Das Standlicht richtig Einsätzen (Tagesfahrlicht)

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Das Standlicht und sein richtiger Einsatz (Tagesfahrlicht)

Standlicht, Positionslicht, Rücklicht, Begrenzungsleuchten - gemeint ist eigentlich das Gleiche: Die Grundbeleuchtung des Autos, die unter anderem die Umrisse deutlich machen soll. Sie brennt immer, wenn Abblend- oder Fernlicht eingeschaltet ist. Zusätzlich dient sie zur Beleuchtung beim Parken auf dunklen Straßen. Mit Standlicht allein darf nicht gefahren werden. Dies gilt auch am Tag. Das heißt jedoch nicht, dass stets auch Abblend- oder Fernlichtscheinwerfer leuchten müssen, wenn man mit Licht unterwegs ist.

Es gibt nämlich zwei Ausnahmen. Die eine betrifft das Fahren mit Nebellicht. Hier lässt es die Straßenverkehrsordnung zu, dass nur die Nebelscheinwerfer zusammen mit dem Standlicht leuchten. Abblendlicht ist dann nicht nötig, wenn die Nebellampen weniger als 40 Zentimeter vom Umriss des Autos entfernt montiert sind. Das ist in aller Regel der Fall und bei allen ab Werk eingebauten Scheinwerfern sowieso.

Eine weitere Ausnahme gilt beim Einsatz von Tagfahrleuchten. Diese dürfen nach gültiger Rechtslage ausdrücklich nur ohne Stand- und Schlusslichter betrieben werden. Die speziellen Tagfahrleuchten von Hella werden so angeschlossen, dass sie mit der Zündung automatisch aktiviert werden. Beim Einschalten des Standlichtes oder Ausschalten der Zündung werden die Tagfahrleuchten deaktiviert.

Standlicht allein ist die Beleuchtung der Wahl, wenn es um das Parken auf unbeleuchteten Straßen oder auf Autobahnparkplätzen geht. Die deutschen Verkehrsregeln fordern übrigens beim Halten auf der Straße außerhalb von Ortschaften stets eine "eigene Beleuchtung". Innerorts genügt das Licht von Straßenlaternen.

Im Vergleich zu den Scheinwerfern verbraucht Standlicht eher wenig Strom, zwischen 25 und 45 Watt. Dennoch belastet es die Batterie. Je nach Kapazität macht sie es zehn bis 15 Stunden mit, bevor keine Reserve zum Start mehr bleibt.

Außer als Parkbeleuchtung erfüllt das vordere Standlicht noch eine wichtige Sicherheitsfunktion. Fällt ein Scheinwerfer aus - beispielsweise wegen einer durchgebrannten Lampe - verhindert es, dass ein "einäugiges" Auto mit einem Motorrad verwechselt wird.

Die Regel "Fahren mit Abblendlicht" gilt übrigens in ganz Europa. Der gelegentlich noch anzutreffende Hinweis, dass in französischen Städten mit Standlicht zu fahren sei, ist seit Jahrzehnten überholt. Wer es schon einmal ausprobiert hat, weiß ohnehin, dass Standlicht viel zu schwach für eine ausrechende Sicht ist.

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