Das richtige Bett für gesunden und erholsamen Schlaf

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Der ultimative Kaufratgeber für Betten

Betten gehören seit langer Zeit zu den festen Bestandteilen einer Schlafzimmereinrichtung. Vor dem Hintergrund, dass der Mensch etwa ein Drittel seiner gesamten Lebenszeit verschläft, kommt der richtigen Auswahl von Betten eine extrem hohe Bedeutung zu. Bett ist nicht gleich Bett. Aufgrund des unterschiedlichen Schlafverhaltens benötigen zum Beispiel Kinder andere Betten als Senioren. Damit Sie für sich persönlich herausfinden können, welches Bett geeignet ist und dafür sorgt, dass sie gesund und erholt aufwachen, haben wir diesen Ratgeber erstellt. Er wird sie mit den bekanntesten Bettenarten vertraut machen und Ihnen Hinweise geben, worauf Sie beim Kauf von Betten achten sollten.

Ein kleiner Ratgeber zur Bemaßung von Betten

Wer sich intensiver mit dem Thema Bettenkauf auseinandersetzt, stößt rasch auf diverse Fachbegriffe, die dem Laien nicht unbedingt auf Anhieb verständlich sind. Das gilt besonders bei den unterschiedlichen Maßangaben. Einige Bezeichnungen erklären sich von selbst und bedürfen keiner weiteren Erklärung. Sind Höhe, Breite und Tiefe exakt in Zentimetern angegeben, kann man rasch herausfinden, ob das ausgewählte Bett im eigenen Schlafzimmer genügend Platz findet. Etwas komplizierter kann es werden, wenn sich das Schlafzimmer zum Beispiel in einem Dachgeschoss befindet und hier die Drempelhöhe dafür ausschlaggebend ist, wie hoch das Kopfteil sein darf.
In vielen Bemaßungen von Betten wird der Begriff „Kopfteilhöhe“ verwendet. Damit ist aber nicht die Höhenangabe vom Bettrahmen bis zur Kopfteiloberkante gemeint, sondern viel mehr die gesamte vertikale Länge des Kopfteils ab dem Fußboden. Unter der Fußhöhe versteht der Fachmann die Distanz, die sich zwischen dem Bettfuß und der Unterkante des Bettgestells befindet. Unter der häufig verwendeten Bezeichnung „Tiefe der Auflagenleiste“ versteht man ein Maß, das für die Auswahl von Lattenrosten und Matratzen von Bedeutung sein kann. Damit werden die Abmessungen zwischen der Auflagenkante für den Lattenrost und der Bettkante bezeichnet. Rost- und Matratzenhöhe sollten so gewählt werden, dass die Matratze soweit über die Bettkante hinausragt, dass man beim Hinsetzen auf das Bett die Bettkante nicht unangenehm spüren kann.

Die unterschiedlichen Eigenschaften von Bettmodellen und ihr Design

Welches Bett zum Einrichtungsstil eines Schlafzimmers passt, ist eine Entscheidung, die nur subjektiv getroffen werden kann. Bettgestelle gibt es aus Holz oder Metall. Außerdem sind Vollpolsterbetten in den unterschiedlichsten Ausführungen verfügbar und, wo es die Statik zulässt, kann auch ein Wasserbett die passende Alternative sein. Puristisch und angelehnt an den asiatischen Einrichtungsstil präsentieren sich Futonbetten, die besonders bei der jüngeren Generation sehr beliebt sind. Die niedrigen Bettgestelle sollen einen bodennahen Eindruck vermitteln, denn der ursprüngliche Futon, der aus Japan stammt, bestand aus einer Decke, die auf dem Boden ausgebreitet und bei Tag platzsparend verstaut werden konnte. Ältere Personen und Menschen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, können durch die niedrige Konstruktion aber Probleme mit dem Aufstehen und Hinlegen haben. Futonbetten sind in der Regel mit Rollrosten ausgestattet, die sich nicht verstellen lassen. Häufig in Jugend- oder Gästezimmern anzutreffen sind Schlafsofas. Sie erfüllen gleich einen doppelten Zweck. Bei Tag sind sie eine bequeme Sitzgelegenheit, die sich abends mit wenigen Handgriffen in ein komfortables Bett verwandeln lässt. Integrierte Bettkästen nehmen das Bettzeug auf. Schlafsofas eignen sich überall dort, wo nicht genügend Platz für ein normales Bett vorhanden ist oder wo ein Raum multifunktionell genutzt werden soll. Es gibt Modelle mit einer Rundumpolsterung, aber auch Kombinationen aus Holz, Metall und Polstern sind möglich.

