aufrollt. Sehr vorteilhaft ist außerdem ein Bewässerungsaufsatz für den Wasserhahn, der eine zuverlässige Bewässerung bei geringem Wasserverbrauch gewährleistet.

Den „nassen“ Bereich der Dunkelkammer einrichten

Der nasse Teil des Fotolabors besteht hauptsächlich aus einer Abstellfläche für die Entwicklerschalen. Für die Schwarz-Weiß-Verarbeitung sind normalerweise drei Schalen notwendig. Eine rote für den Entwickler, eine weiße für das Stopbad und eine schwarze für den Fixierer. Jede Schale erhält außerdem eine eigene Zange, die entsprechend markiert werden sollte, um eine Verwechselung auszuschließen.

Die Sauberkeit und Trennung der Chemikalien ist die wichtigste Voraussetzung für eine gute Bildqualität. Jede Mischung der verschiedenen Bäder verbraucht die Chemikalien in der gleichen Weise wie die Entwicklung oder das Fixieren eines Fotos. Eine Entwicklerzange sollte daher niemals ins Stop- oder Fixierbad geraten und umgekehrt. Dies ist auch bei der Aufbewahrung der gebrauchten Chemikalien zu beachten. Jedes Bad bekommt seine eigene, eindeutig gekennzeichnete Flasche. Für den Entwickler, der vom Luftsauerstoff oxidiert wird, sind Flaschen zu empfehlen, die sich wie eine Ziehharmonika zusammendrücken lassen.

Der Wasseranschluss im Fotolabor

Nach dem Fixieren müssen Fotos in fließendem Wasser gewässert werden, um die Chemikalienreste aus der Emulsionsschicht zu entfernen. Geschieht das nicht ausreichend, dann verringert sich die Haltbarkeit der Bilder erheblich. Trotzdem ist ein Frischwasseranschluss im Fotolabor nicht unbedingt notwendig. Fehlt er, dann werden die Fotos zunächst in einem Eimer mit Wasser gesammelt und anschließend außerhalb der Dunkelkammer, zum Beispiel in der Badewanne, gewässert.

Bei der Wässerung der Fotos ist zu beachten, dass die Fotochemikalien schwerer als Wasser sind und sich am Boden des Beckens sammeln, wenn das Wasser nicht ausreichend umgewälzt wird. Auch hier kann ein Wässerungsaufsatz für den Wasserhahn helfen, wie er für die Filmentwicklung angeboten wird. Mit Saugnäpfen am Beckenrand befestigt sorgt er schon bei einem relativ geringen Wasserdurchsatz für eine gute Umwälzung und eine effiziente Wässerung.

Die Trocknung der Bilder im Fotolabor

Der letzte, aber nicht der unwichtigste Bearbeitungsschritt im Fotolabor ist die Trocknung der Bilder. Die einfachste Art ist die Lufttrocknung, die auch an einer Wäscheleine durchgeführt werden kann. Sie hat aber den Nachteil, dass die Ränder der getrockneten Fotos sich nach oben biegen. Eine bessere Trocknung lässt sich mit einer Trockentrommel erzielen, die bei den Fotobearbeitungsgeräten zu finden ist. Hier werden die Fotos mit Hilfe eines Tuchs auf eine beheizte Metallplatte gespannt, die das Bild durch die Wärme schnell trocknet.

Der Einsatz einer Trockentrommel ist allerdings eine kleine Kunst für sich. Diese Geräte sind eigentlich für die Trocknung der älteren Barytpapiere entwickelt worden, die etwas weniger hitzeempfindlich sind als die kunststoffbeschichteten RC-Papiere. Aber auch Barytpapiere dürfen nicht zu lange auf der Trommel verbleiben, weil sonst die Gelatine der Emulsionsschicht schmilzt. Im Gegensatz zu den Barytpapieren werden RC-Papiere allerdings nicht mit einem Rollenquetscher auf eine Hochglanzfolie aus verchromtem Messingblech aufgebracht, sondern mit der Bildseite zum Stoff direkt auf die Trommel aufgelegt.

Der richtige Zeitpunkt für die Entnahme der Fotos ist an einem charakteristischen Knistern zu erkennen. Dies entsteht, wenn sich die getrocknete Gelatine vom Stoff löst. Wird das Foto zu früh entnommen, bleiben Flusen der Stoffbespannnung an der Gelatine kleben. Bleibt es zu lange in der Trommel, dann beginnt die Kunststoffschicht zu schmelzen.

Weitere Tipps für die Ausrüstung des Fotolabors

Wenn Sie die Dunkelkammerausrüstung auf eBay suchen, dann ist die Einschränkung des Artikelstandorts besonders hilfreich. Hiermit legen Sie den maximalen Umkreis fest, in dem Angebote angezeigt werden. Bei einer geringen Entfernung zum Verkäufer können Sie gegebenenfalls durch eine Selbstabholung Versandkosten sparen. Dies ist besonders bei sperrigen Gegenständen wie einem Vergrößerer vorteilhaft.

Fazit

Die klassische Fotografie auf Filmmaterial hat auch in den Zeiten der Digitalkamera einen besonderen Reiz. Mit dem Wissen, welche Teile für die Herstellung guter Fotoabzüge notwendig sind, lässt sich die Ausrüstung für ein Fotolabor mit den Angeboten auf eBay günstig zusammenstellen.

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