Das Wichtigste beim Kauf von Elektrogeräten zur Fahrzeugreparatur

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Die wichtigsten Punkte beim Kauf von Elektrogeräten zur Fahrzeugreparatur

Wenn wir einen Blick in die Hobbywerkstätten von Kfz-Liebhabern werfen, wird deutlich, dass für die professionelle Reparatur von Fahrzeugen einiges an Spezialwerkzeug notwendig ist. Handwerkzeug spielt dabei ebenso eine Rolle, wie hochwertiges Lackierzubehör und empfindliche Elektro-Geräte. Neben Schraubschlüsseln, Lackierpistole und Schleifpapier sind bei der Reparatur von Fahrzeugen auch elektronische Hilfsmittel unerlässlich.

In diesem Ratgeber soll es genau darum gehen. In zehn wichtigen Punkten wird Ihnen vorgestellt, was Sie beim Kauf von Elektrogeräten zur Fahrzeugreparatur beachten sollten. Sie sollen dabei erfahren, welches Werkzeug für welche Einsatzbereiche optimal ist und welches Zubehör Sie für die professionelle und qualifizierte Fahrzeugreparatur in der heimischen Werkstatt benötigen.

Punkt Nummer 1: Eine gute Bohrmaschine darf in keiner Werkstatt fehlen.

Eine Bohrmaschine ist, wie der Name bereits verrät, eine Maschine, die mit der Hilfe eines Bohrers gleichmäßige Löcher in einer bestimmten Größe in unterschiedliche Oberflächen bohrt. Der Bohrer wird dabei von der Bohrmaschine durch einen Drehmomenterzeuger, meistens durch einen Elektromotor betrieben, in die dafür notwendige Drehbewegung versetzt.

Man unterscheidet bei Bohrern zwischen normalen Bohrmaschinen, Schlagbohrmaschinen und Bohrhämmern. Während normale Bohrmaschinen weitestgehend für dünnere, leicht zu durchdringende Oberflächen genutzt werden, sind Schlagbohrmaschinen und Bohrhammer für harte Betonwände und dergleichen geeignet.

Der Unterschied liegt dabei in der Bohrbewegung. Bei einer normalen Bohrmaschine entscheidet die Kraft des Bohrenden gemeinsam mit der Drehzahl des Bohrers darüber, wie schnell das Loch gebohrt wird. Bei einer Schlagbohrmaschine werden neben der Drehbewegung des Bohrers auch viele kleine Schlagbewegungen des Bohrers durchgeführt, die das Eindringen des Bohrkopfes erleichtern.

Noch kraftvoller und daher für besonders harte Untergründe geeignet ist der Bohrhammer. Der Bohrhammer führt auch Schlagbewegungen aus. Allerdings ist die Schlagfrequenz hier deutlich geringer als beim Schlagbohrer. Dafür ist die Kraft dahinter stärker. Das entlastet den Bediener enorm.

Achten Sie beim Kauf einer Bohrmaschine darauf, dass Sie das richtige Modell für Ihre Zwecke finden. Während Bohrhämmer gerade im Heimbereich eine große Bereicherung sind, sind Sie für das Fahrzeug eher ungeeignet. Für den Einsatz am Auto werden in der Regel hauptsächlich Plastik- und Metallteile durchbohrt. Hierbei sind Schlagbohrmaschinen und Bohrhammer nicht gut geeignet, da die weichen Materialien unter den Schlägen Schaden nehmen könnten. Es gibt auch Bohrmaschinen, bei denen die Schlagbohr- oder Bohrhammerfunktion nach Belieben ausgeschaltet werden kann. Wenn Sie also eine Allround-Bohrmaschine für Ihre Werkstatt und die Wohnung möchten, sollten Sie sich bei diesen Geräte umschauen. Etablierte und hochwertige Bohrmaschinen finden Sie von den Unternehmen

Punkt Nummer 2: Stufenbohraufsätze und Bohrfutter – so finden Sie das richtige Zubehör für ihre Bohrmaschine

Um die Bohrmaschine noch leistungsfähiger zu machen, benötigen Sie das richtige Zubehör. Für den Einsatz am Fahrzeug sind dabei vor allem zwei Aspekte von Bedeutung: Das Bohrfutter und eine gute Auswahl an hochwertigen Bohraufsätzen. Für Bohrungen an Metall und Kunststoff werden Stufenbohraufsätze und Fräsbohrer eingesetzt.

