Das iPhone im Test - Mehr Spaß als Business

schlicktowncamper
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Das iPhone im Test
Mehr Spaß als Business


Übersichtliche Handhabung, schönes Design - aber leider auch mit langsamem Internetanschluss und teurer Vertragsbindung.

Seit kurzem ist das iPhone endlich auf dem Markt. Julia Vahsen und Klaus Schneider aus Berlin wollen das Gerät einmal testen. Auf den ersten Blick besticht das iPhone vor allem durch sein klares Design.
 
"Ich finde es optisch sehr schön", sagt Julia Vahsen. "Es ist ziemlich stylish. Es hat nur einen Knopf und ein großes Display, außerdem ist es flach, was mir sehr gut gefällt." Auch Klaus Schneider sieht das so: "Es ist zudem sehr schön verarbeitet und sieht edel aus."
 
Einfache Bedienung
 
Das iPhone ist einfach zu bedienen. Alle Funktionen sind auf dem Display übersichtlich angeordnet, eine leichte Berührung auf dem Touch-Screen öffnet die ausgewählte Anwendung wie etwa den integrierten Routenplaner.
 
Allerdings schreibt es sich auf der glatten Oberfläche zunächst nicht so leicht. "Anfänglich ist es noch ein bisschen schwierig, genau die Buchstaben zu treffen", kritisiert Klaus Schneider. "Aber wenn man sich ein bisschen daran gewöhnt hat, ist es ist sehr einfach." Toll ist die Zoom-Funktion: Einfach die Finger spreizen, und schon vergrößert sich das Bild.
 
Das iPhone hat bereits vor seinem Verkaufsstart für Aufregung in der Branche gesorgt. Henning Witthöft von der Stiftung Warentest war einer der ersten, die das Gerät intensiv ausprobiert haben. Er hält die Handhabung des Geräts für insgesamt sehr einfach und nutzerfreundlich. "Man merkt, dass hier konsequent daran gearbeitet wurde, dass das iPhone möglichst einfach zu bedienen ist." So hebt er beispielsweise den Button hervor, der einen immer unmittelbar zum Grundmenü zurückbringt, unabhängig davon, wo man sich gerade befindet. "Das ist schon sehr praktisch."
 
Mehr als nur ein Telefon
 
Technisch hat das iPhone einiges zu bieten. Man kann mit ihm nicht nur telefonieren, sondern auch E-Mails schreiben. Mit größeren Datenmengen hat das iPhone allerdings Schwierigkeiten.
 
Praktisch ist der Internet-Zugang. Schnurlos und von jedem Ort aus loggt sich das iPhone ins Netz ein. Allerdings erscheinen selbst auf dem großen Display die Internetseiten zu klein und sind schlecht zu lesen. Einen PC oder einen Laptop ersetzt das iPhone nicht. Videos kann das iPhone nicht abspielen, nur die Clips von YouTube.
 
Auch die eingebaute Kamera ist nicht wirklich zufriedenstellend; es fehlen Blitz- und Zoomfunktion, Filme nimmt das iPhone gar nicht auf. "Die Kamera ist brauchbar", findet Henning Witthöft. "Zwei Megapixel sind nicht besonders viel, aber guter Durchschnitt." Witzig dagegen ist der eingebaute Kippmechanismus, der Bilder automatisch um 90 Grad dreht, wenn man das iPhone in die entsprechende Richtung bewegt. Fotos kann man dadurch sowohl hochkant als auch im Querformat betrachten.
 
Top ist der eingebaute MP3-Player, der über acht Gigabite verfügt, was Speicherplatz für rund 200 CDs bietet. "Die Musikfunktion lässt sich gut bedienen, der Klang ist in Ordnung, der Kopfhörer auch", fasst Henning Witthöft zusammen.
 
Er kritisiert aber das Format des iPhones: "Es ist relativ groß. Wenn Sie damit abends im Kino sitzen, kann das stören." Auch sei die Internetfunktion des Geräts nicht schnell genug, weil das schnelle UMTS-Netz für Handies nicht funktioniere. "Es ist insgesamt eher ein Spaß-Handy als ein wirkliches Business-Handy", sagt Henning Witthöft.
 
Das iPhone als Statussymbol

Dieser Spaß hat seinen Preis: Bei T-Mobile kostet das iPhone gut 400 Euro; zusammen mit den Kosten für den Zweijahresvertrag kommt der Nutzer auf 1600 Euro. Das schreckt viele Kunden ab. Das bestätigt auch Julia Vahsen: "Ich bin nicht der Mensch, der so viel Geld für ein solches Gerät ausgibt." Und sie fügt hinzu: "Ich finde auch nicht, dass es das wert ist. Man bezahlt eher das Symbol als die Funktion."
 
Das iPhone ist ein Multimedia-Handy mit tollem Design und einfacher Bedienung. Wer es unbedingt haben will, dem raten Experten, auf das Folgemodell zu warten. Das wird wahrscheinlich nicht billiger, hat dafür aber weniger Macken.
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