Das interessiert mich die Bohne: kleine Pflanzenkunde

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Das interessiert mich die Bohne: kleine Pflanzenkunde

Die Bohne bezeichnet Samen und Hülsen einer Frucht aus der Gruppe der Schmetterlingsblütler. Sie ist ein beliebtes Gemüse. In hiesigen Breitengraden wird die Gartenbohne angebaut. Je nach Wuchsform wird in Busch- und Stangenbohne unterteilt. Landwirtschaftlich gesehen gilt die Bohne als eiweißreicher Energielieferant. Dies erklärt, warum die Bohnen in vielen Ländern zu den Grundnahrungsmitteln gehört.

 

Zum verantwortungsvollen Umgang mit der Bohne

Gartenbohnen enthalten Phaseolin, für Menschen giftige Lektine. Im rohen Zustand sind sowohl Samen als auch Hülsen nicht genießbar. Die Lektine werden erst beim Kochen zerstört, sodass Bohnen zu einem gesunden Gemüse werden. Wird das Gemüse mit 70 Grad Celsius erhitzt, zerfallen die Lektine. Phaseolin ist ein V-Allergen. Es handelt sich um ein Gift, das in den Stoffwechsel eingreift. Vor allem ist das Blut betroffen. Ähnlich wie bei einer Bluttransfusion mit der falschen Blutgruppe kann es zu einer Abstoßungsreaktion kommen.

 

Für ein Jahr: die Bohne im Garten

Sowohl bei der Buschbohne als auch bei der Stangenbohne handelt es sich um ein einjähriges Gewächs. Während die Stangenbohne eine Rankhilfe benötigt, stellt die Buschbohne ihr Wachstum nach 30 bis 60 Zentimetern ein. Die Blätter sind dreizählig. Von dort aus bilden sich die Seitentriebe. Die Hauptwurzel ist schwach ausgeprägt und bildet Seitenwurzeln von bis zu 30 Zentimetern Breite. Dies ist beim Pflanzen zu berücksichtigen. Obwohl die Gartenbohne selbstbestäubend ist, kann es auch zu einer Fremdbestäubung kommen. Sie gedeiht am besten in Gegenden, die während des Wachstums Temperaturen zwischen 18 und 30 Grad Celsius bieten. Die Regenmengen sollten sich relativ gleichmäßig über diese Zeit verteilen. Für Hochlagen eignen sich dicksamige Bohnen, die viel Regen vertragen. Das Beet sollte umgegraben und von Unkraut befreit sein. Die Saattiefe beträgt maximal 2,5 Zentimeter. Die Pflanzzeit in den gemäßigten Klimazonen beginnt, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind und die Durchschnittstemperaturen 12 °C erreichen. Der pH-Wert des Bodens sollte bei 4,5 bis 8 liegen. Soll die Samenernte möglichst ertragreich sein, kann mit Stickstoff gedüngt werden. Wird im Folgejahr erneut eine ertragreiche Ernte angestrebt, sollte nicht das gleiche Beet für den Anbau genutzt werden, da die Bohnen dem Boden viel Stickstoff entziehen.

 

Unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten für die im Garten gezogenen Bohnen

Seit jeher wird die Bohne als Kulturpflanze gezogen. Die ältesten Funde gehen auf die Jahre um 8.000 v. Chr. zurück. Es gibt Tausende Sorten. Je nach gewünschter Verwendung werden die Bohnen unterschiedlich geerntet. Die beliebten Prinzessbohnen, die oft als Gemüsebeilage gereicht werden, sind junge Bohnen, die vor der vollen Reife gepflückt werden. „Dicke Bohnen” sind voll ausgereift. Die Hülse ist dickfleischig, die Samen groß. Bei gelben Bohnen handelt es sich um eine Sorte, bei denen die Hülse eine Gelbfärbung statt des gewohnten Grüns aufweist. Die Samen vieler Sorten eignen sich gut für eine Lagerung in getrockneter Form. Aus ihnen wird die Bohnensuppe gekocht.

Die neue Züchtung „prim beans” führt im Gegensatz zu allen anderen Sorten grundsätzlich nicht zu Blähungen. Sie ist arm an Tanninen und auf herkömmliche Art gezüchtet.

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