Zum Bohren größerer Löcher in dünnes Material oder zum Vergrößern bereits vorhandener Löcher werden Stufenbohraufsätze verwendet. Ein Aufsatz ermöglicht es Ihnen, mehrere Arbeitsschritte in einem zu unternehmen. Er bohrt in Metall und entgratet gleichzeitig, sodass überschüssiges Metall an den Kanten sauber entfernt wird und Sie keinen großen Kraftaufwand haben. Eine weitere Besonderheit des Stufenbohrers besteht darin, dass er dank seines keilförmigen Aufbaus verschieden große Löcher bohren kann, ohne dass der Bohrer ausgewechselt werden muss. Stufenbohrer haben entweder eine gerade oder eine spiralförmige Nut eingefräst. Die Spiralnut liefert den Vorteil, dass entstehende Metallspäne besser abgeführt werden, als bei einer geraden Nut. Dies schont die Oberfläche und schützt das umliegende Metall vor Kratzern.

Bohrfutter wird direkt am Kopf der Bohrmaschine angebracht und dient dazu, den Bohrer oder den Bohraufsatz sicher an der Bohrmaschine zu fixieren. Dabei wird das zu befestigende Teil zwischen drei Spannbacken festgeklemmt. Durch die Befestigung mit drei Backen ergibt sich der Vorteil, dass sich die eingesetzten Teile optimal zentrieren lassen. Schnellspann-Bohrfutter lässt sich trotz hoher Spannkraft einfach per Hand schließen und öffnen. Bei Drehmaschinen, wie einem elektrischen Schrauber, kommt ein sogenanntes Drehfutter zum Einsatz.

Punkt Nummer 3: Einfach unersetzlich: Eine hochwertige Poliermaschine lässt Ihr Fahrzeug in neuem Glanz erstrahlen

Kaum etwas lässt ein Autoliebhaberherz höher schlagen als ein frisch poliertes, in der Sonne glänzendes Fahrzeug. Doch was kann man tun, damit der Lack lange so schön bleibt, wie er aus dem Werk kam? Die Antwort liegt in einer professionell durchgeführten, regelmäßigen Politur. Bei der Politur wird die Oberfläche des Lackes mit feinsten Schleifpartikeln ganz leicht und sanft abgetragen. Dabei werden Schmutzablagerungen wie Staub und Pollen, die den Lack aufrauen und stumpf aussehen lassen, entfernt und der Lack glänzt wie neu. Da durch die feinen Schleifpartikel in der Politur auch immer minimale Mengen vom Lack abgetragen werden, sollten Sie eine Politur nicht zu häufig vornehmen.

Der empfohlene Rhythmus ist zweimal im Jahr, jeweils vor und nach der Wintersaison. So ist der Lack immer optimal vorbereitet. Wer eine professionelle Politur vornehmen möchte, kommt um eine Poliermaschine nicht herum. Zwar ist für die Benutzung etwas Übung notwendig, das Ergebnis spricht jedoch für sich. Es gibt auch Polieraufsätze für Bohrmaschinen. Wenn Sie diese nutzen möchten, achten Sie unbedingt darauf, dass Ihre Bohrmaschine auf eine sehr geringe Drehzahl eingestellt ist. Bei falscher Anwendung bei einer zu hohen Drehzahl kann der Lack Ihres Wagens sehr schnell zerkratzen.

Punkt Nummer 4: Optimales Zubehör für die Poliermaschine

Damit die Poliermaschine den Lack Ihres Fahrzeuges optimal pflegen kann, benötigen Sie das passende Zubehör. Für den ersten Polierschritt ist eine hochwertige Schleifpaste das wichtigste Element. Diese ist mit feinsten Polierpartikeln versehen, die den Lack sanft und schonend von Ablagerungen befreien und ihn zum Glänzen bringen. Sie wird mit der Poliermaschine verteilt. Für eine gleichmäßige Politur muss die Poliermaschine mit hochwertigen Polieraufsätzen versehen sein. Zum Versiegeln des polierten Lackes wird eine spezielle Versiegelungspaste mit einem feinen Tuch aufgetragen.

Punkt Nummer 5: Praktisch und handlich: Elektroschrauber erleichtern die Arbeit

Ein Elektroschrauber ist ein Gerät, das Sie beim Eindrehen und Ausdrehen von Schrauben und Muttern unterstützt. Bei Schraubern kann man grundsätzlich zwischen zwei Ausführungen unterscheiden.

Bei der ersten Variante, die für die meisten Akkuschrauber eingesetzt wird, betreibt ein kleiner Elektromotor die Arbeitsspindel. Das Drehmoment an der Schraubverbindung muss dabei durch Druck des Nutzers ausgeglichen werden, damit die Spindel nicht durchdreht und den Schraubenkopf beschädigt. Je schneller der Elektroschrauber betrieben wird, desto mehr Druck muss der Nutzer also aufbringen.