Betten für Senioren und Kinder müssen besondere Anforderungen erfüllen

Beim Kauf von Betten für Senioren müssen andere Standards zugrunde gelegt werden als beim Kauf von Kinderbetten. Seniorenbetten haben meist ein höheres Bettgestell, damit das Hinlegen und Aufstehen nicht zum Problem wird. Sinnvollerweise sollten Seniorenbetten auch verstellbare Kopf- und Fußteile haben, möglichst mit einer elektronischen Steuerung, die auch im Liegen betätigt werden kann. Seniorenbetten können Sie als Einzel- oder Doppelbett kaufen.
Betten für ein Kinderzimmer müssen zwei sehr wichtige Eigenschaften haben: Sie sollten sehr robust sein und alle wichtigen Sicherheitskriterien erfüllen. Idealerweise beginnt man bei der Kinderzimmereinrichtung mit einem Babybett, das „mitwächst“. Babybetten lassen sich oft mit wenig Aufwand in ein Juniorbett umwandeln, sobald die Gitterstäbe nicht mehr benötigt werden. Bei einer Matratzenlänge von 1,40 Metern kann das Kind einige Jahre in diesem Bett verbringen. Irgendwann wird es aber auf jeden Fall zu klein werden. Wenn mehrere Geschwister in einem Raum schlafen, können Etagenbetten eine gute Alternative sein, um genügend Platz zum Spielen zu behalten. Auch Hochbetten, unter denen sich Spielecken oder Arbeitstische unterbringen lassen, sind eine gute und platzsparende Möglichkeit beim Bettenkauf. Kinder, die häufig Übernachtungsbesuche von Freunden erhalten, benötigen eine zweite Schlafgelegenheit. Hier bieten sich Betten an, die eine Schublade zum Herausziehen haben, in der sich eine zweite Matratze unterbringen lässt. So wird aus einem Jugendbett im Handumdrehen ein Doppelbett.

Ein Trend aus Amerika – Boxspringbetten haben kein Gestell

Wer schon einmal in einem guten amerikanischen Hotel übernachtet hat, kennt die Vorteile der Boxspringbetten aus eigener Erfahrung. Der wichtigste Unterschied zu herkömmlichen Betten besteht darin, dass Boxspringbetten kein Bettgestell und keinen normalen Lattenrost haben. Der Rahmen ist in der Regel mit Stoff, Leder oder Kunstleder bespannt und zwei übereinander liegende Matratzen sorgen für einen wohligen Liegekomfort. Die untere Matratze verfügt in der Regel über eine Holzkonstruktion, eine spezielle Federung und eine Polsterung. Die obere Matratze ist zuständig für den Liegekomfort. Boxspringbetten sind in der Regel höher als normale Polsterbetten und eignen sich deshalb auch sehr gut für Senioren. Durch das Zusammenspiel von härterer Untermatratze und hochwertiger Obermatratze wird die Wirbelsäule im Schlaf optimal gestützt. Es gibt diese - auch als „Amerikanisches Bett“ bezeichneten - Schlafstätten auch mit einer individuellen Höhenverstellung, sodass das Bett auf die eigenen Ansprüche gut eingestellt werden kann.