Bei der zweiten Funktionsweise treibt der Elektromotor die Arbeitsspindel über ein Schlagwerk an. So muss der Nutzer nicht das komplette Drehmoment mit eigener Kraft ausgleichen und wesentlich höhere Drehzahlen sind möglich.

Punkt Nummer 6: Der Schwingschleifer leistet die perfekte Vorarbeit für Lackarbeiten

Ein klassischer Schwingschleifer kommt vor der Lackierung eines Fahrzeuges zum Einsatz. Er eignet sich für Vor- und Nachschleifarbeiten an verschiedenen Werkstoffen. Beim Pkw wird er dazu genutzt, alte Lackoberflächen abzuschleifen und so für eine neue Lackierung vorzubereiten. Es gibt unterschiedlich gekörnte Schleifscheiben oder Schleifpapiere, die unterschiedlich grobe oder feine Ergebnisse erzielen. Das Schleifpapier wird mittels eines Klemmverschlusses oder einer Kletthaftung auf der Schwungplatte befestigt. Diese rechteckige Fläche bewegt sich zum Abschleifen in kleinen kreisförmigen Bewegungen.

Punkt Nummer 7: Wenn es ganz genau werden muss, nutzen Sie einen Exzenterschleifer

Beim Exzenterschleifer handelt es sich um ein per Hand geführtes Werkzeug, das sich in einem wichtigen Punkt vom Schwingschleifer unterscheidet: Anders als beim Schwingschleifer wird hier eine rotierende Schleifscheibe eingesetzt, deren Zentrum zusätzlich eine Schleifbewegung ausführt. Ein Exzenterschleifer kann frei oder mit Druck angewendet werden, je nachdem, wie viel Oberfläche abgetragen werden soll. Neben der Metallbearbeitung kann der Exzenterschleifer auch für Holz, Kunststoff oder sogar Glas eingesetzt werden.

Exzenterschleifer eignen sich besonders gut für den Feinschliff von glatten Flächen, da durch die kreisförmige Schleifbewegung ein besonders ebenmäßiges Endergebnis erreicht wird.

Punkt Nummer 8: Akkubetrieben oder Netzbetrieben – der Einsatzort entscheidet

Bei allen Elektrogeräten zur Reparatur eines Fahrzeuges stellt sich vor dem Kauf die Frage, ob es über Akku oder per Stromnetz betrieben werden soll. Akkugeräte bieten natürlich den Vorteil, dass Sie bei der Arbeit keinen Stromanschluss benötigen. Jedoch sind diese Geräte deutlich kostspieliger in der Anschaffung und können nur dann die volle Leistung liefern, wenn der Akku zuvor ausreichend aufgeladen wurde. Wenn Sie vorwiegend draußen oder in einer Garage ohne ausreichende Stromanschlüsse arbeiten, sind Akku-Geräte dennoch die richtige Wahl.

Es gibt alternativ auch Geräte, die über die Bordspannung des Fahrzeuges, zum Beispiel über den Zigarettenanzünder, verwendet werden. Hier müssen Sie darauf achten, dass das Gerät mit der von Ihrem Fahrzeug abgegebenen Betriebsspannung arbeiten kann.

Punkt Nummer 9: So nutzen Sie die Bordspannung Ihres Fahrzeuges zum Betrieb des Elektrogerätes

Wenn Sie sich weder für ein akkubetriebenes Gerät, noch für ein netzbetriebenes entscheiden möchten, gibt es die Alternative, die Bordspannung des Kfzs zum Betrieb des Elektrogerätes zu nutzen. Die Bordspannung ist die Spannung, die das Fahrzeug allen elektrischen Geräten zur Verfügung stellt.

Aktuelle Autobatterien haben eine Nennspannung von zwölf Volt, Motorräder und Oldtimer-PKWs hingegen lediglich sechs. LKW wiederum können eine Bordspannung von 24 Volt abgeben.

Punkt Nummer 10: Auf die Leistung kommt es an

Die elektrische Leistung eines Gerätes wird in der physikalischen Einheit Watt angegeben. Die Leistung ergibt sich, wenn man die elektrische Spannung mit der Stromstärke multipliziert. Die Leistung gibt darüber Auskunft, wie viel elektrische Energie das Gerät umsetzen kann. Bei hochwertigem Werkzeug sollten Sie darauf achten, dass die Leistung dem entspricht, was Sie von dem Gerät erwarten. Bei Schleifmaschinen liegt die empfohlene Leistung in etwa bei 2.000 Watt.

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