Stylish, romantisch und voll im Trend – Betten aus Metall

Im Grunde sind Metallbetten nur eine Weiterentwicklung der klassischen Holzbettgestelle. Moderne Metallbetten werden meistens aus pulverbeschichtetem Aluminium hergestellt. Hier gibt es eine sehr großzügige Auswahl an unterschiedlichen Designs. Ornamente sorgen dafür, dass Metallbetten einen eher romantischen Eindruck verbreiten. Man findet sie deshalb häufig in sogenannten Mädchenzimmern. Aber auch, wer Wert auf schlichte Eleganz legt, findet bei den Metallbetten geeignete Modelle, die fast puristisch wirken. Beliebte Farben für Betten aus Metall sind weiß oder schwarz. Dank moderner Technologien bei der Herstellung sind auch Farbkombinationen oder auffällige Farben kein Problem.
Eine sehr romantische Variante der Metallbetten ist das Himmelbett. Das Gestell für den Himmel ist dabei in der Regel fest mit dem eigentlichen Bettgestell verbunden. Der Betthimmel kann aus Stoffen mit unterschiedlichen Eigenschaften bestehen. Abhängig vom gewählten Material sorgt er für Sichtschutz oder hält Insekten ab. Selbstverständlich sind Himmelbetten aber nicht nur aus Metall, sondern auch aus anderen Materialien erhältlich. Holz oder Rattan sind für diese besondere Bettform geeignete natürliche Werkstoffe.

Immer noch etwas Besonderes – das Wasserbett

Wer sich für den Kauf eines Wasserbetts entscheidet, sollte besonders bei Altbauten die Statik überprüfen. Wasserbetten haben im gefüllten Zustand ein extrem hohes Gewicht und können deshalb nicht in jedem Raum aufgestellt werden. Wasserbetten gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Sie können im Winter beheizt werden und sorgen so für ein angenehmes Schlafklima. Wichtig ist, dass sich der Käufer eines Wasserbetts darüber klar ist, dass Pflegemaßnahmen erforderlich sind, damit das Wasser nicht „kippt“. Mindestens einmal pro Jahr muss ein entsprechendes Pflegemittel dem Wasser zugesetzt werden. Der Grad der Befüllung bestimmt dabei die Härte der Liegefläche. Bei Doppelbetten kann diese Befüllung für jedes Bett einzeln abgestimmt werden. Eine Sondervariante der Wasserbetten ist das sogenannte Gelbett. Hier wird durch die Beimischung eines Granulats aus dem Wasser eine nach Wunsch dünn- oder dickflüssige Gelfüllung, die eine Massagefunktion bietet. Grundsätzlich lässt sich jedes Wasserbett in ein Gelbett umwandeln. Allerdings muss bei einem Gelbett eine besondere Heizanlage eingebaut werden.

Matratzen, Lattenroste und Bettzubehör

Es ist nicht damit getan, ein schönes Bettgestell zu kaufen. Auch bei der Auswahl der passenden Lattenroste und Matratzen sollte der Käufer sorgfältig und überlegt vorgehen. Die Bettenhersteller geben bei den einzelnen Modellvarianten in der Regel an, welche Lattenroste und Matratzen geeignet sind. Vor allen Dingen bei den Lattenrosten ist darauf zu achten, ob das neue Bett einen Lattenrost mit oder ohne Rahmen benötigt und ob es für Rollroste geeignet ist. Der richtige Lattenrost trägt ganz entscheidend zur Schlafqualität und zum Liegekomfort des neuen Bettes bei. In Verbindung mit der passenden Matratze im richtigen Härtegrad erhalten Sie so das für Sie am besten geeignete Bett. Beim Bettenkauf lohnt sich darüber hinaus natürlich ein Blick auf das mögliche Bettzubehör. Geeignete Beleuchtungssysteme, Ablagen und Regale sind hier genauso zu finden wie praktische Schubladen, die unter dem Bett verschwinden und für zusätzlichen Stauraum sorgen. Auch ansprechende Tagesdecken können für eine besondere Atmosphäre im Schlafzimmer sorgen.

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